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Unkrautbekämpfung unter trockenen Bedingungen

Unkrautbekämpfung unter trockenen Bedingungen

Die vergangenen beiden Jahre waren im Frühjahr häufig zu nass, sodass sich die Pflanzung sogar bis in den Juni hineinzog. Vorteil der Niederschläge im Frühjahr war die dadurch gute Herbizidwirkung. In dieser Saison finden wir jedoch deutschlandweit eine komplett andere Ausgangssituation. Die ausgeprägte Trockenheit der letzten Wochen und die geringe Niederschlagswahrscheinlichkeit der nächsten Tage machen die Herbizidanwendung in diesem Jahr zur Herausforderung.
Nach den diversen Problemen der letzten Jahre mit Nässe, Qualitätsproblemen, schlechten Backfarben, Fäulnis und diversen Krankheiten sollte man meinen, dass die Unkrautbekämpfung in Kartoffeln nicht unser größtes Problem ist. Wenn dann jedoch die Bedingungen zur Herbizidanwendung nicht passen, Unkräuter durchgehen und im Nachauflauf nachbehandelt werden müssen, wird schnell wieder die Bedeutung der Herbizid-Vorauflaufbehandlung deutlich.

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Unkrautbekämpfung unter trockenen Bedingungen

Hirsenbekämpfung

Alles kein Problem, würde man meinen! Denn in breitblättrigen Kulturen zugelassene FOP-/DIM-Mittel sind auch in der Kartoffel im NA zugelassen. Jedoch greifen alle diese Gräsermittel die Wachsschicht der Kartoffel mehr oder weniger stark an. Am wenigsten dabei u.E. das Focus Ultra, was sich dann mit den Erfahrungen in den Rüben deckt.
Die Kartoffel ist aber äußerst empfindlich, was eine Beeinträchtigung der Wachsschichtfunktion betrifft, v.a. bei Trockenheit und/oder hohen Temperaturen. Nicht selten hat es den Anschein, dass nach FOP-/DIM-Einsätzen hinterher Alternaria schneller und früher kommt.
Deshalb raten wir bei der Hirse nach Möglichkeit zum Cato-Einsatz. Cato wird bei hohen Temperaturen (nachts > 10 °C, tags > 20 °C) von der Kartoffel sehr schnell abgebaut und ist, bei diesen Bedingungen eingesetzt, recht verträglich.
Allerdings sollte die Bekämpfung bis zum 5-Blattstadium der Hirse (1. Nebentrieb kommt) abgeschlossen sein.

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Unkrautbekämpfung in der Kartoffel

Unkrautbekämpfung in der Kartoffel

Aktuelle Situation
Der feuchte Unterboden und die häufigen Niederschläge in den letzten Wochen verzögern das Pflanzen deutschlandweit. Einige Flächen sind noch gar nicht befahrbar. Typische nasse Stellen, die über die trockenen Jahre in Vergessenheit gerieten, wurden wieder sichtbar. Dazu kommen Schadverdichtungen in tieferen Bodenschichten, die im letzten Sommer bei der Ernte bzw. über den nassen Herbst entstanden sind. Diese müssen theoretisch beseitigt werden. Praktisch wird dies jedoch auf einigen Standorten nur im trockenen Sommer möglich sein. Daher ist es ratsam, sich die verdichteten Teilbereiche zu notieren, um diese im Sommer unter trockenen Bedingungen evtl. auch unter Krumentiefe zu lockern. Wie tief die Verdichtungen reichen bzw. wie tief gearbeitet werden muss, gilt es vorher zu prüfen.
Unkrautbekämpfung in Kartoffel
Nach den letzten Jahren mit Hitze, Trockenheit, Nässe, Qualitätsproblemen, Lagerruhe und diversen Krankheiten sollte man meinen, dass die Unkrautbekämpfung in Kartoffeln nicht unser größtes Problem ist.

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Unkrautbekämpfung in der Kartoffel

Die wichtigsten Leitunkräuter im Kartoffelanbau

Windenknöterich
keimt aus tieferen Bodenschichten von mindestens 3 – 4 cm,
verstärkter Auflauf nach tiefgehenden Frösten im Winter,
reagiert eher empfindlich auf verschlämmte Bodenoberflächen,
bevorzugt gare, gut durchlüftete und dann an der Oberfläche gut und schnell abtrocknende Böden,
meist homogener, dann aber massenhafter Auflauf in engem Zeitfenster,
Keimung bei Bodentemperaturen über 18 °C deutlich verringert, also typisches Unkraut der ersten Unkrautwellen, kein spät auflaufendes Unkraut.
Bekämpfung
Wegen größerer Keimtiefen haben Bodenherbizide, die v.a. über die Wurzel aufgenommen werden (z.B. Metribuzin), wenig Wirkung.
Windenknöterich reagiert auch wenig empfindlich auf Photosynthese-, Chlorophyllsynthese- und Carotinoidsynthesehemmer, wenn nur einer dieser Mechanismen eingesetzt wird.

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