Die Nässe hat auch etwas Gutes. Zikaden mögen kein nass-kaltes Wetter. Solange Zikaden nicht vor den Füßen herspringen, besteht auch kein Handlungsbedarf. Aufgrund der hohen Beweglichkeit, der geringen Kontaktfläche mit der Pflanzenoberfläche können Zikaden mit Pyrethroiden nur schwer bekämpft werden.
Dem Flonicamid (im Teppeki) schreibt das UBA eine Wirkung gegen Zikaden zu. Das Teppeki wird aus den Leitbahnen in der Pflanze aufgenommen. Die Wirkung setzt langsam ein. Damit kann eine Übertragung erfolgt sein, bevor die Zikaden ausgeschaltet sind.
Acetamiprid (Mospilan, Carnadine) oder Cyantraniliprole (Exirel, Minecto Gold) wirken schneller als das Flonicamid, haben aber keine Zulassung in Zuckerrüben.
Eine wirksame, aber keine 100 %ige Bekämpfung von Zikaden mit Insektiziden erfordert die Kombination von Pyrethroiden mit Teppeki. Die Mischung ist allerdings als bienengefährlich eingestuft. In den Beständen dürfen keine blühenden Unkräuter vorhanden sein. Die Anwendung erfolgt am besten, wenn die Zikaden voll aktiv sind, also in den späten Nachmittags- bzw. frühen. . .
Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)
Bodenherbizide gegen Gräser im Getreide Bis Herbst 2026 dürfen Flufenacet-haltige Herbizide noch aufgebraucht werden. Das Cinmethylin (im Luxinum) hat eine Notfallzulassung im Winterweizen erhalten. Andere Alternativen zur...


