Molybdänmangel geht überwiegend im „Säureschaden“-Komplex unter, der bei niedrigen pH-Werten durch Aluminium-Überschuss in der Gerste verursacht wird. Ein typisches Anzeichen für Molybdänmangel auf sauren Böden ist, wenn das Getreide augenscheinlich Stickstoffmangel hat, während der Nitrattest überhöhte Nitrat-Gehalte ausweist. Um die Molybdänversorgung zu sichern, reicht es in aller Regel, den Boden zu kalken.
Allerdings kann die Düngung mit schwefelsaurem Ammnoniak (SSA) einen Molybdän-Mangel auch bei hohen pH- Werten induzieren. Zum einen reicht die punktuelle Versauerung um das SSA-Korn aus, damit Molybdän festgelegt wird, zum anderen konkurriert das Molybdän mit dem Sulfat bei der Aufnahme durch die Wurzel. Schwefel und Molybdän liegen beide als Anionen (SO₄²⁻ bzw. MoO₄²⁻) vor und konkurrieren um dieselben Aufnahmestellen an der Wurzel. Eine hohe Sulfatkonzentration kann also die Molybdat-Aufnahme auch bei hohen pH-Werten hemmen.
Molybdän ist als Bestandteil der Nitratreduktase notwendig, damit NO3-Stickstoff reduziert und in Eiweiß eingebaut. . .



