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Sommergetreide – Wie muss die Düngung erfolgen?

Raps und Wintergetreide – Wie hoch muss die Startgabe ausfallen?

Die Mehrzahl der Winterungen sind derzeit ausreichend gut entwickelt, selten überwachsen. Ab Mitte Oktober gesäte Getreidebestände befinden sich oft erst im 4-Blattstadium und haben begonnen zu bestocken. Ab Anfang November gesäte Weizenbestände waren bis Vegetationsende um den 20.11. oft noch nicht aufgelaufen.

Bei der Wahl der Stickstoffform müssen

die Bestandes- und Wurzelentwicklung,

der Nitratgehalt im Wurzelraum,

die Bindigkeit des Bodens,

die Bodenfeuchtigkeit,

der voraussichtliche Temperaturverlauf im Frühjahr und

die Versorgung mit Schwefel, Kalzium oder Phosphor bzw. Kalium berücksichtigt werden. Für bereits bestockte Getreide- und Rapsbestände ab dem 10-Blattstadium spielt es eine untergeordnete Rolle, in welcher Form der Stickstoff gedüngt wird. Für den Raps sind Nitrat-haltige Dünger eher kontraproduktiv, da das Nitrat das Blattwachstum verstärkt und die Konkurrenz zwischen Blätter und Knospen verstärkt. Bei früher Düngung steigt das Schadrisiko durch Wechselfröste. Zudem werden die Blütenstände später geschoben. Im bestockten Getreide werden durch Nitratdünger unproduktive Nebentriebe 2. Ordnung gefördert und deren Reduktion

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Sommergetreide – Wie muss die Düngung erfolgen?

Wintergetreide – Warum Getreide in diesem Frühjahr Molybdän braucht

Molybdänmangel geht überwiegend im „Säureschaden“-Komplex unter, der bei niedrigen pH-Werten durch Aluminium-Überschuss in der Gerste verursacht wird. Ein typisches Anzeichen für Molybdänmangel auf sauren Böden ist, wenn das Getreide augenscheinlich Stickstoffmangel hat, während der Nitrattest überhöhte Nitrat-Gehalte ausweist. Um die Molybdänversorgung zu sichern, reicht es in aller Regel, den Boden zu kalken.

Allerdings kann die Düngung mit schwefelsaurem Ammnoniak (SSA) einen Molybdän-Mangel auch bei hohen pH- Werten induzieren. Zum einen reicht die punktuelle Versauerung um das SSA-Korn aus, damit Molybdän festgelegt wird, zum anderen konkurriert das Molybdän mit dem Sulfat bei der Aufnahme durch die Wurzel. Schwefel und Molybdän liegen beide als Anionen (SO₄²⁻ bzw. MoO₄²⁻) vor und konkurrieren um dieselben Aufnahmestellen an der Wurzel. Eine hohe Sulfatkonzentration kann also die Molybdat-Aufnahme auch bei hohen pH-Werten hemmen.

Molybdän ist als Bestandteil der Nitratreduktase notwendig, damit NO3-Stickstoff reduziert und in Eiweiß eingebaut werden kann.

Damit also die Wirkung NO3-haltiger N-Dünger zusammen

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Raps – Herbstdüngung

Schwefel- und zugleich Kalziummangel?

In einigen Pflanzenanalysen wurde eine Unterversorgung mit Kalzium und Schwefel im Getreide ausgewiesen. Beim Nachfragen handelt es sich häufig um hellere Stellen im Schlag, die sich vom restlichen Schlag durch geringere Humusgehalte und höhere (!) pH-Werte abheben.

Ursache dürfte zum einen die Gipsbildung durch die Reaktion von CaO mit dem Sulfat aus dem SSA sein. Bei geringer Verdunstung und damit eingeschränktem Massenfluss kann dadurch auf kalkhaltigen Böden Schwefelmangel trotz ausreichend hoher S-Zufuhr auftreten, da Gips weniger wasserlöslich (2 g/l) ist als SSA (761 g/l) oder Kieserit (71 g/l).

Bei geringem Wurzelwachstum und dadurch eingeschränkten Wurzelausscheidungen, die zu einem Absenken des pH in der Rhizosphäre führen, kann auch CaO bei pH-Werten über 7 vorübergehend als CaCO3 (Ca-Karbonat) festgelegt werden. In diesem Fall heißt es Nerven zu behalten und abzuwarten, dass die Bestände nach einem warmen Regen in Gang kommen.

Um die Nerven zu beruhigen, hilft eine Blattdüngung mit 10 kg/ha SSA

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Raps – Herbstdüngung

Getreide und Raps – Stickstoffdüngung im Frühjahr 2025

Die Mehrzahl der Bestände sind derzeit ausreichend gut entwickelt, selten überwachsen. Ab Mitte Oktober gesäte Bestände haben oft erst das 4-Blattstadium, ab Anfang November gesäte erst 2 bis 3 Blätter gebildet. Bei der Wahl der Stickstoffform müssen die Bestandes- und Wurzelentwicklung, der Nitratgehalt im Wurzelraum, die Bindigkeit des Bodens, die Bodenfeuchtigkeit, der voraussichtliche Temperaturverlauf im Frühjahr und die Versorgung mit Schwefel, Kalzium oder Phosphor bzw. Kalium berücksichtigt werden. Für bereits bestockte Getreide- und Rapsbestände ab dem 10-Blattstadium spielt es eine untergeordnete Rolle, in welcher Form der Stickstoff gedüngt wird. Für den Raps sind Nitrat-haltige Dünger eher kontraproduktiv, da das Nitrat das Blattwachstum verstärkt. Bei früher Düngung steigt das Schadrisiko durch Wechselfröste. Zudem werden die Blütenstände später geschoben. Im Getreide werden durch Nitratdünger die Nebentriebe 2. Ordnung gefördert und erst verzögert wieder reduziert. Durch die höhere Konkurrenz in der frühen Schossphase leidet die Ausbildung der produktiven Ähren. Zudem wird überschüssiges Nitrat

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Die DüV wirkt sich einschneidend auf den Ackerbau aus. Um Ertrags- und Qualitätsminderungen in Grenzen zuhalten, müssen wir die Stickstoffwirkung optimieren. Dazu ist eine ausreichende Versorgung mit anderen Nährstoffen Voraussetzung, die für die Eiweißbildung und das Wachstum der Pflanzen notwendig sind: Die Hauptelemente Phosphor und Schwefel, als Eiweißbestandteile, aber auch Kalium, das für die Bereitstellung der Kohlenhydrate notwendig ist, ohne die kein Protein gebildet werden kann. Die Spurenelemente Molybdän und Kupfer sind als Bestandteil von Enzymen Voraussetzung für die Umwandlung von Nitrat in Ammonium und Amide, damit daraus Aminosäuren gebildet werden, oder Zink, ohne das Proteine nicht synthetisiert werden können. TA-Luft schuf eine neue Welt Die TA-Luft hatte 1984 einschneidende, direkte und indirekte Auswirkungen auf die Landwirtschaft, da mit dieser Verordnung der Eintrag an Schwefel auf ein Minimum verringert wurde. Schwefelmangel spielte auch in vorindustriellen Zeiträumen kaum eine Rolle, weil über den Hausbrand oder Brandrodung genug Schwefel in die Luft

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Nässe im Herbst bei der Düngerplanung für das Frühjahr berücksichtigen

Im Nordwesten (westlich der A7, nördlich der A4) sind die Böden verbreitet übersättigt mit Wasser. Jeder Millimeter mehr wird zu einer Verschlechterung der Ausgangslage im Frühjahr beitragen. Dort ist mit niedrigen Nmin-Werten im Frühjahr zu rechnen. Im Nordosten mit Ausnahme der Küstenstandorte und Vorgebirgslagen warten die Böden noch auf Regen. Die Bördestandorte können auch noch 60 bis 100 mm Regen bis zur Sättigung aufnehmen. Die Nmin-Werte werden sich auf den besseren Böden im normalen Bereich bewegen, auf den sandigen Böden niedriger sein, wenn es in der Folgezeit mehr als 60 mm regnen sollte. Im Süden sind die Böden mit Wasser nahezu gesättigt, in einigen Gebieten auch schon übernass. Dies zeigt sich an den Aufhellungen der Gerste in den doppelt bearbeiteten Teilbereichen. Weiterer Regen wird auch dort zu einer verstärkten Nitrat-Verlagerung führen. Niedrige Nmin-Werte in der Krume, das bedeutet auf Sandböden weniger als 10 kg/ha Nmin, auf Lehmbödenunter 20 kg/ha in

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Frühjahresdüngung – Bodenverhältnisse berücksichtigen

Dauerregen im August, relativ trocken von September bis Anfang Oktober, viel Regen im November, Wintereinbruch mit Eis und Schnee, Weihnachtstauwetter mit wieder viel Regen, danach wieder Winter und seit 3 Wochen Schmuddelwetter. Einen ähnlichen Witterungsverlauf hatten wir im Jahr 1981/82 und deutlich abgeschwächt in den Jahren 1991/92, 2002/03 und 2017/18.

Im (Nord-) Westen fielen von August 2023 bis Januar 2024 über 600 mm Regen. Zieht man die Evaporation ab, wurden dort Lössböden bis in ein Meter Tiefe mehr als zweimal, leichte Böden wenigstens dreimal durchgespült. Im Osten und in Franken sieht es anders aus. Dort regnete es auch mehr als normal, so dass die Wintergetreidebestellung immer wieder unterbrochen werden musste, aber die Niederschläge reichten nach Abzug der Evaporation im Osten und in Nordbayern gerade aus, um den Wasservorrat sandiger Böden aufzufüllen. Lössböden wurden dort durch die Niederschläge nur zu zwei Drittel aufgefüllt. Zusammen mit der Restfeuchte, die noch vor August im Boden war, haben die schweren Böden knapp 90 % der nutzbaren Feldkapazität erreicht.

Dadurch ergeben sich für die Düngeplanung in diesem Frühjahr unterschiedliche Voraussetzungen.

Die ersten Nmin-Werte liegen erwartungsgemäß auf sehr niedrigem Niveau. Bei fast allen Untersuchungsergebnissen wurde in den oberen 30 cm mehr Nmin gemessen als in den darunter liegenden Schichten. Das ist die Folge des Bodenfrostes im Dezember und des danach eintretenden Weihnachtstauwetters, in dessen Verlauf die Temperaturen in den obersten 5 cm des Bodens auf 7 ° C und darüber anstiegen. Dadurch wurde ein Teil des schnell umsetzbaren Nmob umgesetzt. Je nach Boden können das zwischen 5 und 15 kg/ha N sein, die sich als Nmin in der Krume widerspiegeln. Der bereits mobilisierte Stickstoff kann aber nicht ein zweites Mal nachgeliefert werden. Das Nmob im Frühjahr wird dadurch verringert.

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Raps – Herbstdüngung

Raps – Herbstdüngung

Wo Ausfallgetreide beginnt aufzuhellen bzw. zu vergilben, ist davon auszugehen, dass kaum mehr mineralisierter Stickstoff in der Krume zur Verfügung steht.
nach Gerste vor/zur Rapsaussaat:
max. 30 kg/ha N als DAP/NPK vor Saat einarbeiten, nicht in Roten Gebieten*
oder 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) als Gülle mit Nitrifikationshemmer
nach Weizen, Roggen, Triticale vor/zur Rapsaussaat:
max. 30 kg/ha N als DAP/NPK vor Saat einarbeiten, nicht in Roten Gebieten*
30 kg/ha N als HST + Urease-Hemmer bis 30.09.
oder 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) als Gülle mit Nitrifikationshemmer
*Außer Nmin < 45 kg/ha Hinweis keine Nitratdünger zu Raps, auch zu spätem Raps Ammonium-Düngerbevorzugen (Förderung des Wurzelwachstums) 10 bis 15 kg/ha S im Herbst (Kornkali, Kieserit, Gülle) Schwefelgehalt in der Gülle =10 % des N-Gesamtgehaltes Wurde das Stroh abgefahren, ist der N-Bedarf im Herbst um 40 bis 50 kg/ha N geringer.

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Raps – Herbstdüngung

Unterfußdüngung zu Mais muss (fast immer) sein

Mais hat in der Jugendentwicklung ein sehr schlechtes Nährstoffaneignungsvermögen, vor allem für das im Boden wenig bewegliche Phosphat. Deshalb reagiert er stark auf die Unterfußdüngung mit Phosphor, auch auf ausreichend mit Phosphor versorgten Standorten. Vor allem bei trockener und nasskalter Witterung wirkt sich die Unterfußdüngung (fast) immer positiv aus. Der gesamte P-Bedarf sollte aber nicht im Düngerband abgelegt werden, weil sich dort die Wurzeln konzentrieren und wenig Lust haben, zur Seite und in die Tiefe zu wachsen.

Auch bei schwach mit Phosphor versorgten Böden sollten deshalb nicht mehr als 40 % des P-Bedarfes unter Fuß gedüngt werden, der Rest muss vorher breitwürfig als Mineraldünger oder noch besser in organischer Form ausgebracht werden, um die Aufnahme über die Kronenwurzeln auch in späteren Phasen der Entwicklung sicher zu stellen.

Maximal können 300 kg/ha Dünger mit der Unterfußdüngung ausgebracht werden, ohne Auflaufschäden zu riskieren.

Die N-Zufuhr durch die Unterfußdüngung muss voll auf die

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Raps – Herbstdüngung

Raps – Frühjahrsdüngung 2023

Die Startgabe bzw. Regenerationsdüngung mit Stickstoff und Schwefel (SSA, Piamon 33-S, Yara Urea S, ASS) zu Winterraps dürfte auf bereits befahrbaren Flächen bis zur kommenden Woche abgeschlossen sein. Nachdem sich der Wachstumsstart noch hinauszögern dürfte, können Startgabe und Ertragsdüngung (2. Gabe) von nun an zusammengefasst werden, wenn die Düngung nicht mit Nitrat-haltigen Düngern, sondern mit Piamon S oder SSA + Gülle erfolgen. Insgesamt sollten bis zur frühen Schossphase nicht mehr als 25 kg/ha Nitrat zum Raps ausgebracht werden, da das Nitrat mit dem Massenfluss vorwiegend in die großen, alten Blätter transportiert wird, aus denen es mit hohem Energieaufwand ausgelagert werden muss, um dann in die zuwachsenden Pflanzenteile umgelagert zu werden.

Die Summe der Start- + Schossdüngung sollte auf 80 bis 90 % des Bedarfes ausgerichtet werden. Der Restbedarf wird im weiteren Entwicklungsverlauf durch AHL in Kombination mit Pflanzenschutzmaßnahmen im Knospenstadium (+ zur Blüte) ergänzt.

Die Ertragsdüngung erfolgt mit Harnstoff (inkl. Urease-Hemmer), AHL oder Gülle. Die

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