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Zwischenfrüchte 2026
… Fortsetzung aus Info 13/2026… Aussaattermin optimieren Da wir keine Möglichkeit haben, Ausfallgetreide oder Ausfallraps in den Zwischenfrüchten zu bekämpfen, sollten Zwischenfrüchte erst bestellt werden, wenn die in der Ernte...
Zwischenfrüchte für verschiedene Fruchtfolgen
Tabelle
Zwischenfrüchte 2026
Ziele des Zwischenfruchtanbaus
Erosionsschutz (Bodendeckung + Bewurzelung)
Vermeidung der Evaporation ohne übermäßigen Wasserverbrauch in Trockengebieten
Vermeidung von Übernässung durch hohe Winterniederschläge
Nährstoffkonservierung (Massenaufwuchs)
Bekämpfung von Schaderregern (v.a. Nematoden durch nematodenresistente Kreuzblütler)
Humusaufbau (Wurzelmasse, z.B. Gräser, Phacelia, Leguminosen als N-Partner)
Futterproduktion (Feldgras, Leguminosen)
Stabilisierung des Bodengefüges (Feinwurzelbildung, Phacelia)
Erfüllung der GAP-Konditionalitäten
Je nach Bewertung des Produktionsziels ändern sich die Anforderungen an die Zwischenfrucht, so dass letztlich nur noch wenige Arten infrage kommen. Weitere Restriktionen hinsichtlich der Artenauswahl ergeben sich zudem durch die Auswirkung auf die Fruchtfolge. Dazu einige Beispiele:
In Rapsfruchtfolgen ist aufgrund der Förderung der Kohlhernie auf kreuzblütige Zwischenfrüchte (Senf, Ölrettich) zu verzichten. Insbesondere Senf ist hochanfällig für Kohlhernie.
Außerdem sollte auch der Anbau von Korbblütlern in Rapsfruchtfolgen vermieden werden. Sonnenblumen oder Ramtillkraut werden von den Rapskrankheiten Sclerotinia, Verticillium und Grauschimmel befallen. Sonnenblumen sind Nährstoffräuber, die punktuell zu einer starken Verarmung insbesondere mit Phosphor beitragen. Die Folgen sind vereinzelt, aber regelmäßig auftretende Maispflanzen oder auch Rüben mit P-Mangel-Symptomen. Das Ramtillkraut friert schon durch geringe Frostgrade ab. In den dadurch entstehenden Lücken breiten sich Unkräuter (z.B. Ehrenpeis, Kamille, Stiefmütterchen, Storchschnabel, Vogelmiere) aber auch Ackerfuchsschwanz aus, die im Frühjahr zum Altunkraut werden.
Zwischenfrüchte – Übersicht
Tabelle
Zwischenfrüchte 2025
Zwischenfrüchte in Zuckerrüben-Fruchtfolgen In Zuckerrüben- (oder Mais-) Fruchtfolgen ohne Raps lassen sich nematodenresistente Senf- und Ölrettichsorten als Zwischenfrüchte zur Nematodenbekämpfung eingliedern. Wie die Zuckerrübenwurzel üben die Senf- und Ölrettichwurzeln einen Schlupfreiz auf Nematoden aus. Die Larven dringen in das Wurzelgewebe ein, können sich aber in den Wurzeln resistenter Sorten nicht vermehren. Um einen ausreichenden Bekämpfungs-Effekt zu erzielen, müssen nematodenresistente Senf- oder Ölrettichsorten wenigstens die Hälfte der Bodenbedeckung ausmachen und vor Winter beginnen zu blühen. Bei später Aussaat, wenn Senf und Ölrettich die Blüte nur knapp erreichen, ist der Anteil auf 70 bis 80 % zu erhöhen. Buchweizen sollte nicht vor Zuckerrüben, Kartoffeln oder Leguminosen angebaut werden, da die Bekämpfung des späteren Durchwuchses ähnlich problematisch ist wie die Bekämpfung von Windenknöterich. Zwischenfrüchte können zusätzlich zur Verbesserung der Bodenstruktur beitragen und die Nährstoffverfügbarkeit erhöhen, wodurch langfristig die Fruchtfolge stabilisiert wird und der Anbau wirtschaftlich sinnvoll bleibt sowie ökologische Vorteile entstehen für
Zwischenfruchtmischungen für verschiedene Fruchtfolgen
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Zwischenfrüchte 2025
Zwischenfrüchte als „Grüne Brücke“ für Virosen und Pilzkrankheiten vermeiden
Zu den Nachteilen von Zwischenfrüchten gehört die Übertragung von Krankheiten, z.B. von Virosen, wenn Getreide als Durchwuchs oder als Ansaat (z.B. als Rauhafer) in der Zwischenfrucht steht, oder von Ramularia, Netzflecken oder Rhynchosporium, die ausgehend vom Gerstendurchwuchs in der Zwischenfrucht Primärinfektionen in der benachbarten Gerste auslösen können.
Ein vergleichbares Risiko besteht für den Raps, wenn Ausfallraps in der Zwischenfrucht dominiert bzw. Kreuzblütler als Zwischenfrucht ausgesät werden. Lässt sich Rapsdurchwuchs in der Zwischenfrucht nicht verhindern, müssen in Fruchtfolgen mit mehr als 20 % Rapsanteil (z.B. Raps-WW-Mais) Kreuzblütler als Zwischenfrucht unterbleiben.
Aussaattermin optimieren
Da Ausfallgetreide oder Ausfallraps in Zwischenfrüchten nicht bekämpft werden kann, dürfen Greening- Zwischenfrüchte erst bestellt werden, wenn die in der Ernte ausgefallenen Samen gekeimt haben und mechanisch beseitigt wurden. Dazu sind wenigstens zwei, meist drei Stoppelbearbeitungsgänge vor der eigentlichen Bodenbearbeitung notwendig. Diese erfordern Zeit und vor allem Regen für das Keimen der ausgefallenen Samen.
Hitze bewirkt eine ausgeprägte Keimhemmung des Ausfallgetreides, vor allem der Gerste, die erst durch niedrige Temperaturen (unter 12 °C) gebrochen wird. Zwischenfrüchte nach Wintergerste laufen damit Gefahr, auch nach intensiver Stoppelbearbeitung und später Aussaat in der später auflaufenden Wintergerste „unterzugehen“.
Zwischenfrüchte wie Buchweizen, aber auch Kresse und Senf, selbst Phacelia erreichen zudem bei früher Aussaat die
Verzwergungsvirosen – Ausfallgetreide auch in Zwischenfrüchten kontrollieren
Durch die Ernte von Silomais und den ersten Zuckerrüben wurden Blattläuse aufgescheucht und sind jetzt verstärkt auch in den frisch aufgelaufenen Pflanzenbeständen bzw. im Ausfallgetreide zu finden. Trotz der Nässe springen auch Zikaden herum. Latenter bis deutlich erkennbarer Befall mit Verzwergungsvirosen trat im Frühjahr verbreitet auf. Kontrollieren Sie deshalb Ausfallgetreide und Zwischenfrüchte mit Rauhafereinsaat bzw. Getreidedurchwuchs auf Blattläuse und Stoppelfelder sowie neu bestellte Felder auf umherspringende Zikaden. Anzeichen für Verzwergungsvirosen: Einzelpflanzen, die von der Spitze her vergilben oder sich rot verfärben, später gestaucht wirken und oft übermäßig stark bestocken. Das Herzblatt kommt kaum heraus. Die Blätter fühlen sich zwischen den Fingern prall wie ein Gummibaumblatt (= turgeszent) an. Infolge des Virusbefalls sind der Wassertransport und die Wasserabgabe gestört. Dadurch staut sich das Wasser in den Blättern. Das Virus-Risiko mit dem Weizenverzwergungsvirus ist höher östlich der Linie Schwerin – Erfurt – Würzburg und zieht sich über Hohenlohe rüber in das Rhein-Main-Gebiet.
Zwischenfruchtanbau – Was ist zu beachten?
Ziele des Zwischenfruchtanbaus Erosionsschutz Nährstoffkonservierung N-Fixierung durch Leguminosen Humusaufbau Futterproduktion Stabilisierung des Bodengefüges Bekämpfung tierischer Schaderreger (v.a. Nematoden) Erfüllung der GAP – Konditionalitäten Je nach Wertung des Produktionsziels verändern sich die Anforderungen an die Zwischenfrucht, so dass letztlich nur eine begrenzte Auswahl an Arten infrage kommt. Weitere Einschränkungen hinsichtlich der Artenauswahl ergeben sich zudem durch die Fruchtfolge, da Zwischenfrüchte den gleichen Restriktionen unterliegen wie die Kulturen im Hauptfruchtanbau. Dazu einige Beispiele: In Rapsfruchtfolgen sollte man, um Kohlhernie nicht zu fördern, auf den Anbau kreuzblütiger Zwischenfrüchte verzichten. Vor allem Senf ist hochanfällig für Kohlhernie. Außerdem sollte auch der Anbau von Korbblütlern unterbleiben. Sonnenblumen oder Ramtillkraut werden von den Rapskrankheiten Sclerotinia, Verticillium und Grauschimmel (Botrytis) befallen. In Zuckerrüben oder auch in Kartoffeln und Leguminosen kann der zur Familie der Knöterichgewächse gehörende Buchweizen nur schwer bekämpft werden. Buchweizen kommt im Herbst noch zur Blüte und bildet keimfähige Samen. Aus diesem Grunde verbietet sich
Fruchtfolgegestaltung im Zeichen des Klimawandels
Wurden in den vergangenen Jahrzehnten die Fruchtfolgen meist unter dem Gesichtspunkt der Optimierung des Deckungsbeitrages ausgestaltet, wird das in Zukunft kaum mehr möglich sein. Die eingeschränkte Auswahl an Pflanzenschutzwirkstoffen und die Düngeverordnung begrenzen die Möglichkeiten zur Gesunderhaltung und bedarfsdeckenden Ernährung der Pflanzen. Eine vielfältige Fruchtfolge kann dazu beitragen, Erträge zu stabilisieren, Fruchtfolgekrankheiten einzudämmen und Problemunkräuter gezielt in der Fruchtfolge unterdrücken zu können. Begünstigt durch die ansteigenden Temperaturen können neue Kulturen die Fruchtfolgen erweitern, da die Vegetation imFrühjahr früher und schneller in Gang kommt und im Herbst spürbar länger anhält.
Im Norden wird die Auswahl an Kulturen durch den Langtag, die begrenzte Wärmesumme und die oft unsichere Frühjahrsbestellung eingegrenzt. Neben den typischen Winterungen können auf besseren Böden Ackerbohnen, Hafer, Sommerweizen und -gerste angebaut werden. Zudem wurde auch Körnermais mit einer Reifezahl von 210 bis 220 in den letzten Jahren auch in Mecklenburg reif. Damit die Rapserträge nicht weiter abfallen und um
Zwischenfrüchte – Wenn es geht, Zwischenfrüchte walzen!
Vor diesem Zeitraum sind lediglich Maßnahmen ohne Eingriff in den Boden wie das Walzen zulässig. Nachdem der Schnee weggetaut ist, kann auf gefrorenem Boden gewalzt werden, ohne die Bodenstruktur zu gefährden. Durch das Walzen werden die Stängel geknickt, dadurch der Wasserstrom und die Nährstoffaufnahme unterbunden.
Walzen setzt den Abbau der Zwischenfrüchte in Gang
Der Walzgang hilft somit den Abbau der Zwischenfrüchte in Gang zu bringen und gleichzeitig gasförmige Stickstoffverluste zu reduzieren. Die in der Zwischenfrucht stehenden kleinkörnigen Leguminosen wie der Alexandriner Klee profitieren durch den besseren Lichteinfall und können über Winter weiterwachsen.
Ein gutes Arbeitsergebnis wird mit Prismenwalzen erreicht. Ziel ist die Pflanzenstängel zu brechen und die Blätter anzureißen, um durch die größere Oberfläche bzw. die kleinen Pflanzenteile die Verrottung zu fördern.
Grundlagen zu Zwischenfrüchten
Gleichmäßige Bestände bilden die Voraussetzung für guten Ackerbau. Das gilt auch für Zwischenfrüchte. Wenn diese nicht gleichmäßig auflaufen und ungleichmäßig über den Acker verteilt sind, können sie die Anforderungen, die an sie gestellt werden, nicht erfüllen. Je höher die Anzahl unterschiedlicher Arten und je größer die Varianz der Korngrößen, umso weniger ist der Anspruch an eine optimale Verteilung und an einen gleichmäßigen Feldaufgang gewährleistet.
Aus diesem Grund empfehlen wir Zwischenfruchtmischungen mit wenigen und vor allem exakt definierten (Keimfähigkeit, TKG) Bestandteilen zu verwenden oder Eigenmischungen zu erstellen, die den Anforderungen auch gerecht werden. Vor allem aber dürfen wir uns mit den Zwischenfrüchten keine Nachteile einhandeln, die wir später nicht mehr in den Griff bekommen.
Steht allerdings kein Saatgut für die Eigenmischung zur Verfügung, sind wir gezwungen, auf Fertigmischungen zurückzugreifen. Bei den Zwischenfruchtmischungen sollten Sie darauf achten, dass nicht mehr als 3 bis 5 Komponenten darin enthalten sind. Der Saatgutlieferant muss für die Keimfähigkeit nicht garantieren.
Zwischenfrüchte als „Grüne Brücke“ für Virosen und Pilzkrankheiten vermeiden
Zu den Nachteilen von Zwischenfrüchten gehört die Übertragung von Krankheiten, z.B. von Virosen, wenn Getreide als Durchwuchs oder als Ansaat (z.B. als Rauhafer) in
Fruchtfolgerestriktionen
Nicht für Rapsfruchtfolgen zu empfehlen
In Rapsfruchtfolgen mit mehr als 20 % Raps-Anteil dürfen im Soloanbau und in (fertigen) Mischungen keine Kreuzblütler (Senf, Ölrettich oder Kresse, Leindotter, Markstammkohl, Rübsen) enthalten sein, die Kohlhernie und Verticillium fördern.
Sonnenblumen, Sommerwicken und Ramtillkraut können Sklerotinia und Verticillium übertragen. Auch Alexandriner- und Perserklee können Sklerotinia verbreiten, das Risiko ist allerdings bei später Aussaat (ab Ende August) eher gering.
Zwischenfrüchte für Rapsfruchtfolgen
Für Rapsfruchtfolgen kommt vor allem Phacelia in Betracht, die zu den Raublattgewächsen (Wasserblattgewächs) gehört und mit keiner landwirtschaftlich genutzten Kultur verwandt ist. Allerdings gibt es Hinweise, dass früh bis Mitte August gesäte Phacelia, als Überhälter für Verticillium in Betracht kommen kann.
Auch Buchweizen kann in einer Rapsfruchtfolge als Zwischenfrucht genutzt werden, sollte aber nicht vor Zuckerrüben, Kartoffeln oder Leguminosen angebaut werden, da die Bekämpfung des späteren Durchwuchses ähnlich problematisch ist, wie die Bekämpfung von Windenknöterich.
Kleinkörnige Leguminosen (z.B. Alexandriner-, Perserklee) können Bestandteil einer Zwischenfruchtmischung in einer Rapsfruchtfolge sein, wenn die Aussaat nicht zu früh (vor Ende August) erfolgt.
Sehr gut geeignet für Rapsfruchtfolgen ist
Zwischenfruchtmischungen für verschiedene Fruchtfolgen
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Norg aus Wirtschaftsdüngern und Zwischenfrüchten
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Zuckerrüben – Einarbeitung von Zwischenfrüchten vor der Aussaat
Fragen für die Einarbeitung
Welche Zwischenfruchtarten haben den Winter überlebt und erscheinen noch grün?
Ist Ausfallgetreide ein Problem?
Stehen bestockte Ungräser wie AFU auf der Fläche?
Wie viel Aufwuchs muss eingearbeitet werden, wie lange sind die Zwischenfruchtstängel?
Welche Sätechnik wird verwendet?
Wie ist die derzeitige Bodenstruktur?
Lässt die Bodenfeuchte eine Bearbeitung überhaupt schon zu?
Vorgehensweise
Im Gegensatz zu Mais steht für die Einarbeitung der Zwischenfrucht vor Zuckerrüben deutlich weniger Zeit zur Verfügung. Das muss bereits bei der Auswahl der Zwischenfrucht berücksichtigt werden. Gräser sind deshalb vor Zuckerrüben weniger gut geeignet.
Durch das Niederwalzen der Zwischenfrucht bei Frost frieren die Zwischenfrüchte recht gut ab.
Darf kein Glyphosat mehr eingesetzt werden (z.B. im Wasserschutzgebiet), kann als Erstes ein zeitiger flacher Arbeitsgang bei Frost nötig sein, vor allem wenn zu weit entwickelter Ölrettich mit Rettichbildung oder stark bestockte Gräser ein Problem darstellen.
Bestockte Gräser (z.B. AFU) werden besser durch Glyphosat bekämpft als durch einen mechanischen Arbeitsgang.
Müssen noch grüne Zwischenfrüchte oder Unkräuter ohne Glyphosat beseitigt werden,
