Die Belastung mit Schnecken ist in diesem Jahr sehr hoch. Besonderes Augenmerk ist auf die Zuwanderung der Wegschnecken entlang von Böschungs- oder Grabenrändern zu legen, aber auch auf die Ackerschnecken, die im Schlag verstärkt auf klutigen, tonigen Teilflächen auftreten. Zur Kontrolle der einwandernden Wegschnecken legen Sie Folien aus, unter denen sie Schneckenkorn verteilen.
Um die Ackerschnecken im Schlag zu erfassen, trennen Sie den Boden aus einer Gelbschale heraus, drücken diese Gelbschale in den Boden und verteilen innen Schneckenkorn. Darüber einen mit Bier getränkten Sack legen. Finden Sie in einer Gelbschale 1 bis 2 Schnecken, ist es dringend angebracht, auf den Risikostellen sofort nach der Rapsaussaat 25 bis 35 Schneckenkörner pro qm zu streuen.
Nassgepresstes Schneckenkorn ist regenbeständiger als trockengepresstes. Metaldehyd bringt die Schnecken zum Ausschleimen, dadurch trocknen diese aus. Die Wirkung von Eisen-III-Phosphatist bei hohen Temperaturen schwächer. Die Schnecken verkriechen sich zum Sterben im Boden und sind kaum zu finden.
Bei massiver Zuwanderung von Schnecken ist eine zweifache Behandlung erforderlich. Der Gefährdungszeitraum reicht im Raps bis zum 4-Battstadium.
200 kg/ha Kalkstickstoff (40 kg/ha Cyanamid-N) wirken im Raps nach der Saat auf feuchten Boden gestreut gut gegen Schnecken und Schneckeneier. Bei sehr starker Belastung, z.B. im Waldschatten, wird durch die Kombination Kalkstickstoff + Schneckenkorn die sicherste Wirkung erzielt.
Kalkstickstoff ist kein NH4-Stickstoff und kann auch zusammen mit DAP eingearbeitet werden.






