Weizen nach Weizen darf in diesem Jahr noch auf einem Drittel der Ackerfläche des Betriebes stehen. Damit ist z.B. die Fruchtfolge Raps – Weizen – Weizen – Sommerung – Weizen möglich. Aufgrund des Preisabstandes zwischen Wintergerste und Winterweizen, der durch den Rückgang des Bedarfes an Futtergerste größer werden dürfte, ist der Anbau von Weizen nach Weizen immer noch in Betracht zu ziehen.
In einer Rotation mit z.B. Raps – Weizen – Sommerung (Mais, Hafer) – Weizen – Weizen steht der Stoppelweizen am besten nach dem späten Weizen nach der (später räumenden) Sommerung, weil dann mit weniger Stroh und geringerem Krankheitsdruck zu rechnen ist.
Werden als Sommerung dagegen Zuckerrüben oder Leguminosen angebaut, ist die Abfolge Raps – Weizen – Weizen – Sommerung (Rübe, Leguminosen) günstiger, weil damit der Abstand zwischen Raps und Zuckerrüben (Nematoden) bzw. Leguminosen (Sklerotinia) größer wird, und im 2. Weizen die Ackerfuchsschwanzbekämpfung mit Mesosulfuron vor der Sommerung erfolgen kann. Auch die N-Bilanz ist in dieser Fruchtfolge günstiger.

Die für den Ertragsaufbau nötigen Triebe einer Weizenpflanze sollten möglichst im Herbst bereits ansetzen, damit sie früh Kronenwurzeln bilden können. Bei 2 bis 3 Herbsttrieben einer Pflanze sind nicht mehr als 170 bis 220 Keimpflanzen je m² für eine spätere Bestandesdichte von 450 bis 600 Ähren je m² notwendig.
- 170 bis 220 Keimpflanzen je m² reichen für Sorten mit stabilen Nebentrieben mit hoher Kompensationsfähigkeit über das Korn (TKG), z.B. Campesino, Chevignon oder auf Standorten mit meist langsamer Abreife die später reifen Sorten Boss, Keitum, Reform.
- Bei möglicher sommerlicher Hitze sollten spätreife Sorten mit 220 bis 250 Keimpflanzen je m² etwas dichter gestellt sein, weil die Nebentriebe stärker unter der Hitze leiden.
- 250 bis 280 Keimpflanzen je m² sind angebracht, wenn die Seitentriebe bis Ende März nicht wenigstens 4 Blätter bilden können.
Vor allem als Stoppelweizen dürfen die Weizenpflanzen nicht enger als 2,5 cm stehen und sollten möglichst gleichmäßig verteilt sein, damit sie genug Seitenwurzeln bilden können und um den Befall mit Halmbasiskrankheiten nicht zu begünstigen (Wettlauf zwischen Wurzelbildung und Schwarzbeinigkeit). Das Befallsrisiko mit Halmbasiskrankheiten steigt durch zu tiefe Saatgutablage. Das Risiko ist nach einer Sommergare aufgrund der teilweise strukturlosen Böden sehr hoch. Einzelkornsaat wirkt sich auf den Ertrag des Stoppelweizens in jedem Fall positiv aus.
Eng stehende und zu tief abgelegte Pflanzen werden stärker mit Halmbasiskrankheiten befallen.






