Kartoffel Info

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Besonderheiten im Anbau 2026

Besonderheiten im Anbau 2026

Das Jahr 2026 reiht sich in die Rekordjahre 2003 und 2018 ein und übertrifft diese in vielen Fällen. Geprägt ist es von langanhaltender Dürre sowie von Hitzerekorden mit Temperaturen von bis zu 40 Grad und darüber. Viele Bestände litten bereits früh unter Hitze und...

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Stickstoff als Ursache vieler Qualitätsprobleme

Stickstoff als Ursache vieler Qualitätsprobleme

Nach der vergangenen Saison sind viel Partien negativ aufgefallen. Speisekartoffeln haben vermehrt Probleme mit Druckstellen, Beschädigungen oder Fäulnis. In der Verarbeitungsware sind schlechte Backfarben aktuell überregional ein großes Problem.
Häufig liegt die Ursache an einer überhöhten N-Konzentration in den Knollen. Ausreichende Feuchtigkeit in der gesamten Saison führten zu idealen Mineralisationsbedingungen. Durch die häufig bedeckte Witterung wurde zudem der N-Abbau in der Pflanze reduziert. Die daraus resultierende hohe N-Konzentration fällt aktuell in sehr vielen Knollennährstoffanalysen auf.
Daher gilt es, die N-Kalkulation zu Kartoffel genauer zu betrachten und die Nachlieferungen des Bodens besser mit einzubeziehen.
Wie viel Stickstoff braucht die Kartoffel?
Der Stickstoffbedarf der Kartoffel richtet sich nach dem Entzug durch die Knollen und dem Bedarf für die Ausbildung des Blattapparates. Dabei liegt der N-Entzug eines durchschnittlichen Kartoffelkrauts einer Speisekartoffel bei etwa 100 kg/N ha, für Verarbeitungskartoffeln bei 120 kg/N ha.

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Die Zikaden breiten sich aus!

Die Zikaden breiten sich aus!

Über die Ausbreitung der Zikade im Südwesten Deutschlands wurde in den letzten Jahren schon einige Male in diesem Schreiben berichtet. Die Situation hat sich in der vergangenen Saison zugespitzt. In großen Teilen Bayerns sind Zuckerrüben- und Kartoffelflächen betroffen. In Sachsen-Anhalt verbreitet sich die Zikade weiter und auch in NRW und Niedersachsen gab es die ersten offiziellen Nachweise.
Aufgrund der brisanten Lage wird in diesem Info noch einmal auf die Grundlage der Krankheit, deren Verbreitungswege und auf das Ausmaß der Schäden eingegangen. Aber auch ein Lösungsansatz aus den schon länger befallenen Gebieten soll eine Handlungsanleitung liefern.
Wer den Zikadenbefall in einzelnen Regionen noch als Marktvorteil der nördlich gelegenen Standorte ansieht, hat den Ernst der Lage noch nicht realisiert!
Geschichte der Erreger
Das Stolbur-Phytoplasma ist in osteuropäischen Ländern seit 1950 eine bekannte Kartoffelkrankheit. Diese schränkt den Verarbeitungskartoffelanbau in einigen Regionen Russlands und der Ukraine stark ein. Grund hierfür sind schlechte Backfarben aufgrund erhöhter Zuckergehalte. Das Stolbur-Phytoplasma setzt sich im Phloem der Pflanze fest und verstopft somit die Leitbahnen, in der Folge kommt es zu einer

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Die Zikaden breiten sich aus!

Bestände bis zum Schluss gesund erhalten

Hauptthema des Jahres war und ist nach wie vor die Krautfäule. Auf gestoppten Phytophthora-Infektionen setzt sich als Folgeinfektion häufig Alternaria. Daher kommt der Alternaria-Prävention nach einer gestoppten Phytophthora-Infektion höchste Bedeutung zu. Daneben begrenzen diverse andere Krankheiten die Entwicklungszeit in späten Beständen. Bedingt durch die andauernde hohe Feuchtigkeit in den Beständen ist in diesem Jahr häufig Botrytis zu finden.
Botrytis
In dichten Beständen sind in den unteren Blattetagen häufiger Botrytis-Infektionen zu entdecken. Alternde, verletzte oder bereits abgestorbene Blätter werden dabei bevorzugt befallen. Durch den Lichtmangel im unteren Bereich reduziert sich der Chlorophyllgehalt der Blätter und dadurch werden diese anfälliger für eine Infektion. Auch nach einem Hagelschlag oder nach einem Sturm kommt es regelmäßig zu einem Befall.
Sporen der Botrytis überwintern auf Ernterückständen, oder bilden Sklerotien, welche unter feuchten Bedingungen auskeimen

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Die Zikaden breiten sich aus!

Rückblick Kartoffelsaison 2023

Auch im Jahr 2023 haben wir die Folgen der Klimaveränderung eindrucksvoll erleben müssen. Die häufigen Niederschläge im April verzögerten das Pflanzen. Ein großer Teil der Kartoffeln wurde im Mai gepflanzt. Kartoffeln, die in der unbeständigen Phase gepflanzt wurden, litten unter schlechter Bodenstruktur, zu nassen Bedingungen und hatten durchweg Auflaufprobleme. Aber auch die oftmals intensiven Niederschläge unmittelbar nach dem Pflanzen beeinträchtigten die Bodenstruktur sehr stark. Im Juni lagen die Niederschläge deutschlandweit weit unter dem mehrjährigen Durchschnitt, bis auf einzelne lokal begrenzte Gewitterniederschläge.
In Kombination mit hohen Temperaturen und intensiver Einstrahlung war der Knollenansatz häufig schwach. Mit den (wieder-) einsetzenden Niederschlägen Mitte Juli und Anfang August stieg auch der Krankheitsdruck. Oftmals brachen erst in dieser Phase Primärinfektionen aus dem Pflanzgut aus.

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