Auch in diesem Jahr war ein deutlicher Unterschied zwischen gut und schlecht versorgten Böden zu sehen. Bestände auf gut versorgten Böden haben die Trockenheit im Mai und Juni deutlich besser eingesteckt und konnten den Anschlußregen Ende Juni ohne nennenswerte Ertragsminderung ausnutzen. Deshalb darf die Grunddüngung nicht vernachlässigt werden, auch wenn es teuer ist.
P-Düngung in Stichworten
- Bei P-Gehalten unter 3,5 mg P bzw. 8 mg P2O5 je 100 g Boden ist mit deutlichen Ertragseinbußen zu rechnen. In diesem Fall ist eine Düngung in Höhe des Nettoentzuges zu jeder Kultur + 30 kg P2O5 zu Raps bzw. + 20 kg/ha P2O5 zur Sommerung in einer 5-feldrigen Fruchtfolge angebracht (10 kg/ha Zuschlag pro Jahr)
- Bei P-Gehalten unter 5 mg P bzw. 12 mg P2O5 je 100 g Boden sollte mindestens die P-Abfuhr (Netto-Entzug) ersetzt werden, um ein weiteres Absinken der Bodenversorgung zu verhindern.
- 40 kg/ha P2O5 -Defizit bewirken eine Verringerung der Gehalte im Boden um 1 mg P2O5 je 100 g Boden.
- P- Düngung im Herbst vor der Saat zu Raps, Zwischenfrüchten, Stoppelgetreide einarbeiten. Idealerweise werden 50 % des P- Netto-Entzuges (= P-Abfuhr) unter Fuß gedüngt. Die gesamte P-Düngung unter Fuß (UFD) zu düngen, ist nach Untersuchungen der TLL (2013) auch bei schwacher P-Versorgung nicht sinnvoll, weil dadurch die Wurzel „verwöhnt“ wird und keine Lust hat tiefer zu wachsen.
- Durch SSA wird P aus den Ca-Phosphaten auf Standorten mit freiem Kalk freigesetzt.

Quelle: Zorn, Wagner, Heubach, Schröter, TLL 06/2013

K-Düngung in Stichworten
- unter 1 mg K bzw. 1,2 mg K2O pro % Ton beginnen die Pflanzen schneller auf Trockenheit zu reagieren, vor allem bei hohem (Nitrat-) N.
- unter 0,7 mg K bzw. 0,8 mg K2O pro % Ton ist mit Mindererträgen vor allem bei Trockenheit oder Kahlfrösten zu rechen.
- Optimal ist ein K : Mg-Verhältnis von 2 : 1 im Boden
- zu enges K : Mg-Verhältnis, z.B. 1 : 1 verstärkt den Antagonismus zwischen Mg und K, damit den K-Mangel. Trockenschäden treten früher auf.
- zu weites K : Mg-Verhältnis (4 : 1) hemmt Mg-Aufnahme

Kalium in organischen Düngern ist wie das Kalium in Mineraldüngern zu bewerten. Das im Stroh enthaltene Kalium (ca. 100 kg/ha K) wird erst mit dem Strohabbau freigesetzt. Deshalb sollte die K-Düngung zu Raps in Höhe des doppelten Nettoentzuges vor der Saat erfolgen, um die K- Aufnahme sicherzustellen.







