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Besonderheiten im Anbau 2025 – Temperaturschwankungen reduzieren Keimruhe

Besonderheiten im Anbau 2025 – Temperaturschwankungen reduzieren Keimruhe

Die durchschnittliche Temperatur in der Saison 2025 war auf vielen Standorten niedriger als im Vorjahr. Auch die Bodentemperaturen lagen häufig unter Vorjahresniveau. Wesentlicher Unterschied zu 2024 war neben den trockenen und somit besseren Pflanzbedingungen auch der Verlauf der Temperatur in der Saison. Im Jahr 2025 waren die Schwankungen der Bodentemperatur deutlich stärker. Schon früh gab es hohe Temperaturen, vor allem in der Phase der Jugendentwicklung und des Knollenansatzes. Im Juni war es in vielen Regionen trocken und heiß. In dieser Phase haben die früh gepflanzten Bestände nur schwach Knollen angesetzt. Eine Bewässerung brachte hier höhere Knollenansätze und hielt die Bestände fit. Ohne die Bewässerung sind viele Bestände zu früh abgereift.
Später gepflanzte Bestände (Ende April/ Anfang Mai) hingegen konnten von den Niederschlägen und moderaten Temperaturen Ende Juli/ Anfang August profitieren und waren im Ertrag deutlich besser.

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Besonderheiten im Anbau 2025 – Temperaturschwankungen reduzieren Keimruhe

Hohe Keimbereitschaft von Speise- und Veredlungskartoffeln

Viele Parteien werden mit Maleinsäure behandelt, dabei stellt sich jedoch immer die Frage des Behandlungserfolges. In diesem Jahr waren die Bedingungen sehr gut für eine effektive Aufnahmen der Maleinsäure. Hohe Luftfeuchtigkeit => geöffnete Wachsschicht.

Selbst wenn ausreichend Wirkstoff in die Knollen eingelagert wurde, darf nach dem Einsatz der Maleinsäure nur unwesentlich später begast werden, da sich die Wirkmechanismen grundlegend unterscheiden.
Tabelle

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Besonderheiten im Anbau 2025 – Temperaturschwankungen reduzieren Keimruhe

Begasung und Backqualität

Bei der Produktion von Veredelungskartoffeln spielt der CO2-Gehalt eine große Rolle. Dieser muss durch ständigen Luftaustausch auf einem möglichst geringen Niveau gehalten werden.

Wer über ein CO2-Meßgerät verfügt, wird nach der Begasung einen schnellen Anstieg der CO2-Konzentration im Lager feststellen. Hier gilt es, den besten Kompromiss zwischen Wirkungssicherheit der Begasung und der Backfarbe des Produktes zu finden.

Aus diesem Grund müssen Sorten mit einer schlechten Backfarbe, welche für die Produktionsrichtung mit den höchsten Anforderungen (Chips) gelagert werden, bereits 24 h nach der Begasung belüftet werden. Sorten mit guten Backqualitäten, welche für die Pommes frites-Produktion gelagert werden, sollten erst nach 48 h belüftet werden.

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Besonderheiten im Anbau 2025 – Temperaturschwankungen reduzieren Keimruhe

Was beim Lagern in diesem Jahr besonders zu beachten ist!

Häufig findet man derzeit Braunfäule im Lager. Braunfäule wird durch P. Infestans, dem Erreger der Krautfäule, hervorgerufen. Wie der Name schon sagt, äußert sich die Braunfäule durch braune Flecken zwischen der Schale und dem Gefäßbündelring. Zunächst wird das Knolleninnere nicht befallen. Erst bei weiterem Fortschreiten der Fäulnis wird die gesamte Knolle befallen. Anders als bei der Fäulnis von unreifen Knollen, verbreitet sich die Braunfäule sehr rasant im Lager. Die Braunfäule verbreitet einen beißenden Geruch, ähnlich dem Ammoniak.
Die Fäulnis kann durch kühle Temperaturen und Trockenheit gestoppt werden, die Verbreitung des Erregers jedoch nicht. Das bedeutet, dass die Partie durch ein rasches Abkühlen zunächst gerettet werden kann.

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Lagerprobleme in früh gerodeten Partien

Lagerprobleme in früh gerodeten Partien

Viele Partien wurden in diesem Jahr bereits Ende August und Anfang September gerodet. In dieser Phase war es häufig zu warm und Partien sind mit Knollentemperaturen von 20°C und mehr eingelagert worden. Durch die Wärme konnten sich Fäulniserreger rasant ausbreiten.
In diesen Partien findet man aktuell häufig Fusarium-Fäule. Die Wundheilung wurde nach der Einlagerung oftmals durch fehlende Feuchtigkeit verhindert. Durch die häufig zu feuchte Bodenbearbeitung im Frühjahr war eine beschädigungsarme Ernte unter den trockenen Bedingungen bis Mitte September nicht möglich. Die Beschädigung stellt eine Eintrittspforte dar, die von einer durch die Wundheilung geschaffenen „Ersatzschale“ eingeschränkt worden wäre.
Häufig sind die Symptome nicht klar einem Erreger zuzuordnen, da es sich um Mischinfektionen aus Fusarium, Braunfäule oder bakteriellen Erregern handelt. Die Fäulnis kann durch kühle Temperaturen und Trockenheit gestoppt werden, die Verbreitung des Erregers jedoch nicht.
Das bedeutet, dass die Partie durch eine rasche Abkühlung zunächst gerettet werden kann. Da die Wundheilung

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Lagerprobleme in früh gerodeten Partien

Abtrocknung im Lager kontrollieren

Die Abtrocknung der erntefrischen Knollen sollte innerhalb der ersten 24-48 Stunden erfolgen. Anhaftendes Wasser sollte abgelüftet werden, da sich sonst eine Vielzahl von Erregern ausbreiten können. Die Abtrocknung sollte jedoch genau auf den Punkt ausgerichtet werden, an dem die Knollen abgetrocknet sind, d.h. das anhaftende Wasser abgelüftet ist. Wird über diesen Punkt hinaus gelüftet, diffundiert Wasser aus dem Inneren der Knolle an die Oberfläche der Knolle und verdampft dort. Erhöhter Schwund ist dann die Folge, Knollen werden welk, verlieren an Turgeszenz und ihre Speise- und Pflanzgutqualität vermindert sich.
Neben dem anhaftenden Wasser stellen die Beimenge und die faulen Kartoffeln eine Feuchtigkeitsquelle dar. Die anhaftende Erde kann auf bindigem Boden einen nennenswerten Anteil an Wasser enthalten. Dies führt zu einer geringeren Austrocknung während der Lagerphase, erhöht aber auch das Fäulnisrisiko bei zu geringer Lüftungsrate.
Während der Verdunstung von Wasser auf der Knollenoberfläche, von faulen Knollen oder von der anhaftenden Erde, entsteht Kälte. Diese Verdunstungskälte kann in spät und kalt gerodeten Partien

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Keimbereitschaft von Speise- und Veredlungskartoffeln

Die Bodentemperaturen im August und Anfang September lagen häufig über denen des Vorjahres. Trotzdem liegt die Temperatursumme in der Vegetation unter den Vorjahren, was zunächst eine ordentliche Keimruhe erwarten lässt. Zeitweise hohe Temperaturen im Damm und Trockenheit lassen die Knollen zügig altern.

Viele Parteien werden mit Maleinsäure behandelt, dabei stellt sich jedoch immer die Frage des Behandlungserfolges. In diesem Jahr waren die Bedingungen sehr gut für eine effektive Aufnahmen der Maleinsäure. Hohe Luftfeuchtigkeit => geöffnete Wachsschicht.

Selbst wenn ausreichend Wirkstoff in die Knollen eingelagert wurde, darf nach dem Einsatz der Maleinsäure nur unwesentlich später begast werden. Das sich die Wirkmechanismen Grundlegend unterscheiden.
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Lagerung – Was in diesem Jahr besonders zu beachten ist!

Die Bedingungen der vergangenen Wachstumsmonate waren nicht gerade positiv für den Lagerhalter. Durch die Feuchtigkeit kam es in allen Regionen zu einem Krautfäule-Befall. Dies kann zu einer Ausbreitung der Braunfäule führen.
Alle Lagerkrankheiten werden durch Beschädigungen während der Ernte und Einlagerung verbreitet. Aus diesem Grund muss besonders auf eine schonende Ernte geachtet werden. Die erste Maßnahme zur Reduktion von Beschädigungen ist eine ausreichend ausgereifte Schale.
Reifen Bestände ungleichmäßig ab, findet man vereinzelt grüne Pflanzen. Genau diese sind die potentiellen Fäulnisherde. Wird mit der Ernte nicht gewartet bis die letzten Knollen schalenfest sind, hat man ein großes Problem. Vor allem dann, wenn bereits Erwinia oder Braunfäuleknollen vorhanden sind.
Die Ausprägung der Schale dauert zwischen 2 und 4 Wochen, unter feuchten Bedingungen mit weniger Temperatur dauert die Ausbildung der Schale länger. Die langsame Ausbildung der

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Pflanzgut 2024: knapp, teuer und doch wichtigstes Produktionsmittel!

Die Pflanzgutqualität wird nicht nur durch die für die Zulassung als Z-Pflanzgut notwendigen Kriterien beschrieben. Es spielen vielmehr der Ernährungszustand der Pflanzknollen, eine Vielzahl von Krankheiten und das physiologische Alter eine entscheidende Rolle.
Das physiologische Alter
Das physiologische Alter einer Pflanzkartoffel wird im Wesentlichen von der Temperatursumme ab der Knollenbildung bestimmt. Je kühler es ab diesem Zeitpunkt war bzw. je kürzer der Zeitraum bis zur Pflanzung ist, desto geringer das physiologische Alter der Pflanzkartoffel. Insofern ist unser Pflanzgut für die Saison 2024 besser als im Vorjahr. Denn die Temperatursumme, die im Laufe der Saison 2023 auf das Pflanzgut für dieses Frühjahr einwirkte, liegt um ca. 100 °C-Tage unter der Summe der Saison 2022.

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