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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Die Ausbreitung von Glasflügelzikaden und der von ihnen übertragenen Krankheitserreger stellt eine zunehmende Bedrohung für den Kartoffel- und Zuckerrübenanbau in Deutschland dar. Nachdem zunächst der Südwesten Deutschlands stark betroffen war, treten inzwischen auch in Bayern, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen erste Nachweise auf.
Zentrale Erreger sind das Stolbur-Phytoplasma (Candidatus Phytoplasma solani) sowie erstmals auch das Proteobakterium Candidatus Arsenophonus phytopathogenicus in Kartoffeln. Diese verursachen die neu definierte Krankheit „Bakterielle Kartoffel-Knollenwelke“, die durch verstopfte Leitbahnen, verminderte Assimilatverlagerung, reduzierte Stärkeeinlagerung und erhöhte Zuckergehalte in den Knollen gekennzeichnet ist.

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Insektizidversuch in Kartoffeln – Regensburg

Im Landkreis Regensburg wurde im Jahr 2025 ein Streifen – Demonstrationsversuch zur Bekämpfung von Insekten – insbesondere zur Bekämpfung der Schilfglasflügelzikade – in Kartoffeln durchgeführt.
Beim Versuchsstandort handelte es sich um einen Lösslehm mit 72 Bodenpunkten. Die Vorfrucht war Zuckerrübe. Die Zuckerrüben wurden unter guten, trockenen Bedingungen geerntet. Die Grundbodenbearbeitung erfolge durch 2 Grubberstriche auf maximal 30 cm Tiefe. Die sekundäre Bodenbearbeitung erfolge im April mit einem Feingrubber und einer Vollfeldfräse.
Der Versuchsschlag wurde am 9. April mit der Chipskartoffelsorte SHc1010 gepflanzt. Das Saatgut wurde bereits mit Diabolo behandelt. Bei der Pflanzung erfolge die Beizung mit Moncut.

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Stolbur in Kartoffeln ein zunehmend wachsendes Problem

Stolbur breitet sich überregional aus!

Stolbur ist seit dem Herbst 2022 ein bekanntes Problem im Südwesten Deutschlands. Seit der vergangenen Saison war es auch in vielen Regionen Bayerns zu finden. Mittlerweile gibt es auch Nachweise im Rheinland und in Niedersachsen. Das Problem ist somit in allen Regionen relevant und ernst zu nehmen.
Wir haben uns diesem Thema bereits in Versuchen im letzten Jahr gewidmet und gute Bekämpfungserfolge mit Insektizid-Mischungen festgestellt. In diesem Jahr laufen dazu weiterführende Versuche mit Spritzfolgen und verschiedenen Terminierungen.
Darüber hinaus haben wir die Pflanzenvitalität als Versuchsansatz mit integriert. Hintergrund hierzu sind Beobachtungen aus der Praxis. In den letzten Jahren sind sehr starke Unterschiede in Symptomausprägung und Krankheitsverlauf aufgefallen. Das Stolbur-Phytoplasma greift sehr komplex in den Stoffwechsel der Pflanze ein und beeinflusst diesen.

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Die Zikaden breiten sich aus!

Die Zikaden breiten sich aus!

Über die Ausbreitung der Zikade im Südwesten Deutschlands wurde in den letzten Jahren schon einige Male in diesem Schreiben berichtet. Die Situation hat sich in der vergangenen Saison zugespitzt. In großen Teilen Bayerns sind Zuckerrüben- und Kartoffelflächen betroffen. In Sachsen-Anhalt verbreitet sich die Zikade weiter und auch in NRW und Niedersachsen gab es die ersten offiziellen Nachweise.
Aufgrund der brisanten Lage wird in diesem Info noch einmal auf die Grundlage der Krankheit, deren Verbreitungswege und auf das Ausmaß der Schäden eingegangen. Aber auch ein Lösungsansatz aus den schon länger befallenen Gebieten soll eine Handlungsanleitung liefern.
Wer den Zikadenbefall in einzelnen Regionen noch als Marktvorteil der nördlich gelegenen Standorte ansieht, hat den Ernst der Lage noch nicht realisiert!
Geschichte der Erreger
Das Stolbur-Phytoplasma ist in osteuropäischen Ländern seit 1950 eine bekannte Kartoffelkrankheit. Diese schränkt den Verarbeitungskartoffelanbau in einigen Regionen Russlands und der Ukraine stark ein. Grund hierfür sind schlechte Backfarben aufgrund erhöhter Zuckergehalte. Das Stolbur-Phytoplasma setzt sich im Phloem der Pflanze fest und verstopft somit die Leitbahnen, in der Folge kommt es zu einer

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