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Aktuelle Situation – reifende Bestände, Durchwuchs, Sikkation

Aktuelle Situation – reifende Bestände, Durchwuchs, Sikkation

Die hohe Temperatursumme des Jahres lässt viele Bestände vorzeitig in die Reife gehen. Ein natürlich reifender Bestand wird wesentlich schneller schalenfest als ein grüner Bestand, der durch die Sikkation dazu bewegt wurde, mit der Schalenbildung zu beginnen. Eine...

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Aktuelle Situation – reifende Bestände, Durchwuchs, Sikkation

Aktuelle Situation

Die Krautfäule-Situation ist regional sehr unterschiedlich: von höchstem Infektionsdruck, aufgrund hoher Regenmengen mit übernassen Bedingungen, bis zu sehr trockenen Regionen mit sehr wenigen Niederschlägen imMai. Dennoch darf die Gefahr einer Primärinfektion in dieser Saison nicht unterschätzt werden. Oftmals ist Stängelphytophthora unter ungünstigen Bedingungen bereits ausgebrochen. Daher muss vor allem in spätgepflanzten Beständen die Erstbehandlung ab dem Berühren in der eigenen Reihe gesetzt werden. Spätestens zum Reihenschluss sollte dann ein systemischer Wirkstoff eingesetzt werden, denn die spät gepflanzten Bestände, die innerhalb weniger Tage ihre Jugendentwicklung durchlaufen, sind besonders gefährdet.

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Aktuelle Situation – reifende Bestände, Durchwuchs, Sikkation

Geringer Krautfäuledruck in Frühkartoffeln, Primärinfektion nicht unterschätzen!

Durch das trockene Frühjahr konnte in vielen Regionen zeitig unter guten Bedingungen gepflanzt werden. Die Niederschläge der vergangenen Woche führen nur vereinzelt zu übernassen Bedingungen. Auch die Luftfeuchtigkeit lag in den letzten Wochen auf niedrigem Niveau. Entsprechend hält sich der Krautfäuledruck in Grenzen.

In den frühen Regionen sind nur vereinzelt Krautfäulesymptome an den prädestinierten Stellen zu finden. DasAuftreten einer Primärinfektion hängt häufig auch mit der Bodenstruktur zusammen, da die Infektion immer zuerstin Bereichen schlechter Struktur und damit in den feuchteren Bereichen auftritt. Interessanterweise sind Bio-Bestände in den Frühregionen immer weniger von Phytophthora befallen als konventionelle Bestände. Dies hängt mit der früheren Abnahme der Abdeckung aufgrund der mechanischen Unkrautbekämpfung, aber auch mit derBearbeitung im Bestand zusammen.

Erste Infektionen entstehen überwiegend durch infiziertes Pflanzgut oder durch zugeflogene Sporen, etwa voninfizierten Knollen aus beispielsweise Abfallhaufen oder von Durchwuchskartoffeln. In den seltensten Fällen erfolgt eine Primärinfektion durch bodenbürtige Dauersporen (Oosporen).

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Aktuelle Situation – Stärkegehalte differenzieren sehr stark

Aktuelle Situation – Stärkegehalte differenzieren sehr stark

Viele Bestände mussten bis Mitte Juli mit wenigen Niederschlägen wachsen und haben in dieser Phase auch schon reichlich Stärke eingelagert. Früh (bis Mitte April) gepflanzte Partien hatten zu dieser Zeit schon Ertrag gebildet und waren physiologisch alt. Diese Bestände konnten von den Ende Juli einsetzenden Niederschlägen nicht mehr profitieren.
Ganz anders sieht es bei späteren Beständen, die zur Monatswende April/Mai gepflanzt wurden, aus. Diese konnten die Niederschläge voll ausnutzen und haben aufgrund des Verdünnungseffektes im ersten Moment Trockensubstanz verloren.
Mit den anschließend guten Wachstumsbedingungen konnten gesunde Bestände wieder Stärke einlagern und effektiv zuwachsen. Das sind Bestände, die jetzt noch wachsen können und unter Umständen sogar gebremst werden müssen.
Eine komplett andere Situation war bei zuvor bereits fußkranken Beständen zu sehen.

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Aktuelle Situation – Stärkegehalte differenzieren sehr stark

Zunehmender Phytophthora-Druck – Wirkungsdauer nicht überschätzen

Mit lokal intensiven Niederschlägen kann es auch in der aktuellen Phase noch zum Ausbruch einer Primärinfektion aus dem Pflanzgut kommen. Daher muss nach hohen Niederschlagsmengen (> 30 – 40 mm) und kurzzeitig zu nassen Bedingungen mit systemischen Produkten (Propamocarb/Cymoxanil) eine mögliche systemische Ausbreitung unterbunden werden.
Tabelle

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Aktuelle Situation – Stärkegehalte differenzieren sehr stark

Alternaria-Bekämpfung nicht vernachlässigen

Mit steigenden Temperaturen und hoher Einstrahlung darf die Bekämpfung der Alternaria nicht außer Augen gelassen werden. Vor allem auf beschädigtem Gewebe, aufgrund von Nährstoffmangel, gestoppten KF-Infektionen oder auf vom Propamocarb oder Ranmann verbranntem Gewebe kann sich in der Folge Alternaria setzen.
Das Problem der (teil-)systemischen Wirkstoffe ist, dass sie nicht in verbranntes oder beschädigtes Gewebe gelangen. Setzt sich die Alternaria auf ein Blatt mit ausgetrockneter Krautfäule, kann sie trotz Spezialpräparat immer weiter sporulieren und beschädigte Stellen auch infizieren.
Die Wirkstoffe Fluxapyroxad und Fluopyram gehören wie auch das Boscalid zur Wirkstoffklasse der Carboxamide. Als (teil-)systemischer Wirkstoff liegt dessen Stärke vor allem in der Dauerwirkung. Da sich der Wirkstoff sehr langsam in der Pflanze verteilt, muss er früh in der Alternaria-Strategie eingesetzt werden.

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Phytophthora-Druck auf geringem Niveau – Primärinfektionen nicht unterschätzen!

Der Infektionsdruck hält sich aufgrund der trockenen und strahlungsreichen Bedingungen in allen Regionen in Grenzen. Die überwiegend guten Bedingungen zur Bodenbearbeitung und Pflanzung reduzieren zudem das Risiko einer Primärinfektion. Dennoch darf dieses Risiko nicht ganz ausgeschlossen werden. In den vergangenen Jahren gab es häufig auch später in der Saison durch verstärkte Niederschläge im Juli eine systemische Infektion aus der Mutterknolle. Dieses Risiko haben alle Pflanzgutpartien aus der vergangenen Saison mit überregional hohem Phytophthora-Druck. Bei einer Infektion über den Boden wächst der Pilz systemisch im Stängel nach oben. Um diese Infektion zu stoppen, sind in jedem Fall systemische oder zumindest teilsystemische Wirkstoffe notwendig.
→ Beschreibung der Wirkstoffe siehe K-Info 04/2025
Der Fungizid Spritzstart kann entweder beim Berühren in der eigenen Reihe mit 1 l/ha Vojager erfolgen oder bei geringem Infektionsdruck kurz vor Reihenschluss, dann aber in Kombination mit dem schnellen Curzate 60 WG.

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Aktuelle Situation – Stärkegehalte differenzieren sehr stark

Geringer Krautfäuledruck in Frühkartoffeln, Primärinfektionen nicht unterschätzen!

Das aktuelle Frühjahr unterscheidet sich grundlegend von den beiden Vorjahren. Durch das trockene Frühjahr konnte in vielen Regionen zeitig unter guten Bedingungen gepflanzt werden. Die Niederschläge der vergangenen Wochen führten jedoch nirgends zu übernassen Bedingungen. Auch die Luftfeuchtigkeit liegt auf niedrigem Niveau. Entsprechend hält sich der Krautfäuledruck in Grenzen.
In den frühen Regionen sind nur vereinzelt Krautfäulesymptome an den prädestinierten Stellen zu finden. Das Auftreten einer Primärinfektion hängt häufig auch mit der Bodenstruktur zusammen. So tritt die Infektion immer zuerst in Bereichen schlechter Struktur und damit in den feuchteren Bereichen auf. Interessanterweise sind Bio-Bestände in den Frühregionen immer weniger von Phythophthora befallen als konventionelle Bestände. Dies hängt mit der früheren Abnahme der Abdeckung aufgrund der mechanischen Unkrautbekämpfung, aber auch mit der Bearbeitung im Bestand zusammen.
Erste Infektionen entstehen überwiegend durch infiziertes Pflanzgut oder durch zugeflogene Sporen, von infizierten Knollen bspw. aus Abfallhaufen oder von Durchwuchskartoffeln.

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Viele spät gepflanzte Bestände legen aktuell noch deutlich an Blattmasse zu und müssen deshalb im engen Abstand weiter geschützt werden. Hier gilt nach wie vor ein Behandlungsabstand von 4 Tagen, wenn zuvor schnelle Wirkstoffe (Cymoxanil) zum Einsatz kamen, und nach langsameren Wirkstoffen (Dimethomorph, Mandipropamid) von 6 bis 7 Tagen.

Nach einem schnellen Wirkstoff oder einer Stoppspritzung darf auch kein Zorvec solo zum Einsatz kommen. Anderenfalls kann trotz der Vorlage Phytophthora nicht verhindert werden.

In der Praxis waren die stärksten Infektionen zu beobachten, wenn Zorvec solo mit einem Abstand von mehr als 3 Tagen nach einem Infinito eingesetzt wurde.

Aber auch bei Beständen, die keinen Blattzuwachs mehr haben, muss aufgrund des anhaltend hohen Drucks bis zum Schluss teilsystemisch + sporenabtötend weiter behandelt werden.

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Bestände bis zum Schluss gesund erhalten

Hauptthema des Jahres war und ist nach wie vor die Krautfäule. Auf gestoppten Phytophthora-Infektionen setzt sich als Folgeinfektion häufig Alternaria. Daher kommt der Alternaria-Prävention nach einer gestoppten Phytophthora-Infektion höchste Bedeutung zu. Daneben begrenzen diverse andere Krankheiten die Entwicklungszeit in späten Beständen. Bedingt durch die andauernde hohe Feuchtigkeit in den Beständen ist in diesem Jahr häufig Botrytis zu finden.
Botrytis
In dichten Beständen sind in den unteren Blattetagen häufiger Botrytis-Infektionen zu entdecken. Alternde, verletzte oder bereits abgestorbene Blätter werden dabei bevorzugt befallen. Durch den Lichtmangel im unteren Bereich reduziert sich der Chlorophyllgehalt der Blätter und dadurch werden diese anfälliger für eine Infektion. Auch nach einem Hagelschlag oder nach einem Sturm kommt es regelmäßig zu einem Befall.
Sporen der Botrytis überwintern auf Ernterückständen, oder bilden Sklerotien, welche unter feuchten Bedingungen auskeimen

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Einsatz von Maleinsäuren

Auch die Maleinsäure hat wie die cymoxanilhaltigen Fungizide einen negativen log-Pow-Wert, heißt die Wasserlöslichkeit ist deutlich höher als die Fettlöslichkeit. Dadurch, dass sich diese Wirkstoffe nicht in Fett lösen, dringen diese auch nicht in eine intakte Wachsschicht ein.
Erst mit nachfolgend hoher Luftfeuchtigkeit kann die Wachsschicht aufquellen und somit können diese nicht fettlöslichen Wirkstoffe aufgenommen werden. Somit haben Applikationen auf eine starke Wachsschicht keine Wirkungsgrade, da der Wirkstoff auf der Wachsschicht bleibt und durch einen nachfolgenden Niederschlag abgewaschen werden kann.
Vor diesem Hintergrund sind die Anwendungsbedingungen der Hersteller nachvollziehbar: keine Anwendung über 25 °C, keine Bewässerung innerhalb der nächsten 12-24 h.
Die eingeschränkte Zellteilung durch die Maleinsäure hat nicht nur einen möglichen Minderertrag zur Folge. Durch die eingeschränkte Zellzahl können die angelegten Zellen auch soweit gestreckt werden, dass diese

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Hohe Ansätze durch einen vitalen Blattapparat absichern

Überregional sind in den Beständen hohe bis sehr hohe Ansätze zu finden.

Bei der aktuellen Betrachtung von Kartoffelbeständen muss das Verhältnis von Knollenansatz zu Blattapparat und somit das Wachstumspotential des Bestandes abgeschätzt werden.

Sind im Verhältnis zum Blattapparat viele Knollen angelegt und neigt die Sorte eher zu einer vorzeitigen Abreife bevor das Ertragspotential ausgeschöpft ist, müssen alle Maßnahmen ergriffen werden, um den Bestand möglichst lange am wachsen zu halten.

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Aktuelle Situation – Überregionale Ausbreitung der Krautfäule

Deutlich verspätet sind nun die meisten Kartoffeln in Deutschland im Boden. Auch die Krautfäule hat mittlerweile alle Regionen erreicht, in den meisten Fällen ausgehend von einer Primärinfektion aus dem Pflanzgut. Mittlerweile hat aber auch der Anteil der Sekundärinfektionen durch sporulierende Bestände zugenommen. In einigen Regionen haben selbst Ausfallkartoffeln im Mais oder in der Zuckerrübe sporulierende Infektionen.
Der Spritzstart in spät gepflanzten Beständen muss in Abhängigkeit der lokalen Infektionsbedingungen gesetzt werden (siehe Info 05/24). Bei hohem Infektionsdruck in der Region im Zweifel auch schon in Beständen, welche sich in der Reihe noch nicht berühren. (10-15 cm Wuchshöhe).
Sitzt der Spritzstart, stellt der Abstand zu den Anschlussbehandlungen die kritische Phase dar. Im wachsenden Bestand wird in 4 Tagen ein neues Fiederblatt gebildet.

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

2024 – Ideales Kartoffelwetter?

Das Wetter der letzten Wochen mit häufigen Niederschlägen führte zu einer oftmals rasanten Entwicklung der Bestände, sodass wie beschrieben die Krautfäule-Bekämpfung in diesem Jahr oberste Priorität hat. Die strahlungsarme Witterung führt zudem zu einem hohen Ansatz in allen Partien. Allerdings führt die geringe Einstrahlung auch zu einer reduzierten Zellteilung, sowohl im Blattapparat als auch in den angelegten Knollen. In der Blattmasse führt diese reduzierte Zellteilung zu weniger, dafür sehr lang gestreckten Zellen, diese wiederum sind durch ihre dünne Zellwand anfälliger für beispielsweise Phytophthora-Sporen.
Zellen können sich nur bis zu einem gewissen Maß strecken. Somit führt eine geringe Anzahl an Zellen in den Knollen häufig zu Wachstumsrissen. Dies fällt aktuell bei einigen Partien Frühkartoffeln auf.
Um in der Pflanze die Zellteilung anzuregen, müssen Cytokinine gefördert werden.

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Aktuelle Situation – Niederschläge begünstigen Primärinfektion aus dem Pflanzgut

Durch die flächendeckenden Niederschläge der letzten Woche steigt das Risiko für das Erstauftreten von Phytophthora aus der Mutterknolle. Je bindiger der Boden ist, und je länger der Boden mit Wasser übersättigt war, desto höher ist das Risiko einer Primärinfektion. Durch die dann entlassenen Zoosporen, kann der Bestand flächig infiziert werden. Dies geschieht weitgehend unabhängig von Temperatur und Blattnässe. Daher müssen Flächen, auf denen Wasser stand schon kurz nach Feldaufgang (10 cm Wuchshöhe) behandelt werden. Bei einer Primärinfektion aus dem Pflanzgut wächst der Pilz systemisch im Stängel von der Mutterknolle nach oben. Daher ist es wichtig, die Wirkstoffe an den Stängelgrund zu bringen. Die systemischen Wirkstoffe Propamocarb und Cymoxanil verteilen sich sehr zügig nach oben, daher kann es schnell zu einer Verarmung an Wirkstoff am Stängelgrund kommen.

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Aktuelle Situation – hoher Krautfäuledruck in Frühkartoffeln

In den Frühkartoffeln herrscht ein hoher Krautfäuledruck. Während niedrige Temperaturen die Keimung der Zoosporen verhindern, bieten warme Temperaturen und (Luft-) Feuchtigkeit gute Bedingungen für die Infektion. Aufgrund der Niederschläge und der zum Teil intensiven Frostberegnung im April konnten sich die Zoosporen der Krautfäule im Bodenwasser flächig verteilen. Mit den ansteigenden Temperaturen bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit kann die Primärinfektion daher flächig, nesterweise in Senken oder in unmittelbarer Nähe zu den Regnern erfolgen. Erste Anzeichen für die Krautfäule konnten schon in aufgedeckten Frühkartoffeln entdeckt werden.
Ob und wann es zur Primärinfektion kommt, hängt häufig auch von der Bodenstruktur ab. So treten Infektionen immer zuerst bei schlechter Struktur in feuchten Bereichen auf.

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Ausfallkartoffelbekämpfung

Ausfallkartoffeln in der Fruchtfolge gefährden den Kartoffelanbau. Schon eine Kartoffel pro Quadratmeter entspricht phytosanitär dem Anbau von Kartoffeln. Die Anbaupausen zwischen den Kartoffeln ist nur dann zielführend, wenn in Zwischenkulturen auch keine Kartoffeln stehen, die evtl. sogar wieder Tochterknollen ansetzen.
Durch Ausfallkartoffeln in den Kulturen zwischen der Kartoffel entsteht vielerorts eine nahezu geschlossene Kartoffelfruchtfolge. Dadurch erhöht sich der Krankheitsdruck enorm, aber auch der Wurzeltiefgang der Kartoffeln reduziert sich. In der Folge sinkt die Ertragsleistung bedingt durch eine enge Kartoffelfruchtfolge.
Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass etwa 120.000 Knollen/ha nach der Ernte auf dem Feld verbleiben. Dies entspricht dem dreifachen der Auspflanzstärke, die auf dem Feld verbleibt.

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Krautfäuledruck in spät gepflanzten Beständen

Beizung muss Standard sein

Über die Wirkung der Beizung wird häufig diskutiert. Versuchsergebnisse zeigen teilweise sehr geringe Wirkungsgrade der Beizanwendungen. Auch in der Praxis kann eine Beizung unter schlechten Ausgangsbedingungen keinen Schutz vor einer Infektion bieten. Natürlich haben die Beizwirkstoffe keinen 100 %igen Wirkungsgrad. Dennoch ist die Beizung ein Baustein, die in Kombination mit den ackerbaulichen Maßnahmen zum Erfolgt führt.
Wahl des Beizverfahren
Die bisherige Hauptzielrichtung der Beizanwendung war die Rhizoctonia. Dabei muss unterschieden werden, ob die Infektion von der Mutterknolle oder vom Boden ausgeht. Entsprechend muss die Wahl des Beizverfahren gewählt werden.
Kommt die Belastung durch infiziertes Pflanzgut, hat gezielte Beizung mit kleinem Beizhof unmittelbar an der Knolle klare Vorteile. Dabei erhöht sich der Bekämpfungserfolg, je mehr fein verteilter Wirkstoff an die Oberfläche der Knolle gelangt.

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