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Abtrocknung im Lager kontrollieren

Abtrocknung im Lager kontrollieren

Die Abtrocknung der erntefrischen Knollen sollte innerhalb der ersten 24-48 Stunden erfolgen. Anhaftendes Wasser sollte abgelüftet werden, da sich sonst eine Vielzahl von Erregern ausbreiten können. Die Abtrocknung sollte jedoch genau auf den Punkt ausgerichtet werden, an dem die Knollen abgetrocknet sind, d.h. das anhaftende Wasser abgelüftet ist. Wird über diesen Punkt hinaus gelüftet, diffundiert Wasser aus dem Inneren der Knolle an die Oberfläche der Knolle und verdampft dort. Erhöhter Schwund ist dann die Folge, Knollen werden welk, verlieren an Turgeszenz und ihre Speise- und Pflanzgutqualität vermindert sich.
Neben dem anhaftenden Wasser stellen die Beimenge und die faulen Kartoffeln eine Feuchtigkeitsquelle dar. Die anhaftende Erde kann auf bindigem Boden einen nennenswerten Anteil an Wasser enthalten. Dies führt zu einer geringeren Austrocknung während der Lagerphase, erhöht aber auch das Fäulnisrisiko bei zu geringer Lüftungsrate.
Während der Verdunstung von Wasser auf der Knollenoberfläche, von faulen Knollen oder von der anhaftenden Erde, entsteht Kälte. Diese Verdunstungskälte kann in spät und kalt gerodeten Partien

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Lagerung – Was in diesem Jahr besonders zu beachten ist!

Die Bedingungen der vergangenen Wachstumsmonate waren nicht gerade positiv für den Lagerhalter. Durch die Feuchtigkeit kam es in allen Regionen zu einem Krautfäule-Befall. Dies kann zu einer Ausbreitung der Braunfäule führen.
Alle Lagerkrankheiten werden durch Beschädigungen während der Ernte und Einlagerung verbreitet. Aus diesem Grund muss besonders auf eine schonende Ernte geachtet werden. Die erste Maßnahme zur Reduktion von Beschädigungen ist eine ausreichend ausgereifte Schale.
Reifen Bestände ungleichmäßig ab, findet man vereinzelt grüne Pflanzen. Genau diese sind die potentiellen Fäulnisherde. Wird mit der Ernte nicht gewartet bis die letzten Knollen schalenfest sind, hat man ein großes Problem. Vor allem dann, wenn bereits Erwinia oder Braunfäuleknollen vorhanden sind.
Die Ausprägung der Schale dauert zwischen 2 und 4 Wochen, unter feuchten Bedingungen mit weniger Temperatur dauert die Ausbildung der Schale länger. Die langsame Ausbildung der

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2024 – Ideales Kartoffelwetter?

Das Wetter der letzten Wochen mit häufigen Niederschlägen führte zu einer oftmals rasanten Entwicklung der Bestände, sodass wie beschrieben die Krautfäule-Bekämpfung in diesem Jahr oberste Priorität hat. Die strahlungsarme Witterung führt zudem zu einem hohen Ansatz in allen Partien. Allerdings führt die geringe Einstrahlung auch zu einer reduzierten Zellteilung, sowohl im Blattapparat als auch in den angelegten Knollen. In der Blattmasse führt diese reduzierte Zellteilung zu weniger, dafür sehr lang gestreckten Zellen, diese wiederum sind durch ihre dünne Zellwand anfälliger für beispielsweise Phytophthora-Sporen.
Zellen können sich nur bis zu einem gewissen Maß strecken. Somit führt eine geringe Anzahl an Zellen in den Knollen häufig zu Wachstumsrissen. Dies fällt aktuell bei einigen Partien Frühkartoffeln auf.
Um in der Pflanze die Zellteilung anzuregen, müssen Cytokinine gefördert werden.

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Aktuelle Situation – Niederschläge begünstigen Primärinfektion aus dem Pflanzgut

Durch die flächendeckenden Niederschläge der letzten Woche steigt das Risiko für das Erstauftreten von Phytophthora aus der Mutterknolle. Je bindiger der Boden ist, und je länger der Boden mit Wasser übersättigt war, desto höher ist das Risiko einer Primärinfektion. Durch die dann entlassenen Zoosporen, kann der Bestand flächig infiziert werden. Dies geschieht weitgehend unabhängig von Temperatur und Blattnässe. Daher müssen Flächen, auf denen Wasser stand schon kurz nach Feldaufgang (10 cm Wuchshöhe) behandelt werden. Bei einer Primärinfektion aus dem Pflanzgut wächst der Pilz systemisch im Stängel von der Mutterknolle nach oben. Daher ist es wichtig, die Wirkstoffe an den Stängelgrund zu bringen. Die systemischen Wirkstoffe Propamocarb und Cymoxanil verteilen sich sehr zügig nach oben, daher kann es schnell zu einer Verarmung an Wirkstoff am Stängelgrund kommen.

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Schwierige Struktur fördert Erwinia

In diesem Jahr gepflanzte Frühkartoffeln sind nicht immer unter idealen Strukturverhältnissen in den Boden gekommen. Dies führte oft zu einer verdichteten Schicht durch das Pflanzschar und somit unter dem Knollennest. In Kombination mit den intensiven Niederschlägen der vergangenen Tage kann es in diesem Bereich längere Zeit zu Übernässe kommen. Vor allem anfällige Sorten, wie beispielsweise Annabelle, bekommen unter diesen Bedingungen Probleme mit Erwinia. Selbst eine anfällige Sorte kann sich davor mit einer stabilen Schale schützen.
Neben Calcium und Bor, welches in der Regel über Excello gedüngt wurde, spielt dabei Kupfer eine wesentliche Rolle bei der Ausbildung einer stabilen Schale. Zur Schalenstabilität kann mit Kupferchelat in anfälligen Sorten gearbeitet werden
→ 1 l/ha Kupferchelat in Annabelle

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Aktuelle Situation – hoher Krautfäuledruck in Frühkartoffeln

In den Frühkartoffeln herrscht ein hoher Krautfäuledruck. Während niedrige Temperaturen die Keimung der Zoosporen verhindern, bieten warme Temperaturen und (Luft-) Feuchtigkeit gute Bedingungen für die Infektion. Aufgrund der Niederschläge und der zum Teil intensiven Frostberegnung im April konnten sich die Zoosporen der Krautfäule im Bodenwasser flächig verteilen. Mit den ansteigenden Temperaturen bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit kann die Primärinfektion daher flächig, nesterweise in Senken oder in unmittelbarer Nähe zu den Regnern erfolgen. Erste Anzeichen für die Krautfäule konnten schon in aufgedeckten Frühkartoffeln entdeckt werden.
Ob und wann es zur Primärinfektion kommt, hängt häufig auch von der Bodenstruktur ab. So treten Infektionen immer zuerst bei schlechter Struktur in feuchten Bereichen auf.

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Rückblick Kartoffelsaison 2023

Auch im Jahr 2023 haben wir die Folgen der Klimaveränderung eindrucksvoll erleben müssen. Die häufigen Niederschläge im April verzögerten das Pflanzen. Ein großer Teil der Kartoffeln wurde im Mai gepflanzt. Kartoffeln, die in der unbeständigen Phase gepflanzt wurden, litten unter schlechter Bodenstruktur, zu nassen Bedingungen und hatten durchweg Auflaufprobleme. Aber auch die oftmals intensiven Niederschläge unmittelbar nach dem Pflanzen beeinträchtigten die Bodenstruktur sehr stark. Im Juni lagen die Niederschläge deutschlandweit weit unter dem mehrjährigen Durchschnitt, bis auf einzelne lokal begrenzte Gewitterniederschläge.
In Kombination mit hohen Temperaturen und intensiver Einstrahlung war der Knollenansatz häufig schwach. Mit den (wieder-) einsetzenden Niederschlägen Mitte Juli und Anfang August stieg auch der Krankheitsdruck. Oftmals brachen erst in dieser Phase Primärinfektionen aus dem Pflanzgut aus.

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