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Getreide – Beizung

Getreide – Beizung

Latitude und Latitude XL

Das Silthiofam im Latitude beziehungsweise Latitude XL ist ein Spezialwirkstoff gegen Schwarzbeinigkeit. Es kommt nicht als Ersatz für eine Brand-, Fusarium- oder Schneeschimmelbeize in Betracht. Der Wirkstoff Silthiofam vermindert den Befall mit Schwarzbeinigkeit an der Wurzel und begünstigt die Wurzelneubildung beziehungsweise Wurzellebensdauer.

Der Einsatz von Silthofam ist vor allem im Weizen beziehungsweise Triticale in engen Getreidefolgen, vor allem im Weizen nach Weizen, bei früher Saat, warmer Herbstwitterung, hohem Anteil an Ausfallgetreide, Queckenbesatz sowie auf Böden mit schlechter Durchwurzelbarkeit interessant. Auch sandige Standorte, schwere tonige Böden und zeitweise staunasse Flächen können das Risiko des Befalls mit Schwarzbeinigkeit erhöhen.

Die Spezialbeize ändert nichts an den pflanzenbaulichen Grundsätzen: Späte Saat, Unterbrechung enger Getreidefolgen, Beseitigung der grünen Brücke (Bekämpfung von Quecken) und eine gute Bodenstruktur bleiben die wichtigsten Maßnahmen gegen Schwarzbeinigkeit. Ohne erkennbares Befallsrisiko ist der Einsatz von Silthiofam pflanzenbaulich schwer zu begründen.

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Raps – Herbizide zur Herbstanwendung

Bodenherbizide werden aus der Bodenlösung über Keimling, Wurzeln, Hypokotyl oder aus dem Spritzbelag auf der Bodenoberfläche über das Keimblatt aufgenommen. In jedem Fall ist dazu ausreichend Wasser notwendig, umso mehr, je weniger wasserlöslich der Wirkstoff ist. Durch trockenen Boden ist die Wirkung eingeschränkt.

Um die Wirkung sicherzustellen, muss der Boden ausreichend feucht sein oder nach der Anwendung wenigstens so viel Regen fallen, dass die oberen 3–5 cm des Bodens gut durchfeuchtet werden. Dazu sind auf ausgetrockneter Krume wenigstens 10 mm auf sandigen und bis zu 25 mm auf lehmigen und tonigen Böden notwendig.

Etwa 5–10 mm werden je nach Bodenart und Bodenfeuchte benötigt, damit die Wirkstoffe aktiviert werden. Weitere 5–15 mm sind für eine ausreichende Wirkstoffaufnahme durch die Unkräuter notwendig. Letztere hängt auch von der Kontaktfläche im Boden ab: Je feinkrümeliger und kompakter die Bodenoberfläche ist, desto intensiver ist der Kontakt zwischen Wirkstoff und Unkraut.

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Getreide – Beizung

Raps – Schädlinge im Herbst

Die Erträge der jüngsten Rapsernte sind vielerorts unterdurchschnittlich ausgefallen. Als mögliche Ursache steht insbesondere in Regionen mit hoher Rapsanbaudichte der Rapserdfloh im Fokus. Seit dem Verbot neonicotinoider Beizen ist die Bekämpfung schwieriger geworden. Gleichzeitig können sich Pyrethroid-resistente Populationen leichter ausbreiten.
Im vergangenen Herbst waren die Zuflüge teilweise langanhaltend. Im Frühjahr wurden beim Aufschneiden einzelner Pflanzen teils mehr als zehn Larven gefunden. Entsprechend ist mit einer hohen Zahl adulter Rapserdflöhe zu rechnen. Mit den ersten Nächten unter 10 °C beginnt der Einflug in neu auflaufende Rapsbestände.
Für eine sichere Bestandesetablierung sollte Raps nicht zu spät gesät werden, damit vitale Pflanzen dem Befall besser davonwachsen können. Wird die Schadschwelle von 10 % Blattverlust durch Lochfraß überschritten, können gegen adulte Käfer Pyrethroide eingesetzt werden. Zur Bekämpfung der Larven beziehungsweise zur Verhinderung der Eiablage stehen systemische Wirkstoffe zur Verfügung. Vor dem 4-Blattstadium sollte darauf verzichtet werden, weil noch nicht genügend Blattmasse für eine optimale Wirkstoffverteilung vorhanden ist.

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Getreide – Beizung

Raps – Herbstdüngung

P- Düngung    

im C- Bereich = Nettoentzug der Vorfrucht (Getreide)

Formel = Kornertrag dt/ha x 0,8 kg P2O5 je dt = kg/ha P2O5

z.B. 70 kg/ha P2O5 (Gülle, DAP, NPK, Triplephosphat)

im A/B-Bereich = 100 kg/ha P2O5 (in 3 Jahren max. 30 kg/ha über Entzug)

K-Düngung    

im C- Bereich = mindestens K-Aufnahme im Herbst

120 kg/ha K2O (Kornkali, Gülle,NPK)

im A/B- Bereich = 200 kg/ha  K2O (Kornkali),

Sandböden = 120 kg/ha  K2O im Herbst + 80 kg/ha im Frühjahr

PK-Düngung am besten vor der Saat einarbeiten! Auf schweren Böden muss auch Kali eingearbeitet werden, wenn mit Herbst- und/oder Frühjahrstrockenheit zu rechnen ist.

Bor- Düngung 

unter 0,4 ppm: 75 + 300 g/ha Bor (2- + 6-Blattstadium)

unter 0,8 ppm: 150 g/ha Bor ab 6-Blattstadium

Mg (+ S)

 im A/B- Bereich (Mg) 15 kg/ha MgO + 12 kg/ha S (300 kg/ha Kornkali)

10 kg/ha Bittersalz zum Überbrücken ab 6-Blatt

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Getreide – Beizung

Raps – Integrierte Bekämpfung des Rapserdflohs

Die Rapsernte ist noch im Gange, die Erträge fallen teils sehr unterschiedlich aus. Teilweise liegt das an der Witterung (Spätfrost, Trockenheit und Hitze), auf vielen Standorten – vor allem im Osten und Nordosten – aber auch am starken Befall mit Schädlingen (Erdfloh, Stängelschädlinge und Schotenschädlinge). Schotenrüssler und Schotenmücke allein haben teilweise bereits zu Ertragsausfällen von bis zu einer halben Tonne geführt.
In den Gebieten, in denen alle diese Schädlinge aufgetreten sind, erreichen die Erträge kaum 3 t/ha. Das macht deutlich, wie groß das Problem im Raps sein kann.
Auffallend ist auch das starke Aufkommen von Erdflöhen sowie Schotenrüsslern im Erntegut in diesen Regionen. Tatsächlich korreliert sogar die Menge der Schädlinge negativ mit dem Ertrag. Damit in diesen Regionen der Rapsanbau noch erfolgreich bleibt, muss an jeder Stellschraube gedreht werden. Wenn ein Schädling wie zum Beispiel der Erdfloh erfolgreich bekämpft wurde, gibt es noch keine Entwarnung, denn man kann mit den Frühjahrsschädlingen immer noch „Schiffbruch“ erleiden.

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Getreide – Beizung

Getreide – Beizung

Mit dem unsicheren Zulassungstatus von Fludioxonil wird die Beizung im Getreide zur Einzelfallentscheidung. Fludioxonil war und ist noch in vielen Getreidebeizen ein wesentlicher Kontaktwirkstoff gegen auf der Saatgutoberfläche sitzende, samenbürtige Erreger und Auflauf-krankheiten. Die EU-Wirkstoffgenehmigung wurde nach derzeitigem Stand bis zum 30.09.2026 verlängert. In der Praxis müssen deshalb Zulassung, Verfügbarkeit und mögliche Aufbrauchfristen der einzelnen Produkte unmittelbar vor der Beizung geprüft werden.
Die Beizung ist eine vorbeugende Maßnahme gegen samen- und bodenbürtige Krankheiten. Ist das Saatgut ersteinmal ausgesät, können Brände und frühe Auflaufkrankheiten nicht mehr sicher ausgeschaltet werden. Bei der Mittelwahl muss zuerst geklärt werden, wo der Erreger sitzt und wie die Infektion des Keimlings erfolgt.
Auf der Samenschale sitzende Erreger werden durch Kontaktwirkstoffe erreicht. Zu diesen zählen vor allem Steinbrand, Roggenstängelbrand sowie samenbürtige Fusarien, Microdochium nivale und Septoria nodorum. Im Korn sitzende Erreger werden dagegen nur erfasst, wenn der Wirkstoff in ausreichender Konzentration in das Korn beziehungsweise

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Zuckerrübe – Anschlussspritzung Cercospora

Im Süden ist in einigen Regionen die T1-Spritzung gegen Cercospora erst erfolgt oder war aufgrund des geringen Krankheitsdrucks bislang nicht notwendig. In anderen Teilen Deutschlands, so im Norden oder Osten sieht die Cercospora-Situation dagegen anders aus. Wo regelmäßig Gewitter und Regenfälle nieder gingen, boten hohe Temperaturen ideale Bedingung für die Entwicklung von Cercospora.
Deshalb müssen dort die Spritzabstände eingehalten und gut wirkende Mittel eingesetzt werden. Auch in Sorten mit guter Cercospora-Toleranz darf der Spritzabstand bei hohem und ständigem Befallsdruck durch Regen und Tau nicht weiter als 18 – 21 Tage sein. Allerdings ist ein Prothioconazol-haltiges Mittel für eine gute Stoppwirkung notwendig, wenn der Zeitraum ausgereizt wurde.
Soll Mefentrifluconazol (im Diadem) gespritzt werden, muss der Spritzabstand um zwei bis drei Tage enger gehalten werden oder es müssen 125 – 140 g/ha Prothioconazol hinzugemischt werden. Wie bei der Ramularia-Bekämpfung in der Wintergerste ergänzen sich auch gegen Cercospora Prothioconazol und Mefentrifluconazol gut in der Tankmischung. In Hessen sind zudem bereits erste Resistenzen gegen das Mefentrifluconazol aufgetreten

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Winterleguminosen – Alternativen zum Raps

Die allerersten Meldungen mit 10 bis 15 dt/ha Rapsertrag waren alarmierend. Inzwischen pendeln sich die Erträge zwischen 25 und 35 dt/ha ein. Ob in den Spätdruschgebieten deutlich höhere Erträge erreicht werden, ist fraglich. Ursache für die bescheidenen, um nicht zu sagen katastrophalen Erträge, sind einmal Pflanzen- und Schotenausfälle durch Schädlinge wie Erdfloh oder Kohltriebrüssler, späte Nachtfröste, die zum Schotenabort führten, aber auch die Bekörnung in den Schoten dezimierten und die Hitze ab Mitte Juni, die eine Kompensation der Kornverluste über das TKG unterband.

Aus diesem Grund suchen einige Landwirte nach Alternativen für den Raps, der inzwischen durch die Kosten für Herbizide und Insektizide zu einer wahrhaft teuren, vor allem aber auch intensiven Kultur geworden ist, die einiges mehr als andere Früchte an Überfahrten zum Schutz der Kultur erfordert.

Abgesehen vom immer noch hohen Deckungsbeitrag für eine Mähdruschfrucht bietet der **Raps eine Reihe von Vorteilen**:

* einzige, ertragssichere Winter-Blattfrucht
* produziert Öl + Eiweiß statt Öl oder Eiweiß + Stärke

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Raps – Neue Sorten 2026

Blackberry
sehr gute Winterhärte (lt. Züchter)
zögerliche Herbstentwicklung, daher auch für frühere Saattermine geeignet
mittelfrühe Blüte mit späterer Strohabreife
Höchsteinstufung für Korn- und Ölertrag unter den Neuzulassungen 2025
gute Phomatoleranz
Genios
neue Sorte mit Fokus auf eine hohe Ertragsleistung und Ertragsstabilität
zügige Herbstentwicklung mit schneller Bestandesentwicklung
geringere Tendenz zum Aufstängeln im Herbst
mittelfrüher Blühbeginn bei mittlerer Korn-abreife
keine explizite Resistenz
Golding
verhaltene Herbstentwicklung mit sehr guter Winterhärte (lt. Züchter)
früher Blühbeginn (Spätfrostrisiko?) mit späterer Strohabreife
Höchsteinstufung für Korn- und Ölertrag unter den Neuzulassungen 2025
gute bis schwere Standorte
Früh- und Normalsaat
Karat
neues Sortenprofil mit doppelter Phoma-Resistenz (RlmS + Rlm12)
Höchsteinstufung für Korn- und Ölertrag unter den Neuzulassungen 2025
rasche Herbstentwicklung
trotzdem hohe Schossfestigkeit, ermöglicht auch frühere Saattermine
LG Akerman
sehr gute Winterhärte (lt. Züchter)
etwas spätere Blüte mit mittlerer Reife mit durchschnittlicher Reifeverzögerung
längerer Wuchstyp mit guter Standfestigkeit
vereint TuYV-Resistenz mit Vorteilen gegen Phoma und Verticillium
Exklusivsorte der BAT

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Getreide – Beizung

Ackerfuchsschwanz – Ackerbaumaßnahmen und Auswirkungen hoher Temperaturen

Die Bekämpfung von Ungräsern beginnt mit den Ackerbaumaßnahmen direkt nach der Ernte. Deren Bedeutung steigt, wenn keine ausreichend wirksamen Herbizide zur Verfügung stehen. Um diese Maßnahmen effektiv einzusetzen, ist es notwendig, sich mit der Entwicklung des Ackerfuchsschwanzes auseinander zu setzen.
Woher kommt der Ackerfuchsschwanz?
Der Großteil der Ackerfuchsschwanzpflanzen in einem Bestand entstammt den Samen, die in der Vorfrucht gebildet wurden (ca. 80 %) bzw. ist aus der Samenbank im Boden aufgelaufen (10 – 20 %).
Die Haupteintragung von resistenten Ackerfuchsschwanzpopulationen erfolgt durch die Verschleppung mit Erntemaschinen (Mähdrescher, besonders auch überregional eingesetzte Ballenpressen). Deshalb treten Resistenzen gegenüber Wirkstoffgruppen auf, die im eigenen Betrieb nie appliziert wurden. Auch die Verschleppung mit anhaftender Erde an Bodenbearbeitungsgeräten und Drillmaschinen spielt eine Rolle. Die Verbreitung mit dem Wind ist beim Ackerfuchsschwanz dagegen zu vernachlässigen.
Die Bekämpfung des Ackerfuchsschwanzes muss somit schlag- bzw. feldblockspezifisch erfolgen.
Ungrasfreie Bestände beginnen nach dem Mähdrusch

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Zwischenfrüchte 2026

… Fortsetzung aus Info 13/2026… Aussaattermin optimieren Da wir keine Möglichkeit haben, Ausfallgetreide oder Ausfallraps in den Zwischenfrüchten zu bekämpfen, sollten Zwischenfrüchte erst bestellt werden, wenn die in der Ernte...

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Leguminosen – Hülsenschädlinge

Mit Blühbeginn der Körnererbsen setzte der Hauptzuflug des Erbsenwicklers (Cydia nigricana) ein. Etwa zehn Tage nach dem jeweiligen Flughöhepunkt und der damit verbundenen Eiablage schlüpfen die ersten Larven. Nach dem Schlupf bohren sich die L1-Larven innerhalb weniger Stunden in die Hülsen ein und sind anschließend für Insektizide nicht mehr erreichbar. Die Larven ernähren sich zunächst vom Hülsengewebe und fressen sich anschließend in die sich entwickelnden Körner ein.

Da die Falter von Mitte Mai bis Mitte Juli aktiv sind, können mehrere Flughöhepunkte auftreten. Bei anhaltend hoher Flugaktivitätkann deshalb eine mehrmalige Behandlung von Nöten sein. Befallene Hülsen zeigen äußerlich häufig keine Symptome. Erst beim Öffnen werden die Schäden sichtbar. Die Körner werden von gelb-grünen Larven angefressen und durch Gespinste miteinander verbunden.

Charakteristisch sind gelb-braune Kotablagerungen innerhalb der Hülsen. Zusätzlich entstehen Ein- und Ausbohrlöcher, über die Feuchtigkeit eindringen kann.

Neben dem Erbsenwickler tritt regelmäßig die Erbsengallmücke (Contarinia pisi) auf. Die Eiablage erfolgt während der Knospen- und Blühphase. Die Larven entwickeln sich geschützt innerhalb der Blütenanlagen und jungen Hülsen. Befallene Hülsen bleiben häufig verkrümmt, entwickeln weniger Körner oder sterben bereits in frühen Entwicklungsstadien ab.

Die Schadwirkung wird oftmals unterschätzt, da die Larvenentwicklung weitgehend verborgen erfolgt und die Symptome mit Witterungs- oder Befruchtungsschäden verwechselt werden können.

Aktuell erfolgt in vielen Leguminosenbeständen der Larvenschlupf der Samenkäfer. In Erbsen handelt es sich überwiegend um den Erbsenkäfer (Bruchus pisorum), in Ackerbohnen um den Bohnenkäfer (Bruchus rufimanus). Die Weibchen legen ihre Eier ab Mitte Juni bis in den Juli auf die Hülsenoberfläche. Bevorzugt werden untere Hülsen und Pflanzen im Schlagrandbereich. Aus den Eiern schlüpfen nach etwa 8 bis 10 Tagen die Larven. Sie bohren sich unmittelbar durch die Eischale und anschließend durch die Hülsenwand in die Samen ein. Mit der Lupe oder der Vergrößerungsfunktion des Smartphones lassen sich die frisch geschlüpften Larven häufig als kleine schwarze Punkte auf den Hülsen erkennen.

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Ackerfuchsschwanz zum Auflaufen bringen

Im Gegensatz zum Windhalm spielt die Verbreitung des AFU mit dem Wind eine geringe Rolle. Die Mehrzahl der AFU-Samen werden im Umkreis von einem halben Meter um die Mutterähre deponiert. Die Bekämpfung des Ackerfuchsschwanz muss deshalb schlagbezogen erfolgen. Angesichts der Resistenzentwicklung reichen Herbizidmaßnahmen allein nicht mehr aus. Vielmehr müssen Fruchtartenwahl und Fruchtfolge, Saatzeit, Bodenbearbeitung und Herbizidmaßnahmen ineinander greifen.
Der Ackerfuchsschwanz ist eine überwinternde, einjährige Pflanze, die zum Großteil im Herbst bei Bodentemperaturen über 3 °C keimt. Optimal für die Keimung sind Bodentemperaturen zwischen 10 und 15 °C. Bei hohen Bodentemperaturen über 25 °C keimt der Ackerfuchsschwanz schlechter. Temperaturen zwischen 10 und 15 °C im Boden herrschen im Herbst von Ende August bis Anfang (im Rheinland bis Mitte) Oktober. In diesem Zeitraum läuft der meiste Ackerfuchsschwanz auf.
Die in der Ackerfuchsschwanzähre gebildeten Samen unterliegen der (primären) Keimruhe. Diese ist umso kürzer, je heißer und trockener das Wetter während der Kornbildung ist. Über 22 °C ist mit einer kurzen primären Keimruhe von 2 bis 3 Wochen zu rechnen. Da der AFU-Samen zum Großteil 8 bis 14 Tage vor der Weizenernte ausfällt, kann der AFU in diesem Fall bereits 2 Wochen nach der Ernte auflaufen. Damit ist in diesem Jahr zu rechnen.

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Getreide – Beizung

Bekämpfung von Wurzelunkräutern auf der Stoppel

Die Ernte ist in diesem Jahr schneller gekommen, als erwartet. Dadurch bleibt mehr Zeit für dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen auf der Stoppel.
Wurzelunkräuter wie Acker- und Zaunwinde, Ackerkratzdisteln, Ackerschachtelhalm, Landwasserknöterich, aber auch Quecken, haben in den letzten Jahren wieder stark zugenommen. Ursache dafür ist die kurze Zeitspanne zwischen Ernte und Neubestellung, auch durch den Anbau von Zwischenfrüchten, und vor allem die reduzierte Bodenbearbeitung.
Durch die frühe Ernte bleibt in diesem Jahr mehr Zeit für einen mehrmaligen, schrittweise tiefer greifenden Grubbereeinsatz, um die Rhizome aus dem Boden zu reißen, damit sie an der Oberfläche vertrocknen. Oft fehlen dafür aber Zeit und Geräte. Zudem wird häufig die Bekämpfungswirkung durch nachfolgenden Regen eingeschränkt, der die Rhizome wieder austreiben lässt.
Zudem kollidiert die frühe tiefe Bearbeitung mit der Notwendigkeit, den Ackerfuchsschwanz nicht tiefer einzuarbeiten, damit er nicht in die „ewige“ Keimruhe fällt.
Deshalb kommt in vielen Fällen nur die chemische Bekämpfung auf der Stoppel in Betracht. Zur Auswahl stehen für die Stoppelbehandlung das Glyphosat sowie Wuchsstoffe (2,4 D) bzw. synthetische Wuchsstoffe (Fluroxypyr im Starane XL), die

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Einsatz von Glyphosat zur Bekämpfung von Problem-Ungräsern und -Unkräutern

Ein wesentlicher Einsatzbereich von Glyphosat liegt in der Bekämpfung von schwer zu bekämpfenden oder gar herbizidresistenten Gräsern und Unkräutern wie Quecke, Disteln, Ampfer, Landwasserknöterich oder auch Kartoffeldurchwuchs auf der Stoppel bzw. vor der Saat bzw. vor dem Auflaufen. Ziel ist die konsequente Reduktion der Verunkrautung außerhalb der Kultur, um den Selektionsdruck durch Herbizide im stehenden Bestand zu reduzieren.

Wirkmechanismus und Möglichkeiten zur Wirkungsverbesserung

Das Glyphosat wird in der grünen Pflanze vollsystemisch wie die Assimilate im Phloem verteilt und in wachsendes Gewebe, Wurzelausläufer und Speichergewebe (Rhizome, Knollen) transportiert.

Durch die rein mechanische Bekämpfung werden Rhizome zerschnitten. Das kann zu einer stärkeren vegetativen Vermehrung führen. Glyphosat hingegen kann bei ausreichender Blattmasse und aktiver Assimilation bis in Rhizome, Wurzelausläufer oder Regenerationsknospen gelangen. Voraussetzung dafür ist allerdings eine ausreichend große assimilierende Blattfläche sowie ein aktiver Stoffwechsel der Unkräuter.

Rhizome der Quecke, Wurzelausläufer von Disteln oder Regenerationsknospen der Ackerwinde werden nur dann sicher erfasst, wenn ausreichend Wirkstoff in diese Pflanzenteile verlagert wird. Zur Bekämpfung von Acker- und Zaunwinde reicht die Solowirkung von Glyphosat nicht aus. Notwendig ist die Ergänzung durch den Wuchsstoff 2,4 D. Schachtelhalm wird durch das Glyphosat nicht vollständig erfasst.

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Mais – Blattdüngung

Nach der ersten Hitzephase zeichnen einige Maisbestände gelblich oder auch lila. Kühle Nachttemperaturen bis zur zweiten Maidekade haben zu einer verhaltenen Jugendentwicklung der Maisbestände beigetragen und erschwerten die P- sowie die Zn-Aufnahme der Pflanzen. Durch den nachfolgenden Temperaturanstieg zu Beginn der dritten Maidekade nahm das vegetative Wachstum der Maisbestände stark zu. Der daraus resultierende Nährstoffbedarf, insbesondere von Phosphor und Spurelementen (z.B. Zn, Cu, Mn, Bor), konnte durch die Maispflanze nicht ausreichend aufgenommen werden, was zu gelblichen oder lila Verfärbungen geführt hat. Wurden in der Zeit auch Herbizidspritzungen (mit Sulfonylharnstoffen wie Foramsulfuron, Nicosulfuron oder Rimsulfuron) durchgeführt, wurden die Symptome verstärkt.. Die Pflanze benötigt für das Entgiften der SHS-Wirkstoffe die Spurenelemente Fe, Zn, Cu und Mn für die Bildung von Enzymen (z.B. Cyt-MOG), die den Herbizidabbau steuern. Für die Entgiftung von Triketonen, z.B. von Mesotrione (Callisto) oder Tembotrione (Laudis), wird zusätzlich Schwefel benötigt.
Im 8- bis 10-Blattstadium des Maises wird die Zahl

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