Ziele des Zwischenfruchtanbaus
Erosionsschutz (Bodendeckung + Bewurzelung)
Vermeidung der Evaporation ohne übermäßigen Wasserverbrauch in Trockengebieten
Vermeidung von Übernässung durch hohe Winterniederschläge
Nährstoffkonservierung (Massenaufwuchs)
Bekämpfung von Schaderregern (v.a. Nematoden durch nematodenresistente Kreuzblütler)
Humusaufbau (Wurzelmasse, z.B. Gräser, Phacelia, Leguminosen als N-Partner)
Futterproduktion (Feldgras, Leguminosen)
Stabilisierung des Bodengefüges (Feinwurzelbildung, Phacelia)
Erfüllung der GAP-Konditionalitäten
Je nach Bewertung des Produktionsziels ändern sich die Anforderungen an die Zwischenfrucht, so dass letztlich nur noch wenige Arten infrage kommen. Weitere Restriktionen hinsichtlich der Artenauswahl ergeben sich zudem durch die Auswirkung auf die Fruchtfolge. Dazu einige Beispiele:
In Rapsfruchtfolgen ist aufgrund der Förderung der Kohlhernie auf kreuzblütige Zwischenfrüchte (Senf, Ölrettich) zu verzichten. Insbesondere Senf ist hochanfällig für Kohlhernie.
Außerdem sollte auch der Anbau von Korbblütlern in Rapsfruchtfolgen vermieden werden. Sonnenblumen oder Ramtillkraut werden von den Rapskrankheiten Sclerotinia, Verticillium und Grauschimmel befallen. Sonnenblumen sind Nährstoffräuber, die punktuell zu einer starken Verarmung insbesondere mit Phosphor beitragen. Die Folgen. . .
Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)
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