Loading...

Zuckerrüben – Einarbeitung von Zwischenfrüchten vor der Aussaat

März 7, 2023 | Bodenbearbeitung, Grünes Info 2023, Zuckerrüben, Zwischenfrüchte

Fragen für die Einarbeitung

  • Welche Zwischenfruchtarten haben den Winter überlebt und erscheinen noch grün?
  • Ist Ausfallgetreide ein Problem?
  • Stehen bestockte Ungräser wie AFU auf der Fläche?
  • Wie viel Aufwuchs muss eingearbeitet werden, wie lange sind die Zwischenfruchtstängel?
  • Welche Sätechnik wird verwendet?
  • Wie ist die derzeitige Bodenstruktur ?
  • Lässt die Bodenfeuchte eine Bearbeitung überhaupt schon zu?

Vorgehensweise

  • Im Gegensatz zu Mais steht für die Einarbeitung der Zwischenfrucht vor Zuckerrüben deutlich weniger Zeit zur Verfügung. Das muss bereits bei der Auswahl der Zwischenfrucht berücksichtigt werden. Gräser sind deshalb vor Zuckerrüben weniger gut geeignet.
  • Durch das Niederwalzen der Zwischenfrucht bei Frost frieren die Zwischenfrüchte recht gut ab.
  • Darf kein Glyphosat mehr eingesetzt werden (z.B. im Wasserschutzgebiet), kann als Erstes ein zeitiger flacher Arbeitsgang bei Frost nötig sein, vor allem wenn zu weit entwickelter Ölrettich mit Rettichbildung oder stark bestockte Gräser ein Problem darstellen.
  • Bestockte Gräser (z.B. AFU) werden besser durch Glyphosat bekämpft als durch einen mechanischen Arbeitsgang.
  • Müssen noch grüne Zwischenfrüchte oder Unkräuter ohne Glyphosat beseitigt werden, müssen mindestens zwei Überfahrten mit einem Bodenbearbeitungsgerät eingeplant werden. Am besten eignen sich flach arbeitende, schneidende Arbeitsgeräte mit geringem Strichabstand. Die Vorarbeit mit einer Walze oder Messerwalze erleichtert die Bearbeitung.
  • Ziel Nr. 1 muss sein, die Zwischenfrüchte zu entwurzeln und an der Oberfläche austrocknen zu lassen. Dazu muss zuerst sehr flach und nach etwa einer Woche etwas tiefer gearbeitet werden. An den Wurzelballen darf möglichst wenig Erde hängen bleiben. Eine flache Bearbeitung reduziert zudem die Wasserverluste. Die Rückverfestigung spielt bei sehr flacher Bearbeitung eine untergeordnete Rolle. Weniger Rückverfestigung hilft eher in diesem Fall beim Austrocknen der Pflanzenreste. Prüfen Sie den Bekämpfungserfolg auf dem Feld.
  • Bevor aber eine Bearbeitung überhaupt erfolgen kann, muss der Feuchtezustand des Bodens überprüft werden. Zu nasse Bearbeitung ist in jedem Fall zu vermeiden. Entstehen durch die feuchte Bearbeitung Kluten, ist das kontraproduktiv für den Bekämpfungserfolg und die anschließende Aussaat. Auch die Struktur auf der Bearbeitungsschicht und darunter muss nach einer Probebahn erneut überprüft werden. Im Zweifel muss auf trockenere Bedingungen gewartet werden.
  • Sind auf der Fläche weder grüne Zwischenfrüchte, Ausfallgetreide noch Unkräuter oder Ungräser vorhanden und bildet die Masse der Zwischenfrüchte kein Hindernis für die Aussaattechnik, reicht ein flacher wassersparender Arbeitsgang mit einer Gareegge oder der Kreiselegge auf Sätiefe, um optimalen Anschluss an die Kapillarität für den Zuckerrübensamen zu gewähren. Weniger ist in diesem Fall immer mehr. Voraussetzung ist, dass die Bodenstruktur in Ordnung ist. Auf schweren, tonigen Böden ist eine Reparatur der Struktur im zeitigen Frühjahr kaum mehr möglich.

Beispiele für die Einarbeitung von Zwischenfrüchten zu Zuckerrüben

Die Intensität der Einarbeitung von Zwischenfrüchten zu Zuckerrüben ist von den Standortgegebenheiten sowie Art und Zustand der Zwischenfrucht abhängig.

Im Osten bleibt die Minimalstrategie im Frühjahr mit dem Ziel, Wasser zu sparen und den Feldaufgang zu sichern, Mittel der Wahl. Im Westen ist entscheidend, ob die Bodenstruktur nach der Bearbeitung im Sommer / Herbst durch eine gut etablierte Zwischenfrucht stabilisiert werden konnte. Ist das der Fall, kommt die „Ost“- Strategie in Betracht, andernfalls kann eine krumentiefe Lockerung erforderlich sein. Das lässt sich nur mit dem Spaten beantworten.

In Schutzgebieten ohne Möglichkeit einer Glyphosatbehandlung hält der Pflug (fast unabhängig vom Standort) wieder Einzug. Mehrmalige flache Grubberstriche mit breiten, schneidenden Werkzeugen führten im letzten Jahr nur in Ausnahmefällen zu zufriedenstellenden Ergebnissen.

Link zur kompletten PDF

Neueste Infobeiträge

Test Kostenlose Infos

Test Kostenlose Infos

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit. Aenean commodo ligula eget dolor. Aenean massa. Cum sociis natoque penatibus et magnis dis parturient montes, nascetur ridiculus mus. Donec quam felis, ultricies nec, pellentesque eu, pretium quis,

Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Die Ausbreitung von Glasflügelzikaden und der von ihnen übertragenen Krankheitserreger stellt eine zunehmende Bedrohung für den Kartoffel- und Zuckerrübenanbau in Deutschland dar. Nachdem zunächst der Südwesten Deutschlands stark betroffen war, treten inzwischen auch in Bayern, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen erste Nachweise auf.
Zentrale Erreger sind das Stolbur-Phytoplasma (Candidatus Phytoplasma solani) sowie erstmals auch das Proteobakterium Candidatus Arsenophonus phytopathogenicus in Kartoffeln. Diese verursachen die neu definierte Krankheit „Bakterielle Kartoffel-Knollenwelke“, die durch verstopfte Leitbahnen, verminderte Assimilatverlagerung, reduzierte Stärkeeinlagerung und erhöhte Zuckergehalte in den Knollen gekennzeichnet ist.

Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Insektizidversuch in Kartoffeln – Regensburg

Im Landkreis Regensburg wurde im Jahr 2025 ein Streifen – Demonstrationsversuch zur Bekämpfung von Insekten – insbesondere zur Bekämpfung der Schilfglasflügelzikade – in Kartoffeln durchgeführt.
Beim Versuchsstandort handelte es sich um einen Lösslehm mit 72 Bodenpunkten. Die Vorfrucht war Zuckerrübe. Die Zuckerrüben wurden unter guten, trockenen Bedingungen geerntet. Die Grundbodenbearbeitung erfolge durch 2 Grubberstriche auf maximal 30 cm Tiefe. Die sekundäre Bodenbearbeitung erfolge im April mit einem Feingrubber und einer Vollfeldfräse.
Der Versuchsschlag wurde am 9. April mit der Chipskartoffelsorte SHc1010 gepflanzt. Das Saatgut wurde bereits mit Diabolo behandelt. Bei der Pflanzung erfolge die Beizung mit Moncut.

Zuckerrüben 2025

Zuckerrüben 2025

Abgesehen von den pflanzenbaulichen Herausforderungen im Rübenanbau wie SBR, Cercospora oder dem Wegfall von Wirkstoffen stimmt die aktuelle Zuckermarktlage wenig optimistisch. Die Zuckerfabriken versuchen deshalb die Anbaufläche für 2026 zu reduzieren. Für viele stellt sich deshalb die Frage, wie der Zuckerrübenanbau unter diesen Voraussetzungen noch wirtschaftlich funktionieren kann. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist es dabei, neben dem Ertrag auch die Qualität intensiver zu berücksichtigen und pflanzenbauliche Stellschrauben gezielt zu nutzen. Aus dem vergangenen Rübenjahr 2025 können dazu wieder interessante Erkenntnisse gewonnen werden. Im letzten Jahr berichteten wir von den gravierenden Ertragsunterschieden von Standort zu Standort in Abhängigkeit des SBR- und Stolbur-Befalls, aber auch kleinräumig von Landwirt zu Landwirt. Die Spanne reichte 2024 von 20 t/ha bis 130 t/ha. Die Ausreißer nach unten blieben dieses Jahr erfreulicherweise aus und in den letztjährigen SBR-/Stolbur-Hotspot-Regionen konnten zumindest wieder höhere Erträge erzielt werden. Aussaat und Auflaufbedingungen Die meist trockenen Bedingungen im zeitigen Frühjahr ermöglichten verbreitet eine frühe Rübenaussaat ab der zweiten Märzdekade, auch wenn die Bodentemperaturen zu diesem Zeitpunkt nur knapp die 6 °C erreicht hatten, was einen verhaltenen Auflauf der Zuckerrüben erwarten ließ. Während im Süden noch ausreichend Bodenfeuchte für einen homogenen Feldaufgang vorhanden war, war es im Osten und Nordosten schon sehr trocken.

Zuckerrüben 2025

Zuckerrüben – Sortenwahl 2026

Die Sortenwahl ist im Rübenanbau eine besonders wichtige Stellschraube, da je nach Standort z.B. bei Nematoden- oder Rhizoctoniabefall zur Absicherung des Ertrags Spezialsorten angebaut werden müssen. Auch SBR und Cercospora müssen bei der Wahl der möglichen Sorte besonders priorisiert werden. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass besonders im Rübenanbau ein Risikosplitting durch den Anbau verschiedener Sorten wichtig ist.
Konventionelle Sorten

Standardsorten

Standorte ohne Nematoden-, Rhizoctonia- oder SBR-Befall erlauben bei der Sortenwahl maximale Flexibilität (Tab.175). Unter diesen Idealvoraussetzungen kann der Fokus auf das maximale genetisch vorgegebene Zuckerertragspotential gelegt werden. Der starke Cercospora-Druck der letzten Jahre hat aber dazu geführt, dass die Sorten mit der höchsten Ertragsstabilität über die verschiedenen Standorte in Deutschland auch in punkto Cercospora- Leistung ein gutes Niveau mitbringen. Zu nennen sind Sorten wie Ludovica, BTS 2030, Annedora und Habicht. Ebenso erreicht die St Rotterdam ein hohes Ertragsniveau.

Wird das Ertragspotential z.B. durch späte Trockenheit, Spätsaat oder Frührodung begrenzt,

Zuckerrüben 2025

Mais – Neue Sorten

Silomais:
DKC 2956 (S 190 / K 220)
frühe hartmais-ähnliche Doppelnutzungssorte
ausgeglichenes Verhältnis von Restpflanze zu Kolben
gute Kolbenleistung bei tiefem Kolbensitz, eher Fixkolben-Typ
Selektion für frühe, nördliche Lagen bzw. Höhenlagen, Grenzstandorte
top Jugend-Entwicklung und Kältetoleranz
KWS Aveso (S 200)
Dreinutzungssorte (Biogas, Fütterung, Körner- bzw. CCM-Mais)
gute Stärke- und Energieerträge bei guter Verdaulichkeit
ansprechende Körnermaisleistungen in Nordwestdeutschland
LG 32.216 (S 200 / K 220)
Doppelnutzungssorte
langer Typ mit sogenannter „open look“-Optik
standfest
sehr gute Jugendentwicklung
gute Blattgesundheit
geringe Bestockungsneigung bei gutem TKG
P78020 (S 210)
massebetonter früher Doppelnutzer
sehr gute Anpassung an Nordwest- und Nordostdeutschland in den Silomaisversuchen

Zuckerrüben 2025

Körnermais 2025 – Erträge zwischen Spitzenleistungen und totaler Enttäuschung

Das Maisjahr 2025 zeigte sich in Deutschland von zwei Seiten: Während in Süddeutschland, Nordwest und Nordost vielerorts befriedigende bis unerwartet hohe Erträge erzielt wurden, präsentierte sich die Lage in Teilen Mitteldeutschlands ganz anders: kalte Temperaturen während der Jugendentwicklung, Frühjahrstrockenheit und Trockenheit zur Blüte führten dort zu katastrophalen Ergebnissen.
Kaltes Frühjahr
Der Saisonstart verlief vielversprechend. Unter trockenen, günstigen Bedingungen konnten die Bestände ab Mitte April zügig und gleichmäßig auflaufen. Doch danach folgte eine ungewöhnlich kalte Witterungsphase mit sehr kalten Nächten. Diese Phase setzte den Maisbeständen massiv zu und warf die Entwicklung stark zurück. Die Kältebelastung beeinflusste auch das phytohormonelle Gleichgewicht der Pflanzen, insbesondere die Bildung und Steuerung der generativen Organe. Vielfach präsentierten sich Bestände mit Mehrkolbigkeit und kleinen, rudimentären Kolben an den Fahnenästen.
Einkörnung und Kornfüllung
Ab Mitte Juni verbesserten sich die Bedingungen für den Körnermais in den meisten Regionen. Während der Blüte fiel verbreitet ausreichend Regen, sodass eine sichere Befruchtung und Einkörnung gewährleistet war. Eine Ausnahme bildeten das südliche Sachsen-Anhalt, Thüringen u.a. Gebiete im Regenschatten der Mittelgebirge, wo nur zwei Drittel der normalen Niederschläge fielen.