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Weizen – Ährendüngung 2026
Starkes Melieren der Bestände, die auf geringe Bodenunterschiede oder Überlappungen beim Düngerstreuen und selbst von weitem sichtbar auf vorjährige Mäuselöcher zeichnen, wenn sich die N-Düngung im Rahmen des Zulässigen bewegte, sind Anzeichen für ein Nachlassen der N-Freisetzung aus dem Boden. Hinzu kommt, dass die P-Versorgung der Böden gerade auf den ertragsstarken Teilflächen abfällt, wenn auf Dauer mehr Phosphor entzogen als gedüngt wurde.
Die Restriktion der N-Düngung durch die DüV wirkte sich zuerst auf den Proteingehalt und den Sedimentationswert, mittlerweile aber auch auf den Ertrag aus.
Inzwischen müssen wir alle Register ziehen, um noch respektable Qualitäten zu erzielen.
Dazu zählt auch die Ährendüngung. Durch die Spritzung mit Stickstoff in die Ähre nach der Blüte lassen sich Eiweißgehalt und Sedimentationswert positiv beeinflussen. Der Ausnutzungsgrad der Spritzung ist im Vergleich zur Düngung über den Boden deutlich höher. Durch 10 kg/ha N ließen sich die Proteingehalte im Korn um 0,4 bis 0,7 % steigern.
Winterweizen – Spätdüngung
N-Spätdüngung an die Nachlieferung anpassen
Trockenheit und kühle Nachttemperaturen ließen im April die N-Freisetzung aus dem Boden, aber auch den gedüngten Stickstoff nur langsam in Gang kommen. Nach den Niederschlägen Ende April/Anfang Mai und bei Bodentemperaturen über 12 °C ist mit einem deutlichen Anstieg der N-Mobilisierung und N-Aufnahme aus dem Boden zu rechnen.
Bei der noch ausstehenden N-Düngung ist zum einen
der aktuelle Versorgungszustand der Bestände zu beachten,
der N-Vorrat in den unteren Bodenschichten,
sowie die noch zu erwartende N-Nachlieferung zu berücksichtigen.
Aktuelle N-Versorgung ermitteln
Mit dem Yara-N-Tester können Sie die aktuelle N-Versorgung indirekt über die Chlorophylldichte bestimmen. Die ausgewiesenen Werte (zwischen 500 und 750) sind als Relativwerte zu betrachten. Diese müssen für die Sorten kalibriert werden und können je nach Tageszeit, Blattnässe, N-Form oder abhängig von der Versorgung mit anderen Nährstoffen schwanken.
Mit dem Nitra-Check ermitteln Sie die Nitrat-Konzentration im Zellsaft. N-Tester und Nitra-Check geben Auskunft über die aktuelle
Kälte und Trockenheit
N-Nachlieferung springt im Osten nicht an
Kälte und geringe Niederschläge mit Ausnahme des äußersten Westens ließen die N-Freisetzung aus dem Boden bislang nur langsam in Gang kommen. Auch in den nächsten 14 Tagen ist aufgrund der anhaltenden Trockenheit nicht mit einer nennenswerten Mineralisierung zu rechnen. So dürfte die N-Freisetzung erst im Mai, wahrscheinlich erst nach den Eisheiligen ab Mitte Mai voll anspringen. Aufgrund der überwiegend guten Bodengare ist dann eine hohe N-Mineralisation zu erwarten, die durch die Durchfeuchtung des Bodens nach der Trockenheit einsetzen wird. So können wir uns bei der Spätdüngung zurückhalten, sollten aber aktuell eine Zwischendüngung einplanen.
Nach verhaltener Startgabe kommt auch eine bereits gefallene Anschlussdüngung aufgrund von Trockenheit und der bislang kalten Nächte nur zögernd zum Wirken. Deshalb ist eine Zwischendüngung mit AHL angebracht, solange noch genug Tau fällt. Die Ausbringung mit AHL erfolgt am besten gegen Abend mit Flachstrahldüsen.
Das nicht über das Blatt aufgenommene AHL
Wintergetreide – Ertrags- und Spätdüngung (Fortsetzung aus Info 06/26)
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Wintergetreide – Ertrags- und Spätdüngung
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Mais – Stickstoff-Düngung
Der bis Krumentiefe und regional bis 50 cm eingedrungene Frost hat die Bodenstruktur stark verbessert. Deshalb ist ab Mitte Mai mit einer höheren Nachlieferung aus dem Boden zu rechnen.
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Sommergetreide – Wie muss die Düngung erfolgen?
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Raps und Wintergetreide – Wie hoch muss die Startgabe ausfallen?
Die Mehrzahl der Winterungen sind derzeit ausreichend gut entwickelt, selten überwachsen. Ab Mitte Oktober gesäte Getreidebestände befinden sich oft erst im 4-Blattstadium und haben begonnen zu bestocken. Ab Anfang November gesäte Weizenbestände waren bis Vegetationsende um den 20.11. oft noch nicht aufgelaufen.
Bei der Wahl der Stickstoffform müssen
die Bestandes- und Wurzelentwicklung,
der Nitratgehalt im Wurzelraum,
die Bindigkeit des Bodens,
die Bodenfeuchtigkeit,
der voraussichtliche Temperaturverlauf im Frühjahr und
die Versorgung mit Schwefel, Kalzium oder Phosphor bzw. Kalium berücksichtigt werden. Für bereits bestockte Getreide- und Rapsbestände ab dem 10-Blattstadium spielt es eine untergeordnete Rolle, in welcher Form der Stickstoff gedüngt wird. Für den Raps sind Nitrat-haltige Dünger eher kontraproduktiv, da das Nitrat das Blattwachstum verstärkt und die Konkurrenz zwischen Blätter und Knospen verstärkt. Bei früher Düngung steigt das Schadrisiko durch Wechselfröste. Zudem werden die Blütenstände später geschoben. Im bestockten Getreide werden durch Nitratdünger unproduktive Nebentriebe 2. Ordnung gefördert und deren Reduktion
Raps und Getreide – Das müssen Sie zu Entwicklung und Krankheiten wissen
Der bis Anfang Oktober aufgelaufene Weizen konnte bis Ende November am Hauptrieb noch 5 bis 6 Blätter bzw. 3 bis 5 Triebe je Pflanze bilden (600 bis 1.000 Triebe je m²). Doppelringstadium ab dem 05.03. Stärker entwickelte Bestände sind nur selten anzutreffen. Der nach dem 10. Oktober aufgelaufene Weizen begann nur entlang der Rhein-Main-Schiene und im Weser-Ems-Gebiet noch im Herbst zu bestocken.
Ein Großteil der Weizenbestände hat nur 3 bis 4 Blätter je Pflanze bzw. beginnt gerade zu bestocken. Mit dem Doppelringstadium ist in diesen Beständen nicht vor dem 15.03. zu rechnen. Aus diesem Grund ist eine frühzeitige Startgabe mit harnstoffhaltigem Dünger bzw. die Startgabe mit KAS angesagt, um die Cytokinin-Konzentration in den Pflanzen anzuheben und die Bestockung und Ährenanlage zu fördern.
Die Andüngung mit nitrathaltigen N-Düngern ist zu empfehlen, wenn in der Krume (30 cm) weniger als 15 kg/ha Nmin in sandigen bis 30 kg/ha Nmin in schweren Böden
Raps – Herbstdüngung
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Weizen – Ährendüngung
Die Weizenernte war 2024 mit durchschnittlich 67,9 dt/ha im Ertrag niedriger als 2003. Anders als 2003 lagen die Proteingehalte nur noch bei 11,4 %. Die Begrenzung der N-Düngung durch die DüV machte sich drastisch bemerkbar. 2024 wirkten sich das niedrige N-Angebot und die geringe Strahlung negativ aus. Letzteres war auch 2016 der Fall. Trotzdem wurden 2016 noch 76 dt/ha mit 12,6 % Protein geerntet. In diesem Jahr (2025) waren die Nmin-Vorräte im Böden höher. Kühle Temperaturen und Trockenheit schränkten aber die N-Freisetzung ein. Hinzu kommt, dass das potentielle Nmob aus dem Boden in den letzten Jahren stark nachgelassen hat. Die geringe Freisetzung erkennt man am starken Melieren der Böden, die auf geringe
Winterweizen – Qualitätsdüngung
Trockenheit und Kälte schränkten bis Ende April die N-Freisetzung aus dem Boden ein. Mit den Niederschlägen vor und nach Ostern kam zunächst der im Boden vorliegende mineralische Stickstoff zum Wirken. Die N-Mobilisierung kam bislang noch nicht richtig in Gang und wird auch in den nächsten 14 Tagen auf sich warten lassen, wo die Böden kaum durchfeuchtet wurden. Bleiben die Böden feucht und steigen die Bodentemperaturen über 15 °C, setzt die N-Nachlieferung verstärkt ein. Damit ist ab dem 20. Mai zu rechnen. Eine Zwischendüngung, die von der Spätdüngung abgezogen werden muss, kann bei bisher knapper Kalkulation angebracht sein. Ob die Zwischendüngung notwendig ist, zeigen der N-Tester oder der Blattvergleich: Beim letzteren werden die Blätter nebeneinandergehalten: Hellt das 4. Blatt von oben gegenüber dem 3. Blatt deutlich auf, lagert die Pflanzen Stickstoff aus, um damit den Neuzuwachs zu versorgen. In diesem Fall können 25 kg/ha N gedüngt werden. Ist das 3. Blatt
Kälte und Trockenheit
N-Nachlieferung springt im Osten nicht an Kälte und Trockenheit ließen die N-Freisetzung aus dem Boden bislang nur langsam in Gang kommen. Auch in den nächsten 14 Tagen ist östlich der Mittelgebirge aufgrund der anhaltenden Trockenheit noch nicht mit einer nennenswerten Mineralisierung zu rechnen. Die wenigen Millimeter Regen reichten nicht aus, um den Boden soweit zu durchfeuchten, dass die N-Nachlieferung in Gang kommt. So dürfte die N- Freisetzung erst nach den Eisheiligen (ab Mitte Mai) voll anspringen. Aufgrund der guten Bodengare ist dann eine hohe N-Mineralisation zu erwarten, die durch die Durchfeuchtung des Bodens nach der Trockenheit einsetzen wird. So können wir uns bei der Spätdüngung zurückhalten, sollten aber eine Zwischendüngung einplanen. Nach verhaltener Startgabe kam die bereits gefallene Anschlussdüngung aufgrund von Trockenheit und der bislang kalten Nächte nur zögernd zum Wirken. Deshalb ist eine Zwischendüngung mit AHL angebracht, solange noch Tau fällt. Die Ausbringung erfolgt am besten gegen Abend
Winterweizen – Ertragsdüngung 2025
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Gerste und Roggen – Ertrags- und Spätdüngung
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Unerwartet hohe Nmin-Werte und NH4-Freisetzung aus Tonmineralen
In den Nmin-Untersuchungen werden z.T. überraschend hohe Nmin-Werte ausgewiesen, die sich auch in der Nachuntersuchung bestätigten, also nicht auf warm gewordene Proben zurückzuführen sind. Davon betroffen sind vor allem Lössstandortein Sachsen-Anhalt und Sachsen und Auenstandorte im Einzugsbereich von Lössstandorten, verstärkt Standorte mit organischer Düngung in den Vorjahren.
Von einigen dieser Standorte liegen KAK-Untersuchungen vor, die als vorherrschendes Tonmineral Illit mit einer NH4- Sättigung von 1 % der Austauschkapazität aufweisen.
In den Illiten werden Kalium und Ammonium in den Zwischenschichten fixiert, aus denen eine Freisetzung nur dann erfolgt, wenn diese Zwischenschichten durch Nässe bzw. H+-Ionen aufgeweitet werden.
Dann rutschen die in den Zwischenschichten fixierten K- und NH4+-Ionen heraus und gelangen in die Bodenlösung.
Trocknet der Boden wieder aus, schnappen sich die Tonminerale wieder einen Teil des Kaliums und Ammoniums aus der Bodenlösung und legen diese wieder fest.
Ein Teil des NH4 in der Bodenlösung wird nitrifiziert. Das Nitrat bleibt im
Zuckerrüben – Düngung mit Stickstoff
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Wintergetreide – Düngerplanung
Startgabe Die Form der Startgabe (N1) zu Getreide sollte sich an der Bestandesentwicklung orientieren. Phosphor wird am effektivsten im Herbst in den Boden eingearbeitet. Die Ausnutzung des im Herbst gedüngten Phosphors ist um mehr als das 3-fache besser, als wenn Phosphor im Frühjahr obenauf gestreut wird. Nachdem die DAP-Düngung im Herbst zu Weizen (Roggen, Triticale) nicht mehr zulässig ist, ist die P-Frühjahrsdüngung auf Standorten mit pH-Werten über 6,3 sinnvoll. Ein Teil des im Frühjahr gedüngten Phosphors geht durch die SSA-Düngung besser in Lösung, der Rest des als Ca-Phosphat festgelegten Phosphors wird durch SSA im Herbst oder im kommenden Frühjahr wieder in Lösung gebracht. Kalium wurde auf Böden mit weniger als 6 % Ton aus der Krume gewaschen. Auf stark sandigen Böden (unter 3 % Ton) ist deshalb eine K-Düngung im Frühjahr zu empfehlen. Mit 200 kg/ha Kornkali werden 12 kg Mg und 10 kg Schwefel gedüngt. Illit-reiche Standorte enthalten Ammonium
Getreide und Raps – Stickstoffdüngung im Frühjahr 2025
Die Mehrzahl der Bestände sind derzeit ausreichend gut entwickelt, selten überwachsen. Ab Mitte Oktober gesäte Bestände haben oft erst das 4-Blattstadium, ab Anfang November gesäte erst 2 bis 3 Blätter gebildet. Bei der Wahl der Stickstoffform müssen die Bestandes- und Wurzelentwicklung, der Nitratgehalt im Wurzelraum, die Bindigkeit des Bodens, die Bodenfeuchtigkeit, der voraussichtliche Temperaturverlauf im Frühjahr und die Versorgung mit Schwefel, Kalzium oder Phosphor bzw. Kalium berücksichtigt werden. Für bereits bestockte Getreide- und Rapsbestände ab dem 10-Blattstadium spielt es eine untergeordnete Rolle, in welcher Form der Stickstoff gedüngt wird. Für den Raps sind Nitrat-haltige Dünger eher kontraproduktiv, da das Nitrat das Blattwachstum verstärkt. Bei früher Düngung steigt das Schadrisiko durch Wechselfröste. Zudem werden die Blütenstände später geschoben. Im Getreide werden durch Nitratdünger die Nebentriebe 2. Ordnung gefördert und erst verzögert wieder reduziert. Durch die höhere Konkurrenz in der frühen Schossphase leidet die Ausbildung der produktiven Ähren. Zudem wird überschüssiges Nitrat
Stickstoff im Boden im Frühjahr 2025
Nährstoffauswaschung Ausgesprochen nass war es im Sommer und Herbst des vergangenen Jahres im Norden, südlich der Donau und im Westen Deutschlands. Aber auch in den Trockengebieten fielen mehr Niederschläge als normal. Die Niederschlagsmengen bewirkten, dass die sandigen Böden in ganz Deutschland mit Wasser gesättigt sind. In Norddeutschland wurden die Sandböden mehrfach durchgespült, so dass dort Nitrate, Sulfate und auch Kationen mit geringer Bindung wie Magnesium, Kalzium auch Ammonium und Kalium ausgewaschen wurden. Nitrat dürfte auch aus den lehmig-tonigen Böden in Niederbayern und in den Marschen in Norddeutschland verlagert worden sein, kann aber kapillar wieder in den Wurzelraum aufsteigen. Die guten Böden in den Regenschattengebieten im Südwesten, in Franken oder in den Börden Ostdeutschlands sind trotz der Niederschläge erst zu 70 bis 90 % wassergesättigt. Dort hat noch keine gravierende Nährstoffauswaschung stattgefunden. Nachdem auch freier Kalk mit der Bodenlösung verlagert wurde, lagen nicht genug Ca-Ionen vor, um Schwefel als Gips zu
Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht
Die DüV wirkt sich einschneidend auf den Ackerbau aus. Um Ertrags- und Qualitätsminderungen in Grenzen zuhalten, müssen wir die Stickstoffwirkung optimieren. Dazu ist eine ausreichende Versorgung mit anderen Nährstoffen Voraussetzung, die für die Eiweißbildung und das Wachstum der Pflanzen notwendig sind: Die Hauptelemente Phosphor und Schwefel, als Eiweißbestandteile, aber auch Kalium, das für die Bereitstellung der Kohlenhydrate notwendig ist, ohne die kein Protein gebildet werden kann. Die Spurenelemente Molybdän und Kupfer sind als Bestandteil von Enzymen Voraussetzung für die Umwandlung von Nitrat in Ammonium und Amide, damit daraus Aminosäuren gebildet werden, oder Zink, ohne das Proteine nicht synthetisiert werden können. TA-Luft schuf eine neue Welt Die TA-Luft hatte 1984 einschneidende, direkte und indirekte Auswirkungen auf die Landwirtschaft, da mit dieser Verordnung der Eintrag an Schwefel auf ein Minimum verringert wurde. Schwefelmangel spielte auch in vorindustriellen Zeiträumen kaum eine Rolle, weil über den Hausbrand oder Brandrodung genug Schwefel in die Luft
Nässe im Herbst bei der Düngerplanung für das Frühjahr berücksichtigen
Im Nordwesten (westlich der A7, nördlich der A4) sind die Böden verbreitet übersättigt mit Wasser. Jeder Millimeter mehr wird zu einer Verschlechterung der Ausgangslage im Frühjahr beitragen. Dort ist mit niedrigen Nmin-Werten im Frühjahr zu rechnen. Im Nordosten mit Ausnahme der Küstenstandorte und Vorgebirgslagen warten die Böden noch auf Regen. Die Bördestandorte können auch noch 60 bis 100 mm Regen bis zur Sättigung aufnehmen. Die Nmin-Werte werden sich auf den besseren Böden im normalen Bereich bewegen, auf den sandigen Böden niedriger sein, wenn es in der Folgezeit mehr als 60 mm regnen sollte. Im Süden sind die Böden mit Wasser nahezu gesättigt, in einigen Gebieten auch schon übernass. Dies zeigt sich an den Aufhellungen der Gerste in den doppelt bearbeiteten Teilbereichen. Weiterer Regen wird auch dort zu einer verstärkten Nitrat-Verlagerung führen. Niedrige Nmin-Werte in der Krume, das bedeutet auf Sandböden weniger als 10 kg/ha Nmin, auf Lehmbödenunter 20 kg/ha in
Raps – Herbstdüngung
N-Düngung: In diesem Jahr sollten eigene Nmin-Proben gezogen werden. Aktuell meist niedrige Nmin-Werte im Boden erfordern eine Herbst-Düngung zu Raps. In roten Gebieten dürfen 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) ausgebracht werden, wenn weniger als 45 kg/ha Nmin in 0 – 60 cm gemessen werden. Die Nmin-Untersuchung muss in diesem Fall schlagbezogen erfolgen.
Harnstoff (mit Urease-Hemmer, z.B. Piagran Pro oder Alzon Neo N) enthält keinen NH4-N, die Ammonifizierung wird durch den Urease-Hemmer unterbunden. Deshalb können bis zu 60 kg/ha N damit ausgebracht werden.
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Platzierung des Düngers statt Ausbringung mit der Schaufel
Je knapper die Versorgung der Böden, umso wichtiger wird die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor. Das zeigte sich in diesem Jahr wieder besonders deutlich. Güllebetriebe mit hoher P-Versorgung liegen in den Erträgen durchweg an der Spitze. Die Nährstoffaufnahme erfolgt proportional zur Nährstoffkonzentration im Boden. Je geringer der Abstand zwischen einer Nährstoffquelle (Düngerkorn, mit Nährstoffen versorgte Bodenpartikel) und den Wurzelspitzen ist, umso niedriger kann die Nährstoffkonzentration sein, um die notwendige Nährstoffaufnahme pro Zeiteinheit (Tag) sicherzustellen. Geringe Nährstoffversorgung im Boden, die Begrenzung der Düngerausbringung durch die DüV, aber auch die durch Festlegung eingeschränkte Verfügbarkeit der Nährstoffe erfordern umgekehrt einen kürzeren Transportweg der Nährstoffe vom Düngerkorn zur Wurzel, d.h. Platzierung der Nährstoffe in Wurzelnähe. Weniger wasserlösliche Nährstoffe wie Phosphate, die zudem schnell schwerlösliche Bindungen mit zwei- und höherwertigen Kationen (z.B. Ca++, Mg++, Fe++/+++, Al++/+++) eingehen, werden zudem im Boden nur über kurze Strecken transportiert. Beim Phosphor wirkt sich deshalb die Platzierung des Düngers in
Mais – N-Spätdüngung im 6- bis 8-Blatt Stadium
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