Nach der vergangenen Saison sind viel Partien negativ aufgefallen. Speisekartoffeln haben vermehrt Probleme mit Druckstellen, Beschädigungen oder Fäulnis. In der Verarbeitungsware sind schlechte Backfarben aktuell überregional ein großes Problem.
Häufig liegt die Ursache an einer überhöhten N-Konzentration in den Knollen. Ausreichende Feuchtigkeit in der gesamten Saison führten zu idealen Mineralisationsbedingungen. Durch die häufig bedeckte Witterung wurde zudem der N-Abbau in der Pflanze reduziert. Die daraus resultierende hohe N-Konzentration fällt aktuell in sehr vielen Knollennährstoffanalysen auf.
Daher gilt es, die N-Kalkulation zu Kartoffel genauer zu betrachten und die Nachlieferungen des Bodens besser mit einzubeziehen.
Wie viel Stickstoff braucht die Kartoffel?
Der Stickstoffbedarf der Kartoffel richtet sich nach dem Entzug durch die Knollen und dem Bedarf für die Ausbildung des Blattapparates. Dabei liegt der N-Entzug eines durchschnittlichen Kartoffelkrauts einer Speisekartoffel bei etwa 100 kg/N ha, für Verarbeitungskartoffeln bei 120 kg/N ha. . .

Kaufen Sie unser zugehöriges Abo, um auf diesen Inhalt zugreifen zu können! Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Neueste Infobeiträge

Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst

Addition von Wirkstoffen Werden Wirkstoffe mit unterschiedlicher Wirkungsweise zusammen oder in Spritzfolge ausgebracht, wird die Wirkung des 2. Wirkstoffes nicht zur Wirkung des 1. addiert, sondern bezieht sich auf die Wirkung der verbliebenen Unkräuter: Beispiel:...

Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)

Winterweizen – Ertragsaufbau

Einteilung der Weizensorten aufgrund der Ertragsbildung Frühschossende (Kurztags-) Typen beginnen ab dem 13-Stunden-Tag zu schossen, dadurch wird die Bestockung im...

Aktuelle Situation – reifende Bestände, Durchwuchs, Sikkation

Aktuelle Situation – reifende Bestände, Durchwuchs, Sikkation

Die hohe Temperatursumme des Jahres lässt viele Bestände vorzeitig in die Reife gehen. Ein natürlich reifender Bestand wird wesentlich schneller schalenfest als ein grüner Bestand, der durch die Sikkation dazu bewegt wurde, mit der Schalenbildung zu beginnen. Eine...

Aktuelle Situation – reifende Bestände, Durchwuchs, Sikkation

Hohe Beschädigungsempfindlichkeit trotz guter Nährstoffversorgung

Neben der Nährstoffversorgung mit Kalium, Calcium und Bor hat der Zelldruck einen entscheidenden Einfluss auf die Beschädigungsempfindlichkeit der Knollen. Der Zelldruck wird durch die Kaliummenge begrenzt, aber auch durch die Verfügbarkeit von Wasser. Wachsen die...