Mais hat in der Jugendentwicklung ein sehr schlechtes Nährstoffaneignungsvermögen, vor allem für das im Boden wenig bewegliche Phosphat. Deshalb reagiert er stark auf die Unterfußdüngung mit Phosphor, auch auf ausreichend mit Phosphor versorgten Standorten. Vor allem bei trockener und nasskalter Witterung wirkt sich die Unterfußdüngung (fast) immer positiv aus. Der gesamte P-Bedarf sollte aber nicht im Düngerband abgelegt werden, weil sich dort die Wurzeln konzentrieren und wenig Lust haben, zur Seite und in die Tiefe zu wachsen.
Auch bei schwach mit Phosphor versorgten Böden sollten deshalb nicht mehr als 40 % des P-Bedarfes unter Fuß gedüngt werden, der Rest muss vorher breitwürfig als Mineraldünger oder noch besser in organischer Form ausgebracht werden, um die Aufnahme über die Kronenwurzeln auch in späteren Phasen der Entwicklung sicher zu stellen.
Maximal können 300 kg/ha Dünger mit der Unterfußdüngung ausgebracht werden, ohne Auflaufschäden zu riskieren.
Die N-Zufuhr durch die Unterfußdüngung muss voll auf die Gesamtdüngung angerechnet werden.
Mais reagiert zudem empfindlich auf knappe Spurenelementversorgung, vor allem dürfen Mangan und Zink sowie Bor nicht fehlen. Auf Standorten mit geringen Gehalten an diesen Nährstoffen bzw. durch hohe pH-Werte eingeschränkte Verfügbarkeit ist die Unterfußdüngung mit 20 kg/ha Excello 3 + 3 + 1 angebracht. Damit werden 600 g/ha Mangan + 600 g/ha Zink + 100 g/ha Bor unter der Drillreihe konzentriert ausgebracht.
Auf Standort mit pH-Werten unter 5,8 und geringen Gehalten an freiem Kalk können 70 – 100 kg/ha Granukal unter Fuß gedüngt werden. Calciummangel wirkt sich nachteilig auf die Gewebefestigkeit aus, hemmt das Sprosswachstums und die Wurzelbildung. Ca-Mangelpflanzen sind anfälliger für Pilzkrankheiten.
Bei knapper K- und Mg-Versorgung können 100 kg/ha Kornkali oder 60 kg/ha Patentkali unter Fuß gedüngt werden. Bei hoher Mg-Versorgung bieten sich 50 kg/ha Kali 60 an.







