Die schwierigen Erntebedingungen belasten die Backqualität im Hinblick auf Fallzahl und Hektolitergewicht, wie auch die Saatgutqualität (insbesondere die Triebkraft). Bestände mit beginnendem Auswuchs und starkem Befall mit Schwärzepilzen haben oft eine schwache Triebkraft. Triebkraftschwäche und geringe Keimfähigkeit korrelieren aber nicht automatisch miteinander. Saatgut mit schwacher Triebkraft kann sehr wohl gut keimfähig sein, während Saatgut mit guter Triebkraft durchaus Probleme mit der Keimfähigkeit haben kann.
Auswuchs am Getreidekorn erkennt man an den 1 bis 5 mm langen gelb-grünen Keimen, die am Ende des Korns die Fruchtschale durchbrechen und mit bloßem Auge zu erkennen sind. Von latentem Auswuchs spricht man, wenn der Keimling noch nicht sichtbar ist, jedoch die Fruchtschale des Keimlings bereits Risse hat, um aufzugehen. Ein weiteres Indiz ist eine niedrige Fallzahl im Weizen unter 150 sec.
Wenn Saatgut mit schwacher Triebkraft gesät werden muss, dann nicht unbedingt unter ungünstigen Bedingungen. Das Saatgut darf auf keinen Fall zu tief abgelegt werden. Vor allem für die späte Weizen-Aussaat sollte Saatgut mit schwacher Triebkraft nicht verwendet werden.
Saatgut mit latentem Auswuchs darf nicht überlagert werden, was zu weiterer Triebkraftreduktion und Minderung der Keimfähigkeit führt.
Deshalb empfehlen wir in diesem Jahr auch eigenes Saatgut auf Triebkraft untersuchen zu lassen.Mehr Informationen dazu finden Sie auf unserer Homepage . Dazu hier klicken






