Der Befall mit Flugbrand und Steinbrand ist in Ökobetrieben ein ernstes Thema. Ähren mit Brandbefall sind aber in den letzten Jahren auch in konventionell wirtschaftenden Betrieben in vermehrtem Umfang aufgetreten. Solange noch wirksame Beizen zur Verfügung stehen und mit Verstand in der Saatgutproduktion auch für den eigenen Nachbau angewendet werden, ist mit einer Kalamität nicht zu rechnen. Das könnte sich ändern, wenn Wirkstoffe mit sicherer Wirkung gegen Flugbrand, Steinbrand oder Zwergsteinbrand wegfallen.
Die auf Flugbrandähren gebildeten Flugbrandsporen werden mit dem Wind verbreitet und keimen auf den Narben benachbarter Gerstenblüten als Myzel aus, das in den Fruchtknoten und anschließend in den Embryo hineinwächst. Im Embryo befallener Samenkörner kann der Pilz jahrelang überdauern.
Im Zuge der Samenkeimung beginnt das Myzel den Keimling zu infizieren und wächst systemisch in der Pflanze bis hinauf in die Ähre, um dort wieder Sporen zu bilden.
Im Gegensatz zum Steinbrand, dessen Sporen sich auf der Samenschale ansiedeln. . .
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Schädlinge gefährden den Ackerbau - Ist der Kipppunkt erreicht?









