Die Startgabe bzw. Regenerationsdüngung mit Stickstoff und Schwefel (SSA, Piamon 33-S, Yara Urea S, ASS) zu Winterraps dürfte auf bereits befahrbaren Flächen bis zur kommenden Woche abgeschlossen sein. Nachdem sich der Wachstumsstart noch hinauszögern dürfte, können Startgabe und Ertragsdüngung (2. Gabe) von nun an zusammengefasst werden, wenn die Düngung nicht mit Nitrat-haltigen Düngern, sondern mit Piamon S oder SSA + Gülle erfolgen. Insgesamt sollten bis zur frühen Schossphase nicht mehr als 25 kg/ha Nitrat zum Raps ausgebracht werden, da das Nitrat mit dem Massenfluss vorwiegend in die großen, alten Blätter transportiert wird, aus denen es mit hohem Energieaufwand ausgelagert werden muss, um dann in die zuwachsenden Pflanzenteile umgelagert zu werden.
Die Summe der Start- + Schossdüngung sollte auf 80 bis 90 % des Bedarfes ausgerichtet werden. Der Restbedarf wird im weiteren Entwicklungsverlauf durch AHL in Kombination mit Pflanzenschutzmaßnahmen im Knospenstadium (+ zur Blüte) ergänzt.
Die Ertragsdüngung erfolgt mit Harnstoff (inkl. Urease-Hemmer), AHL oder Gülle. Die Ausbringung von Alzon neo-N, Piagran Pro oder Gülle soll bis zur Streckung (10 cm Sprosslänge) abgeschlossen sein. Bis zu 250 l/ha AHL können in kräftigen Rapsbeständen bis EC 31/32 (Spross 10 bis 15 cm) mit Flachstrahldüsen ausgebracht werden. Die Kombination mit Karate Zeon ist möglich.Verätzungen der alten Blätter wirken sich nicht negativ aus.
Die Wirkung der N-Düngung sollte in den schwachen Beständen einsetzen, wenn die ersten Seitentriebknospen aus den Blattachseln wachsen, das dürfte ab dem 15. bis 20. März der Fall sein. In kräftigen Rapsbeständen reicht es, wenn die volle Stickstoffwirkung in EC 32/39 kommt.
Die Wirkung der Gülle wird durch den sogenannten Priming-Effekt begünstigt, wenn mineralischer N-Dünger vor der organischen Düngung ausgebracht wird.
In schwächeren Rapsbeständen bieten sich S-haltige Düngemittel mit geringem Nitratgehalt an, z.B. ASS. In kräftigen Beständen sind SSA oder Piamon 33 S zu bevorzugen.







