Wo Ausfallgetreide beginnt aufzuhellen bzw. zu vergilben, ist davon auszugehen, dass kaum mehr mineralisierter Stickstoff in der Krume zur Verfügung steht.
nach Gerste vor/zur Rapsaussaat:
- max. 30 kg/ha N als DAP/NPK vor Saat einarbeiten, nicht in Roten Gebieten*
- oder 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) als Gülle mit Nitrifikationshemmer
nach Weizen, Roggen, Triticale vor/zur Rapsaussaat:
- max. 30 kg/ha N als DAP/NPK vor Saat einarbeiten, nicht in Roten Gebieten*
- 30 kg/ha N als HST + Urease-Hemmer bis 30.09.
- oder 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) als Gülle mit Nitrifikationshemmer
*Außer Nmin < 45 kg/ha
Hinweis
- keine Nitratdünger zu Raps, auch zu spätem Raps Ammonium-Düngerbevorzugen (Förderung des Wurzelwachstums)
- 10 bis 15 kg/ha S im Herbst (Kornkali, Kieserit, Gülle) Schwefelgehalt in der Gülle =10 % des N-Gesamtgehaltes
- Wurde das Stroh abgefahren, ist der N-Bedarf im Herbst um 40 bis 50 kg/ha N geringer.
- Die N-Düngung im Herbst muss in vollem Umfang bei der N-Düngung imFrühjahr berücksichtigt werden.
N-Düngung im Herbst nach Bedarf (max. 30 kg/ha NH4-N im Herbst) – Herbstdüngung in mineralischer Form, kein K- oder S-Düngungsbedarf
- 27 kg/ha N + 69 kg/ha P2O5 als DAP mit der Saat einarbeiten
- 33 kg/ha N als Piagran Pro oder Alzon neo-N bis zum 01.10. (unter 60 kg/ha Nmin)
Herbstbedarf an P + K + Mg + S
- 21 kg/ha N + 70 kg/ha P2O5 + 105 kg/ha K2O in 350 kg/ha NPK + MgS* vor Saat
- 39 kg/ha N als Piagran Pro oder Alzon neo-N bis zum 01.10 (unter 60 kg/ha Nmin)
* Dünger 6 + 20 + 30 + 3 + 4
Hoher Bedarf an Kalium (schwere Böden in Versorgungstufe A/B)
- 160 kg/ha K2O mit 400 kg/ha Kornkali
- (+ 24 kg/ha Mg + 16 kg/ha S) vor der Saat
- 27 kg/ha N + 69 kg/ha P2O5 mit der Saat einarbeiten
- 33 kg/ha N als Piagran Pro bis 01.10. (unter 60 kg/ha Nmin)
Standorte mit pH-Werten über 7,0 (versauern durch SSA)
- 70 kg/ha P2O5 als TSP vor der Saat
- 30 kg/ha N + 36 kg/ha S (140 kg/ha SSA) ab 4-Blatt vor dem 01.10.
- 30 kg/ha N als Alzon NeoN vor dem 01.10 (unter 60 kg/ha Nmin nach der Vorfrucht)
Clomazone (gegen Rauken) zusammen mit AHL (Verdunstungsschutz) ausbringen
- 21 kg/ha N + 70 kg/ha P2O5 als NPK 6 + 20 + 30 + Mg + S vor/zur Saat
- 39 kg/ha N (10 kg/ha NH4-N) in 120 l/ha AHL + 180 l Wasser mit Clomazone (VA)
N-Düngung in organischer Form
(DüVO: maximal 30 kg/ha NH4-N, 60 kg/h Gesamt-N)
Am sinnvollsten ist die Einarbeitung der Gülle mit dem Stroh. Der Raps sollte nicht zu früh gesät werden, damit die mit der Gülle zugeführte N-Menge zusammen mit dem Bodenstickstoff für die Strohrotte und den Rapsaufwuchs im Herbst reicht.
Um eine schnelle Nitrifikation zu unterbinden ist der Gülle einen Nitrifikationshemmstoff (z.B. Piadin, N-Lock, Vizura) zusetzen.
Raps nicht zu früh säen, um ein Überwachsen im Herbst zu vermeiden.
N-Düngung in „Roten Gebieten“
In „Roten Gebieten“ ist eine N-Düngung erlaubt, wenn N-Bedarf besteht. Das ist der Fall, wenn im Boden weniger als 45 kg/ha Nmin gemessen werden. Die Bodenuntersuchung muss schlagbezogen durchgeführt werden. Die Beprobung erfolgt am besten unmittelbar nach der Ernte vor der Bodenbearbeitung, die zur verstärkten Freisetzung von Stickstoff führt.
Raps in „Roten Gebieten“ nicht zu früh säen, um den N-Bedarf im Herbst zu begrenzen. Durch Lockern und Wenden des Bodens (Pflügen) werden im Boden wenigstens 20 kg/ha N im Herbst mehr mineralisiert als durch tiefe Lockerung mit dem Grubber und 30 bis 40 kg/ha mehr als bei einer Festbodenwirtschaft (Mulchsaat).






