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Mais – Aussaat 2023

März 30, 2023 | Aussaat, Bodenbearbeitung, Grünes Info 2023, Saatstärken, Saatzeitpunkt, Sorten

Wann ist der optimale Saatzeitpunkt für den Mais?

Die derzeit nassen Böden werden sich nur langsam erwärmen. Deshalb ist eine (zu) frühe Maisaussaat nicht angeraten. Mais sollte erst gesät werden, wenn zu erwarten ist, dass die Bodentemperaturen dauerhaft die 8 °C Marke überschreiten und nach der Saat mit Bodentemperaturen von über 13 °C zu rechnen ist. Damit sind die Voraussetzungen für schnellen Feldaufgang und zügige Jugendentwicklung gegeben. Bei Bodentemperaturen über 13 °C läuft der Mais bei ausreichender Bodenfeuchte innerhalb von einer Woche bis 10 Tagen gleichmäßig auf.

Der zügig auflaufende Mais ist später robuster, falls eine erneute Kältewelle im Mai drohen sollte.

Das Saatgut muss zwingend mit dem feuchten Boden Kontakt haben, damit ein sicheres Auflaufen auch ohne nachfolgenden Regen gewährleistet ist. Deshalb muss die Saatbettbereitung flach erfolgen und vor allem kurz vor der Aussaat erfolgen.

Kontrollieren Sie beim Säen mehrmals am Tag die Ablagetiefe und passen Sie diese den unterschiedlichen Bedingungen an. Oft kann morgens flacher gesät werden als am Nachmittag. Die Mindestablagetiefe von 5 cm sollte für eine gute Wurzelentwicklung nicht unterschritten werden.

Doppel- und Fehlstellen werden durch die richtige Abstreifer-Einstellung vermieden.

Langsamer Feldaufgang schwächt die Vitalität

Lange Auflaufphasen von mehr als 18 Tagen infolge zu früher Saat in den noch kalten Boden schwächen die Vitalität der jungen Pflanzen. Auch die Insektizidbeize verliert dadurch schneller ihre Schutzwirkung. Die Folge sind Fehlstellen bzw. ungleichmäßige Feldaufgänge.

Der Mais sollte innerhalb von 48 Stunden nach dem Legen vollständig auflaufen. Beschattungseffekte auf die Nachzügler reduzieren deren Ertragspotenzial bis hin zum Totalausfall. Auch der Herbizideinsatz gestaltet sich schwierig, wenn der Mais verzettelt aufläuft.

Warum Unterfußdüngung?

Der Mais reagiert selbst auf gut mit Phosphor versorgten Böden positiv auf die P-Unterfußdüngung. Allerdings ist zu beachten, dass Phosphor in hoher Konzentration die Maiswurzel dazu verleitet, nicht in die Tiefe zu wachsen. Das wirkt sich unter trockenen Bedingungen limitierend auf die Ertragsleistung aus.

In den meisten Fällen empfiehlt sich eine Unterfußdüngung mit 50 bis 80 kg/ha DAP, auf Güllestandorten mit hoher N-Versorgung kann auf 50 bis 80 kg/ha MAP zurückgegriffen werden. Bei pH-Werten über 7,2 bietet es sich an, DAP oder MAP mit SSA zu kombinieren, um einen versauernden Effekt zu erzielen und somit die Verfügbarkeit von Phosphor (und Mikronährstoffen) zu verbessern.

Auch die Spurenelemente Mangan, Zink und Bor, z.B. im Excello 3+1+1, fördern die Entwicklung der Maispflanzen.

Saatstärke an Sorte, Standort und Saattermin anpassen

Die Saatstärke muss auf Sorte, Standort und Saattermin ausgerichtet sein. Je früher eine Sorte ist (FAO 180 – 220), umso höher sollte die Bestandesdichte (je nach Wasserhaushalt 7 bis 11 Pflanzen je m²) gewählt werden, da der Kolbenertrag der frühen Sorten begrenzt ist. Um eine sichere Belichtung der Einzelpflanze zu gewährleisten, sollten aber nicht mehr als 11 Pflanzen pro mangebaut werden. Auf eine ausreichende Belichtung ist insbesondere bei großrahmigen Typen mit breitem Blatt zu achten (maximal 7 bis 8 Pflanzen).

Später reife Sorten (FAO 250 bis 280) kommen mit niedrigeren Saatstärken aus, da diese Sorten den Standraum der Einzelpflanze durch ein höheres Kolbengewicht ausnutzen. Niedrige Pflanzenzahlen von 5 bis 6,5 Pflanzen pro m2 eignen sich für Standorte mit knapper Wasserversorgung und dadurch begrenztem Ertragspotenzial in Süd- (z.B. Unterfranken, Pfalz) und Ostdeutschland (z.B. Süd-Brandenburg, Nordsachsen).

Weniger als 7 Pflanzen je m² sind auf Standorten in West- und Norddeutschland mit ausreichender Wasserversorgung aufgrund der dort geringeren Einstrahlung mit einem stärkeren Ertragsrückgang verbunden als im Süden.

Eine Maispflanze benötigt je nach Sättigungsdefizit der Luft zwischen 40 und 50 l Wasser vom Auflaufen bis zur Reife. In Abhängigkeit von der Wasserversorgung und dem Ertragspotenzial des Standortes lässt sich die notwendige Pflanzzahl je Hektar errechnen.

Aussaat – Saatbettbedingungen gehen vor Saatzeit

Sichere, homogene Feldaufgänge setzen neben steigenden Bodentemperaturen folgende Punkte voraus:

  • Grundsätzlich: Mais muss ohne Regen nach der Saat auflaufen!
  • hoher Feinerdeanteil im Saathorizont und darunter bis 15 cm
  • gleichmäßige Saatgutablage in den feuchten Boden, andrücken
  • Boden soll unter dem Saatkorn leicht durchwurzelbar bleiben
  • gute Saatgutbedeckung, kein Licht auf das Saatkorn, 5 cm Ablagetiefe einhalten

Das Saatgut wird in eine V-förmige Saatrille abgelegt und anschließend angedrückt. Dadurch wird ein ausreichender Bodenkontakt mit dem Saatkorn hergestellt, der bei ausbleibenden Regen für einen sicheren Feldaufgang notwendig ist.

Optimaler Auflauf erfordert einen optimalen Schardruck. Automatische Anpassung des Schardrucks bewirkte eine gleichmäßige Einbettung. Bei mechanisch eingestelltem Schardruck muss im Laufe des Tages mehrmals Ablagetiefe und Ausbildung des Saatfurche kontrolliert werden.

Im nassen Boden verdichtet ein zu hoher Schardruck wiederum die Saatfurchenwände. Das wirkt sich negativ auf die Wurzelentwicklung aus.

Bei Trockenheit und damit einhergehend tieferer Saatgutablage muss unbedingt auf optimal eingestellte Furchenräume geachtet werden, damit das Saatkorn nicht auf die lose Erde abgelegt wird.

Eine tiefere Saatgutablage (tiefer als 5 cm) verzögert den Auflauf und somit die Entwicklung der Maispflanzen. Bei zu flacher Ablage von weniger als 5 cm nimmt das Risiko von Vogelfraß zu. Gegen Vogelfraß gibt es keine Bekämpfungsmöglichkeit mehr außer eine ausreichend tiefe Saatgutablage.

Mais: Ertragsfaktor Wurzel

Ab der Keimung bis zum 3-Blatt-Stadium wachsen aus dem Maiskorn die Primär- und Seminalwurzeln, die bereits im Embryo angelegt werden. Unter optimalen Bedingungen sind die Primärwurzeln einem ausgeprägten Geotropismus (Wachstum in die Tiefe) unterworfen: Die Wurzel wächst in den kühleren Boden nach unten. Kühlt dagegen die Bodenoberfläche aus, kann es passieren, dass die Primärwurzel sich nach oben dreht (siehe Foto Abb. 1).

Primär- und Seminalwurzeln sind in der frühen Jugendphase bis zur Bestandesetablierung im 6 bis 8-Blatt Stadium entscheidend für die Nährstoffaufnahme und für die frühen generativen Anlageprozessen von Fahne und Kolben.

Ab dem 4-Blattstadium (300 Gradtage) beginnt die Bildung von Kronen- oder Adventivwurzeln aus den unterirdischen gebildeten Knoten. An den oberirdischen Knoten werden Stützwurzelkränze ausgebildet.

Sorten, die mit Stressbedingungen wie Stickstoff- oder Wassermangel besser zurechtkommen, scheinen in puncto Wurzelleistung und damit auch Nährstoffaneignung besser zu sein:

z.B.: DKC 3414 (S250/K240), DKC 3418 (S250/K250), DKC 3450 (S250/K250), DKC 4109 (K270), KWS Johaninio (S210/K230), Benedicto KWS (S230/K230), KWS Gustavius (S240/K230), KWS Shako (S280), LG 31238 (K220), P 8604 (K210), P 8834 (K250), P9610 (K280), P9757 (K290), SY Glorius (S260/K250)

Intakte Bodenstruktur – intaktes Wurzelwachstum

Maiswurzeln reagieren auf Bodenverdichtungen und Sauerstoffmangel im Krumenbereich äußerst empfindlich. Deshalb sollte auf schweren Böden die Grundbodenbearbeitung im Herbst abgeschlossen sein.

Im Frühjahr darf auf tonigen Böden sowohl die Einarbeitung organischer Dünger und von Zwischenfrüchten als auch die Saatbettbereitung nur so tief erfolgen, dass genug Feinerde im Saatbett erzeugt ist. Keinesfalls dürfen nasse Kluten hochgeholt werden, die steinhart werden, wenn sie danach austrocknen. Für schwere Böden eignen sich deshalb vor allem Feingrubber mit engem Strichabstand oder auch Kreiselgrubber/egge.

Sandige oder schluffige Böden, die zum Dichtlagern neigen, benötigen dagegen eine krumentiefe Bearbeitung im Frühjahr. Zur Gülleeinarbeitung (mit Zwischenfrucht) sollte im Anschluss eine tiefe Bodenbearbeitung mit einem mehrbalkigen Grubber vorgenommen werden.

Der bearbeitete Boden braucht bis zur Aussaat Zeit, damit sich das Gefüge stabilisiert.

Deshalb sollten nach Möglichkeit alle Anbaumaßnahmen im Frühjahr einschließlich der Aussaat zu Beginn einer Schönwetterphase bis spätestens einen Tag vor einem Wetterumsturz durchgeführt werden.

Die Saatbettbereitung erfolgt dann unmittelbar vor der Saat mit Feingrubber oder Saatbettkombination, zur Not auch mit der Scheibenegge.

Bei intakter Bodenstruktur findet eine schnelle Wurzeletablierung der unterschiedlichen Wurzeltypen statt. Außerdem wird der effektive Wurzelraum optimal erschlossen, was bei Wasserknappheit ein entscheidender Faktor ist.

Mit der Bodenbearbeitung wird auch der Wärmehaushalt des Bodens beeinflusst. Vor allem in kalten Jahren ist die Entwicklung des Maises auf intensiv bearbeiteten Böden besser im Vergleich zu extensiven Verfahren. Nicht nur das Wurzelwachstum, auch die Blattbildung profitiert von höheren Bodentemperaturen, solange sich der Vegetationskegel des Sprosses unter der Erdoberfläche befindet.

Abbildung 1: Nach oben gewachsene Primärwurzel im Mais (NU Agrar)

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Die Ausbreitung von Glasflügelzikaden und der von ihnen übertragenen Krankheitserreger stellt eine zunehmende Bedrohung für den Kartoffel- und Zuckerrübenanbau in Deutschland dar. Nachdem zunächst der Südwesten Deutschlands stark betroffen war, treten inzwischen auch in Bayern, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen erste Nachweise auf.
Zentrale Erreger sind das Stolbur-Phytoplasma (Candidatus Phytoplasma solani) sowie erstmals auch das Proteobakterium Candidatus Arsenophonus phytopathogenicus in Kartoffeln. Diese verursachen die neu definierte Krankheit „Bakterielle Kartoffel-Knollenwelke“, die durch verstopfte Leitbahnen, verminderte Assimilatverlagerung, reduzierte Stärkeeinlagerung und erhöhte Zuckergehalte in den Knollen gekennzeichnet ist.

Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Insektizidversuch in Kartoffeln – Regensburg

Im Landkreis Regensburg wurde im Jahr 2025 ein Streifen – Demonstrationsversuch zur Bekämpfung von Insekten – insbesondere zur Bekämpfung der Schilfglasflügelzikade – in Kartoffeln durchgeführt.
Beim Versuchsstandort handelte es sich um einen Lösslehm mit 72 Bodenpunkten. Die Vorfrucht war Zuckerrübe. Die Zuckerrüben wurden unter guten, trockenen Bedingungen geerntet. Die Grundbodenbearbeitung erfolge durch 2 Grubberstriche auf maximal 30 cm Tiefe. Die sekundäre Bodenbearbeitung erfolge im April mit einem Feingrubber und einer Vollfeldfräse.
Der Versuchsschlag wurde am 9. April mit der Chipskartoffelsorte SHc1010 gepflanzt. Das Saatgut wurde bereits mit Diabolo behandelt. Bei der Pflanzung erfolge die Beizung mit Moncut.

Zuckerrüben 2025

Zuckerrüben 2025

Abgesehen von den pflanzenbaulichen Herausforderungen im Rübenanbau wie SBR, Cercospora oder dem Wegfall von Wirkstoffen stimmt die aktuelle Zuckermarktlage wenig optimistisch. Die Zuckerfabriken versuchen deshalb die Anbaufläche für 2026 zu reduzieren. Für viele stellt sich deshalb die Frage, wie der Zuckerrübenanbau unter diesen Voraussetzungen noch wirtschaftlich funktionieren kann. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist es dabei, neben dem Ertrag auch die Qualität intensiver zu berücksichtigen und pflanzenbauliche Stellschrauben gezielt zu nutzen. Aus dem vergangenen Rübenjahr 2025 können dazu wieder interessante Erkenntnisse gewonnen werden. Im letzten Jahr berichteten wir von den gravierenden Ertragsunterschieden von Standort zu Standort in Abhängigkeit des SBR- und Stolbur-Befalls, aber auch kleinräumig von Landwirt zu Landwirt. Die Spanne reichte 2024 von 20 t/ha bis 130 t/ha. Die Ausreißer nach unten blieben dieses Jahr erfreulicherweise aus und in den letztjährigen SBR-/Stolbur-Hotspot-Regionen konnten zumindest wieder höhere Erträge erzielt werden. Aussaat und Auflaufbedingungen Die meist trockenen Bedingungen im zeitigen Frühjahr ermöglichten verbreitet eine frühe Rübenaussaat ab der zweiten Märzdekade, auch wenn die Bodentemperaturen zu diesem Zeitpunkt nur knapp die 6 °C erreicht hatten, was einen verhaltenen Auflauf der Zuckerrüben erwarten ließ. Während im Süden noch ausreichend Bodenfeuchte für einen homogenen Feldaufgang vorhanden war, war es im Osten und Nordosten schon sehr trocken.

Zuckerrüben 2025

Zuckerrüben – Sortenwahl 2026

Die Sortenwahl ist im Rübenanbau eine besonders wichtige Stellschraube, da je nach Standort z.B. bei Nematoden- oder Rhizoctoniabefall zur Absicherung des Ertrags Spezialsorten angebaut werden müssen. Auch SBR und Cercospora müssen bei der Wahl der möglichen Sorte besonders priorisiert werden. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass besonders im Rübenanbau ein Risikosplitting durch den Anbau verschiedener Sorten wichtig ist.
Konventionelle Sorten

Standardsorten

Standorte ohne Nematoden-, Rhizoctonia- oder SBR-Befall erlauben bei der Sortenwahl maximale Flexibilität (Tab.175). Unter diesen Idealvoraussetzungen kann der Fokus auf das maximale genetisch vorgegebene Zuckerertragspotential gelegt werden. Der starke Cercospora-Druck der letzten Jahre hat aber dazu geführt, dass die Sorten mit der höchsten Ertragsstabilität über die verschiedenen Standorte in Deutschland auch in punkto Cercospora- Leistung ein gutes Niveau mitbringen. Zu nennen sind Sorten wie Ludovica, BTS 2030, Annedora und Habicht. Ebenso erreicht die St Rotterdam ein hohes Ertragsniveau.

Wird das Ertragspotential z.B. durch späte Trockenheit, Spätsaat oder Frührodung begrenzt,

Zuckerrüben 2025

Mais – Neue Sorten

Silomais:
DKC 2956 (S 190 / K 220)
frühe hartmais-ähnliche Doppelnutzungssorte
ausgeglichenes Verhältnis von Restpflanze zu Kolben
gute Kolbenleistung bei tiefem Kolbensitz, eher Fixkolben-Typ
Selektion für frühe, nördliche Lagen bzw. Höhenlagen, Grenzstandorte
top Jugend-Entwicklung und Kältetoleranz
KWS Aveso (S 200)
Dreinutzungssorte (Biogas, Fütterung, Körner- bzw. CCM-Mais)
gute Stärke- und Energieerträge bei guter Verdaulichkeit
ansprechende Körnermaisleistungen in Nordwestdeutschland
LG 32.216 (S 200 / K 220)
Doppelnutzungssorte
langer Typ mit sogenannter „open look“-Optik
standfest
sehr gute Jugendentwicklung
gute Blattgesundheit
geringe Bestockungsneigung bei gutem TKG
P78020 (S 210)
massebetonter früher Doppelnutzer
sehr gute Anpassung an Nordwest- und Nordostdeutschland in den Silomaisversuchen

Zuckerrüben 2025

Körnermais 2025 – Erträge zwischen Spitzenleistungen und totaler Enttäuschung

Das Maisjahr 2025 zeigte sich in Deutschland von zwei Seiten: Während in Süddeutschland, Nordwest und Nordost vielerorts befriedigende bis unerwartet hohe Erträge erzielt wurden, präsentierte sich die Lage in Teilen Mitteldeutschlands ganz anders: kalte Temperaturen während der Jugendentwicklung, Frühjahrstrockenheit und Trockenheit zur Blüte führten dort zu katastrophalen Ergebnissen.
Kaltes Frühjahr
Der Saisonstart verlief vielversprechend. Unter trockenen, günstigen Bedingungen konnten die Bestände ab Mitte April zügig und gleichmäßig auflaufen. Doch danach folgte eine ungewöhnlich kalte Witterungsphase mit sehr kalten Nächten. Diese Phase setzte den Maisbeständen massiv zu und warf die Entwicklung stark zurück. Die Kältebelastung beeinflusste auch das phytohormonelle Gleichgewicht der Pflanzen, insbesondere die Bildung und Steuerung der generativen Organe. Vielfach präsentierten sich Bestände mit Mehrkolbigkeit und kleinen, rudimentären Kolben an den Fahnenästen.
Einkörnung und Kornfüllung
Ab Mitte Juni verbesserten sich die Bedingungen für den Körnermais in den meisten Regionen. Während der Blüte fiel verbreitet ausreichend Regen, sodass eine sichere Befruchtung und Einkörnung gewährleistet war. Eine Ausnahme bildeten das südliche Sachsen-Anhalt, Thüringen u.a. Gebiete im Regenschatten der Mittelgebirge, wo nur zwei Drittel der normalen Niederschläge fielen.