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Raps – Herbstdüngung

Raps – Herbstdüngung

P- Düngung    

im C- Bereich = Nettoentzug der Vorfrucht (Getreide)

Formel = Kornertrag dt/ha x 0,8 kg P2O5 je dt = kg/ha P2O5

z.B. 70 kg/ha P2O5 (Gülle, DAP, NPK, Triplephosphat)

im A/B-Bereich = 100 kg/ha P2O5 (in 3 Jahren max. 30 kg/ha über Entzug)

K-Düngung    

im C- Bereich = mindestens K-Aufnahme im Herbst

120 kg/ha K2O (Kornkali, Gülle,NPK)

im A/B- Bereich = 200 kg/ha  K2O (Kornkali),

Sandböden = 120 kg/ha  K2O im Herbst + 80 kg/ha im Frühjahr

PK-Düngung am besten vor der Saat einarbeiten! Auf schweren Böden muss auch Kali eingearbeitet werden, wenn mit Herbst- und/oder Frühjahrstrockenheit zu rechnen ist.

Bor- Düngung 

unter 0,4 ppm: 75 + 300 g/ha Bor (2- + 6-Blattstadium)

unter 0,8 ppm: 150 g/ha Bor ab 6-Blattstadium

Mg (+ S)

 im A/B- Bereich (Mg) 15 kg/ha MgO + 12 kg/ha S (300 kg/ha Kornkali)

10 kg/ha Bittersalz zum Überbrücken ab 6-Blatt

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Raps – Herbstdüngung

Zuckerrüben – Blattdüngung und Anregung der Nettoassimilation

Das warme Wetter der letzten beiden Wochen forcierte die Entwicklung der Zuckerrüben, sodass die Bestände verbreitet die Reihen geschlossen und das 10-Blattstadium erreicht haben oder dieses bald erreichen werden. In diesem Stadium ist die Blattdüngung zum Blatterhalt sinnvoll, vor allem, wenn die Nährstoffverfügbarkeit aufgrund von Trockenheit eingeschränkt war.
Ziel ist es, die ab dem 10-Blattstadium bis zum sekundären Dickenwachstum gebildeten Blätter bis zur Ernte zu erhalten, um möglichst hohe Zuckererträge zu realisieren. Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Die ersten Blattpaare sterben infolge der Herbizidbelastung i.d.R. bald ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10- Blattstadium einsetzt. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert.
Die Hauptlast der Assimilation und der Ertragsbildung tragen die folgenden 10 bis 12 Blätter, die ab dem 10- Blattstadium

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Raps – Herbstdüngung

Mais – Blattdüngung

Nach der ersten Hitzephase zeichnen einige Maisbestände gelblich oder auch lila. Kühle Nachttemperaturen bis zur zweiten Maidekade haben zu einer verhaltenen Jugendentwicklung der Maisbestände beigetragen und erschwerten die P- sowie die Zn-Aufnahme der Pflanzen. Durch den nachfolgenden Temperaturanstieg zu Beginn der dritten Maidekade nahm das vegetative Wachstum der Maisbestände stark zu. Der daraus resultierende Nährstoffbedarf, insbesondere von Phosphor und Spurelementen (z.B. Zn, Cu, Mn, Bor), konnte durch die Maispflanze nicht ausreichend aufgenommen werden, was zu gelblichen oder lila Verfärbungen geführt hat. Wurden in der Zeit auch Herbizidspritzungen (mit Sulfonylharnstoffen wie Foramsulfuron, Nicosulfuron oder Rimsulfuron) durchgeführt, wurden die Symptome verstärkt.. Die Pflanze benötigt für das Entgiften der SHS-Wirkstoffe die Spurenelemente Fe, Zn, Cu und Mn für die Bildung von Enzymen (z.B. Cyt-MOG), die den Herbizidabbau steuern. Für die Entgiftung von Triketonen, z.B. von Mesotrione (Callisto) oder Tembotrione (Laudis), wird zusätzlich Schwefel benötigt.
Im 8- bis 10-Blattstadium des Maises wird die Zahl

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Raps – Herbstdüngung

Weizen – Ährendüngung 2026

Starkes Melieren der Bestände, die auf geringe Bodenunterschiede oder Überlappungen beim Düngerstreuen und selbst von weitem sichtbar auf vorjährige Mäuselöcher zeichnen, wenn sich die N-Düngung im Rahmen des Zulässigen bewegte, sind Anzeichen für ein Nachlassen der N-Freisetzung aus dem Boden. Hinzu kommt, dass die P-Versorgung der Böden gerade auf den ertragsstarken Teilflächen abfällt, wenn auf Dauer mehr Phosphor entzogen als gedüngt wurde.
Die Restriktion der N-Düngung durch die DüV wirkte sich zuerst auf den Proteingehalt und den Sedimentationswert, mittlerweile aber auch auf den Ertrag aus.
Inzwischen müssen wir alle Register ziehen, um noch respektable Qualitäten zu erzielen.
Dazu zählt auch die Ährendüngung. Durch die Spritzung mit Stickstoff in die Ähre nach der Blüte lassen sich Eiweißgehalt und Sedimentationswert positiv beeinflussen. Der Ausnutzungsgrad der Spritzung ist im Vergleich zur Düngung über den Boden deutlich höher. Durch 10 kg/ha N ließen sich die Proteingehalte im Korn um 0,4 bis 0,7 % steigern.

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Raps – Herbstdüngung

Biostimulanzien

Laut dem Marktforschungsunternehmen „DunhamTrimmer / AgriBusiness Global“ wurden 2025 weltweit Biostimulanzien im Wert von 4,5 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Der Markt der Biostimulanzien ist ein Wachstumsmarkt mit einer jährlichen Wachstumsrate von gut 10 %. Grund genug sich näher mit dem Thema auseinanderzusetzen, zumal Schlagworte wie Nährstoffeffizienz, bessere Wurzel- und Pflanzenentwicklung,Pflanzenstärkung, höhere Pflanzengesundheit oder bessere Pflanzenqualität regelmäßig als Kaufargumente genannt werden. Zum Teil wird auch damit geworben, dass der Düngereinsatz und/oder die Aufwandmengen von Fungiziden durch den Einsatz bestimmter Biostimulanzien deutlich reduziert werden kann, was angesichts hoher Rohstoffpreise verlockend klingt. Auch stärkere Stresseinflüsse auf unsere Kulturpflanzen durch den Klimawandel lassen den Einsatz von Biostimulanzien attraktiv erscheinen. Doch was bringen Biostimulanzien in der Praxis tatsächlich? Das ist eine Frage, mit der wir uns seit einigen Jahren auch in unseren Versuchen beschäftigen.
Für das Verständnis hilft es die auf dem Markt verfügbaren Präparate in Gruppen einzuteilen:
Präparate auf mikrobieller Basis (Bakterien, Pilze bzw. deren

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Raps – Herbstdüngung

Kälte und Trockenheit

N-Nachlieferung springt im Osten nicht an

Kälte und geringe Niederschläge mit Ausnahme des äußersten Westens ließen die N-Freisetzung aus dem Boden bislang nur langsam in Gang kommen. Auch in den nächsten 14 Tagen ist aufgrund der anhaltenden Trockenheit nicht mit einer nennenswerten Mineralisierung zu rechnen. So dürfte die N-Freisetzung erst im Mai, wahrscheinlich erst nach den Eisheiligen ab Mitte Mai voll anspringen. Aufgrund der überwiegend guten Bodengare ist dann eine hohe N-Mineralisation zu erwarten, die durch die Durchfeuchtung des Bodens nach der Trockenheit einsetzen wird. So können wir uns bei der Spätdüngung zurückhalten, sollten aber aktuell eine Zwischendüngung einplanen.

Nach verhaltener Startgabe kommt auch eine bereits gefallene Anschlussdüngung aufgrund von Trockenheit und der bislang kalten Nächte nur zögernd zum Wirken. Deshalb ist eine Zwischendüngung mit AHL angebracht, solange noch genug Tau fällt. Die Ausbringung mit AHL erfolgt am besten gegen Abend mit Flachstrahldüsen.

Das nicht über das Blatt aufgenommene AHL

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Raps – Herbstdüngung

Mais – Hinweise zur Aussaat

Mais ist eine Solitärpflanze – vergleichbar mit der Zuckerrübe – bei der die Leistungsfähigkeit der Einzelpflanze, insbesondere die Einzelkolbenleistung entscheidend für den Flächenertrag ist.

Ziel der Bestandesführung ist eine möglichst gleichmäßige Entwicklung aller Pflanzen im Bestand. Voraussetzung dafür sind ein homogener Feldaufgang, ein gleichmäßiger Standraum sowie ein Wachstum ohne Unkrautkonkurrenz.

Die Pflanzenzahl je Quadratmeter richtet sich nach dem Wasserangebot und der Wasserversorgung des Standortes.

Wann ist der optimale Saatzeitpunkt für Mais?

Um das Ertragspotenzial und eine sichere Abreife zu erreichen, sollte der Mais möglichst früh gesät werden, sofern die Voraussetzungen dafür gegeben sind; Bodentemperaturen von mindestens 8 bis 10 °C in 5 cm Tiefe, die in der Folgezeit ansteigen sollten. Bei Temperaturen über 13 °C läuft Mais bei ausreichender Bodenfeuchte in der Regel innerhalb von 7–10 Tagen gleichmäßig auf.

Für eine hohe Bestandesleistung ist ein synchroner Feldaufgang entscheidend. Die Pflanzen sollten idealerweise innerhalb von 24 bis 48 Stunden vollständig auflaufen, da Nachzügler durch Beschattung deutlich im Wachstum zurückbleiben und nur wenig

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Raps – Herbstdüngung

Versorgung mit Spurenelementen

Worin äußert sich der Mangel im Getreide?
Akuter Mangel an Spurenelementen ist vergleichsweise selten. Latenter Mangel, der sich in einer verstärkten Reaktion auf Stresseinflüsse (Frost, Strahlung, Herbizideinwirkung, Trockenheit) zeigt, tritt dagegen häufiger auf:
Bormangel zeigt sich im Getreide meist erst nach der Blüte, wenn die Ährchen an der Ährenspitze nicht befruchtet werden. Das verstärkte Auftreten von Halmbasiskrankheiten (Rhizoctonia!) ist häufig mit latentem Bormangel in Verbindung zu bringen, der zu einer Schwächung des Gewebes führt.
Molybdänmangel geht überwiegend im „Säureschaden“-Komplex unter, der bei niedrigen pH-Werten durch Aluminium-Überschuss in der Gerste verursacht wird. Ein typisches Anzeichen für Molybdänmangel auf sauren Böden ist, wenn das Getreide augenscheinlich Stickstoffmangel hat, während der Nitrattest überhöhte Nitrat-Gehalte ausweist.
Kupfermangel lässt die Pflanzen, ähnlich wie der Mangel an Kalium, infolge der geringen Verholzung lasch wirken. Aufgehellte Pflanzen lassen den Verdacht auf Stickstoffmangel aufkommen. Mit Stickstoffmangel fühlen sich die Pflanzen aber steif an. Der Nitrattest zeigt auch in diesem

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Raps – Herbstdüngung

Wintergetreide – Warum Getreide in diesem Frühjahr Molybdän braucht

Molybdänmangel geht überwiegend im „Säureschaden“-Komplex unter, der bei niedrigen pH-Werten durch Aluminium-Überschuss in der Gerste verursacht wird. Ein typisches Anzeichen für Molybdänmangel auf sauren Böden ist, wenn das Getreide augenscheinlich Stickstoffmangel hat, während der Nitrattest überhöhte Nitrat-Gehalte ausweist. Um die Molybdänversorgung zu sichern, reicht es in aller Regel, den Boden zu kalken.

Allerdings kann die Düngung mit schwefelsaurem Ammnoniak (SSA) einen Molybdän-Mangel auch bei hohen pH- Werten induzieren. Zum einen reicht die punktuelle Versauerung um das SSA-Korn aus, damit Molybdän festgelegt wird, zum anderen konkurriert das Molybdän mit dem Sulfat bei der Aufnahme durch die Wurzel. Schwefel und Molybdän liegen beide als Anionen (SO₄²⁻ bzw. MoO₄²⁻) vor und konkurrieren um dieselben Aufnahmestellen an der Wurzel. Eine hohe Sulfatkonzentration kann also die Molybdat-Aufnahme auch bei hohen pH-Werten hemmen.

Molybdän ist als Bestandteil der Nitratreduktase notwendig, damit NO3-Stickstoff reduziert und in Eiweiß eingebaut werden kann.

Damit also die Wirkung NO3-haltiger N-Dünger zusammen

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Raps – Herbstdüngung

Versorgung mit Spurenelementen

Wozu brauchen die Pflanzen Spurenelemente?
Spurenelemente kommen „in Spuren“ von 0,5 bis 100 ppm in der Trockensubstanz der Pflanzen vor. Auf den Hektar bezogen sind es einige wenige bis mehrere hundert Gramm. Im Vergleich dazu werden Makroelemente in einer Menge von 20 bis 300 kg pro Hektar bzw. 0,2 bis 5 Prozent der Trockensubstanz benötigt. Spurenelemente sind essenzielle Bestandteile von Enzymen, Hormonen und Proteinen oder regeln wie das Bor Prozessabläufe in der Pflanze. Der Mangel von wenigen Gramm an Spurenelementen kann deshalb gravierende Auswirkungen haben. Wenn die Pflanze z.B. zu wenig Bor hat, wirkt sich das auf deren Organismus ähnlich aus, wie das Vertauschen des Plus- und Minuspols an der Batterie. Das Auto läuft nicht, auch wenn der Tank (mit Stickstoff und anderen Nährstoffen)bis zum Anschlag gefüllt ist.
Spurenelemente wirken sich
auf den Elektronenhaushalt der Pflanze (z.B. Mangan, Eisen, Bor) aus.
Bilden Zentralatome in Proteinen und Vitaminen.
Sind Bestandteile von

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Winterraps – Verfärbte Bestände

In den letzten Tagen fangen die Rapspflanzen in vielen Beständen an, sich gelb-rötlich-violett zu verfärben. Dafür kommen viele Ursachen in Betracht:
Witterungseinflüsse (Nässe, Frost, intensive Strahlung + kühle Temperaturen, Temperatursturz)
Nährstoffmangel (vor allem Stickstoff, Phosphor oder auch Schwefel und Bor)
Schädlingsbefall auf Blätter (Saugschäden durch Läuse), im Spross (Erdfloh-Larven) und an Wurzel (Kohlfliegen- Larven)
Krankheitsbefall an Wurzel (Kohlhernie, Wurzelbrand) mit verringerter Nährstoffaufnahme
Nachwirkung von Sulfonylharnstoffen (Mesosulfuron, Metsulfuron, Propoxy-carbazone) zur Vorfrucht, die infolge Trockenheit im Sommer nicht abgebaut wurden (Cyt-MOG)
Kombination von Wachstumsregler + Gräsermittel (Graminiziden) vor Frost (eingeschränkte Enzymaktivität (Cyt-MOG) bzw. Substratmangel für die Enzymbildung)
Verringerter Abbau von Bodenherbiziden
Wird Stickstoff in der Pflanze knapp, wird dieser aus den älteren Blättern in die jüngeren verlagert. Das führt schließlich zu einer gelben bis violetten Verfärbung der alten Blätter.

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Kalzium (Ca) als Nährelement in der Pflanze

Die Niederschläge im Sommer und in den letzten Wochen führten vielfach zur Verlagerung von freiem Kalk aus der Krume. Verbreitet wurde dadurch die Neigung zum Verschlämmen verstärkt. Von außen ist das zu erkennen an der gegen das Licht gesehen glänzigen, oft auch silbrig glänzenden Bodenoberfläche, die durch das Aneinanderhaften der Bodenpartikel entsteht. Dagegen trägt die Ca-Brücke zwischen den Bodenpartikeln zu einer strukturierten, dadurch glanzlosen Bodenoberfläche bei.
Den Struktureffekt von Kalk können Sie testen, indem Sie (Brannt-) Kalkkörner auf dem verschlämmten Boden verteilen. Diese bewirken, dass sich Krümel bilden.
Zur Absicherung können sie den pH in den oberen 10 cm und in den 20 cm darunter untersuchen lassen. Liegt dieser unter pH 6,7 auf tonigen, unter pH 6,1 auf lehmigen bzw. unter 5,8 auf sandigen Böden, ist es angebracht bis zum Frühjahr eine Kopfkalkung zu allen Früchten vorzunehmen, um
die Bodenoberfläche zu stabilisieren,
den Ca-Bedarf der Pflanzen zu sichern,
die Umsetzung von Stickstoff

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Winterraps – Magnesiummangel

Hohe Niederschläge haben Ende August bis Mitte September im Südwesten und Nordwesten bis zur Westküste Schleswig-Holsteins die Böden mit Wasser gesättigt. In einem Streifen von 150 km Breite nördlich der Mittelgebirge von Bremen bis Sachsen sind die Böden aktuell zwischen 40 bis 60 % mit Wasser gesättigt, in den übrigen Gebieten zu 80 bis 90 %.
Der Zustand der Rapsbestände ist deshalb sehr unterschiedlich. Auffallend ist, dass der Raps in den mit Regen gesegneten Gebieten häufiger als in den Vorjahren Anzeichen von Magnesium-Mangel erkennen lässt:
Aufhellende Interkostalfelder, die vom Blattrand aus sich rötlich verfärben. Im Gegensatz zu den TuYV-Symptomen können die Symptome auf das ganze Blatt übergreifen.
Wenn der Raps zeichnet, kann auch das Getreide unter Magnesium-Mangel leiden. Symptome sind erst ab dem 4- Blattstadium zu identifizieren, wenn die Getreidepflanzen auf die Wurzelernährung umschalten:
Ältere Blätter beginnen von der Spitze her in gelben Streifen

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Winterraps – Befall mit Kohlfliegen-Larven

Larven der Kleinen Kohlfliege sind regional in diesem Jahr trotz Lumiposa-Beizung wieder häufiger zu finden. Deren Bekämpfung ist mit den teilsystemisch wirkenden Insektiziden kaum möglich. Um größeren Schaden durch das Abfaulen der Wurzeln zu verhindern, muss die Bor-Versorgung sichergestellt werden. Bor ist notwendig für die Gewebebildung. Um die Konzentration in der Wurzelzone stärker anzuheben, sind 450 g/ha Bor angebracht. Das auf die Blätter gespritzte Bor läuft von den Blättern ab und dringt im Bereich des Wurzelhalses konzentriert in den Boden ein, um dort über die Wurzel aufgenommen zu werden.

Die Bor-Spritzung sollte baldmöglichst erfolgen, wenn Sie Rapswurzeln mit Kohlfliegenlarven finden.

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Zink – nicht nur für die Proteinbildung notwendig

Die zu Schossbeginn gezogenen Pflanzenanalysen wiesen in den letzten Jahren mit zunehmender Tendenz eine Unterversorgung mit Zink aus. Davon betroffen sind nicht nur stark sandige Diluvialstandorte mit von Haus aus geringer Versorgung oder Standorte mit hohen pH-Werten (über 7) bzw. Standorte mit hohen P-Gehalten im Boden, sondern auch Böden mit „normalen“ Eigenschaften und bislang als ausreichend eingestuften Gehalten im Boden. Ein Grund für die Häufung von Zink- und generell von Spurenelementmangel ist sicherlich, dass in den letzten 30 Jahren durch die Ernten Spurenelemente entzogen, aber keine Spurenelemente in größeren Mengen zugeführt werden. Das Getreidekorn enthält ca. 30 mg Zn je kg bzw. 30 g je t Ertrag (LKV Sachsen, 2024). Mit 9 t/ha werden also 270g Zink abgefahren. Das hört sich nach wenig an, aber sind 8 kg/ha in 30 Jahren bzw. das entspricht etwa 2 ppm Zn im Boden. Ein „normaler“ Boden enthielt im Jahr 1990 etwa 3

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Kälte und Trockenheit

N-Nachlieferung springt im Osten nicht an Kälte und Trockenheit ließen die N-Freisetzung aus dem Boden bislang nur langsam in Gang kommen. Auch in den nächsten 14 Tagen ist östlich der Mittelgebirge aufgrund der anhaltenden Trockenheit noch nicht mit einer nennenswerten Mineralisierung zu rechnen. Die wenigen Millimeter Regen reichten nicht aus, um den Boden soweit zu durchfeuchten, dass die N-Nachlieferung in Gang kommt. So dürfte die N- Freisetzung erst nach den Eisheiligen (ab Mitte Mai) voll anspringen. Aufgrund der guten Bodengare ist dann eine hohe N-Mineralisation zu erwarten, die durch die Durchfeuchtung des Bodens nach der Trockenheit einsetzen wird. So können wir uns bei der Spätdüngung zurückhalten, sollten aber eine Zwischendüngung einplanen. Nach verhaltener Startgabe kam die bereits gefallene Anschlussdüngung aufgrund von Trockenheit und der bislang kalten Nächte nur zögernd zum Wirken. Deshalb ist eine Zwischendüngung mit AHL angebracht, solange noch Tau fällt. Die Ausbringung erfolgt am besten gegen Abend

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Schwefel- und zugleich Kalziummangel?

In einigen Pflanzenanalysen wurde eine Unterversorgung mit Kalzium und Schwefel im Getreide ausgewiesen. Beim Nachfragen handelt es sich häufig um hellere Stellen im Schlag, die sich vom restlichen Schlag durch geringere Humusgehalte und höhere (!) pH-Werte abheben.

Ursache dürfte zum einen die Gipsbildung durch die Reaktion von CaO mit dem Sulfat aus dem SSA sein. Bei geringer Verdunstung und damit eingeschränktem Massenfluss kann dadurch auf kalkhaltigen Böden Schwefelmangel trotz ausreichend hoher S-Zufuhr auftreten, da Gips weniger wasserlöslich (2 g/l) ist als SSA (761 g/l) oder Kieserit (71 g/l).

Bei geringem Wurzelwachstum und dadurch eingeschränkten Wurzelausscheidungen, die zu einem Absenken des pH in der Rhizosphäre führen, kann auch CaO bei pH-Werten über 7 vorübergehend als CaCO3 (Ca-Karbonat) festgelegt werden. In diesem Fall heißt es Nerven zu behalten und abzuwarten, dass die Bestände nach einem warmen Regen in Gang kommen.

Um die Nerven zu beruhigen, hilft eine Blattdüngung mit 10 kg/ha SSA

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Winterraps – Verfärbte Bestände

Raps – Nachtfröste verhindern das Schlüpfen der Stängelrüssler, aber Erdflohlarven

Mit Ausnahme des Oberrheingrabens liegen die Bodentemperaturen in den oberen 5 cm des Bodens unter 3 °C. In den kommenden Tagen ist dort in dunklen, humosen Böden mit einem Anstieg auf über 5 °C zu rechnen, der allerdings für den Schlupf der Stängelrüssler nicht ausreichen wird, wenn die Temperaturen ab der kommenden Woche wieder zurückgehen werden. Mit massenhaftem Zuflug von Stängelrüsslern ist deshalb noch nicht zu rechnen. Etwas anders sieht es mit den Larven des Erdflohs aus, die durch Temperaturen über 12 °C aktiv werden, um sich aus den verkoteten Blattstielen auszubohren und darunter wieder einzubohren. In dieser Zeit ist eine Bekämpfung mit Pyrethroiden möglich, die gegen die Larven noch gut wirken. Kontrollieren Sie deshalb die Blattstiele von Rapspflanzen auf Rapserdfloh-Larven. Wenn Sie mehr als 3 Larven in schwachen Pflanzen (unter 7 mm WHD) bzw. mehr als 5 Larven in kräftigen Pflanzen mit mehr als 10 mm Wurzelhalsdurchmesser finden, ist

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Seit Anfang November ist verstärkt Mehltau in der Wintergerste zu beobachten. Milde Temperaturen in Kombination mit hohen Luftfeuchten begünstigten die Infektionen. Insbesondere in den früh gedrillten, dichten Wintergerstenbeständen breitete sich der Mehltau explosionsartig aus. Diese Bestände präsentieren sich bereits von weitem durch hellere bzw. gelblicher statt sattgrüner Farbe. Bei näherem Hinsehen erkennt man schnell die weißen Pusteln auf den Blättern. Regenfälle unterbrachen verbreitet in der letzten Septemberdekade die Aussaat der Wintergerste. Die erst Anfang Oktober gedrillten Bestände weisen vereinzelt Mehltau- oder auch Zwergrost-Symptome auf. Sobald die Temperaturen anhaltend unter 15 °C sinken, wird sich der Mehltau nicht weiterentwickeln. Bleibt es dagegen mild und sind noch Tage mit 15 bis 18 °C angesagt, bleibt der Mehltau aktiv. In der Regel können kräftige Wintergersten den Mehltaubefall im Herbst ohne Ertragseinbußen aushalten, da im Frühjahr neue, gesunde Blätter gebildet werden können. Auf Typhula-Standorten bilden die abgestorbenen Mehltau-Läsionen auf den Blattscheiden eine Eintrittspforte für

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Wintergetreide – Beizung

Der Anteil von Saatgutproben mit Flugbrand in Gerste und Weizen, auch von Steinbrand im Weizen, nahm in den letzten Jahren beständig zu. Damit wurde der Eindruck auf den Feldern bestätigt. Betroffen sind nicht nur Bio-Betriebe. Die Beizung insbesondere gegen Brande ist eine effektive, vor allem punktgenaue Pflanzenschutzmaßnahme. Unterbleibt die Beizung, ist eine spätere Bekämpfung von Branden mit Fungiziden nicht mehr möglich. Zudem werden durch die Beizung auch eine Reihe von anderen saatgut- oder bodenbürtigen Krankheiten eingedämmt, wenn nicht sogar unterbunden, wie Schneeschimmel, Fusarien-Arten, Septoria-Arten, Drechslera-Arten oder Rhynchosporium. Beizwirkstoffe kontaminieren nur das Saatgut und werden bestenfalls in den daraus erwachsenden Pflanzenteilen bzw. im Beizhof um das Samenkorn verbreitet, während sich der Spritznebel in der Umgebung der Zielobjekte verteilt.
Tabelle

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Raps – Herbstdüngung

N-Düngung: In diesem Jahr sollten eigene Nmin-Proben gezogen werden. Aktuell meist niedrige Nmin-Werte im Boden erfordern eine Herbst-Düngung zu Raps. In roten Gebieten dürfen 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) ausgebracht werden, wenn weniger als 45 kg/ha Nmin in 0 – 60 cm gemessen werden. Die Nmin-Untersuchung muss in diesem Fall schlagbezogen erfolgen.

Harnstoff (mit Urease-Hemmer, z.B. Piagran Pro oder Alzon Neo N) enthält keinen NH4-N, die Ammonifizierung wird durch den Urease-Hemmer unterbunden. Deshalb können bis zu 60 kg/ha N damit ausgebracht werden.
Abbildung

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Magnesium – Versorgung im Herbst sicherstellen

Die meisten glazialen Böden (eiszeitliche Geschiebe-Böden), aber auch Verwitterungsböden aus Mg-armen Ausgangsgestein (Urgestein, Buntsandstein, auch Kreideböden) sind von Haus aus magnesiumarm. Die Häufigkeit von akutem Mg-Mangel im Boden ist durch jahrelange Mergeldüngung geringer geworden. Magnesium wird als zweiwertiges Kation an die Austauscher gebunden. Aufgrund der weiten Hydrathülle um das Mg-Ion ist aber die Bindung vergleichsweise schwach, so dass Magnesium aus nassen Böden in tiefere Schichten verlagert und aus sandigen Böden auch ausgewaschen werden kann. In tiefgründigen Böden mit guter Kapillarität erfolgt in aller Regel wieder ein kapillarer Aufstieg in die Krume. Die Sommerniederschläge (2023) führten zur Verlagerung von Magnesium. Die Verdunstung im September reichte nicht aus, um Magnesium wieder in die oberste Bodenschicht zu transportieren. Aus diesem Grund trat erkennbarer Magnesium-Mangel mit aufgehellten, später rotverfärbten Interkostal-Feldern im Raps bzw. grün gepunktelten Adern im Getreide im vergangenen Herbst häufiger als in den Vorjahren auf. Der Regen im Spätherbst und Winter bewirkte

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