
Düngung zu Zuckerrüben
Die Nährstoffaufnahme der Zuckerrüben erfolgt über die Faserwurzeln. Diese setzen unterhalb des Rübenkopfes an, wo sich jener wieder verjüngt, etwa 10 bis 15 cm unter der Bodenoberfläche. Deshalb hat es auf Böden mit mehr als 6 % Ton wenig Sinn, eine Kopfdüngung zu Zuckerrüben vorzunehmen, vor allem nicht mit Phosphor und Kali, auch nicht mit Ammonium-Dünger.
Die Dünger, auch Gülle müssen vor der Saat ausgebracht und mit der Bodenbearbeitung eingearbeitet werden. Als Dünger bieten sich an (ohne Gülle oder Gärreste)
- 180 – 240 kg/ha K (Kornkali oder 60er Kali bei hohen Mg-Gehalten) im Herbst
Im Frühjahr vor der Saat:
- 150 – 200 kg/ha DAP breit oder 80 kg unter Fuß (10 kg P2O5 bzw. 4 kg P je 10 t/haRüben), + 100 – 200 kg/ha SSA, 50 kg unter Fuß, bei pH-Werten > 7, bessere P-Verfügbarkeit
N-Form zur Zuckerrübe:
Zur Förderung der Jugendentwicklung sollte auf leichten Standorten mindestens 30 kg/ha Nitrat-Stickstoff in 0-30 cm (inkl. Nmin) angestrebt werden. Auf mittleren Böden (nFK von 180 l) sollten mindesten 40 kg/ha NO3– und auf schweren Böden 50 bis 60 kg/ha NO3– (inkl. Nmin in 0-30 cm) gedüngt werden. Ab einer Nitratkonzentration von 75 ppm in der Bodenlösung wird die Cytokininbildung in den Wurzeln und damit die Entwicklung der Blätter gefördert.






