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Raps – Kürzung und Phoma-Bekämpfung

Raps – Kürzung und Phoma-Bekämpfung

Die Rapsbestände präsentieren sich in diesem Jahr je nach Aussaatdatum, Niederschlagsmenge und Schädlingsdruck sehr unterschiedlich. Im Norden stand zur Saat ausreichend Bodenfeuchte zur Verfügung. Die Bestände liefen zügig und gleichmäßig auf, der Erdflohdruck blieb...

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Weizen – Kürzung im Fahnenblatt

Weizen – Kürzung im Fahnenblatt

Vor allem späte Weizenbestände haben nach dem Regen mit den gestiegenen Temperaturen einen Satz gemacht, aber auch Nebentriebe mitgezogen, so dass die Bestände angesichts der anstehenden Niederschläge drohen, zu dicht zu werden. Dagegen ist die Nebentriebreduktion in den frühen Weizenbeständen weitgehend abgeschlossen und auch kein übermäßiges Längenwachstum mehr zu erwarten.

Zu dichte Bestände mit weichen unteren Internodien müssen dringend noch nachgekürzt und gefestigt werden. Dazu eignet sich die Kombination aus Prohexadion + Ethephon am besten. Auch auf Standorten mit derzeit noch angespanntem Wasserhaushalt im Unterboden sollte die Kürzung erfolgen, wenn in den nächsten Tagen mehr als 20 mm Regen fallen.
Abbildung

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Weizen – Kürzung im Fahnenblatt

Wintergerste – Im Fahnenblatt nachkürzen?

Die erste Wintergerste beginnt das Fahnenblatt zu schieben. Kalte Nächte und häufig strahlungsreiche Witterung der letzten Wochen haben das vegetative Wachstum vor allem der Wintergerste und des Roggens gebremst und zu einer Festigung des Gewebes beigetragen. Allerdings hat das kalte Wetter auch dazu beigetragen, dass die Bestände dichter geblieben sind. Zudem ist mit dem Anstieg der Temperaturen und später einsetzenden Regen mit einem starken Stickstoffschub aus dem Boden zu rechnen, der das Lagerrisiko verstärken wird.

Wann kann auf die Einkürzung im Fahnenblatt verzichtet werden?

Geringe Bodenfeuchte in der Krume: Der Boden ist unter der Bodenoberfläche kaum dunkler als die Bodenoberfläche und rieselt trocken aus der Hand bzw. besteht aus trockenen Kumpen.

Der Halm ist bis zum 3. Knoten (hochgeschobener Bestockungsknoten zählt dabei nicht mit!) kürzer als 25 cm.

Das unterste Internodium ist fest. Man muss die Messerspitze mit Kraftaufwand in den Halm stechen.

Der Bestand lässt weniger als 450 (mehrzeilige)

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Weizen – Kürzung im Fahnenblatt

Winterroggen – Einkürzung und Fungizide

Einkürzung des Winterroggens in EC 39/49

Zeitraum der Kürzung: ab 22.04. bis spätestens 27.04.

Roggen schiebt wie (fast) jedes Jahr ab dem 27.04. die Grannen

nach Vorlage in EC 31/32 (z.B. Moddus (+ CCC) / Prodax + Folicur)

Halm bis zum 3. „echten“ Knoten über 35 cm lang: 0,3 l/ha Cerone / (200 g/ha Ethephon)

bei längerem Halm: + 0,1 l/ha Cerone (70 g/ha Ethephon) pro 5 cm längerem Halm

Roggen im Fahnenblattstadium nur mit Ethephon-Mitteln kürzen:

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Weizen – Kürzung im Fahnenblatt

Wintergetreide – Einsatz von Wachstumsregler

…Fortsetzung aus Info 04/2026…

Anwendung von Wachstumsreglern

Wachstumsregler sollen gespritzt werden, wenn mit Lager zu rechnen ist. Die Aufwandmengen orientieren sich am Lagerdruck (Lagerneigung der Sorte, N-Versorgung, Frühsaat, Bestandesdichte, Halmfestigkeit, geringe Strahlung) und am Wasserhaushalt: Bei geringer Wasserversorgung steigt das Risiko von Mindererträgen durch Wachstumsregler.

Kürzungsmaßnahmen können mit voller Aufwandmenge bei ausreichender Bodenfeuchte (> 60 % nFK) durchgeführt werden. Unter 60 % nFK sind die Aufwandmengen um 20 % zu reduzieren, unter 50 % nFK um 50 %. Unter 40 % nFK ist es sinnvoller, keine Wachstumsregler einzusetzen außer in hochgradig lageranfälligen Beständen.

Im Zweifelsfall ist es besser, Wachstumsregler zu splitten, um erst eine Stabilisierung der unteren Internodien zu erreichen und später, nachdem die Ähren sich gestreckt haben, die oberen Internodien nachzukürzen.

Wann sollen die Wachstumsregler eingesetzt werden?

CCC und Co. früh spritzen, bevor sich der Halm streckt!

Frühe Gibberellin-Synthese-Hemmer wie CCC oder Mepiquat müssen früh gespritzt werden, um die unteren Internodien einzukürzen und zu stabilisieren. Am effektivsten ist das

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Weizen – Kürzung im Fahnenblatt

Raps – Einsatz von Wachstumsreglern

Bedingt durch die anhaltende Vegetationsruhe nordöstlich der Linie Emden – Dresden hob auch in Rapspflanzen mit 12 Blättern der Vegetationskegel nicht mehr als 3 cm ab. Ausnahmen blieben übersäte Bereiche, wo sich die Blätter im Herbst bereits berührten und die Pflanzen sich gegenseitig hochtrieben. Südöstlich dieser Linie ist die Streckung in den früh aufgelaufenen Beständen bereits in Gang gekommen.

Mit dem Übergang in den Langtag werden sich die Sprossachsen des Raps schnell strecken. Infolge der hohen Strahlung der letzten beiden Wochen ist das Gewebe in den meisten Rapsbeständen fest. Infolge der im Vergleich zu den Vorjahren deutlich weniger Tage mit Wachstum im Kurztag ist das Lagerrisiko geringer. In den schwächer entwickelten Beständen steht mehr die Förderung der Verzweigung der Rapspflanzen im Vordergrund.

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Weizen – Kürzung im Fahnenblatt

Wintergetreide – Einsatz von Wachstumsreglern

Lagerrisiko nordöstlich der Linie Emden – Dresden geringer als in den Vorjahren

Die kalten, häufiger auch frostigen Nächte im Herbst sorgten dafür, dass die Getreide-, auch die früh schossenden und früh gesäten Weizensorten, und auch die meisten Rapsbestände, bislang noch nicht abheben. Zudem bewirkte die hohe Strahlung der letzten Woche in ganz Deutschland eine Festigung des Gewebes. Somit ist das Lagerrisiko in diesem Frühjahr geringer als in den Vorjahren. Das kann sich durch feucht-milde Witterung im April/Mai noch ändern, ist aber eher unwahrscheinlich.

Bestandessicherung durch CCC bzw. Manipulator

In Beständen, die bis zum 20. März weniger als 500 kräftige Triebe (Pflanzen je m² x Triebe mit 4 und mehr Blättern) aufweisen, ist ein früher CCC- bzw. Manipulator-Einsatz evtl. in Kombination mit 0,8 – 1,0 l/ha Mn-Chelat oder 2 kg/ha Mn-Sulfat angebracht, um die Ährenzahl abzusichern. Durch die Trockenheit der letzten Wochen wurde Mangan in Abhängigkeit vom pH-Wert im Boden festgelegt, verstärkt auch durch den Frost, der zwischen 10 und 50 cm tief in den Boden eindrang.

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Getreide – Nachkürzen im Fahnenblatt (EC 37/39)

Getreide – Nachkürzen im Fahnenblatt (EC 37/39)

Die Niederschläge in der Osterwoche lassen im Westen mit den angestiegenen Temperaturen einen Stickstoffschub aus dem Boden erwarten. Dadurch steigt das Lagerrisiko. Kürzungsmaßnahmen können im Fahnenblattstadium (EC 37/49) durchgeführt werden, wenn die Ähre im Halm eine Länge von 5 bis 7 cm überschritten hat. Die Lagergefährdung eines Bestandes lässt sich im beginnenden Fahnenblattstadium anhand der folgenden Parameter überprüfen:

Wie dicht ist der Bestand bzw. welche Ährenzahl ist zu erwarten?

Wie lang können die Halme noch werden?

Wie fest sind die Halme?

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Getreide – Nachkürzen im Fahnenblatt (EC 37/39)

Wintergerste und Roggen – Nachkürzung und Fungizide

Wintergerste im Fahnenblattstadium nachkürzen? Die erste Wintergerste hat über Ostern das Fahnenblatt geschoben oder zumindest gespitzt. Angesichts der Trockenheit im Osten und Südosten und den geringen angekündigten Niederschlägen sollte dort auf eine Nachkürzung der Gerste verzichtet werden, wenn im Fahnenblattstadium folgende Kriterien zutreffen: Geringe Bodenfeuchte in der Krume: Der Boden ist unter der Bodenoberfläche kaum dunkler als die Bodenoberfläche und rieselt trocken aus der Hand bzw. besteht aus trockenen Klumpen. Der Halm ist bis zum 3. Knoten (hochgeschobener Bestockungsknoten zählt nicht!) nicht länger als 25 cm. Das unterste Internodium ist fest. Der Bestand lässt weniger als 450 (mehrzeilige) bzw. 600 (zweizeilige Gerste) Ähren je m² erwarten. Ist der Boden im unteren Krumenbereich noch feucht bzw. sind mehr als 20 mm Regen angekündigt, sollte eine vorsichtige Stabilisierung vorgenommen werden, vor allem, um das Ährenknicken zu vermeiden. Bei höherer Ährenzahl + längerem Halm sollte auf Standorten mit derzeit noch ausreichend Wasser unter

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Getreide – Nachkürzen im Fahnenblatt (EC 37/39)

Wintergetreide – Einsatz von Wachstumsreglern im Frühjahr 2025

Die kalten, häufiger auch frostigen Nächte im Herbst sorgten dafür, dass die Getreide-, auch die meisten Rapsbestände, auch die früh schossenden und früh gesäten Weizensorten bislang noch nicht abheben. Zudem bewirkte die relativ hohe Strahlung im Februar eine Festigung des Gewebes. Somit ist das Lagerrisiko in diesem Frühjahr geringer als in den Vorjahren. Das kann sich durch feucht-milde Witterung im April/Mai noch ändern, ist aber eher unwahrscheinlich. In Beständen, die bis zum 20. März weniger als 500 kräftige Triebe (Pflanzen je m² x Triebe mit 4 und mehr Blättern) aufweisen, ist ein früher CCC-Einsatz evtl. in Kombination mit 0,5 – 1,0 l/ha Mn-Chelat oder 2 kg/ha Mn-Sulfat angebracht, um die Ährenzahl abzusichern. Durch die Trockenheit der letzten Wochen wurde Mangan im Boden wieder festgelegt, in Abhängigkeit vom pH-Wert, auch verstärkt durch den Frost, der zwischen 10 und 20 cm tief in den Boden eindrang. Die CCC-Spritzung sollte erfolgen, wenn die

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern im Herbst

Raps – Einsatz von Wachstumsreglern im Herbst

Die Rapsbestände wachsen in diesem Jahr stark auseinander. Die ersten Bestände wurden aus Angst vor dem Erdfloh bereits um den 15. August gesät. Diese Pflanzen erreichen bereits das 8-Blattstadium und müssen dringend gestaucht werden, wenn das nicht schon erfolgt ist. Einige Sorten wie Ambassador beginnen bereits im Überlappungsbereich den Stängel zu bilden. Der letzte Raps wurde erst zu Beginn der vergangenen Woche um den 9. September gesät. Dieser lief recht zügig auf und ist aktuell im 2-Blattstadium. Es gibt auch Rapsbestände, die in der Trockenheit Ende August ganz unterschiedlich aufgelaufen sind. Die am weitesten entwickelten Rapspflanzen haben inzwischen sechs Blätter und müssen dringend gekürzt werden, während die zuletzt aufgelaufenen Pflanzen inzwischen zwei Laubblätter bildeten. Die Rapspflanzen treiben sich gegenseitig hoch, wenn sich die Blätter berühren. Deshalb neigen enger stehende Pflanzen in dichten Beständen stärker zum vorzeitigen Schossen. Hat der Raps gegen Ende des Langtages (20.09.) bereits sechs und mehr Blätter

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern im Herbst

Sommergetreide – Ertragssicherung

Kürzung und Fungizideinsatz im Sommergetreide Infolge der verspäteten Aussaat bleibt das Sommergetreide kurz. In den erst nach Ostern gesäten Beständen ist eine Kürzung nur dann nötig, wenn mit mehr als 450 Rispen/m² (Hafer) bzw. mit mehr als 600 Ähren/m² (Sommergerste) zu rechnen ist. Allerdings ist das Halmgewebe nicht sehr fest, so dass eine Festigung durch Ethephon doch angebracht sein kann. Test: Stechen Sie mit der kleinen Klingen eines Taschenmessers in die unteren Halmabschnitte. Müssen Sie Kraft aufwenden, ist der Halm fest (= keine Festigung notwendig), geht die Messerspitze leicht durch, ist er weich (120 – 200 g/ha Ethephon).
Aktuell haben die meisten Sommergersten- und Haferbestände EC 32 erreicht und befinden sich in der „Großen Periode“, die bis zum 20.05. abgeschlossen sein dürfte. Danach ist eine moderate Festigung bzw. Kürzung ohne Risiko möglich.
In der Sommergerste sind immer wieder erste Infektionen mit Ramularia zu finden (s. Abb. 4), die sich nach

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern im Herbst

Getreide (Weizen, Gerste) – Nachkürzen im Fahnenblatt (EC 37/39)

Die aktuelle Bodenfeuchte lässt mit den steigenden Temperaturen einen verstärkten Stickstoffschub aus dem Boden erwarten. Zusammen mit den oft weichen Halmen steigt das Lagerrisiko. Kürzungsmaßnahmen können im Fahnenblattstadium (EC 37/49) durchgeführt werden, wenn die Ähre im Halm eine Länge von 5 bis 7 cm überschritten hat. Die Lagergefährdung eines Bestandes lässt sich im beginnenden Fahnenblattstadium anhand der folgenden Parameter überprüfen:

Wie dicht ist der Bestand bzw. wie hoch die zu erwartende Ährenzahl?

Wie lang können die Halme noch werden?

Wie fest sind die Halme?

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern im Herbst

Gerste und Roggen – Nachkürzen im Fahnenblattstadium

Die Lageranfälligkeit von Wintergerste und Roggen hängt von der Bestandesdichte, der Halmlänge und der Halmfestigkeit ab. Wenn die Gerste im Fahnenblatt mehr als 600 kräftige Triebe je m² hat, der 3. echte Knoten sich mehr als 25 cm vom Bestockungsknoten abgehoben hat und die unteren Internodien sich noch weich anfühlen, muss intensiv nachgekürzt und der Halm gefestigt werden. Bei der Kürzung im Fahnenblattstadium haben wir mit dem Prohexadion (Fabulis, Medax Top, Prodax) bessere Erfahrungen als mit dem reinen Trinexapac, das eine stärkere Verzögerung des Ährenschiebens verursacht, gemacht. Weiches Gewebe an der Halmbasis erfordert die Zumischung von Ethephon-Mitteln.
Tabelle

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern im Herbst

Wintergetreide – Wachstumsregler

In früh schossenden bis Ende September (im Rheinland bis 10. Oktober) gesäten Weizensorten (u.a. Chevignon, Complice, Julie, Kashmir, Lemmy, Rubisco) sind die untersten Knoten bereits im Abheben und drohen länger zu werden. Lange untere Internodien und infolge der geringen Strahlung weiches Gewebe erhöhen das Lagerrisiko. Damit ist in allen bis 10. Oktober aufgelaufenen Beständen zu rechnen. Gleichzeitig setzt die Triebreduktion ein.
In diesem Fall ist es angebracht, mit einer Trinexapac-Spritzung die unteren Knoten zu festigen, sobald das 1. Internodium 3 bis 4 cm lang ist, das 2. Internodium etwa 1 cm.
Vorwiegend auf mit Steinen durchsetzten, sandigen, lockeren Standorten mit hohen pH-Werten zeichnet sich in den früh aufgelaufenen Beständen auch Mangan-Mangel ab. Dieser verstärkt wiederum die Triebreduktion. Die früh schossenden Bestände laufen dann Gefahr zu dünn zu werden. Deshalb sollte die 2. N-Gabe (zum Schossen) in diesen Beständen in den nächsten Tagen ausgebracht werden, insbesondere wenn mit Harnstoff (+ Urease-Hemmer)

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern im Herbst

Getreide – Frühe Kürzung und früher Fungizideinsatz nötig?

Die milde Witterung der letzten Wochen bewirkte, dass das Wintergetreide vegetativ weit entwickelt ist, während die generative (Ähren-) Entwicklung im Vergleich dazu noch etwas zurückgeblieben ist. Oder anders ausgedrückt, die Entwicklung der Ährenanlagen ist noch nicht so weit, wie aufgrund des äußeren Bildes zu erwarten wäre. Die Ursache dafür liegt in der geringen Einstrahlung und in der unzureichenden Ausbildung der Feinwurzeln. Dadurch bewegte sich auch der Cytokinin-Status auf einem niedrigen Niveau. Mit der Folge, dass das (frühe) Wintergetreide nicht so stark bestocken konnte, wie aufgrund der Temperatursummen und der Blattmasse zu erwarten war. Auch wird der niedrige Cytokinin-Status die Ährenanlage beeinträchtigen, es werden also weniger Spindelstufen gebildet. Das dürfte insbesondere bei der Wintergerste der Fall sein. Anders als der Weizen kann die Gerste zu geringe Bestandesdichte und weniger Spindelstufen nicht über die Anzahl der Körner je Ährchen kompensieren.
Des Weiteren ist der Vernalisationsbedarf erfüllt, so dass das Schossen der Bestände

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Die vor dem 22.08. gesäten Rapsbestände haben bereits das 6-, teils schon das 8-Blattstadium erreicht und müssen dringend gestaucht werden, um sich nicht zu überwachsen. Ein Teil der Rapsbestände musste dage- gen nachbestellt werden bzw. wurde erst in der vergangenen Woche gesät. Deshalb ist in diesem Jahr ein differen-zierter Einsatz der Wachstumsregler erforderlich. Aufmersamkeit ist in Beständen, in denen bei der Herbizidstrategie auf Belkar gesetzt wurde, geboten. In diesen darf dann kein Metconazol eingesetzt wer- den.
Infolge der sich abzeichnenden regnerischen Witterung muss auch mit Phoma gerechnet werden, auch wenn die Rapssorten inzwischen deutlich weniger anfällig sind, solange Tagestemperaturen über 10 °C + Regen
Wind herrschen. Kontrollieren Sie deshalb auch Ausfallrapspflanzen auf dem Nachbarschlag auf den Be- fall mit Phoma.
Raps im 6-Blattstadium gegen Ende des Langtages

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Weizen – Hohes Lagerrisiko

In der Mehrzahl der Weizenbestände ist die „Große Periode“ der Ähre abgeschlossen. Eine eventuell notwendige Nachkürzung kann deshalb in diesen Tagen vorgenommen werden. Bei der Mittelwahl ist zu unterscheiden, ob

der Weizen eingekürzt werden soll. Das ist in den (dichten) Beständen der Fall, die im Fahnenblattstadium eine Höhe von 60 cm bis zur Ligula überschritten haben. Für die Einkürzung kommen Moddus, Fabulis, Medax Top oder Prodax in Betracht.

oder der Halm durch Ethephon gefestigt werden muss. Dafür stehen Cerone, Camposan oder Bogota zur Verfügung.

Mit sehr hohem Lagerrisiko ist zu rechnen

ab einer zu erwartenden Bestandesdichte (kräftige Triebe mit voll entwickelter Ähre) vonmehr als 480 Ähren/m² in lageranfälligen Sorten (BSL-Note 6 und höher) mehr als 530 Ähren/m² bei Sorten mit stärkerer Lagerneigung (BSL-Note 5) ab 580 Ähren/m² in weniger lageranfälligen Sorten (BSL-Note 4) ab 600 Ähren/m² in standfesten Sorten (BSL-Note 3 und besser).

bei weichen Halmen: Die Festigkeit eines Halmes

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern – Herbst 2023

Sommergetreide – Unkrautbekämpfung und Pflanzenschutz

Das Ende Februar bis Mitte März gesäte Sommergetreide hat inzwischen das 6-Blattstadium erreicht und meist 2 bis 3 Nebentriebe gebildet. Das später gesäte Sommergetreide fängt in diesen Tagen an zu bestocken. Im früh gesäten Sommergetreide dürften die meisten Unkräuter inzwischen aufgelaufen sein und können mit Blattherbiziden bekämpft werden:

EC 25/29:

60 g/ha Saracen + 40 g/ha Concert SX Dikotyle außer Ehrenpreis

60 g/ha Saracen + 35 g/ha Dirigent SX Dikotyle + Kerbel

70 g/ha Biathlon 4D + 30 g/ha Concert SX Dikotyle incl. Ehrenpreis

Ist Flughafer noch kaum aufgelaufen, ist es sinnvoller, die aufgelaufenen dikotylen Unkräuter, vor allem Ausfallraps, Windenknöterich und Melden, jetzt zu bekämpfen und den Flughafer später mit Axial auszuschalten.

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