Grünes Info
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Mais – Spätverunkrautung
Die Niederschläge bewirken nach der Trockenheit, dass noch Unkräuter nachlaufen. Im Mais können die meisten Unkräuter vergleichsweise einfach und effektiv bekämpft werden. Dazu gehören auch Wurzelunkräuter wie Disteln, Ackerwinden oder Ampfer. Hinweise zu deren Bekämpfung standen im letzten Info (10/2025). Samenunkräuter wie Melden, Gänsefuß-Arten, Amarant, Knötericharten, Franzosenkraut oder Nachtschatten laufen noch spät auf und erhöhen selbst bei vereinzeltem Auftreten das Samenpotenzial im Boden enorm. Gänsefuß-Arten z.B. produzieren pro Pflanze bis zu 20.000 Samen und dürfen deshalb im Mais nicht durchgehen. Deshalb müssen die Maisbestände im 6-bis 7-Blattstadium noch einmal kontrolliert werden. Ab dem 8- Blattstadium (Kolbenbildung) sollten die Maispflanzen durch Herbizide nicht mehr gestresst
Zuckerrüben – Conviso One
Conviso One enthält die Wirkstoffe Thiencarbazone + Foramsulfuron, die im Conviso Smart-System in Zuckerrübensorten mit Resistenz gegen diese Wirkstoffe gespritzt werden können. Die Wirkstoffkombination Thiencarbazone + Foramsulfuron ist im Mais zusammen mit Iodosulfuron im Maister zugelassen. Conviso Smart-Rüben waren bisher in erster Linie eine Option, wenn Problemunkräuter wie Wildrüben, Hundspetersilie, Samtpappel, Ambrosia, Bingelkraut, Knöterich und Stechapfel mit Standardmaßnahmen nicht mehr in den Griff zu bekommen waren. Eine weitere Berechtigung hat Conviso Smart in trockenen Regionen, in denen Bodenherbizide nicht sicher wirken. Mit dem Wegfall des Triflusulfuron (Debut, Shiro) klaffen Wirkungslücken gegen Raps, Vogelknöterich, Hundspetersilie und Bingelkraut auf. Gegen Hundspetersilie hat das neue Herbizid Rinpode mit dem Wirkstoff Florpyrauxifen (synthetischer Wuchsstoff) gute Leistungen, zusätzlich kann Clopyralid eingesetzt werden. Auch gegen Bingelkraut wird mit Rinpode eine gute Wirkung erzielt, allerdings sind die Wirkungsgrade im Vergleich zum Triflusulfuron geringer, sodass die Bekämpfung des Bingelkrauts wieder zur Herausforderung wird. Gegen Amarant hingegen soll Rinpode
Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)
Ackerschachtelhalm ist eine ausdauernde Sporenpflanze mit tiefgehenden und stark verzweigten Ausläufern. Er zählt zu den schwer zu bekämpfenden Problemunkräutern. Meist ist der Ackerschachtelhalm auf tonig- lehmigen, aber auch auf sandigen Standorten mit wasserführenden, verdichteten Schichten im Untergrund zu finden.
Verstärkt tritt Schachtelhalm in Sommerungen auf, wenn die Bestände im Frühjahr über längere Zeit genügend Licht bis zum Boden durchlassen. Glyphosathaltige Herbizide haben gegen den kieselsäurehaltigen Schachtelhalm („Zinnkraut“) keine Wirkung. Die oberirdischen Pflanzenteile können im Getreide mit MCPA und im Mais mit Mesotrione unterdrückt werden.
Nachhaltig ist der Schachtelhalm nur durch die Brechung der Stauwasserschicht und durch einen standortangepassten pH-Wert zu bekämpfen.
Bevor eine Lockerung durchgeführt wird, sollte erst mit dem Spaten entlang der Wurzel der Pflanze nachgegraben werden, um die Stauwasserschicht zu finden. Liegt der verdichtete Horizont tiefer als 35 cm, wird die Wirkung von Lockerungsmaßnahmen vor allem auf schluffigen-tonigen Böden eingeschränkt, wenn keine Stabilisierung durch den nachfolgenden Anbau von tiefwurzelnden Früchten (Raps, Soja, Ackerbohnen etc.) erfolgt.
Flacher liegende Störschichten treten häufig auf, wenn nach einer früher tiefen Pflugfurche in der Folgezeit nur noch flach gearbeitet wurde. In diesem Fall kann durch Lockerung unterhalb der alten Pflugsohle die Verdichtung aufgebrochen werden. In der Regel ist es notwendig, zweimal hintereinander innerhalb einer Rotation die Lockerung durchzuführen, um eine dauerhafte Wirkung zu erzielen.
Getreide – Problemunkräuter im Fahnenblattstadium bekämpfen
Sobald sich die Ähre voll gestreckt hat, besteht noch im Fahnenblattstadium des Getreides (Weizen) die Möglichkeit, mit zugelassenen Herbiziden Unkräuter zu bekämpfen, die in dikotylen Kulturen mehr Probleme bereiten können.
Nach Zuckerrüben, Kartoffeln oder Mais sollte die Gelegenheit im Getreide genutzt werden, um die Ausbreitung von Disteln, Windenknöterich oder auch Kornblumen zu unterbinden.
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Mais – Herbizide gegen Problemunkräuter
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Conviso One – Was tun, wenn der Weiße Gänsefuß bereits zu groß ist?
Conviso-Smart Rüben sind gegen ALS-Hemmer (Sulfonylharnstoffe) unempfindlich, sodass die Herbizidbehandlung in diesen Sorten relativ einfach mit dem Produkt Conviso One erfolgen kann. Das Conviso One enthält 50 g/l Foramsulfuron (blattaktiv) und 30 g/l Thiencarbazone-methyl (blatt- und bodenaktiv). Beide Wirkstoff sind aus dem MaisTer bekannt. Als ALS-Hemmer verhindern beide Wirkstoffe die Synthese der Enzyme Valin, Leucin und Isoleucin in den empfindlichen Unkräutern oder auch Altrüben, was zu deren Absterben führt.
Insgesamt darf maximal 1,0 l/ha Conviso One im Jahr eingesetzt werden. Die Anwendung erfolgt im Splitting, damit werden zwischen EC 11 und EC 18 der Rüben 2 x 0,5 l/ha Conviso One ausgebracht. Der Behandlungstermin richtet sich dabei nach der Entwicklung des Weißen Gänsefußes / Melde. In dessen beginnendem Laubblatt (EC 12) erfolgt die erste Maßnahme, 10 Tage später die zweite Spritzung.
Haben Sie keinen Weißen Gänsefuß / Melde auf Ihren Flächen, gilt das 2-Blattstadium der anderen Unkräuter als Orientierung für
Sommergetreide – Gräser und Dikotyle bekämpfen
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Winterraps – Kerbspritzung unterblieben, was tun?
Die Anwendung Propyzamid-haltiger Produkte sollte von nun an im Raps unterbleiben, um Schäden für das nachfolgende Getreide zu vermeiden.
Gegen Ackerfuchsschwanz können 2,25 l/ha Focus Ultra + 2,25 l/ha Dash im Raps noch gespritzt werden. Die Spritzung sollte umgehend erfolgen, damit der Raps die Gräser nicht abdeckt und der Ackerfuchsschwanz nicht zu groß wird.
Gegen Ausfallgetreide und Trespen können Fluazifop-Mittel (z.B. 1,0 l/ha Fusilade Max) und Quizalofop-Mittel (z.B. 1,25 l/ha Targa Super) gespritzt werden. Propaquiza-Fop-Mittel (z.B.Agil S) sind für die Frühjahrsanwendung nicht zugelassen.
Auch Clethodim-Mittel (Select 240 EC) dürfen im Raps im Frühjahr nicht gespritzt werden. Damit ist es nicht mehr möglich vorhandene Rispengräser zu bekämpfen.
Getreide – Herbizideinsatz im zeitigen Frühjahr
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Raps – Ackerrand- bzw. Problemunkräuter im Nachauflauf bekämpfen
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Raps – Herbizidstrategien – Herbst 2023
Herbizide im Raps – Clomazone bei starker Belastung durch Kreuzblütler
Voraussetzung: Clomazone-Anwendung ist zulässig (< 25 °C, Abstandsregelung)
Bodenoberfläche muss feinkrümelig und gut rückverfestigt sein
Klutige Böden und lockere Böden deshalb nach der Saat walzen
Behandlung im VA bis 72 Std. nach der Saat (3. Tag)
Ackerfuchsschwanz-Bekämpfung im Raps
VA
Bereits aufgelaufener AFU muss im VA mechanisch bekämpft bzw. mit Glyphosat herausgespritzt werden, damit er nicht zu groß wird.
400 g/ha Metazachlor (0,8 l/ha Fuego) gegen AFU im Keimen
NA
1,8 l/ha Focus Ultra + 1,0 l/ha Dash (AFU 2 bis 3 Blätter + Ausfallgetreide)
0,5 l/ha Select 240 + 1,0 l/ha Radiamix (AFU 3 bis 4 Blätter)
Aus Verträglichkeitsgründen ab Oktober keine Mischung von Select mit anderen PSM und maximal 0,5 l/ha Radiamix!
NAH
1,5 bis 1,75 l/ha Kerb Flo (Boden unter 10 °C).
Mais – Bekämpfung von Problemunkräutern
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Mais – Überblick Herbizide 2023
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Wirkstoffgehalte in ALS-Herbiziden gegen Dikotyle
Mit ALS-Hemmern wird ein Großteil der dikotylen Unkräutern ausgeschaltet. Schwachpunkt ist vor allem der Ehrenpreis, der durch die regelmäßige alleinige Anwendung von ALS-Hemmern regelrecht heraus selektiert wird. Nur Tritosulfuron (Biathlon 4D) und Pyroxsulam (Broadway) haben eine Wirkung gegen Ehrenpreis bis zum 4-Blattstadium.
Auch das Stiefmütterchen wird nur durch das Tribenuron sicher bekämpft, Storchschnabel durch Metsulfuron und Thifensulfuron.
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Winter- & Sommergetreide – Gräserherbizide – Überblick 2023
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