
Nach der Getreideernte zu Raps
- Sofort und dann nach 5 bis 6 Tagen wenigstens zweimal striegeln, um Ackerfuchsschwanzsamen auf der Bodenoberfläche zum Keimen zu bringen.
- Nach weiteren 5 bis 8 Tagen Stroh 12 bis 15 cm tief einmischen, aufgelaufenen Ackerfuchsschwanz vergraben und Ackerfuchs- schwanzsamen aus tieferen Schichten hochholen. Rückverfestigen!
- Trockenen Boden nach weiteren 5 bis 8 Tagen tief bearbeiten und rückverfestigen. Bei feuchtem Boden warten bis kurz vor der Rapsaussaat, nur so tief bearbeiten, dass Verdichtungen im nächsten Jahr unterfahren werden können.
- Aussaat
- Metazachlor bzw. Dimethachlor im VA, um die Keimung von Ackerfuchsschwanz (Windhalm, Trespen) zu unterbinden.
- Aufgelaufenen Ackerfuchsschwanz im 4- Blattstadium mit Clethodim oder Cyloxydim abspritzen.
- Propyzamid gegen Vegetationsende
nach der Rapsernte vor Getreide
- Rapsstoppel sofort und dann im Abstand von 5 bis 6 Tagen zwei- bis dreimal striegeln, um Ausfallraps und Ackerfuchsschwanz zum Keimen zu bringen.
- nach weiteren 5 bis 8 Tagen 15 cm tief arbeiten und unbedingt rückverfestigen, damit sich der Boden nicht mit Regen vollsaugt. Liegen lassen.
- Sobald die Rapspflanzen das 4-Blattstadium erreichen, nachbearbeiten, um Ausfallraps und aufgelaufenen Ackerfuchsschwanz zu bekämpfen. Getreide-Aussaattermin nicht zu früh, ca. 6 Wochen vor ortsüblichem Vegetationsende
- bei trockenem Boden keimt Ackerfuchsschwanz vor dem Getreide, bei feuchtem Boden später als das Getreide. Flufenacet (+ Partner) bei feuchten Boden sofort nach der Saat spritzen, bei trockenen Boden bis EC 11/12 warten.
- Zu Wintergerste im Spätherbst als Nikolaus-Spritzung Pinoxaden (+ Pendimethalin) einsetzen, am besten unmittelbar vor der Vegetationsruhe
- Zu Winterweizen im Frühjahr Mesosulfuron (+ Propoxycarbazone)
zu Getreide nach Getreide
- Stoppelbearbeitung wie vor Raps
- Tiefe Bodenbearbeitung (Pflug + Rückverfestigen) 3 Wochen vor dem geplanten Saattermin
- Aufgelaufenen Ackerfuchsschwanz vor der Saat mit Zinkengerät vernichten
- Trockenen Boden nach der Saat anwalzen, Ausnahme: schluffige Böden
- Flufenazet + Aclonifen unmittelbar nach der Saat spritzen
- Nikolaus-Spritzung mit Pinoxaden (+ Clodinafop) einplanen, wenn einzelne Ackerfuchsschwanzpflanzen das 3-Blattstadium erreicht haben.
- in der Regel steht nach dem 2. Getreide Raps oder eine Zwischenfrucht, die auf im Frühjahr eingesetzte ALS-Hemmer mit langsamen Abbau empfindlich reagieren.
zur Zwischenfrucht vor einer Sommerung
- Intensive Stoppelbearbeitung wie vor Raps, Zwischenfrucht nicht zu früh säen.
- Im Frühjahr Bestand inkl. Ackerfuchsschwanz und Altverunkrautung solange noch zulässig mit Glyphosat abspritzen oder andernfalls bestmöglich mechanisch bekämpfen.
in Sommerblattfrüchten
- in Zuckerrüben, Kartoffeln oder Leguminosen Clethodim spritzen, wenn der Ackerfuchsschwanz das 4-Blattstadium erreicht,
- im Mais Foramsulfuron oder Nicosulfuron als stärkste ALS-Hemmer gegen Ackerfuchsschwanz verwenden
- Flufenacet (FFA) + Tembotrione gegen ALS-resistenten Ackerfuchsschwanz.






