Worin äußert sich der Mangel im Getreide?
Akuter Mangel an Spurenelementen ist vergleichsweise selten. Latenter Mangel, der sich in einer verstärkten Reaktion auf Stresseinflüsse (Frost, Strahlung, Herbizideinwirkung, Trockenheit) zeigt, tritt dagegen häufiger auf:
Bormangel zeigt sich im Getreide meist erst nach der Blüte, wenn die Ährchen an der Ährenspitze nicht befruchtet werden. Das verstärkte Auftreten von Halmbasiskrankheiten (Rhizoctonia!) ist häufig mit latentem Bormangel in Verbindung zu bringen, der zu einer Schwächung des Gewebes führt.
Molybdänmangel geht überwiegend im „Säureschaden“-Komplex unter, der bei niedrigen pH-Werten durch Aluminium-Überschuss in der Gerste verursacht wird. Ein typisches Anzeichen für Molybdänmangel auf sauren Böden ist, wenn das Getreide augenscheinlich Stickstoffmangel hat, während der Nitrattest überhöhte Nitrat-Gehalte ausweist.
Kupfermangel lässt die Pflanzen, ähnlich wie der Mangel an Kalium, infolge der geringen Verholzung lasch wirken. Aufgehellte Pflanzen lassen den Verdacht auf Stickstoffmangel aufkommen. Mit Stickstoffmangel fühlen sich die Pflanzen aber steif an. Der. . .
Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)
Bodenherbizide gegen Gräser im Getreide Bis Herbst 2026 dürfen Flufenacet-haltige Herbizide noch aufgebraucht werden. Das Cinmethylin (im Luxinum) hat eine Notfallzulassung im Winterweizen erhalten. Andere Alternativen zur...


