Kartoffel Info

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Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Qualitätsprobleme erschweren zunehmend die Kartoffelvermarktung. Im Speisekartoffelbereich leidet zunehmend die Optik. Drahtwürmer, Rhizoctonia, Schorf, Fusarium etc. waren in allen Anbauregionen verstärkt vorhanden. Dies führt nun zu hohen zweistelligen Abzügen und endet nicht selten darin, dass die Partien nicht als Speisekartoffeln vermarktet werden können.
In der Verarbeitung häufen sich schwache Unterwassergewichte und/oder schlechte Backfarben. Gründe sind die vorzeitige Abreife früh gepflanzter Bestände, oder eine zu hohe N-Konzentration in den Knollen aufgrund starker Nachlieferung durch die Niederschläge Anfang August. Trifft diese hohe N-Versorgung dann auf eine schwache K-Konzentration, wie in diesem Jahr häufig festgestellt wurde, kommt es zu nicht vermarktungsfähigen Qualitäten.
Ein entscheidender Nährstoff, der in der Praxis immer mit Bestandesvitalität und somit Ertrags- und Qualitätseffekten korreliert, ist das Phosphat.

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Grundnährstoffversorgung als Schlüssel für die Knollenqualität

Knappe Kaliumversorgung bewahrheitet sich in den Knollenproben

Die in den Blattanalysen gemessenen knappen Kaliumgehalte sind aktuell häufig auch in den Knollen zu finden. Die Kalium-Knollenkonzentration sollte bei mindestens 1,8 % TS liegen. Für eine gute Lagerqualität sollte der Wert bei 2 % oder darüber liegen. Werden diese Werte in der Knolle nicht erreicht, ist mit verstärkten Qualitätsproblemen zu rechnen. Die Beschädigungsempfindlichkeit der Knollen sowie die Neigung zu Schwarz-/Blaufleckigkeit sind erhöht. Die Backfarben im Verarbeitungsbereich sind schlechter, die Lagerverluste höher und die Fäulnisgefahr steigt. Diese Probleme werden verstärkt, wenn zu einer schwachen Kaliumversorgung eine hohe Stickstoffversorgung kommt. Die N-Konzentration in den Knollen sollte bei 1,2 %/TS oder darunter liegen. Häufig sind vor allem in kritischen Partien Konzentrationen von 1,4 %/TS oder höher zu messen.
Knollenanalysen von eingelagerten Kartoffeln geben einen Rückschluss darauf, wie die einzelnen Partien gelagert und im Anschluss vermarktet werden sollten.

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Kalium-Mangel – 2025 ein großes Problem

Der bereits im letzten Info beschriebene Kalium-Mangel ist dieses Jahr flächendeckend zu finden. Schwache Kaliumaufnahmen lassen sich dabei auch trotz (rechnerisch) ausreichend gedüngten Mengen feststellen. Dies hat mehrere Ursachen. Der häufig trockene Unterboden, die oft schwach ausgebildete Wurzel und – je nach Standort – hohe Calciumwerte blockieren die Kaliumaufnahmen. Nachdüngungen mit Kalium schlagen in diesem Jahr auch auf bereits vorher gut gedüngten Flächen gut an. Die Kaliumnachdüngung über den Boden kann noch durchgeführt werden, solange der Bestand aktiv wächst und weiße/junge Wurzeln hat. Dies kann bei spät gepflanzten Beständen auch noch bis in den August hinein sein.
Nach einer bereits erfolgten Kaliumdüngung kann mit einer Mindestmenge von 150 kg/ha Kornkali nachgedüngt werden.

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Aktuelle Situation – trockener Unterboden reduziert die Nährstoffverfügbarkeit

In den Analysen sind auch häufig Mikronähr-
stoffe knapp. Die Pflanzen sind schwach ver-
sorgt mit Bor, Kupfer, Zink und vereinzelt Man-
gan. Die fehlenden Nährstoffe können teilweise
durch eine gezielte Blattdüngung ergänzt wer-
den. Dazu muss jedoch bekannt sein, welcher
der Nährstoffe im Mangel ist. Daher ist eine ei-
gene Blattnährstoffanalyse unabdingbar. Damit
wird die Nährstoffeffizienz und in der Folge der
Ertrag aber vor allem die Knollenqualität abge-
sichert.

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Phosphor – Steigerung der Effizienz

Grundsätzlich ist das P-Aneignungsvermögen der Kartoffel im Vergleich zu vielen Winterungen gut. Die Kartoffel wächst überwiegend bei warmen Bodentemperaturen, wodurch die P-Aufnahme begünstigt wird.
Allerdings war das vergangene Frühjahr zu Beginn deutschlandweit kühl, sodass die Vegetation auch im Mai oft nur zögerlich in Gang kam und auch viele Kartoffelbestände eine verzögerte Jugendentwicklung hatten. In Kombination mit den teilweise intensiven Niederschlägen kam es regelmäßig zu Versorgungsengpässen bei der P-Aufnahme. Somit war der ertragsbegrenzende Faktor der Kartoffelproduktion in der Vergangenheit in vielen Fällen das Phosphat.

Wieso kommt es zu geringer P-Aufnahme?

• Kühle Witterung in der Jugendentwicklung

• Schlechte Bodenstruktur

• pH-Wert zu hoch

• Position des P-Düngers (band, breit oder vor dem Pflug)

Wie kann die Verfügbarkeit gesteigert werden?

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Grundnährstoffversorgung

Bei kaum einer Kultur sind die Auswirkungen einer unzureichenden Grundnährstoffversorgung so gravierend, wie dies bei der Kartoffel der Fall ist. Neben dem Ertragseinfluss spielt bei der Kartoffel insbesondere der qualitative Einfluss der Grundnährstoffversorgung eine entscheidende Rolle. Aufgrund ohnehin zunehmender Herausforderungen bei der Erzeugung qualitativ hochwertiger Kartoffeln, darf kein zusätzliches Problem in der Produktion durch ein Nährstoffdefizit entstehen.
Viele Nährelemente, wie das Kalium und das Magnesium, werden linear zum Trockensubstanzertrag aufgenommen. Hingegen kann der Phosphor- und Stickstoffgehalt in den Knollen ohne Ertragsverluste mit zunehmendem TS-Gehalt abnehmen. Somit flacht die Phosphor- und Stickstoffentzugskurve mit steigendem Trockensubstanzertrag ab. Rein aus dieser Tatsache wirkt sich vor allem die Stickstoffversorgung in den wenigsten Fällen ertragsbegrenzend aus. Die Kalium- und Magnesiumversorgung dagegen häufig. Bei Phosphor kommt es weniger auf die absolut gedüngte Menge an, vielmehr auf die Effizienz der eingesetzten Nährstoffmenge.

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Angepasste Produktionstechnik für den natürlichen reifenden Bestand

Angepasste Produktionstechnik für den natürlichen reifenden Bestand

Wenn die Bestände regelmäßig zum Zeitpunkt der geplanten Sikkation satt grün im Wuchs stehen und noch keine Anzeichen der Reife haben, muss die Produktionstechnik im Kartoffelanbau ohnehin hinterfragt werden.
Was muss sich in der Produktionstechnik ändern?
Engere Pflanzabstände: Die Knollengröße darf zukünftig nicht mehr Grund der Sikkation sein. Dementsprechend muss die Knollendichte erhöht werden. Ein erster Ansatzpunkt dafür ist der Pflanzabstand. Je enger gepflanzt wird, desto mehr Tochterknollen stehen hinterher pro Quadratmeter (leider nicht immer linear).
Angepasste Pflanzgutgröße: Im Vergleich zu kleineren Sortierungen werden mit Fraktionen von 45/55 mm höhere Knollendichten erreicht. Somit sollten schwach ansetzende Sorten eher in einer größer gebrochenen Sortierung gepflanzt werden. Wenn dies betrieblich umsetzbar ist, können durchaus auch Parteien > 55 mm gepflanzt werden. In Bezug auf Knollenansatz und Triebkraft ist dies eine sehr gute Alternative.
Optimales physiologisches Alter/ optimale Nährstoffversorgung: Die

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Hohe Ansätze durch einen vitalen Blattapparat absichern

Überregional sind in den Beständen hohe bis sehr hohe Ansätze zu finden.

Bei der aktuellen Betrachtung von Kartoffelbeständen muss das Verhältnis von Knollenansatz zu Blattapparat und somit das Wachstumspotential des Bestandes abgeschätzt werden.

Sind im Verhältnis zum Blattapparat viele Knollen angelegt und neigt die Sorte eher zu einer vorzeitigen Abreife bevor das Ertragspotential ausgeschöpft ist, müssen alle Maßnahmen ergriffen werden, um den Bestand möglichst lange am wachsen zu halten.

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Mit einer Nachdüngung auch späte Bestände schneller machen

Durch die Nachdüngung der Nährstoffe über den Boden wird die Wurzel dazu angeregt, neue Verzweigungen zu bilden. In den frisch gebildeten Wurzelspitzen entstehen Cytokinine, die von der Wurzel aus ins Blatt transportiert werden. Dort bewirken sie neuen Blattzuwachs....

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