Kartoffel Info
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Begasung und Backqualität
Bei der Produktion von Veredelungskartoffeln spielt der CO2-Gehalt eine große Rolle. Dieser muss durch ständigen Luftaustausch auf einem möglichst geringen Niveau gehalten werden.
Wer über ein CO2-Meßgerät verfügt, wird nach der Begasung einen schnellen Anstieg der CO2-Konzentration im Lager feststellen. Hier gilt es, den besten Kompromiss zwischen Wirkungssicherheit der Begasung und der Backfarbe des Produktes zu finden.
Aus diesem Grund müssen Sorten mit einer schlechten Backfarbe, welche für die Produktionsrichtung mit den höchsten Anforderungen (Chips) gelagert werden, bereits 24 h nach der Begasung belüftet werden. Sorten mit guten Backqualitäten, welche für die Pommes frites-Produktion gelagert werden, sollten erst nach 48 h belüftet werden.
Lagerprobleme in früh gerodeten Partien
Viele Partien wurden in diesem Jahr bereits Ende August und Anfang September gerodet. In dieser Phase war es häufig zu warm und Partien sind mit Knollentemperaturen von 20°C und mehr eingelagert worden. Durch die Wärme konnten sich Fäulniserreger rasant ausbreiten.
In diesen Partien findet man aktuell häufig Fusarium-Fäule. Die Wundheilung wurde nach der Einlagerung oftmals durch fehlende Feuchtigkeit verhindert. Durch die häufig zu feuchte Bodenbearbeitung im Frühjahr war eine beschädigungsarme Ernte unter den trockenen Bedingungen bis Mitte September nicht möglich. Die Beschädigung stellt eine Eintrittspforte dar, die von einer durch die Wundheilung geschaffenen „Ersatzschale“ eingeschränkt worden wäre.
Häufig sind die Symptome nicht klar einem Erreger zuzuordnen, da es sich um Mischinfektionen aus Fusarium, Braunfäule oder bakteriellen Erregern handelt. Die Fäulnis kann durch kühle Temperaturen und Trockenheit gestoppt werden, die Verbreitung des Erregers jedoch nicht.
Das bedeutet, dass die Partie durch eine rasche Abkühlung zunächst gerettet werden kann. Da die Wundheilung
