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Raps – Einsatz von Graminiziden

Raps – Einsatz von Graminiziden

Ausfallgetreide und Unkrautsamen sind infolge der Trockenheit verbreitet kaum aufgelaufen. Mit dem verstärkten Keimen ist nach den Niederschlägen in den nächsten Tagen zu rechnen.

Um zu vermeiden, dass der frisch gesäte Raps im Ausfallgetreide unterdrückt wird, ist es angeraten, dieses spätestens im 3- bis 4-Blattstadium mit Graminiziden herauszuspritzen. Für die Wirkung der FOP-Mittel sind wenigstens 60 %, besser 70 % relative Luftfeuchte nötig. Bei geringerer Luftfeuchte können sie die Wachsschicht und Kutikula schlecht durchdringen. Die Formulierung der Mittel erleichtern das Eindringen.

Inzwischen ist eine Unzahl von Nachbauprodukten auf dem Markt, deren Formulierung vielfach zu wünschen übrig lässt. Aus diesem Grund beschränken wir unsere Empfehlungen auf Standard-Produkte, über die uns keine nachteiligen Erfahrungen vorliegen.

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Raps – Einsatz von Graminiziden

Raps – Herbizide zur Herbstanwendung

Bodenherbizide werden aus der Bodenlösung über Keimling, Wurzeln, Hypokotyl oder aus dem Spritzbelag auf der Bodenoberfläche über das Keimblatt aufgenommen. In jedem Fall ist dazu ausreichend Wasser notwendig, umso mehr, je weniger wasserlöslich der Wirkstoff ist. Durch trockenen Boden ist die Wirkung eingeschränkt.

Um die Wirkung sicherzustellen, muss der Boden ausreichend feucht sein oder nach der Anwendung wenigstens so viel Regen fallen, dass die oberen 3–5 cm des Bodens gut durchfeuchtet werden. Dazu sind auf ausgetrockneter Krume wenigstens 10 mm auf sandigen und bis zu 25 mm auf lehmigen und tonigen Böden notwendig.

Etwa 5–10 mm werden je nach Bodenart und Bodenfeuchte benötigt, damit die Wirkstoffe aktiviert werden. Weitere 5–15 mm sind für eine ausreichende Wirkstoffaufnahme durch die Unkräuter notwendig. Letztere hängt auch von der Kontaktfläche im Boden ab: Je feinkrümeliger und kompakter die Bodenoberfläche ist, desto intensiver ist der Kontakt zwischen Wirkstoff und Unkraut.

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Wintergetreide – Herbizide zur Herbstanwendung

Wintergetreide – Herbizide zur Herbstanwendung

Bodenherbizide gegen Gräser im Getreide
Der Wegfall des Flufenacet (FFA) ist beschlossene Sache. Bis Herbst 2026 dürfen Flufenacet-haltige Herbizide noch aufgebraucht werden. Ob danach das Cinmethylin (enthalten im Luximo) zur Verfügung steht, ist unklar. Die Alternativen zur Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz & Co. bestehen aus Wirkstoffen, die schon vor dem Flufenacet zur Verfügung standen, z.B. CTU, Pendimethalin, Prosulfocarb. Das damals verbreitet eingesetzte IPU darf inzwischen in der EU nicht mehr verwendet werden.
Sollte das Luximo keine rechtzeitige Zulassung erhalten, müssen wir die zur Verfügung stehenden Wirkstoffe effektiv einsetzen. Dazu müssen wir uns mit deren Eigenschaften auseinandersetzen.
Die Wirkung eines Bodenherbizides hängt zum einen ab
von der Wirksamkeit des Wirkstoffes gegen das betroffene Unkraut,
vom Verhalten des Wirkstoffes im Boden,
von der Aufnahme und der Verteilung des Wirkstoffes in der Pflanze,
vom Abbau des Wirkstoffes im Boden und in der Pflanze.
Das Verhalten eines Wirkstoffes im Boden wird gekennzeichnet
durch die Wasserlöslichkeit (g bzw. mg Wirkstoff je l Wasser)
Je höher die Wasserlöslichkeit, umso besser verteilt sich der Wirkstoff im Boden. Im Vergleich zum

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Wintergetreide – Herbizide zur Herbstanwendung

Getreide – Gräserbekämpfung zu Vegetationsbeginn im Frühjahr 2025

Nach Auswertungen von Agris42 wiesen 2024 immerhin 69 % der eingesandten AFU-Proben (Verdachtsproben) Resistenzen gegenüber den Wirkstoffklassen A (ACCase-Hemmer) und B (ALS-Hemmer) auf, beim Weidelgras waren es 20 %, Windhalm 6 %, Trespen 4 %, sonstige (Dikotyle) 1 %. Für die Frühjahrsbehandlung gegen Gräser stehen allerdings ausschließlich Herbizide dieser Wirkstoffklassen zur Verfügung. Die Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz hat auf Problemflächen Priorität, sobald die Temperaturen tagsüber über 8 °C ansteigen. Zu Beginn einer Schönwetterphase (häufig in der 2. Märzwoche*) wirken die Sulfonylharnstoffe gut, wenn der Ackerfuchsschwanz noch klein ist, die Luftfeuchtigkeit i.d.R. noch hoch ist und die Blätter weich sind. Nachtfröste bis – 3 °C in dieser Phase beeinträchtigen die Unkrautwirkung nicht, erschweren dem Getreide jedoch den Abbau der Wirkstoffe. Gut entwickelte und mit Spurenelementen versorgte Pflanzen erholen sich innerhalb von 2 bis 3 Wochen. Vorsicht in frostgeschädigten Beständen. Diese müssen vor der Behandlung mindestens ein neugebildetes Blatt als Indiz für einen

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Wintergetreide – Herbizide zur Herbstanwendung

Raps – Herbizideinsatz im Frühjahr

Ungrasbekämpfung mit Propyzamid im Frühjahr Eine Reihe von Rapsbeständen wurden im Herbst nicht mehr mit Propyzamid (im Kerb, Groove, Credence,Milestone) gegen Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser behandelt. Das Propyzamid hat eine hohe Persistenz im Boden und sollte auf Standorten mit längeren Trockenphasen bis spätestens Ende Februar gespritzt werden, wenn der nachfolgende Weizen noch im September gesät werden soll. Kerb flo (Credence, Groove): Mit 1,25 l/ha werden Ausfallgetreide und flach keimende, auch noch nicht aufgelaufene Gräser wie Windhalm, Hirsen, Flughafer, Jährige Rispe, mit 1,5 l/ha Trespe sowie mit 1,8 l/ha auch Ackerfuchsschwanz, Weidelgras, Vogelmiere und Ehrenpreis erfasst, wenn die Ungräser nicht zu tief wurzeln. Gegen bestockten, schon tiefer wurzelnden Ackerfuchsschwanz können 1,5 l/ha Focus Ultra + 1,5 l/ha Dash zugemischt werden. Auf Problemstandorten mit Ackerfuchsschwanz muss Focus Ultra auf 2,5 l/ha + 2,5 l/ha Dash erhöht werden. Die Zumischung von Focus Ultra erfordert, dass tagsüber wenigstens 8 °C herrschen und danach kein

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Raps – Hinweise zur Kerbspritzung

Raps – Hinweise zur Kerbspritzung

Der Wirkstoff Propyzamid im Kerb bzw. Milestone beeinflusst wie das Pendimethalin als Mikrotubuli-Hemmer die Zellentwicklung empfindlicher Pflanzen. Das Propyzamid ist in der HRAC-Gruppe 3, früher K1, eingestuft. Dadurch unterscheidet sich Propyzamid grundlegend von den vorwiegend im Getreide verwendeten ACCase-Hemmern (FOP-, DEN-, DIM-Mittel), ALS-Hemmern (Mesosulfuron, Pyroxsulam, Propoxycarbazone) oder Harnstoffderivaten (CTU, Metribuzin). Dadurch kann das Resistenzrisiko von Ungräsern umgangen werden.
Verhalten von Propyzamid im Boden
Das Propyzamid dringt maximal 2 cm tief in den Boden ein und wird hauptsächlich über die Wurzeln aufgenommen. Feuchtkalte Witterung ermöglicht die Aufnahme des Wirkstoffs, gleichzeitig ist der Abbau in den Gräsern verlangsamt. Daher ist eine Anwendung erst bei anhaltenden Bodentemperaturen unter 7 Grad Celsius ratsam (auch unter der Krume). Die Wirkung tritt nach einer Anwendung während der Vegetationsruhe erst ein, wenn die Gräser im Frühjahr wieder zu wachsen beginnen.

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Raps – Hinweise zur Kerbspritzung

Raps – Herbizidstrategien – Herbst 2023

Herbizide im Raps – Clomazone bei starker Belastung durch Kreuzblütler
Voraussetzung: Clomazone-Anwendung ist zulässig (< 25 °C, Abstandsregelung) Bodenoberfläche muss feinkrümelig und gut rückverfestigt sein Klutige Böden und lockere Böden deshalb nach der Saat walzen Behandlung im VA bis 72 Std. nach der Saat (3. Tag) Ackerfuchsschwanz-Bekämpfung im Raps VA Bereits aufgelaufener AFU muss im VA mechanisch bekämpft bzw. mit Glyphosat herausgespritzt werden, damit er nicht zu groß wird. 400 g/ha Metazachlor (0,8 l/ha Fuego) gegen AFU im Keimen NA 1,8 l/ha Focus Ultra + 1,0 l/ha Dash (AFU 2 bis 3 Blätter + Ausfallgetreide) 0,5 l/ha Select 240 + 1,0 l/ha Radiamix (AFU 3 bis 4 Blätter) Aus Verträglichkeitsgründen ab Oktober keine Mischung von Select mit anderen PSM und maximal 0,5 l/ha Radiamix! NAH 1,5 bis 1,75 l/ha Kerb Flo (Boden unter 10 °C).

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Raps – Hinweise zur Kerbspritzung

Getreide – Gräserbehandlung zu Vegetationsbeginn im Frühjahr

Die Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz hat auf Problemflächen Priorität, sobald die Temperaturen tagsüber über 8 °C ansteigen. Zu Beginn einer Schönwetterphase (häufig in der 2. Märzwoche*) wirken die Sulfonylharnstoffe gut, wenn die Blätter weich sind und die Luftfeuchtigkeit i.d.R. noch hoch ist und auch der Ackerfuchsschwanz noch nicht so weit entwickelt ist. Nachtfröste bis – 3 °C in dieser Phase beeinträchtigen die Unkrautwirkung nicht, erschweren dem Getreide jedoch den Abbau der Wirkstoffe.

*) Mesosulfuron-, Iodosulfuron- und Propoxycarbazone-haltige Mittel dürfen auf drainierten Schlägen erst ab dem 16. März gespritzt werden. Ab. 16.3. haben folgende Mittel eine Drainauflage: Niantic 500, Pacifica Plus, Atlantis Flex, Husar + Mero.

Gut entwickelte Pflanzen erholen sich innerhalb von 2 bis 3 Wochen. Vorsicht ist in frostgeschädigten Beständen geboten. Diese müssen vor der Behandlung mindestens ein neu gebildetes Blatt als Indiz für einen intakten Vegetationskegel aufweisen.

Trespen bilden seit Jahren das Problemunkraut Nummer 1 auf vielen Schlägen. Ursachen

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