Frosteinwirkungen vor und während der Rapsblüte führen in der diesjährigen Vegetation zu Störungen im Blüh- und Befruchtungsverlauf. Besonders gefährdet sind nicht durch Blätter umhüllte, freiliegende Knospen sowie frisch bestäubte Blüten in der Meiose. Bereits moderate Nachtfröste treffen auf eine Phase hoher Sensibilität, in der generative Organe nicht regenerationsfähig sind. Gleichzeitig verstärken kühle Witterung und ausgeprägte Tag-Nacht-Amplituden die Heterogenität des Bestandes, was zu einem ungleichmäßigen Blühverlauf führt. Offene Blüten reagieren äußerst empfindlich auf Frost. Temperaturen unter etwa -2°C bis -4°C können die Narben nachhaltig schädigen, sodass eine erfolgreiche Befruchtung ausbleibt. Noch nicht geöffnete Knospen haben eine höhere Toleranz, werden jedoch durch Temperaturen unter -6°C ebenfalls geschädigt. In der Folge kommt es zu einem reduzierten Schotenansatz.
Im Vergleich zur Frost- bzw. Kälteeinwirkung wird der Einfluss des Rapsglanzkäfers häufig überschätzt. Durch das Anbeissen des Rapsglanzkäfers fallen einzelne Knospen ab. Es bleibt nur noch das Blütenstielchen über.
Charakteristisch ist. . .
Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)
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