Mit der Mais- und Rübenernte wird den Blattläusen die Nahrungsgrundlage entzogen. Geflügelte Tiere wandern deshalb infolge des erzwungenen Wirtswechsels in benachbarte Raps- und Getreidebestände ein.
Raps ist derzeit sehr unterschiedlich entwickelt. Im Norden haben sich die Bestände infolge der frühen Aussaat mit ausreichender Feuchte und geringem Erdflohdruck recht gut entwickelt. In Mitteldeutschland sind die Bestände infolge zu trockener Saatbedingungen später aufgelaufen und teils auch massiv durch den Erdfloh geschädigt. Im Süden befindet sich ein Großteil der Rapsbestände erst im Keimblatt- bis Zweiblattstadium. Lückige, langsam zusammenwachsende Bestände bilden noch länger grüne Inseln auf braunem Boden und ziehen Blattläuse an.
Weder das Gelbverzwergungsvirus (BYDV) und das Weizenverzwergungsvirus (WDV) im Getreide noch das Wasserrübenvergilbungsvirus (TuYV) im Raps können direkt bekämpft werden. Bekämpfen lassen sich nur die Vektoren (Überträger): Blattläuse (BYDV, TuYV) und Zikaden (WDV).










