Bodenherbizide werden aus der Bodenlösung über Keimling, Wurzeln, Hypokotyl oder aus dem Spritzbelag auf der Bodenoberfläche über das Keimblatt aufgenommen. In jedem Fall ist dazu ausreichend Wasser notwendig, umso mehr, je weniger wasserlöslich der Wirkstoff ist. Durch trockenen Boden ist die Wirkung eingeschränkt.
Um die Wirkung sicherzustellen, muss der Boden ausreichend feucht sein oder nach der Anwendung wenigstens so viel Regen fallen, dass die oberen 3–5 cm des Bodens gut durchfeuchtet werden. Dazu sind auf ausgetrockneter Krume wenigstens 10 mm auf sandigen und bis zu 25 mm auf lehmigen und tonigen Böden notwendig.
Etwa 5–10 mm werden je nach Bodenart und Bodenfeuchte benötigt, damit die Wirkstoffe aktiviert werden. Weitere 5–15 mm sind für eine ausreichende Wirkstoffaufnahme durch die Unkräuter notwendig. Letztere hängt auch von der Kontaktfläche im Boden ab: Je feinkrümeliger und kompakter die Bodenoberfläche ist, desto intensiver ist der Kontakt zwischen Wirkstoff und Unkraut. . .



