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Wie viel Stickstoff braucht die Kartoffel?

Wie viel Stickstoff braucht die Kartoffel?

In der Saison 2025 zeigte sich häufig, dass bestehende Systeme nicht immer funktionierten. Mit derselben Düngestrategie konnten in den Vorjahren gute Qualitäten erzielt werden, doch in der vergangenen Saison gelang dies in vielen Fällen nicht.
Ursache hierfür war die Witterung im Juli 2025. Deutlich geringere Einstrahlung sowie häufige, teils intensive Niederschläge zur Monatswende Juli/August führten zu Qualitätsproblemen.
Durch die günstigen Pflanzbedingungen im trockenen Frühjahr 2025 befand sich die Bodenstruktur meist in einem gutenZustand. Darauf folgte eine zügige Jugendentwicklung im warmen und teilweise trockenen Juni. Infolge der Niederschläge imJuli kam es anschließend zu einer starken Nachlieferung von Nährstoffen aus dem Boden.
Damit Nährstoffe in der Pflanze eingebaut und umgewandelt werden können, muss sie wachsen. Dafür benötigt sie Sonnenlicht, um Photosynthese betreiben zu können.
Aufgrund der geringen Einstrahlung im Juli war dies jedoch häufig nicht möglich.

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Aktuelle Situation – trockener Unterboden reduziert die Nährstoffverfügbarkeit

Aktuelle Situation – trockener Unterboden reduziert die Nährstoffverfügbarkeit

In den Analysen sind auch häufig Mikronähr-
stoffe knapp. Die Pflanzen sind schwach ver-
sorgt mit Bor, Kupfer, Zink und vereinzelt Man-
gan. Die fehlenden Nährstoffe können teilweise
durch eine gezielte Blattdüngung ergänzt wer-
den. Dazu muss jedoch bekannt sein, welcher
der Nährstoffe im Mangel ist. Daher ist eine ei-
gene Blattnährstoffanalyse unabdingbar. Damit
wird die Nährstoffeffizienz und in der Folge der
Ertrag aber vor allem die Knollenqualität abge-
sichert.

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Aktuelle Situation – trockener Unterboden reduziert die Nährstoffverfügbarkeit

Stickstoff als Ursache vieler Qualitätsprobleme

Nach der vergangenen Saison sind viel Partien negativ aufgefallen. Speisekartoffeln haben vermehrt Probleme mit Druckstellen, Beschädigungen oder Fäulnis. In der Verarbeitungsware sind schlechte Backfarben aktuell überregional ein großes Problem.
Häufig liegt die Ursache an einer überhöhten N-Konzentration in den Knollen. Ausreichende Feuchtigkeit in der gesamten Saison führten zu idealen Mineralisationsbedingungen. Durch die häufig bedeckte Witterung wurde zudem der N-Abbau in der Pflanze reduziert. Die daraus resultierende hohe N-Konzentration fällt aktuell in sehr vielen Knollennährstoffanalysen auf.
Daher gilt es, die N-Kalkulation zu Kartoffel genauer zu betrachten und die Nachlieferungen des Bodens besser mit einzubeziehen.
Wie viel Stickstoff braucht die Kartoffel?
Der Stickstoffbedarf der Kartoffel richtet sich nach dem Entzug durch die Knollen und dem Bedarf für die Ausbildung des Blattapparates. Dabei liegt der N-Entzug eines durchschnittlichen Kartoffelkrauts einer Speisekartoffel bei etwa 100 kg/N ha, für Verarbeitungskartoffeln bei 120 kg/N ha.

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