Kartoffel Info

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Hohe Beschädigungsempfindlichkeit trotz guter Nährstoffversorgung

Entwicklung der Kartoffeln

Die Kartoffelbestände haben in den letzten Wochen sehr viel Temperatursumme erlebt. Aufgrund dessen sind viele Bestände jetzt deutlich weiter entwickelt als in anderen Jahren. Durch die hohen Temperaturen altert der Blattapparat schneller, dies führt zur früheren Abreife der Bestände.
Als Folge der höheren Temperaturen seit Anfang der Vegetation leidet in vielen Fällen die Wurzelentwicklung. Auch die Trockenheit reduziert das Wurzelwachstum, vor allem im unteren Bereich des Kartoffeldamms, der teilweise seit der Pflanzung nicht mehr durchfeuchtet war. Mit einer verringerten Wurzelleistung reduziert sich auch die Nährstoffaufnahme.
Warum werden viele Bestände aktuell hell?
Mit einer schwachen Wurzel wird weniger Phosphor und Zink aufgenommen. Phosphor wird für den Energiestoffwechsel der Pflanze benötigt, Zink wiederum zur Umverlagerung von Assimilaten aus dem Blatt in die Wurzeln/Knollen.
Aktuell fallen viele Bestände auf, die in den oberen Blattetagen hell werden. Dies ist aber kein Stickstoffmangel, dieser würde sich zuerst auf den unteren Blättern zeigen. Bei einem Farbvergleich der Blattetagen wird deutlich, dass die unteren Blätter deutlich dunkler sind.

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Hohe Beschädigungsempfindlichkeit trotz guter Nährstoffversorgung

Bestände aufpeppen

Durch die hohe Temperatursumme sind viele Bestände – hauptsächlich früh gepflanzte Bestände – aktuell schon sehr weit in der Entwicklung. In einigen Fällen geht der Blattapparat schon stark in die Abreife, wobei die Knollen potenziell noch 4 Wochen oder länger wachsen sollten. In dieser Situation muss, wie schon die gesamte Vegetation über, versucht werden, den Bestand möglichst jung und somit am Wachsen zu halten, mit der Hoffnung auf einen späten Zuwachs unter niedrigeren Temperaturen und Niederschlägen.
Damit der Blattapparat am Wachsen gehalten wird, müssen Cytokinine gefördert werden. Der Bestand muss möglichst grün gehalten werden. Dies gelingt am effektivsten durch die fungizide Wirkstoffklasse der Strobilurine. Dabei ist das Azoxystrobin im Ortiva mit einer stärkeren Cyt-Wirkung zu bewerten als das F500 im Signum. Auch ein P-haltiger Blattdünger fördert und hält den Energiestoffwechsel in der Pflanze aufrecht. Ebenso unterstützt ein Mangan indirekt die Cytokinine im Blatt.

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Aktuelle Situation – trockener Unterboden reduziert die Nährstoffverfügbarkeit

Aktuelle Situation – trockener Unterboden reduziert die Nährstoffverfügbarkeit

In den Analysen sind auch häufig Mikronähr-
stoffe knapp. Die Pflanzen sind schwach ver-
sorgt mit Bor, Kupfer, Zink und vereinzelt Man-
gan. Die fehlenden Nährstoffe können teilweise
durch eine gezielte Blattdüngung ergänzt wer-
den. Dazu muss jedoch bekannt sein, welcher
der Nährstoffe im Mangel ist. Daher ist eine ei-
gene Blattnährstoffanalyse unabdingbar. Damit
wird die Nährstoffeffizienz und in der Folge der
Ertrag aber vor allem die Knollenqualität abge-
sichert.

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Aktuelle Situation – trockener Unterboden reduziert die Nährstoffverfügbarkeit

Trockenheit reduziert die Nährstoffverfügbarkeit

Aufgrund der reduzierten Niederschläge seit Jahresbeginn ist der Bodenwasservorrat deutschlandweit auf sehr niedrigem Niveau. Dies führte überregional zu guten Bedingungen für die Bodenbearbeitung und Auspflanzung. In der Jugendentwicklung kann eine anhaltende Trockenheit allerdings zur eingeschränkten Nährstoffverfügbarkeit führen.
Durch eine geringe Luftfeuchtigkeit und den häufigen Wind erhöht sich die Transpiration der jungen Stauden. In der Folge werden massenflussabhängige Nährstoffe wie Nitrat, Sulfat, Magnesium und Calcium zügig und auch unter trockenen Bedingungen noch sehr lange aufgenommen. Hingegen sind unter diesen Bedingungen vor allem die Nährstoffe im Mangel, zu denen die Wurzel aktiv hinwachsen muss. Hier kommen zuerst Phosphor, Zink und Kupfer in den Mangel.

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