Im Vergleich zum Vorjahr ist das N-Angebot aus dem Boden deutlich geringer, die gemessenen Nmin-Vorräte lagen verbreitet um 20 bis 30 kg/ha N (0 – 90 cm) unter dem Vorjahresniveau, das Potential an Nmob ist um 30 % niedriger. Allerdings dürfte dieses Potential aufgrund der besseren Wasserversorgung der Böden effektiver genutzt werden, sodass die tatsächliche, nutzbare Nachlieferung nur um 10 bis 20 % bzw. 5 bis 15 kg/ha N geringer ausfallen dürfte. Bei gleichhoher Ertragserwartung ist deshalb der N-Düngerbedarf um 25 bis 45 kg/ha N höher. In diesem Jahr wird sich der Bodenstrukturzustand der Böden gravierend auf den N-Umsatz im Boden auswirken. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass auch das Ertragsniveau unter der ungünstigen Bodenstruktur leiden wird.
Probleme dürften Standorte mit tonigen, bindigen Böden bekommen, deren N-Düngungsmöglichkeiten durch die DüVO stark beschränkt sind. In „Roten Gebieten“ dürfte es bei strikter Auslegung der DüVO nicht möglich sein. . .
Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)
Bodenherbizide gegen Gräser im Getreide Bis Herbst 2026 dürfen Flufenacet-haltige Herbizide noch aufgebraucht werden. Das Cinmethylin (im Luxinum) hat eine Notfallzulassung im Winterweizen erhalten. Andere Alternativen zur...


