Der seit 1990 spürbare Anstieg der Temperatur hat zu einem verfrühten Vegetationsbeginn, vor allem aber zu einem um 14 Tage längeren Wachstum im Herbst geführt, wenn die Tage kürzer werden und die Einstrahlung geringer ist. Mit abnehmender Lichtmenge im Spätherbst können sich die Pflanzen auf niedrige Temperaturen schlechter einstellen. Wenn diese noch im Wachsen sind, reagieren sie auf Frost empfindlicher. Dadurch sind trotz geringerer Frostgrade Pflanzenverluste durch Auswinterung möglich, wie der letzte Winter vor allem im Nordosten gezeigt hat.
Die Winterfestigkeit ist weitgehend genetisch festgelegt. Faktoren wie das vor der Frostphase erreichte Entwicklungsstadium und die Exponiertheit des Vegetationskegels, die Wurzelentwicklung oder der Verlauf der Abhärtung können die durch die Genetik (= Sorte) vorgezeichnete Frosttoleranz aber herabsetzen.










