Seit Anfang November ist verstärkt Mehltau in der Wintergerste zu beobachten. Milde Temperaturen in Kombination mit hohen Luftfeuchten begünstigten die Infektionen. Insbesondere in den früh gedrillten, dichten Wintergerstenbeständen breitete sich der Mehltau explosionsartig aus. Diese Bestände präsentieren sich bereits von weitem durch hellere bzw. gelblicher statt sattgrüner Farbe. Bei näherem Hinsehen erkennt man schnell die weißen Pusteln auf den Blättern. Regenfälle unterbrachen verbreitet in der letzten Septemberdekade die Aussaat der Wintergerste. Die erst Anfang Oktober gedrillten Bestände weisen vereinzelt Mehltau- oder auch Zwergrost-Symptome auf. Sobald die Temperaturen anhaltend unter 15 °C sinken, wird sich der Mehltau nicht weiterentwickeln. Bleibt es dagegen mild und sind noch Tage mit 15 bis 18 °C angesagt, bleibt der Mehltau aktiv. In der Regel können kräftige Wintergersten den Mehltaubefall im Herbst ohne Ertragseinbußen aushalten, da im Frühjahr neue, gesunde Blätter gebildet werden können. Auf Typhula-Standorten bilden die abgestorbenen Mehltau-Läsionen auf den Blattscheiden. . .
Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)
Bodenherbizide gegen Gräser im Getreide Bis Herbst 2026 dürfen Flufenacet-haltige Herbizide noch aufgebraucht werden. Das Cinmethylin (im Luxinum) hat eine Notfallzulassung im Winterweizen erhalten. Andere Alternativen zur...


