Die aktuell feuchten Bodenbedingungen bieten derzeit gute Voraussetzungen für die Spritzung von Bodenherbiziden im Wintergetreide. Allerdings muss im Osten und im Südosten mit Nachtfrösten gerechnet werden, die die Kulturverträglichkeit der Herbizide einschränken.
Flufenacet, Pendimethalin oder Chlortoluron können im frühen Nachauflauf auch bei vorausgegangenem und/oder angekündigtem leichten Frost (bis -4 °C) gespritzt werden.
Auf den Zusatz von Prosulfocarb zur Unterstützung der Gräser-Wirkung sollte man bei Temperaturen um den Gefrierpunkt verzichten. Auch das flumioxazinhaltige Sumimax darf nur bei frostfreier Folgewitterung gespritzt werden.
Carotinoid-Synthese-Hemmer Diflufenican (z.B. Diflanil, Herold, Carmina, Trinity), Beflubutamid (Beflex) oder Picolinafen (Pontos, Quirinus) können auch bei leichtem Nachtfrost bis -2 °C eingesetzt werden.
Ebenfalls wirkungssicher und kulturverträglich ist die Anwendung von ALS-Hemmern ohne Safener wie Tribenuron (Trimmer), Florasulam (Saracen), Metsulfuron (Alliance) bis -4 °C.
ALS-Hemmer mit Mefenpyr als Safener (Atlantis) sollten dagegen nicht gespritzt werden, wenn nach der Spritzung mit Nachtfrösten zu rechnen. . .
Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)
Bodenherbizide gegen Gräser im Getreide Bis Herbst 2026 dürfen Flufenacet-haltige Herbizide noch aufgebraucht werden. Das Cinmethylin (im Luxinum) hat eine Notfallzulassung im Winterweizen erhalten. Andere Alternativen zur...


