Die meisten glazialen Böden (eiszeitliche Geschiebe-Böden), aber auch Verwitterungsböden aus Mg-armen Ausgangsgestein (Urgestein, Buntsandstein, auch Kreideböden) sind von Haus aus magnesiumarm. Die Häufigkeit von akutem Mg-Mangel im Boden ist durch jahrelange Mergeldüngung geringer geworden. Magnesium wird als zweiwertiges Kation an die Austauscher gebunden. Aufgrund der weiten Hydrathülle um das Mg-Ion ist aber die Bindung vergleichsweise schwach, so dass Magnesium aus nassen Böden in tiefere Schichten verlagert und aus sandigen Böden auch ausgewaschen werden kann. In tiefgründigen Böden mit guter Kapillarität erfolgt in aller Regel wieder ein kapillarer Aufstieg in die Krume. Die Sommerniederschläge (2023) führten zur Verlagerung von Magnesium. Die Verdunstung im September reichte nicht aus, um Magnesium wieder in die oberste Bodenschicht zu transportieren. Aus diesem Grund trat erkennbarer Magnesium-Mangel mit aufgehellten, später rotverfärbten Interkostal-Feldern im Raps bzw. grün gepunktelten Adern im Getreide im vergangenen Herbst häufiger als in den Vorjahren auf. Der. . .
Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)
Bodenherbizide gegen Gräser im Getreide Bis Herbst 2026 dürfen Flufenacet-haltige Herbizide noch aufgebraucht werden. Das Cinmethylin (im Luxinum) hat eine Notfallzulassung im Winterweizen erhalten. Andere Alternativen zur...


