Kartoffel Info

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Blattapparat schon früh fördern und somit vital halten

Blattapparat schon früh fördern und somit vital halten

Die gesamte Produktionstechnik muss, unabhängig von der Verwertungsrichtung, auf eine hohe Knollenanzahl ausgelegt sein. Neben der begrenzten Größe zur Vermarktungsfähigkeit im Speisekartoffelanbau muss in Zukunftauch in der Verarbeitung die Knollenanzahl größte Bedeutung zukommen.

Neben der Knollenanzahl war vor allem in den vergangenen Jahren die Vitalität und das physiologische Alter des Blattapparates ertragsbegrenzender Faktor.

In einigen Regionen blühen früh gepflanzte Bestände schon weit vor Reihenschluss. Die hohen Temperaturen Ende Mai haben das physiologische Alter dieser Bestände zusätzlich gefördert.

Hier müssen schon früh Maßnahmen ergriffen werden, um das physiologische Alter der Bestände zu reduzieren.

Maßnahmen zur Reduktion des physiologischen Alters

Eine Verringerung des physiologischen Alters wird durch alle Maßnahmen erreicht, die den Blattapparat grünenlassen. Dieser Greening-Effekt kann durch diverse Maßnahmen erreicht werden.

Die fungiziden Wirkstoffklassen der Strobilurine und Azole reduzieren die Synthese des Reifehormons Ethylen. Infolge dessen bleibt der Bestand jünger.

P-Blattdünger unterstützen den Energiestoffwechsel einer Pflanze.

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Knappe Kaliumversorgung bewahrheitet sich in den Knollenproben

Knappe Kaliumversorgung bewahrheitet sich in den Knollenproben

Die in den Blattanalysen gemessenen knappen Kaliumgehalte sind aktuell häufig auch in den Knollen zu finden. Die Kalium-Knollenkonzentration sollte bei mindestens 1,8 % TS liegen. Für eine gute Lagerqualität sollte der Wert bei 2 % oder darüber liegen. Werden diese Werte in der Knolle nicht erreicht, ist mit verstärkten Qualitätsproblemen zu rechnen. Die Beschädigungsempfindlichkeit der Knollen sowie die Neigung zu Schwarz-/Blaufleckigkeit sind erhöht. Die Backfarben im Verarbeitungsbereich sind schlechter, die Lagerverluste höher und die Fäulnisgefahr steigt. Diese Probleme werden verstärkt, wenn zu einer schwachen Kaliumversorgung eine hohe Stickstoffversorgung kommt. Die N-Konzentration in den Knollen sollte bei 1,2 %/TS oder darunter liegen. Häufig sind vor allem in kritischen Partien Konzentrationen von 1,4 %/TS oder höher zu messen.
Knollenanalysen von eingelagerten Kartoffeln geben einen Rückschluss darauf, wie die einzelnen Partien gelagert und im Anschluss vermarktet werden sollten.

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Knappe Kaliumversorgung bewahrheitet sich in den Knollenproben

Aktuelle Situation – Stärkegehalte differenzieren sehr stark

Viele Bestände mussten bis Mitte Juli mit wenigen Niederschlägen wachsen und haben in dieser Phase auch schon reichlich Stärke eingelagert. Früh (bis Mitte April) gepflanzte Partien hatten zu dieser Zeit schon Ertrag gebildet und waren physiologisch alt. Diese Bestände konnten von den Ende Juli einsetzenden Niederschlägen nicht mehr profitieren.
Ganz anders sieht es bei späteren Beständen, die zur Monatswende April/Mai gepflanzt wurden, aus. Diese konnten die Niederschläge voll ausnutzen und haben aufgrund des Verdünnungseffektes im ersten Moment Trockensubstanz verloren.
Mit den anschließend guten Wachstumsbedingungen konnten gesunde Bestände wieder Stärke einlagern und effektiv zuwachsen. Das sind Bestände, die jetzt noch wachsen können und unter Umständen sogar gebremst werden müssen.
Eine komplett andere Situation war bei zuvor bereits fußkranken Beständen zu sehen.

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Knappe Kaliumversorgung bewahrheitet sich in den Knollenproben

Knappe K-Blattversorgung äußert sich in schwacher K-Knollenkonzentration

Während der Saison waren überregional schwache Kaliumkonzentrationen in den Blattproben festzustellen. Die empfohlenen Nachdüngungen haben gut angeschlagen und konnten die Konzentrationen im Blatt und in der Folge auch in der Knolle steigern. In vielen Partien ohne Nachdüngung sind aktuell oft schwache K-Konzentrationen < 1,8 % TS zu messen. Diese sind besonders kritisch zu sehen, wenn im Verhältnis die N-Konzentration zu hoch (> 1,4n% TS) ist.

Durch eine Knollenanalyse ab einer Woche nach der Sikkation kann dies analysiert werden und entsprechend mit der Rodung, Lagerung und Vermarktung darauf reagiert werden.

Neben Stickstoff und Kalium sind auch andere Nährstoffe, wie das Kupfer, Bor und Calcium, für die Gewebestabilität von Bedeutung. Eine Unterversorgung mit diesen Nährstoffen gilt es zu vermeiden.

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Knappe Kaliumversorgung bewahrheitet sich in den Knollenproben

Kalium-Mangel – 2025 ein großes Problem

Der bereits im letzten Info beschriebene Kalium-Mangel ist dieses Jahr flächendeckend zu finden. Schwache Kaliumaufnahmen lassen sich dabei auch trotz (rechnerisch) ausreichend gedüngten Mengen feststellen. Dies hat mehrere Ursachen. Der häufig trockene Unterboden, die oft schwach ausgebildete Wurzel und – je nach Standort – hohe Calciumwerte blockieren die Kaliumaufnahmen. Nachdüngungen mit Kalium schlagen in diesem Jahr auch auf bereits vorher gut gedüngten Flächen gut an. Die Kaliumnachdüngung über den Boden kann noch durchgeführt werden, solange der Bestand aktiv wächst und weiße/junge Wurzeln hat. Dies kann bei spät gepflanzten Beständen auch noch bis in den August hinein sein.
Nach einer bereits erfolgten Kaliumdüngung kann mit einer Mindestmenge von 150 kg/ha Kornkali nachgedüngt werden.

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Knappe Kaliumversorgung bewahrheitet sich in den Knollenproben

Phosphor – Nachlieferungsprobleme unter trockenen Bedingungen

Die P-Versorgung in den Pflanzenanalysen zu Beginn der Saison war ausgesprochen hoch.
Dies zeigte sich auch an der schnellen Jugendentwicklung der gut versorgten Bestände. Mit einsetzender Trockenheit und steigenden Temperaturen fiel die P-Versorgung vieler Bestände schnell ab. Grund hierfür ist zum einen die geringe Beweglichkeit des Phosphats. Sobald die Wurzel unter trocken-heißen Bedingungen nicht mehr wächst, reduziert sie zuerst die Phosphor- und Zinkaufnahme. Zum anderen kommt unter konstant trockenen Bedingungen die mikrobielle Aktivität zum Erliegen. Ein großer Teil der P-Fraktion im Boden ist im Körperaufbau von Mikroorganismen gespeichert. Diese stellen die schnelle verfügbare P-Fraktion dar.
Die häufig schwache P-Versorgung kann mit einer P-Blattdüngung in Kombination mit der Fungizidmaßnahme ausgeglichen werden.

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Knappe Kaliumversorgung bewahrheitet sich in den Knollenproben

Aktuelle Situation – trockener Unterboden reduziert die Nährstoffverfügbarkeit

In den Analysen sind auch häufig Mikronähr-
stoffe knapp. Die Pflanzen sind schwach ver-
sorgt mit Bor, Kupfer, Zink und vereinzelt Man-
gan. Die fehlenden Nährstoffe können teilweise
durch eine gezielte Blattdüngung ergänzt wer-
den. Dazu muss jedoch bekannt sein, welcher
der Nährstoffe im Mangel ist. Daher ist eine ei-
gene Blattnährstoffanalyse unabdingbar. Damit
wird die Nährstoffeffizienz und in der Folge der
Ertrag aber vor allem die Knollenqualität abge-
sichert.

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Knappe Kaliumversorgung bewahrheitet sich in den Knollenproben

Trockenheit reduziert die Nährstoffverfügbarkeit

Aufgrund der reduzierten Niederschläge seit Jahresbeginn ist der Bodenwasservorrat deutschlandweit auf sehr niedrigem Niveau. Dies führte überregional zu guten Bedingungen für die Bodenbearbeitung und Auspflanzung. In der Jugendentwicklung kann eine anhaltende Trockenheit allerdings zur eingeschränkten Nährstoffverfügbarkeit führen.
Durch eine geringe Luftfeuchtigkeit und den häufigen Wind erhöht sich die Transpiration der jungen Stauden. In der Folge werden massenflussabhängige Nährstoffe wie Nitrat, Sulfat, Magnesium und Calcium zügig und auch unter trockenen Bedingungen noch sehr lange aufgenommen. Hingegen sind unter diesen Bedingungen vor allem die Nährstoffe im Mangel, zu denen die Wurzel aktiv hinwachsen muss. Hier kommen zuerst Phosphor, Zink und Kupfer in den Mangel.

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Knappe Kaliumversorgung bewahrheitet sich in den Knollenproben

Hohe Einstrahlung reduziert den Knollenansatz

Sehr stark abhängig von der Pflanzgutqualität ist die Stängelanzahl in diesem Jahr eher durchschnittlich bis knapp. Dies hat ein geringeres Ansatzpotential zur Folge. Auch die aktuell sehr strahlungsreiche Witterung führt zu einem reduzierten Knollenansatz pro Stängel. Viel Einstrahlung und Wärme fördern die Bildung der Cytokinine in der Pflanze. Die somit stärkere Zellteilung führt zu einem zügigen Blattaufbau und einer schnellen Jugendentwicklung. Da in der Kartoffel die Stolonen keine Wurzeln sind, sondern unterirdisch verdickte Sprosse, sind sie physiologisch dem Blattapprat gleichgestellt. Somit besteht eine Konkurrenz zwischen Blattaufbau und Knollenansatz.
→ Zügige und üppige Blattentwicklung hat häufig einen geringen Knollenansatz zur Folge.
Gegenspieler der Cytokinine in der Pflanze sind die Auxine. Diese werden im Blatt gebildet, anschließend abgeleitet und führen unterirdisch zu einem verstärkten Wurzelwachstum und höheren Knollenansatz.

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Knappe Kaliumversorgung bewahrheitet sich in den Knollenproben

Entgiftung von Herbizidschäden

In dieser Saison sieht man häufig Herbizidschäden durch die bekannten Wirkstoffe Clomazone oder Aclonifen, bedingt durch die kühlen Nachttemperaturen und den oftmals verspäteten Anwendungstermin.
Der Wirkungsschwerpunkt der Kartoffelherbizide liegt im Vorauflauf und im Keimblattstadium der Unkräuter. So zeigten spätere Anwendungen oft geringere Wirkungsgrade oder den Schaden an der Kartoffel, bspw. durch ein zu dicht am Auflaufen eingesetztes Bandur.
Die zur Kartoffel ausgebrachten Herbizide müssen auch von der Kartoffel selbst abgebaut und in Ihrem Stoffwechsel entgiftet werden. Neben den dazu erforderlichen Enzymen, die zum Großteil aus Kupfer und Eisen bestehen, ist zur Entgiftung auch Wärme notwendig. Daher zeichnen Nachauflaufanwendungen, aber auch Nachwirkungen von Vorauflaufanwendung unter kühlen Bedingungen deutlich.
Zusätzlich sollte Phosphor für den zügigen Blattaufbau eingesetzt werden.

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Aktuelle Situation, den späten Zuwachs effektiv nutzen

Aktuelle Situation, den späten Zuwachs effektiv nutzen

Viele Bestände sind in diesem Jahr witterungsbedingt spät gepflanzt worden. Diese sind meist physiologisch noch sehr jung und müssen den September über noch wachsen. Damit dies möglich ist, müssen diese jedoch bis zur Reife gesund erhalten werden. Neben Phytophthora und Alternaria ist Sklerotinia in den meisten Beständen aktuell zu finden und reduziert häufig den Zuwachs.
Zudem lagern die Bestände mit zunehmend kürzer werdendem Tag weniger ein. In den spät gepflanzten Beständen sind die Unterwassergewichte problematisch. Häufig erreichen die späten Partien die für die Verarbeitung geforderten Qualitäten noch nicht. Daher müssen die Bestände anhand ihres Knollenansatzes und der Vitalität des Blattapparates beurteilt und entsprechend gefördert werden.
Ist der Bestand noch knackig grün und sehr vital, soll aber Ende des Monats (in 4 Wochen) in die Reife gehen, muss die Umverlagerung beschleunigt werden. Damit die Assimilate

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Nährstoffanalyse als Hilfsmittel zur Kontrolle

Mit einer Blattnährstoffanalyse ab dem Stadium des Reihenschluss kann die Düngestrategie überprüft und hinterfragt werden.
In den meisten Fällen war die Stickstoffkonzentration in der Blattmasse ausreichend. Die Höhe der Stickstoffkonzentration in der Blattmasse muss immer im Verhältnis zur Kaliumversorgung gesehen werden. Dabei sollte Kalium 20 % über der Stickstoffkonzentration liegen.
Um ein Feedback des Ernährungszustand des Kartoffelbestandes zu bekommen, bietet sich auch zur fortgeschrittenen Entwicklung eine Blattnährstoffanalyse an. Daraus lässt sich ablesen, wie der eingesetzte Dünger in der Staude angekommen ist bzw. welche Punkte für das kommende Jahr verändert werden müssen.
Außerdem kann aktuell in wüchsigen Beständen durch Blattdüngungsmaßnahmen noch Einfluss genommen werden.
Warum werden viele Beständen aktuell hell?
Aktuell fallen viele Bestände auf, die in den oberen Blattetagen hell werden. Dies ist aber kein Stickstoffmangel,

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Sikkation

Sikkation abhängig vom Stärkegehalt
Aufgrund der bedeckten Witterung ist der Stärkegehalt aktuell häufig gering. Allerdings variiert er abhängig von der Bestandsentwicklung und dem Nachlieferungsvermögen stark. Deshalb sollte eine Stärkemessung unbedingt vor der geplanten Sikkation durchgeführt werden.
Wurde mit der Stickstoffversorgung über das Ziel hinausgeschossen, sind die Bestände deshalb noch zu stark im Wuchs oder sind die Ansätze deshalb zu knapp, kann die Umverlagerung und somit die Stärkeeinlagerung beschleunigt werden. Damit die Assimilate aus dem Blattapparat in die Knollen verlagert werden, müssen in der Pflanze Auxine gefördert werden. Die Bildung von Auxinen im Blattapparat wird durch die Nährstoffe Bor und Zink gefördert.
Maßnahme zur Förderung der Stärkeeinlagerung
5 l/ha Bor + 0,5 l/ha Zinkchelat
Eine weitere Möglichkeit, die Umverlagerung der Stauden zu fördern, ist der Einsatz

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Hohe Ansätze durch einen vitalen Blattapparat absichern

Überregional sind in den Beständen hohe bis sehr hohe Ansätze zu finden.

Bei der aktuellen Betrachtung von Kartoffelbeständen muss das Verhältnis von Knollenansatz zu Blattapparat und somit das Wachstumspotential des Bestandes abgeschätzt werden.

Sind im Verhältnis zum Blattapparat viele Knollen angelegt und neigt die Sorte eher zu einer vorzeitigen Abreife bevor das Ertragspotential ausgeschöpft ist, müssen alle Maßnahmen ergriffen werden, um den Bestand möglichst lange am wachsen zu halten.

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2024 – Ideales Kartoffelwetter?

Das Wetter der letzten Wochen mit häufigen Niederschlägen führte zu einer oftmals rasanten Entwicklung der Bestände, sodass wie beschrieben die Krautfäule-Bekämpfung in diesem Jahr oberste Priorität hat. Die strahlungsarme Witterung führt zudem zu einem hohen Ansatz in allen Partien. Allerdings führt die geringe Einstrahlung auch zu einer reduzierten Zellteilung, sowohl im Blattapparat als auch in den angelegten Knollen. In der Blattmasse führt diese reduzierte Zellteilung zu weniger, dafür sehr lang gestreckten Zellen, diese wiederum sind durch ihre dünne Zellwand anfälliger für beispielsweise Phytophthora-Sporen.
Zellen können sich nur bis zu einem gewissen Maß strecken. Somit führt eine geringe Anzahl an Zellen in den Knollen häufig zu Wachstumsrissen. Dies fällt aktuell bei einigen Partien Frühkartoffeln auf.
Um in der Pflanze die Zellteilung anzuregen, müssen Cytokinine gefördert werden.

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Herbizid – Nachauflaufbehandlung

Auf Böden mit eingeschränkter Bodenherbizidwirkung (humose oder tonige Standorte) und bei einer unzureichenden VA-Wirkung durch zu trockene Bedingungen müssen NA-Behandlungen in Betracht gezogen werden. Genereller Nachteil der NA-Anwendung ist der Wirkungsschwerpunkt der zur Verfügung stehenden Produkte. Rimsulfuron eignet sich für Unkräuter, die im 2. Laubblattstadium sind. Metribuzin erfasst vor allem Unkräuter im Keimblattstadium. Bei größeren Unkräutern müssen die Aufwandmengen erhöht werden, dies geht allerdings unweigerlich zu Lasten der Verträglichkeit.
Bei der reinen NA-Splitting-Strategie gilt Folgendes:
Die 1. Spritzung muss Cato enthalten, wenn Windenknöterich und Klettenlabkraut vorhanden sind.
Die Spritzungen mit Cato erfolgen am besten bei sonnigem und warmen (nachts > 10 °C) Wetter.

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Schwierige Struktur fördert Erwinia

In diesem Jahr gepflanzte Frühkartoffeln sind nicht immer unter idealen Strukturverhältnissen in den Boden gekommen. Dies führte oft zu einer verdichteten Schicht durch das Pflanzschar und somit unter dem Knollennest. In Kombination mit den intensiven Niederschlägen der vergangenen Tage kann es in diesem Bereich längere Zeit zu Übernässe kommen. Vor allem anfällige Sorten, wie beispielsweise Annabelle, bekommen unter diesen Bedingungen Probleme mit Erwinia. Selbst eine anfällige Sorte kann sich davor mit einer stabilen Schale schützen.
Neben Calcium und Bor, welches in der Regel über Excello gedüngt wurde, spielt dabei Kupfer eine wesentliche Rolle bei der Ausbildung einer stabilen Schale. Zur Schalenstabilität kann mit Kupferchelat in anfälligen Sorten gearbeitet werden
→ 1 l/ha Kupferchelat in Annabelle

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