Kartoffel Info
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Was aktuell bei der Einlagerung der Kartoffeln zu beachten ist
Einlagern Die hohe Temperatursumme führt im Lager zu einem vorzeitigen Auskeimen. Die hohen Temperaturen in der Vegetation können durch eine kühlere Lagertemperatur teilweise wieder ausgeglichen...
Besonderheiten im Anbau 2026
Das Jahr 2026 reiht sich in die Rekordjahre 2003 und 2018 ein und übertrifft diese in vielen Fällen. Geprägt ist es von langanhaltender Dürre sowie von Hitzerekorden mit Temperaturen von bis zu 40 Grad und darüber. Viele Bestände litten bereits früh unter Hitze und...
Aktuelle Situation – reifende Bestände, Durchwuchs, Sikkation
Die hohe Temperatursumme des Jahres lässt viele Bestände vorzeitig in die Reife gehen. Ein natürlich reifender Bestand wird wesentlich schneller schalenfest als ein grüner Bestand, der durch die Sikkation dazu bewegt wurde, mit der Schalenbildung zu beginnen. Eine...
Hohe Beschädigungsempfindlichkeit trotz guter Nährstoffversorgung
Neben der Nährstoffversorgung mit Kalium, Calcium und Bor hat der Zelldruck einen entscheidenden Einfluss auf die Beschädigungsempfindlichkeit der Knollen. Der Zelldruck wird durch die Kaliummenge begrenzt, aber auch durch die Verfügbarkeit von Wasser. Wachsen die...
Entwicklung der Kartoffeln
Die Kartoffelbestände haben in den letzten Wochen sehr viel Temperatursumme erlebt. Aufgrund dessen sind viele Bestände jetzt deutlich weiter entwickelt als in anderen Jahren. Durch die hohen Temperaturen altert der Blattapparat schneller, dies führt zur früheren Abreife der Bestände.
Als Folge der höheren Temperaturen seit Anfang der Vegetation leidet in vielen Fällen die Wurzelentwicklung. Auch die Trockenheit reduziert das Wurzelwachstum, vor allem im unteren Bereich des Kartoffeldamms, der teilweise seit der Pflanzung nicht mehr durchfeuchtet war. Mit einer verringerten Wurzelleistung reduziert sich auch die Nährstoffaufnahme.
Warum werden viele Bestände aktuell hell?
Mit einer schwachen Wurzel wird weniger Phosphor und Zink aufgenommen. Phosphor wird für den Energiestoffwechsel der Pflanze benötigt, Zink wiederum zur Umverlagerung von Assimilaten aus dem Blatt in die Wurzeln/Knollen.
Aktuell fallen viele Bestände auf, die in den oberen Blattetagen hell werden. Dies ist aber kein Stickstoffmangel, dieser würde sich zuerst auf den unteren Blättern zeigen. Bei einem Farbvergleich der Blattetagen wird deutlich, dass die unteren Blätter deutlich dunkler sind.
Bestände aufpeppen
Durch die hohe Temperatursumme sind viele Bestände – hauptsächlich früh gepflanzte Bestände – aktuell schon sehr weit in der Entwicklung. In einigen Fällen geht der Blattapparat schon stark in die Abreife, wobei die Knollen potenziell noch 4 Wochen oder länger wachsen sollten. In dieser Situation muss, wie schon die gesamte Vegetation über, versucht werden, den Bestand möglichst jung und somit am Wachsen zu halten, mit der Hoffnung auf einen späten Zuwachs unter niedrigeren Temperaturen und Niederschlägen.
Damit der Blattapparat am Wachsen gehalten wird, müssen Cytokinine gefördert werden. Der Bestand muss möglichst grün gehalten werden. Dies gelingt am effektivsten durch die fungizide Wirkstoffklasse der Strobilurine. Dabei ist das Azoxystrobin im Ortiva mit einer stärkeren Cyt-Wirkung zu bewerten als das F500 im Signum. Auch ein P-haltiger Blattdünger fördert und hält den Energiestoffwechsel in der Pflanze aufrecht. Ebenso unterstützt ein Mangan indirekt die Cytokinine im Blatt.
Aktuelle Situation – Phosphat- und Kaliummangel bereiten 2026 große Probleme
Hohe Temperaturen lassen Bestände und Wurzeln schnell altern
Die deutschlandweit hohen Temperaturen Ende Juni haben zu einer enormen Alterung der Kartoffelbestände geführt. Vor allem Bestände, die in ihrer Entwicklung Mitte bis Ende der Blüte waren, haben stark unter der Hitze gelitten. Jüngere Bestände, die gerade im Reihenschluss waren, konnten die Hitze besser vertragen. Durch die hohen Bodentemperaturen haben auch die Wurzeln stark abgebaut. In den Beständen kann dies aktuell an einem reduzierten Anteil an Feinwurzeln beobachtet werden. In der Folge ist die Phosphataufnahme stark eingeschränkt. Dies fällt bei der Betrachtung aktueller Nährstoffanalysen auf.
Phosphor – Nachlieferungsprobleme unter trockenen Bedingungen
Die P-Versorgung in den Pflanzenanalysen war zu Beginn der Saison in den meisten Fällen in Ordnung. Die P-Versorgung korreliert stark mit der Jugendentwicklung und der Vitalität der Bestände. Mit einsetzender Trockenheit und steigenden Temperaturen fiel die P-Versorgung vieler Bestände schnell ab.
Einsatz von Maleinsäure
Auch die Maleinsäure hat wie die cymoxanilhaltigen Fungizide einen negativen log Pow-Wert, heißt die Wasserlöslichkeit ist deutlich höher als die Fettlöslichkeit. Dadurch, dass sich diese Wirkstoffe nicht in Fett lösen, dringen sie auch nicht in eine intakte Wachsschicht ein. Erst mit nachfolgend hoher Luftfeuchtigkeit kann die Wachsschicht aufquellen und diese nicht fettlöslichen Wirkstoffe können aufgenommen werden. Somit haben Applikationen auf eine starke Wachsschicht keine Wirkungsgrade, da der Wirkstoff auf der Wachsschicht bleibt und durch einen nachfolgenden Niederschlag abgewaschen werden kann.
Vor diesem Hintergrund sind die Anwendungsbedingungen der Hersteller nachvollziehbar: keine Anwendung über 25°C, keine Bewässerung innerhalb der nächsten 12-24 Stunden.
Die eingeschränkte Zellteilung durch die Maleinsäure hat nicht nur einen möglichen Minderertrag zur Folge. Durch die eingeschränkte Zellzahl können die angelegten Zellen auch soweit gestreckt werden, dass diese platzen und in der Folge Wachstumsrisse oder hohlherzige Kartoffeln entstehen können.
Kommt es nach der vielerorts ausgeprägten Trockenheit und Hitze aktuell zu besseren Wachstumsbedingungen, müssen diese zuerst ausgenutzt werden, damit sich der Bestand regenerieren kann.
Sikkation abhängig vom Stärkegehalt
In nahezu allen Blattnährstoffanalysen in diesem Jahr war Stickstoff gut bis zu hoch versorgt. Vor allem für eine frühe Verwertung reduziert eine hohe N-Konzentration die Stärkeeinlagerung und verzögert somit die Abreife.
Die Stärkegehalte variieren sehr stark in Abhängigkeit der Bestandesentwicklung und des Nachlieferungsvermögens. Deshalb sollte eine Stärkemessung unbedingt vor der geplanten Sikkation durchgeführt werden. Wurde mit der Stickstoffversorgung über das Ziel hinausgeschossen, sind die Bestände noch zu stark im Wuchs oder die Ansätze zu knapp. In diesen Fällen bietet es sich an, die Umverlagerung und somit die Stärkeeinlagerung zu beschleunigen. Damit die Assimilate aus dem Blattapparat in die Knollen verlagert werden, müssen in der Pflanze Auxine gefördert werden. Die Bildung von Auxinen im Blattapparat wird durch die Nährstoffe Bor und Zink unterstützt.
Aktuelle Situation
Die Krautfäule-Situation ist regional sehr unterschiedlich: von höchstem Infektionsdruck, aufgrund hoher Regenmengen mit übernassen Bedingungen, bis zu sehr trockenen Regionen mit sehr wenigen Niederschlägen imMai. Dennoch darf die Gefahr einer Primärinfektion in dieser Saison nicht unterschätzt werden. Oftmals ist Stängelphytophthora unter ungünstigen Bedingungen bereits ausgebrochen. Daher muss vor allem in spätgepflanzten Beständen die Erstbehandlung ab dem Berühren in der eigenen Reihe gesetzt werden. Spätestens zum Reihenschluss sollte dann ein systemischer Wirkstoff eingesetzt werden, denn die spät gepflanzten Bestände, die innerhalb weniger Tage ihre Jugendentwicklung durchlaufen, sind besonders gefährdet.
Blattapparat schon früh fördern und somit vital halten
Die gesamte Produktionstechnik muss, unabhängig von der Verwertungsrichtung, auf eine hohe Knollenanzahl ausgelegt sein. Neben der begrenzten Größe zur Vermarktungsfähigkeit im Speisekartoffelanbau muss in Zukunftauch in der Verarbeitung die Knollenanzahl größte Bedeutung zukommen.
Neben der Knollenanzahl war vor allem in den vergangenen Jahren die Vitalität und das physiologische Alter des Blattapparates ertragsbegrenzender Faktor.
In einigen Regionen blühen früh gepflanzte Bestände schon weit vor Reihenschluss. Die hohen Temperaturen Ende Mai haben das physiologische Alter dieser Bestände zusätzlich gefördert.
Hier müssen schon früh Maßnahmen ergriffen werden, um das physiologische Alter der Bestände zu reduzieren.
Maßnahmen zur Reduktion des physiologischen Alters
Eine Verringerung des physiologischen Alters wird durch alle Maßnahmen erreicht, die den Blattapparat grünenlassen. Dieser Greening-Effekt kann durch diverse Maßnahmen erreicht werden.
Die fungiziden Wirkstoffklassen der Strobilurine und Azole reduzieren die Synthese des Reifehormons Ethylen. Infolge dessen bleibt der Bestand jünger.
P-Blattdünger unterstützen den Energiestoffwechsel einer Pflanze.
Früher Blattlauszuflug in Vermehrungsbeständen
In den letzten Jahren hat sich die Virussituation in vielen Pflanzgutpartien und folglich auch in vielen Konsumbeständen deutlich verschärft. Gründe hierfür sind die wärmeren Winter mit einer Zunahme der Lebendüberwinterung der Blattläuse. Durch die wärmeren Winter stehen häufig auch mehr Ausfallkartoffeln in den Beständen. Diese dienen als Zwischenwirt.
Diese Situation trifft auf weniger zur Verfügung stehende insektizide Wirkstoffe und einen Wegfall der insektiziden Beize. Dies alles führt folglich zu einer Zunahme des Virus-Ausgangsbesatzes im Pflanzgut. Dadurch verschärft sich die Problematik im Vermehrungsaufbau.
Während in den vergangen Jahren überwiegend das Kartoffel Y-Virus (PVY) dominierend war, rückt das persistente Blattrollvirus (PLRV) immer mehr in den Vordergrund.
Das PVY wird von Blattläusen sehr schnell übertragen. Oft reicht bereits ein kurzer Probestich aus. Somit muss zur Virusreduktion die Laus vom Probestich abgehalten werden. Dies gelingt mit repellent (vertreibend) wirkenden Insektiziden, sodass die Laus den Bestand aufgrund des Geruches meidet.
Zikaden – Bekämpfungsstrategie
Nach den Erkenntnissen der letzten Jahre braucht es zur Bekämpfung der Zikaden im Kartoffelanbau eine integrierte Strategie aus mehreren Bausteinen. Ein Baustein darin ist aktuell der Einsatz von Insektiziden zur direkten Bekämpfung der Zikaden.
Mit der aktuellen Notfall-Zulassung besteht die Möglichkeit, die Insektizide mit der Indikation gegen die Schilfglasflügelzikade einzusetzen.
Dazu müssen jedoch einige Punkte beachtet werden.
Einsatz bei Flugbeginn
Die Nymphen der Schilfglasflügelzikaden schlüpfen aus dem Rüben/Kartoffelweizen auf warmen Standorten im Südwesten ab Ende Mai. Der Hauptzuflug findet dann temperaturabhängig statt. Dies war in den letzten Jahren Anfang bis Mitte Juni der Fall.
Die adulten Zikaden sind mit dem Erreger Arsenophonus schon beim Schlüpfen beladen. Somit muss die Bekämpfung erfolgen, wenn die ersten Tiere fliegen. Dazu muss zwingend der Flug bonitiert werden. Dies wird von vielen öffentlichen Warndiensten durchgeführt. Diese geben dann einen Warnaufruf, erst danach darf die erste Behandlung erfolgen. Um dies zu unterstützen, bzw
Geringer Krautfäuledruck in Frühkartoffeln, Primärinfektion nicht unterschätzen!
Durch das trockene Frühjahr konnte in vielen Regionen zeitig unter guten Bedingungen gepflanzt werden. Die Niederschläge der vergangenen Woche führen nur vereinzelt zu übernassen Bedingungen. Auch die Luftfeuchtigkeit lag in den letzten Wochen auf niedrigem Niveau. Entsprechend hält sich der Krautfäuledruck in Grenzen.
In den frühen Regionen sind nur vereinzelt Krautfäulesymptome an den prädestinierten Stellen zu finden. DasAuftreten einer Primärinfektion hängt häufig auch mit der Bodenstruktur zusammen, da die Infektion immer zuerstin Bereichen schlechter Struktur und damit in den feuchteren Bereichen auftritt. Interessanterweise sind Bio-Bestände in den Frühregionen immer weniger von Phytophthora befallen als konventionelle Bestände. Dies hängt mit der früheren Abnahme der Abdeckung aufgrund der mechanischen Unkrautbekämpfung, aber auch mit derBearbeitung im Bestand zusammen.
Erste Infektionen entstehen überwiegend durch infiziertes Pflanzgut oder durch zugeflogene Sporen, etwa voninfizierten Knollen aus beispielsweise Abfallhaufen oder von Durchwuchskartoffeln. In den seltensten Fällen erfolgt eine Primärinfektion durch bodenbürtige Dauersporen (Oosporen).
Bekämpfung von Ausfallkartoffeln
Ausfallkartoffeln in der Fruchtfolge gefährden den Kartoffelanbau. Schon eine Kartoffel pro Quadratmeter entspricht phytosanitär dem Anbau von Kartoffeln. Die Anbaupausen zwischen den Kartoffeln ist nur dann zielführend, wenn in Zwischenkulturen auch keine Kartoffel stehen, die evtl. sogar wieder Tochterknollen ansetzen.
Durch Ausfallkartoffeln in den Kulturen zwischen der Kartoffel entsteht vielerorts eine nahezu geschlossene Kartoffelfruchtfolge. Dadurch erhöht sich der Krankheitsdruck enorm, aber auch der Wurzeltiefgang der Kartoffeln reduziert sich. In der Folge sinkt die Ertragsleistung bedingt durch eine enge Kartoffelfruchtfolge.
Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass etwa 120.000 Knollen/ha nach der Ernte auf dem Feld verbleiben. Dies entspricht dem dreifachen der Auspflanzstärke, die auf dem Feld verbleibt. Das Hauptproblem dabei ist, dass 70% des Rodeverlusts unter der Erde vergraben sind (Heintges, 2016).
Auch die kleinsten Knollen sind dabei keimfähig und stellen dabei eine Ausfallkartoffel für das kommende Jahr dar.
Der Frost wäre die einfachste und günstigste Variante, die Ausfallkartoffel
Herbizidstrategie unter Wetterextremen und Wirkstoffwegfall
In der vergangenen Saison kam es im Frühjahr nach dem Pflanzen, vor dem Feldaufgang, häufig zu einer ausgeprägten Trockenheit. Dies ist ein Trend, der sich durch die Klimaveränderung abzeichnet, mit längeren Phasen konstant trockener Witterung und Phasen mit verstärktem Niederschlag. Dies muss zu einem Umdenken bei der Herbizidstrategie in Kartoffeln führen. Häufig haben die bewährten Herbizidstrategien unter trockenen Bedingungen nicht zufriedenstellend funktioniert. Die Nachauflaufbehandlungen hatten in der vergangenen Saison häufig nur eine mäßige Wirkung und führten aufgrund der kalten Nachttemperaturen zu massiven Herbizidschäden.
Trotz der Probleme der letzten Jahre, wie Nässe, Qualitätsmängel, Fäulnis und Krankheitsdruck, bleibt die Unkrautbekämpfung in Kartoffeln ein entscheidender Erfolgsfaktor. Sobald die Bedingungen für eine sichere Herbizidwirkung nicht passen und Unkräuter durchgehen, wird schnell klar, wie wichtig eine zuverlässige Herbizidstrategie ist.
Da in vielen Betrieben mit fertig aufgebautem Damm gepflanzt wird, sind mechanische Maßnahmen meist nur begrenzt möglich. Umso wichtiger ist es, die verfügbaren Wirkstoffe im
Rhizoctonia, Colletotrichum und Verticilium – Herausforderungen der nächsten Jahre
In der vergangenen Saison waren viele Kartoffelbestände mit Fußkrankheiten wie Rhizoctonia, Colletotrichum oder Verticillium-Welke befallen, deren Symptome oft nur schwer von Trocken- oder Hitzestress in den abreifenden Beständen zu unterscheiden sind.
Fußkrankheiten tragen zur vorzeitigen Abreife der Pflanzen bei, die mit starken Ertragseinbußen einhergehen. Des Weiteren führen Infektionen zu einer geringeren Knollenqualität. Colletotrichum kann Qualitätsprobleme im Lager verursachen. Diese fallen aktuell beider Auslagerung besonders negativ auf. In vielen Fällen wird Colletotrichum mit Silberschorf verwechselt, da die Unterscheidung nicht ganz einfach ist. Colletotrichum ist mit Sicherheit zu erkennen, wenn an der Silber glänzenden Schale schwarze Mikrosklerotien zu finden sind.
Colletotrichum
In den letzten Jahren hat der Befall mit Colletotrichum stark zugenommen. Fällt der Befall mit der natürlichen Abreife zusammen, wird er leicht übersehen. Tritt bereits zur Blüte ein erster Befall auf, brechen die Bestände regelrecht zusammen. Ein starker Ertragsrückgang sowie Qualitätsprobleme sind die Folge!
Die Symptome eines Befalls mit Colletotrichum werden oft
Drahtwurmbekämpfung
Die Ursachen für einen Drahtwurmbefall sind vielfältig. Nicht in jedem Jahr treten Schäden durch die Larve des Schnellkäfers auf. Die Larven werden im Boden von Wurzelausscheidungen in Form von CO2 angezogen. Primär fressen die Larven unter trockenen Bedingungen auf leichteren Standorten zuerst Pflanzenwurzeln und anschließend weitere Feuchtigkeitsquellen wie die Kartoffelknollen. In Jahren mit ausreichend und gleichmäßig verteilten Niederschlägen ist mit reduziertem Drahtwurmbesatz zu rechnen.
Die Befallshäufigkeit und das Ausmaß des Schadens variieren regional sehr stark. Vermehrt sind Drahtwurmschäden in Kartoffelfruchtfolgen mit intensivem Zwischenfruchtanbau zu beobachten. Dabei spielen vor allem Zwischenfrüchte mit einem hohen Anteil an Gräsern bzw. Ausfallgetreide oder Zwischenfrüchte, die lange stehen und stark verholzen, eine herausragende Rolle. Durch den nahezu dauerhaften Bewuchs wird kontinuierlich Lockstoff für die Larven angeboten, welche sich infolgedessen ungehindert vermehren können.
Steht nach einer Getreidevorfrucht anschließend Ausfallgetreide, womöglich noch in der Zwischenfrucht, ist das Überleben der Larven gesichert. Eine effektive Maßnahme die Larven
Wie viel Stickstoff braucht die Kartoffel?
In der Saison 2025 zeigte sich häufig, dass bestehende Systeme nicht immer funktionierten. Mit derselben Düngestrategie konnten in den Vorjahren gute Qualitäten erzielt werden, doch in der vergangenen Saison gelang dies in vielen Fällen nicht.
Ursache hierfür war die Witterung im Juli 2025. Deutlich geringere Einstrahlung sowie häufige, teils intensive Niederschläge zur Monatswende Juli/August führten zu Qualitätsproblemen.
Durch die günstigen Pflanzbedingungen im trockenen Frühjahr 2025 befand sich die Bodenstruktur meist in einem gutenZustand. Darauf folgte eine zügige Jugendentwicklung im warmen und teilweise trockenen Juni. Infolge der Niederschläge imJuli kam es anschließend zu einer starken Nachlieferung von Nährstoffen aus dem Boden.
Damit Nährstoffe in der Pflanze eingebaut und umgewandelt werden können, muss sie wachsen. Dafür benötigt sie Sonnenlicht, um Photosynthese betreiben zu können.
Aufgrund der geringen Einstrahlung im Juli war dies jedoch häufig nicht möglich.
Phosphor-Versorgung sicherstellen
Grundsätzlich ist das P-Aneignungsvermögen der Kartoffel im Vergleich zu vielen Winterungen gut. Die Kartoffel wächst überwiegend bei warmen Bodentemperaturen, wodurch die P-Aufnahme begünstigt wird.
In der vergangenen Saison kam es bedingt durch die guten Pflanzbedingungen zu einer guten P-Aufnahme in der Jugendentwicklung. In der weiteren Entwicklung war ab Juli häufig ein zügiger Abfall der P-Versorgung festzustellen. Grund hierfür war neben der Trockenheit auch die gedüngte P-Menge oder in vielen Fällen deren Positionierung. Somit war der ertragsbegrenzende Faktor der Kartoffelproduktion in der Vergangenheit in vielen Fällen das Phosphat.
Wieso kommt es zu geringen P-Aufnahmen?
kühle Witterung in der Jugendentwicklung
schlechte Bodenstruktur
pH-Wert zu hoch
Position des P-Düngers (band, breit oder vor dem Pflug)
Wie kann die Verfügbarkeit gesteigert werden?
Bodenstruktur !!
punktuell saure Düngung (SSA breitflächig)
ein Teil des Phosphats im Band düngen
Ammoniumphosphat (DAP/MAP) bevorzugen
wo möglich, den P-Dünger
