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Ackerfuchsschwanz zum Auflaufen bringen
Im Gegensatz zum Windhalm spielt die Verbreitung des AFU mit dem Wind eine geringe Rolle. Die Mehrzahl der AFU-Samen werden im Umkreis von einem halben Meter um die Mutterähre deponiert. Die Bekämpfung des Ackerfuchsschwanz muss deshalb schlagbezogen erfolgen. Angesichts der Resistenzentwicklung reichen Herbizidmaßnahmen allein nicht mehr aus. Vielmehr müssen Fruchtartenwahl und Fruchtfolge, Saatzeit, Bodenbearbeitung und Herbizidmaßnahmen ineinander greifen.
Der Ackerfuchsschwanz ist eine überwinternde, einjährige Pflanze, die zum Großteil im Herbst bei Bodentemperaturen über 3 °C keimt. Optimal für die Keimung sind Bodentemperaturen zwischen 10 und 15 °C. Bei hohen Bodentemperaturen über 25 °C keimt der Ackerfuchsschwanz schlechter. Temperaturen zwischen 10 und 15 °C im Boden herrschen im Herbst von Ende August bis Anfang (im Rheinland bis Mitte) Oktober. In diesem Zeitraum läuft der meiste Ackerfuchsschwanz auf.
Die in der Ackerfuchsschwanzähre gebildeten Samen unterliegen der (primären) Keimruhe. Diese ist umso kürzer, je heißer und trockener das Wetter während der Kornbildung ist. Über 22 °C ist mit einer kurzen primären Keimruhe von 2 bis 3 Wochen zu rechnen. Da der AFU-Samen zum Großteil 8 bis 14 Tage vor der Weizenernte ausfällt, kann der AFU in diesem Fall bereits 2 Wochen nach der Ernte auflaufen. Damit ist in diesem Jahr zu rechnen.
Mais – Möglichkeiten der mechanischen Unkrautregulierung
Tabelle
Ackerbohnen und Erbsen – Mechanische Unkrautbekämpfung
Ackerbohnen haben eine hohe Konkurrenzkraft gegen Unkräuter, deshalb ist eine mechanische Unkrautbekämpfung durchaus Erfolg versprechend, wenn nicht gerade Gräser oder tiefwurzelnde Unkräuter ausgeschaltet werden müssen. Tiefer wurzelnde Unkräuter, wie Windenknöterich oder Klettenlabkraut, lassen sich mit Hacken, nicht aber mit Striegeln bekämpfen. Ackerbohnen Mit Blindstriegeln im Vorauflauf der Ackerbohne (Striegel scharf einstellen), zweites Mal Striegeln ab 8-Blatt-Stadium (bzw. ab 5 cm Wuchshöhe, Striegel weniger scharf einstellen). Unter optimalen Witterungsbedingungen (trocken, schüttender Boden) 60 bis 80 % Wirkung gegen flach wurzelnde Unkräuter. Ein dritter Arbeitsgang bei 15 – 20 cm Wuchshöhe mit dem Striegel oder mit der Hacke erhöht die Unkrautwirkung auf 75 bis 90 %. Beschädigungen der Ackerbohne lassen sich durch Striegeln am späten Nachmittag bis in die frühen Abendstunden verringern. Körnererbsen Körnererbsen reagieren auf die mechanische Unkrautbekämpfung empfindlich. Die Restverunkrautung zur Ernte bereitet in feuchten Jahren erhebliche Probleme. Dem Blindstriegeln im Vorauflauf folgt ein weiterer Arbeitsgang im 8-Blatt-Stadium der Erbsen
Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)
Ackerschachtelhalm ist eine ausdauernde Sporenpflanze mit tiefgehenden und stark verzweigten Ausläufern. Er zählt zu den schwer zu bekämpfenden Problemunkräutern. Meist ist der Ackerschachtelhalm auf tonig- lehmigen, aber auch auf sandigen Standorten mit wasserführenden, verdichteten Schichten im Untergrund zu finden.
Verstärkt tritt Schachtelhalm in Sommerungen auf, wenn die Bestände im Frühjahr über längere Zeit genügend Licht bis zum Boden durchlassen. Glyphosathaltige Herbizide haben gegen den kieselsäurehaltigen Schachtelhalm („Zinnkraut“) keine Wirkung. Die oberirdischen Pflanzenteile können im Getreide mit MCPA und im Mais mit Mesotrione unterdrückt werden.
Nachhaltig ist der Schachtelhalm nur durch die Brechung der Stauwasserschicht und durch einen standortangepassten pH-Wert zu bekämpfen.
Bevor eine Lockerung durchgeführt wird, sollte erst mit dem Spaten entlang der Wurzel der Pflanze nachgegraben werden, um die Stauwasserschicht zu finden. Liegt der verdichtete Horizont tiefer als 35 cm, wird die Wirkung von Lockerungsmaßnahmen vor allem auf schluffigen-tonigen Böden eingeschränkt, wenn keine Stabilisierung durch den nachfolgenden Anbau von tiefwurzelnden Früchten (Raps, Soja, Ackerbohnen etc.) erfolgt.
Flacher liegende Störschichten treten häufig auf, wenn nach einer früher tiefen Pflugfurche in der Folgezeit nur noch flach gearbeitet wurde. In diesem Fall kann durch Lockerung unterhalb der alten Pflugsohle die Verdichtung aufgebrochen werden. In der Regel ist es notwendig, zweimal hintereinander innerhalb einer Rotation die Lockerung durchzuführen, um eine dauerhafte Wirkung zu erzielen.
Wurzelunkräuter auf der Stoppel bekämpfen
Wurzelunkräuter, wie Acker- und Zaunwinde, Ackerkratzdistel, Ackerschachtelhalm, Landwasserknöterich und vor allem Quecken haben infolge des Anbaus von Zwischenfrüchten und der reduzierten Bodenbearbeitung (Verzicht auf den Pflug) stark zugenommen. Wo möglich, sollte die Zeit für einen mehrmaligen, schrittweise tiefer greifenden Grubber-Einsatz genutzt werden, um Queckenrhizome abzuschneiden oder abzureißen und an die Oberflächen zu holen, damit sie dort vertrocknen. Die Erfolgsaussichten bei ausschließlich mechanischer Bekämpfung wird aber durch nachfolgenden Regen eingeschränkt, der die Rhizome wieder austreiben lässt.
Eine effektive Bekämpfung von Wurzelunkräutern ist nur mit chemischen Mittel zu erwarten. Zur Auswahl stehen für die Stoppelbehandlung das Totalherbizid Glyphosat sowie Wuchsstoffe (2,4 D) bzw. wuchsstoffartige (Fluroxypyr) Herbizide, die in der Pflanze basipetal (im Phloem nach unten) in die Wurzel transportiert werden können.
Bekämpfung von Wurzelunkräutern auf der Stoppel
Möglichst kurze Getreidestoppel, Stroh abfahren oder kurz häckseln.
Raps – Erdflohbekämpfung als integrierte Maßnahme
Vor gut 3 Wochen wurden massenhafter Erdfloh-Zuflug und Fraßlöcher im Durchwuchsraps in Leguminosen beobachtet. Mit einem verstärkten Auftreten des Erdfloh ist nach der Sommerruhe ab Anfang September zu rechnen. Die zugelassenen Pyrethroide haben verbreitet keine ausreichende Wirkung. Am 23. Juli hat der Wirkstoff Cyantraniliprole im Exirel bzw. Minecto Gold eine Notfallzulassung für die Anwendung im Raps gegen Erdfloh erhalten. Integrierte Maßnahmen gegen Rapserdfloh • Großen Abstand zwischen letztjährigen und diesjährigen Rapsschlägen einhalten. • Ausfallraps auf benachbarten Schlägen spätestens im 4-Blattstadium bekämpfen mit dem Ziel, dass noch nicht gekeimter Altraps aufläuft und von Erdflöhen angeflogen wird, bevor der frisch gesäte Raps auf dem Nachbarschlag keimt. • Gute Rückverfestigung (eventuell walzen vor oder auch nach der Saat), damit der Raps zügig und gleichmäßig aufläuft. • Testflächen mit KWS Alessandro, der weniger Probleme mit Erdflohlarven haben soll. • Saatzeit der Witterung anpassen: › Kühler Juli/August später Erdflohzuflug = früher säen Beizung mit Lumiposa (gegen Kohlfliegen, wegen höherem Risiko) › Milder Juli/August früher Erdflohzuflug = später säen Beizung mit Buteo Start (gegen Erdfloh, geringeres Kohlfliegenrisiko) • Keine höhere Aussaatstärke, weil dann die Einzelpflanze schwächer ist. Das Schadrisiko durch den Larvenfraß ist höher.
Raps – Herbizide zur Herbstanwendung in Winterraps 2023
Nach der Getreideernte zu Raps Sofort und dann nach 5 bis 6 Tagen wenigstens zweimal striegeln, um Ackerfuchsschwanzsamen auf der Bodenoberfläche zum Keimen zu bringen. Nach weiteren 5 bis 8 Tagen Stroh 12 bis 15 cm tief einmischen, aufgelaufenen Ackerfuchsschwanz vergraben und Ackerfuchsschwanzsamen aus tieferen Schichten hochholen. Rückverfestigen! Trockenen Boden nach weiteren 5 bis 8 Tagen tief bearbeiten und rückverfestigen. Bei feuchtem Boden warten bis kurz vor der Rapsaussaat, nur so tief bearbeiten, dass Verdichtungen im nächsten Jahr unterfahren werden können. Aussaat Metazachlor bzw. Dimethachlor im VA, um die Keimung von Ackerfuchsschwanz (Windhalm, Trespen) zu unterbinden. Aufgelaufenen Ackerfuchsschwanz im 4-Blattstadium mit Clethodim oder Cyloxydim abspritzen. Propyzamid gegen Vegetationsende nach der Rapsernte vor Getreide Rapsstoppel sofort und dann im Abstand von 5 bis 6 Tagen zwei- bis dreimal striegeln, um Ausfallraps und Ackerfuchsschwanz zum Keimen zu bringen. nach weiteren 5 bis 8 Tagen 15 cm tief arbeiten und unbedingt rückverfestigen, damit sich der Boden nicht mit Regen vollsaugt. Liegen lassen. Sobald die Rapspflanzen das 4-Blattstadium erreichen, nachbearbeiten, um Ausfallraps und aufgelaufenen Ackerfuchsschwanz zu bekämpfen. Getreide-Aussaattermin nicht zu früh, ca. 6 Wochen vor ortsüblichem Vegetationsende bei trockenem Boden keimt Ackerfuchsschwanz vor dem Getreide, bei feuchtem Boden später als das Getreide.
Mais – Nässe begünstigt das Erdmandelgras (Cyperus esculentus)
Erdmandelgras ist ein Sauergras
anfangs mit Hirsen zu verwechseln
tritt vor allem auf Standorten mit regelmäßiger Überschwemmung auf
weltweit gesehen eines der am schwersten zu bekämpfenden Unkräutern.
Graminizide (FOP-Mittel) haben keine Wirkung gegen das Erdmandelgras.
Konkurrenzstark, verbreitet sich insbesondere in Reihenkulturen (Mais, Zuckerrüben)
Hohe Vermehrungsraten, in Mitteleuropa vegetative Vermehrung durch Knollen.
Samen des Erdmandelgrases bilden bei uns bisher keine Keime
Eine Mutterknolle legt bis zu 120 Tochterknollen an.
Verbreitung durch Bodenabtrag (Erosion) oder Überschwemmung.
Die Knöllchen haben die Größe eines Maiskorn und werden auch durch Fahrzeuge und Maschinen auf dem Feld und von Feld zu Feld verbreitet. Sie haften an Erntegut und Ernterückständen.
Auch Feldmäuse verschleppen die Knöllchen.
Verbreitung mit (Kartoffel-) Saatgut möglich.
Biologie
Einkeimblättriges, ausdauerndes Sauergras aus den Subtropen.
Das Erdmandelgras hat eine Vielzahl länglicher, grasähnlicher Blätter.
Die meist gelb-grünen Blätter heben sich in Zuckerrüben oder im Mais deutlich ab.
Der Stängel ist dreikantig, wird zwischen 30 bis 70
