Die Fahnenblattspritzung ist über die Jahre gesehen die ertragswirksamste Fungizidmaßnahme im Weizen. Mit dieser Maßnahme wird nicht nur die Assimilationsleistung der oberen beiden Blätter abgesichert, sondern auch verhindert, dass sich die Ähre beim Durchschieben durch die Ligula mit dem dort akkumulierten Erregermaterial „ansteckt“. Auf diese Weise erfolgt ein Großteil der Ähreninfektionen. Die Spritzung sollte erfolgen, wenn das Fahnenblatt in EC 39/49 voll geschoben ist, um ausreichend Wirkstoff im Bereich der Ligula anzulagern.
Das gilt auch für die Ährenbehandlung: Erfolgt diese, bevor die Ähren voll geschoben sind, wird der untere Ährenbereich nicht benetzt.
Die Hauptlast der Wirkung tragen Azole, die auf den getroffenen Blättern aber nur akropetal, in Richtung Blattspitzen, transportiert werden. Etwas anders verhalten sich die Carboxamide, die auf der Blattoberfläche auch nach unten diffundieren können, bevor sie ins Blatt eindringen und dann im Xylem akropetal verteilt werden.
Wirkung der Azole
Azole: Tebuconazol, Metconazol, Bromuconazol, Prothioconazol, Tetraconazol und Mefentrifluconazol. . .
Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)
Bodenherbizide gegen Gräser im Getreide Bis Herbst 2026 dürfen Flufenacet-haltige Herbizide noch aufgebraucht werden. Das Cinmethylin (im Luxinum) hat eine Notfallzulassung im Winterweizen erhalten. Andere Alternativen zur...


