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Raps – Herbstdüngung

Raps – Herbstdüngung

P- Düngung    

im C- Bereich = Nettoentzug der Vorfrucht (Getreide)

Formel = Kornertrag dt/ha x 0,8 kg P2O5 je dt = kg/ha P2O5

z.B. 70 kg/ha P2O5 (Gülle, DAP, NPK, Triplephosphat)

im A/B-Bereich = 100 kg/ha P2O5 (in 3 Jahren max. 30 kg/ha über Entzug)

K-Düngung    

im C- Bereich = mindestens K-Aufnahme im Herbst

120 kg/ha K2O (Kornkali, Gülle,NPK)

im A/B- Bereich = 200 kg/ha  K2O (Kornkali),

Sandböden = 120 kg/ha  K2O im Herbst + 80 kg/ha im Frühjahr

PK-Düngung am besten vor der Saat einarbeiten! Auf schweren Böden muss auch Kali eingearbeitet werden, wenn mit Herbst- und/oder Frühjahrstrockenheit zu rechnen ist.

Bor- Düngung 

unter 0,4 ppm: 75 + 300 g/ha Bor (2- + 6-Blattstadium)

unter 0,8 ppm: 150 g/ha Bor ab 6-Blattstadium

Mg (+ S)

 im A/B- Bereich (Mg) 15 kg/ha MgO + 12 kg/ha S (300 kg/ha Kornkali)

10 kg/ha Bittersalz zum Überbrücken ab 6-Blatt

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Winterraps – Magnesiummangel

Winterraps – Magnesiummangel

Hohe Niederschläge haben Ende August bis Mitte September im Südwesten und Nordwesten bis zur Westküste Schleswig-Holsteins die Böden mit Wasser gesättigt. In einem Streifen von 150 km Breite nördlich der Mittelgebirge von Bremen bis Sachsen sind die Böden aktuell zwischen 40 bis 60 % mit Wasser gesättigt, in den übrigen Gebieten zu 80 bis 90 %.
Der Zustand der Rapsbestände ist deshalb sehr unterschiedlich. Auffallend ist, dass der Raps in den mit Regen gesegneten Gebieten häufiger als in den Vorjahren Anzeichen von Magnesium-Mangel erkennen lässt:
Aufhellende Interkostalfelder, die vom Blattrand aus sich rötlich verfärben. Im Gegensatz zu den TuYV-Symptomen können die Symptome auf das ganze Blatt übergreifen.
Wenn der Raps zeichnet, kann auch das Getreide unter Magnesium-Mangel leiden. Symptome sind erst ab dem 4- Blattstadium zu identifizieren, wenn die Getreidepflanzen auf die Wurzelernährung umschalten:
Ältere Blätter beginnen von der Spitze her in gelben Streifen

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Winterraps – Magnesiummangel

Kalkung auf Ackerland

Kalken – pH-Werte vielfach stark gesunken Die hohen Niederschläge im Sommer der letzten beiden Jahre führten zur Verlagerung von Kalzium und Magnesium aus der Wurzelzone und zu einem eklatanten Absinken der pH-Werte in der Krume. In unseren Testflächen sanken die Werte bis zum Frühjahr um pH 0,5 bis 1,2. Auf tiefgründigen Böden gelangten die verlagerten Kationen zusammen mit Stickstoff und Schwefel durch das Kapillarwasser im trockenen Frühjahr wieder in die Wurzelzone, damit stieg der pH-Wert wieder an. Das war auf Böden mit geringer oder gestörter Kapillarität (z.B. sandige bzw. Schotterböden) bzw. auf Böden mit Unterbodenverdichtungen oder Störschichten, die den Aufstieg des Kapillarwassers behindern, nicht der Fall. Um sicher zu sein, dass der pH im Boden noch stimmt, ist es angebracht, kurzfristig den pH im Boden untersuchen zu lassen und im Falle deutlich zu niedriger pH-Werte eine für die kommenden Jahre vorgesehene Kalkung vorzuziehen. Damit werden die Kalkverluste ausgeglichen, die biologische Aktivität und der Nährstoffumsatz im Boden sichergestellt und Ertragseinbußen vermieden. Bedeutung des pH-Wertes Die im Boden vorkommenden Tonminerale und Humuspartikel sind als Kolloide nach außen negativ (-) geladen und wirken wie viele kleine Magneten, die positiv (+) geladene Kationen an sich ziehen. Tonminerale untereinander und Humuspartikel würden sich gegenseitig abstoßen. Der Boden hätte dann keine feste Konsistenz. Erst wenn die Bindungsstellen durch positiv-geladene Teilchen bzw. Kationen (H+, K+, Na+, NH +, Ca++, Mg++) besetzt sind, lagern die Kolloide aneinander bzw. können durch zweiwertige Kationen (Ca++, Mg++) miteinander verbunden sein („Ca- Brücken“). Durch die Ca-Brücken bekommt der Boden seine stabile Struktur. Auch Magnesium kann Kolloide verbinden, die Bindung ist allerdings aufgrund des geringeren Durchmessers des Mg-Atoms und der größeren Wasserhülle sehr instabil. Der Boden neigt zum Verschmieren, sobald er feucht wird. K+, Na+ und NH4+ sind einwertige, wie Ca++ und Mg++ basisch wirksame, pH steigernde Kationen, die aber keine Brücke bilden können und den Boden leichter verschlämmen lassen. Für eine günstige Bodenstruktur sollten deshalb die Ca++- Ionen zwischen 75 und 80 %, Mg++-Ionen zwischen 10 und 15 %, einwertige Kationen (K+, Na+, NH +) zusammen nicht mehr als 7 % der KAK (Kationen-Austausch-Kapazität) ausmachen

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Winterraps – Magnesiummangel

Zuckerrübe – Absicherung der Nettoassimilation

Mit den ersten 8 Blättern produzieren die Zuckerrüben in erster Linie die Assimilate für den Aufbau des Blattapparates und für die Wurzelbildung. Diese alten, zusätzlich mit Herbiziden belasteten Blätter sterben ab, nachdem das sekundäre Dickenwachstum des Rübenkörpers ab dem 10-Blattstadium eingesetzt hat. Nährstoffe und Assimilate werden aus den absterbenden ersten 8 Blättern in die neu zuwachsenden Blätter verlagert. Mit dem 10-bis 12-Blattstadium beginnen die Rüben die Reihen bzw. den Bestand zu schließen. Gleichzeitig setzt das sekundäre Dickenwachstum ein, dessen Abschluss mit dem Tageslängenwechsel (21. Juni) eingeleitet wird. Je mehr Zeit zwischen dem Reihenschluss und den längsten Tagen im Jahr zur Verfügung steht, umso mehr Kambiumringe werden gebildet. Die Kambiumringe dienen dem Transport und der Verteilung des Zuckers in die Speicherzellen um die Kambiumringe. Je mehr Kambiumringe gebildet werden, umso mehr Speicherzellen, umso mehr Zucker kann eingelagert werden. An jedem Kambiumring setzen bis zu 4 Blätter an. Die Assimilate aus diesen Blättern versorgen die zugehörigen Bereiche mit Zucker. Die ab dem 10-Blattstadium erscheinenden nächsten 8 bis 12 Blätter tragen die Hauptlast der Assimilation und der

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Winterraps – Magnesiummangel

Winterweizen – Qualitätsdüngung

Trockenheit und Kälte schränkten bis Ende April die N-Freisetzung aus dem Boden ein. Mit den Niederschlägen vor und nach Ostern kam zunächst der im Boden vorliegende mineralische Stickstoff zum Wirken. Die N-Mobilisierung kam bislang noch nicht richtig in Gang und wird auch in den nächsten 14 Tagen auf sich warten lassen, wo die Böden kaum durchfeuchtet wurden. Bleiben die Böden feucht und steigen die Bodentemperaturen über 15 °C, setzt die N-Nachlieferung verstärkt ein. Damit ist ab dem 20. Mai zu rechnen. Eine Zwischendüngung, die von der Spätdüngung abgezogen werden muss, kann bei bisher knapper Kalkulation angebracht sein. Ob die Zwischendüngung notwendig ist, zeigen der N-Tester oder der Blattvergleich: Beim letzteren werden die Blätter nebeneinandergehalten: Hellt das 4. Blatt von oben gegenüber dem 3. Blatt deutlich auf, lagert die Pflanzen Stickstoff aus, um damit den Neuzuwachs zu versorgen. In diesem Fall können 25 kg/ha N gedüngt werden. Ist das 3. Blatt

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Winterraps – Magnesiummangel

Mais – Düngung im Frühjahr 2025

Ab Freitag (11.04.) werden die Bodentemperaturen über 8 °C und danach über 10 °C ansteigen. Da in der Folgezeit auch im Norden steigende Temperaturen angekündigt werden, ist die Maisaussaat ab Freitag gut möglich. Bis dahin sollten inklusive der Unterfußdüngung 70 % der vorgesehenen N-Düngung ausgebracht sein, als Gülle oder Harnstoff. Nitrat-haltige Dünger eignen sich weniger, da das Nitrat das Wachstum der unteren Blätter zulasten des Wurzelwachstums stimuliert und Stickstoff aus den unteren Blättern mit erhöhtem Energieaufwand in den Neuzuwachs umverlagert werden muss. Die restliche N-Düngung wird ab dem 4- bis 8-Blattstadium in den stehenden Maisbestand über Gülle mit Schleppschläuchen oder als Harnstoff mit Urease-Hemmer mit dem Düngerstreuer ausgebracht. Harnstoff führt anders als NH4-haltige Dünger (auch KAS) nicht zu Verätzungen des Maisblattes. Die Aufteilung der N-Düngung zu Mais ist vor allem auf Standorten mit geringem N- Nachlieferungspotential sinnvoll, auch bei ungünstiger Bodenstruktur. Da häufig Ende Mai bzw. Anfang Juni einsetzender

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Winterraps – Magnesiummangel

Wintergetreide – Düngerplanung

Startgabe Die Form der Startgabe (N1) zu Getreide sollte sich an der Bestandesentwicklung orientieren. Phosphor wird am effektivsten im Herbst in den Boden eingearbeitet. Die Ausnutzung des im Herbst gedüngten Phosphors ist um mehr als das 3-fache besser, als wenn Phosphor im Frühjahr obenauf gestreut wird. Nachdem die DAP-Düngung im Herbst zu Weizen (Roggen, Triticale) nicht mehr zulässig ist, ist die P-Frühjahrsdüngung auf Standorten mit pH-Werten über 6,3 sinnvoll. Ein Teil des im Frühjahr gedüngten Phosphors geht durch die SSA-Düngung besser in Lösung, der Rest des als Ca-Phosphat festgelegten Phosphors wird durch SSA im Herbst oder im kommenden Frühjahr wieder in Lösung gebracht. Kalium wurde auf Böden mit weniger als 6 % Ton aus der Krume gewaschen. Auf stark sandigen Böden (unter 3 % Ton) ist deshalb eine K-Düngung im Frühjahr zu empfehlen. Mit 200 kg/ha Kornkali werden 12 kg Mg und 10 kg Schwefel gedüngt. Illit-reiche Standorte enthalten Ammonium

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Die DüV wirkt sich einschneidend auf den Ackerbau aus. Um Ertrags- und Qualitätsminderungen in Grenzen zuhalten, müssen wir die Stickstoffwirkung optimieren. Dazu ist eine ausreichende Versorgung mit anderen Nährstoffen Voraussetzung, die für die Eiweißbildung und das Wachstum der Pflanzen notwendig sind: Die Hauptelemente Phosphor und Schwefel, als Eiweißbestandteile, aber auch Kalium, das für die Bereitstellung der Kohlenhydrate notwendig ist, ohne die kein Protein gebildet werden kann. Die Spurenelemente Molybdän und Kupfer sind als Bestandteil von Enzymen Voraussetzung für die Umwandlung von Nitrat in Ammonium und Amide, damit daraus Aminosäuren gebildet werden, oder Zink, ohne das Proteine nicht synthetisiert werden können. TA-Luft schuf eine neue Welt Die TA-Luft hatte 1984 einschneidende, direkte und indirekte Auswirkungen auf die Landwirtschaft, da mit dieser Verordnung der Eintrag an Schwefel auf ein Minimum verringert wurde. Schwefelmangel spielte auch in vorindustriellen Zeiträumen kaum eine Rolle, weil über den Hausbrand oder Brandrodung genug Schwefel in die Luft

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Phosphor-Bedarf sicherstellen

Wärme und Trockenheit ab Mitte Oktober haben den bereits bestellten Beständen zu einem guten Start verholfen, solange man nur den Spross betrachtet. Die Wurzeln dieser Bestände schauen dagegen eher mickrig aus. Das dürfte auch bei den in diesem Zeitraum bestellten Beständen der Fall sein, wenn die nass-kalten Bedingungen anhalten. Sollten dann noch winterliche Bedingungen herrschen, geraten die Pflanzen in ein Dilemma: Keine Wurzel, kein Wachstum; kein Wachstum, keine Wurzel. Das kann sich im Frühjahr lange hinziehen, vor allem in der Wintergerste. Momentan heben sich trotz ausreichender P-Versorgung im Boden in unseren Versuchen bereits die mit DAP gedüngten Parzellen gegenüber den nicht gedüngten Parzellen ab. Aus den Schlagkarteiauswertungen und aus der Literatur ist abzuleiten, dass eine Ertragswirkung der zur Aussaat gegebenen P-Düngung auch bei guter Versorgung zu erwarten ist, wenn schlechte Bodenstruktur (= geringe Durchwurzelbarkeit) und Nässe (= O2-Mangel) die P-Aufnahme behindern. Trockenheit und niedrige Temperaturen setzen die P-Aufnahme um gut

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Auswirkungen der Nässe auf das Frühjahr 2025

Wassergesättigte Böden im Westen, Norden und Süden Westlich der früheren innerdeutschen Grenze, in Schleswig-Holstein und im westlichen Mecklenburg sowie südlich des Mains sind die Böden derzeit verbreitet das zweite Jahr nacheinander mit Wasser gesättigt. Durch eine ähnliche Situation im Jahre 1981/82 wurden die Böden durch die Rübenroder stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Nachwirkungen waren noch bis 1996/97 zu spüren. Ab Ende Dezember 1996 drang der Frost selbst in Westdeutschland über 1 m tief in den nassen Boden ein und beseitigte die Strukturschäden. Die Körnermais- und Zuckerrübenernte wird in diesen Gebieten noch zu einer Herausforderung. Ob danach überall Getreide gesät werden kann, ist mit einem Fragezeichen versehen. Wie wirkt sich Nässe auf den Boden aus? Wasser allein ist nichts Schlimmes. Ausreichend Bodenfeuchte ist notwendig, damit die Biologie im Boden funktioniert und Pflanzen wachsen können. Feuchtigkeit verhindert Staubbildung und Winderosion. Feuchte ist auch notwendig, damit sich die feinsten Bodenpartikel ausrichten und zu

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Raps – Herbstdüngung

N-Düngung: In diesem Jahr sollten eigene Nmin-Proben gezogen werden. Aktuell meist niedrige Nmin-Werte im Boden erfordern eine Herbst-Düngung zu Raps. In roten Gebieten dürfen 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) ausgebracht werden, wenn weniger als 45 kg/ha Nmin in 0 – 60 cm gemessen werden. Die Nmin-Untersuchung muss in diesem Fall schlagbezogen erfolgen.

Harnstoff (mit Urease-Hemmer, z.B. Piagran Pro oder Alzon Neo N) enthält keinen NH4-N, die Ammonifizierung wird durch den Urease-Hemmer unterbunden. Deshalb können bis zu 60 kg/ha N damit ausgebracht werden.
Abbildung

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Platzierung des Düngers statt Ausbringung mit der Schaufel

Je knapper die Versorgung der Böden, umso wichtiger wird die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor. Das zeigte sich in diesem Jahr wieder besonders deutlich. Güllebetriebe mit hoher P-Versorgung liegen in den Erträgen durchweg an der Spitze. Die Nährstoffaufnahme erfolgt proportional zur Nährstoffkonzentration im Boden. Je geringer der Abstand zwischen einer Nährstoffquelle (Düngerkorn, mit Nährstoffen versorgte Bodenpartikel) und den Wurzelspitzen ist, umso niedriger kann die Nährstoffkonzentration sein, um die notwendige Nährstoffaufnahme pro Zeiteinheit (Tag) sicherzustellen. Geringe Nährstoffversorgung im Boden, die Begrenzung der Düngerausbringung durch die DüV, aber auch die durch Festlegung eingeschränkte Verfügbarkeit der Nährstoffe erfordern umgekehrt einen kürzeren Transportweg der Nährstoffe vom Düngerkorn zur Wurzel, d.h. Platzierung der Nährstoffe in Wurzelnähe. Weniger wasserlösliche Nährstoffe wie Phosphate, die zudem schnell schwerlösliche Bindungen mit zwei- und höherwertigen Kationen (z.B. Ca++, Mg++, Fe++/+++, Al++/+++) eingehen, werden zudem im Boden nur über kurze Strecken transportiert. Beim Phosphor wirkt sich deshalb die Platzierung des Düngers in

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Kaliumdüngung nach einem nassen Jahr

Seit letztem Sommer hat es in ganz Deutschland soviel geregnet, wie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen noch nicht.

Das Wetter der letzten Wochen war überwiegend durch eine Vb-Wetterlage gekennzeichnet, d.h. ein Mittelmeertief saugt sich wie ein Schwamm voll Wasser und regnet nördlich der Alpen ab. Nachdem sich zudem der erste Hurrikan (Beryl) in der Karibik bereits in der letzten Woche auf den Weg gemacht hat, ist in nächster Zeit eher mit durchsetztem Wetter zu rechnen. Danach könnte sich hochsommerliches, trockenes Wetter durchsetzen, dem ein ausgeprägter Altweibersommer folgen kann. Letzteres bedeutet eine längere Trockenheit im September, vielleicht noch im Oktober. Diese dürfte sich auf die Verfügbarkeit und Aufnahme von Kalium und Phosphor im Herbst auswirken.

Kaliwirkung auf sorptionsschwachen Böden

Auf sorptionsschwachen Böden wurde Kali infolge der Regenmassen zumindest aus der Krume ausgewaschen, vielfach auch aus der darunterliegenden Bodenschicht. Deshalb ist eine Ausgleichsdüngung dringend erforderlich. Auf diesen Böden kommen die Kali-Düngung nach der Saat und die K-Rücklieferung aus den Ernterückständen im Herbst noch zum Wirken. Im Herbst sollte deshalb auf stark sandigen Standorten mit hohen Winterniederschlägen nicht mehr gedüngt werden, als der Raps im Herbst an Kali aufnehmen kann. Zum Stoppelgetreide sollte wenigstens der K-Nettoentzug gedüngt werden.

K-Wirkung auf stark tonhaltigen Böden

Auf tonigen Böden ist vor allem in den Regenschattengebieten damit zu rechnen, dass für den Raps und für das Stoppelgetreide in einem trockenen Herbst nicht genug Kalium verfügbar ist, wenn die Bodengehalte an Kalium auf Böden mit mehr als 10 % Ton unter 1,0 mg K bzw. 1,2 mg K2O je Prozent Ton abgesunken sind. Deshalb sollte die K-Düngung auf diesen Standorten zu Raps und Stoppelgetreide unbedingt vor der Aussaat ausgebracht und in den Boden eingearbeitet werden. Dabei ist eine etwas tiefere Einarbeitung auf 8 bis 10 cm effektiver als den Dünger nur flach einzumischen, weil die oberen 2 bis 3 cm des Bodens auch im Herbst trockenfallen können.

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Mais – Hinweise zur Aussaat 2024

Der Temperaturanstieg zum Wochenende verleitet zur frühen Maisaussaat.

Maispflanzen sind Solitärpflanzen wie Rüben, bei denen die Optimierung der Einzelpflanze im Vordergrund steht. Voraussetzung dafür ist deren gleichmäßige Entwicklung, also homogener Feldaufgang und gleicher Standraum. Der Gesamtbestand an Pflanzen je m² richtet sich nach dem Wasserhaushalt des Standortes.

Wann ist der optimale Saatzeitpunkt für den Mais?

Mais verlangt konstante Bodentemperaturen von mindestens 8 bis 10 °C in den oberen 5 cm des Bodens. Bei Bodentemperaturen über 13 °C läuft der Mais bei ausreichender Bodenfeuchte innerhalb von 7 bis 10 Tagen gleichmäßig auf. Dazu muss das Saatkorn in die feuchte Bodenschicht gedrückt werden. Das heißt, zwischen der Saatbettbereitung und der Aussaat darf nicht zu viel Zeit verstreichen, der Saathorizont darf nicht austrocknen. Ein klutiges Saatbett ohne ausreichend Feinerde ist ohnehin verboten.

Lange Auflaufphasen von mehr als 18 Tagen infolge zu früher Saat in den kalten Boden schwächen Vitalität und Triebkraft der jungen Pflanzen. Auch die Beize verliert einen Teil ihrer Schutzwirkung. Die Folge sind Fehlstellen bzw. ungleichmäßiger Feldaufgang. Alle Maispflanzen sollen innerhalb von 48 Stunden vollständig auflaufen. Beschattungseffekte auf die Nachzüglern reduzieren deren Ertragspotenzial bis hin zum Totalausfall. Zudem gestaltet sich der Herbizideinsatz schwierig, wenn der Mais verzettelt aufläuft.

Saattermin entscheidet über den weiteren Entwicklungsverlauf

Mit dem Saattermin, genauer mit dem Zeitpunkt des Feldaufganges, wird der weitere Entwicklungsrhythmus festgelegt. Trotz der züchterischen Anpassung an den Langtag lässt der Mais bei frühem Auflauf und hoher Gesamteinstrahlung seinen ursprünglichen Kurztagscharakter erkennen, der die Anlage generativer Organe begünstigt.

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Phosphor – Bedarf nach einem nassen Frühjahr und Winter

Phosphor ist das Nährelement, dessen Verfügbarkeit und Aufnahme am stärksten auf die Bodenstruktur und die Erwärmbarkeit des Bodens reagiert und von der Durchwurzelungsleistung der Kulturpflanze abhängt. Je schlechter diese ist, was in diesem Frühjahr häufig der Fall ist, umso geringer ist auch die potentiell aufnehmbare Phosphatmenge.
Die im Bodenwasser gelöste Phosphatmenge beträgt nur 2 kg/ha P2O5 (1.000 g P), das entspricht auch der täglichen Aufnahme eines gut bestockten Getreidebestandes unter wüchsigen Bedingungen. Um diese Aufnahme sicherzustellen, muss deshalb aus dem sogenannten labilen Pool des Bodens (zwischen 500 – 900 kg/ha P2O5 bzw. 250 – 450 kg/ha P) kontinuierlich Phosphat nachgeliefert werden. Diese Phosphate sind an den Außenbereichen von Eisen- und Aluminiumoxiden adsorbiert, an Humusteilchen und auch an Tonmineralen. Allerdings ist die Anlagerung an Tonminerale viel geringer, als dies bei Kationen (K+, Ca2+, Mg2+ usw.) der Fall ist.
Die Nachlieferung von Phosphaten aus dem labilen Pool in die Bodenlösung ist stark

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Frühjahresdüngung – Bodenverhältnisse berücksichtigen

Dauerregen im August, relativ trocken von September bis Anfang Oktober, viel Regen im November, Wintereinbruch mit Eis und Schnee, Weihnachtstauwetter mit wieder viel Regen, danach wieder Winter und seit 3 Wochen Schmuddelwetter. Einen ähnlichen Witterungsverlauf hatten wir im Jahr 1981/82 und deutlich abgeschwächt in den Jahren 1991/92, 2002/03 und 2017/18.

Im (Nord-) Westen fielen von August 2023 bis Januar 2024 über 600 mm Regen. Zieht man die Evaporation ab, wurden dort Lössböden bis in ein Meter Tiefe mehr als zweimal, leichte Böden wenigstens dreimal durchgespült. Im Osten und in Franken sieht es anders aus. Dort regnete es auch mehr als normal, so dass die Wintergetreidebestellung immer wieder unterbrochen werden musste, aber die Niederschläge reichten nach Abzug der Evaporation im Osten und in Nordbayern gerade aus, um den Wasservorrat sandiger Böden aufzufüllen. Lössböden wurden dort durch die Niederschläge nur zu zwei Drittel aufgefüllt. Zusammen mit der Restfeuchte, die noch vor August im Boden war, haben die schweren Böden knapp 90 % der nutzbaren Feldkapazität erreicht.

Dadurch ergeben sich für die Düngeplanung in diesem Frühjahr unterschiedliche Voraussetzungen.

Die ersten Nmin-Werte liegen erwartungsgemäß auf sehr niedrigem Niveau. Bei fast allen Untersuchungsergebnissen wurde in den oberen 30 cm mehr Nmin gemessen als in den darunter liegenden Schichten. Das ist die Folge des Bodenfrostes im Dezember und des danach eintretenden Weihnachtstauwetters, in dessen Verlauf die Temperaturen in den obersten 5 cm des Bodens auf 7 ° C und darüber anstiegen. Dadurch wurde ein Teil des schnell umsetzbaren Nmob umgesetzt. Je nach Boden können das zwischen 5 und 15 kg/ha N sein, die sich als Nmin in der Krume widerspiegeln. Der bereits mobilisierte Stickstoff kann aber nicht ein zweites Mal nachgeliefert werden. Das Nmob im Frühjahr wird dadurch verringert.

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Aktuelle Bodenverhältnisse bei der Düngerplanung für das Frühjahr berücksichtigen!

Aktuelle Bodenverhältnisse bei der Düngerplanung für das Frühjahr berücksichtigen!

Die Böden im Nordwesten sind derzeit übernass. Die Landwirte an der Westküste haben vielfach noch kein Pfund Weizen gesät. Wenn nicht tiefgreifender, länger anhaltender Kahlfrost die Bodenstruktur aufbessert, müssen wir die Düngerplanung im Frühjahr 2024 auf die zu erwartenden schwierigen Bodenverhältnisse abstellen.
Nass-kalte Böden: verzögerte Bodenerwärmung im Frühjahr (vor allem im Unterboden, wenn die Böden nass bleiben)
Folge: Verspätete Aussaattermine von Frühjahrskulturen, verzögerte Mineralisation niedrige N- und S- Freisetzung, schlechte Phosphormobilisation.
Betroffen: Vor allem schwach wurzelnde Kulturen (Wintergerste, Sommergerste, Erbsen, u.U. auch Kartoffeln) ebenso wie spät und nass bestellte Wintergetreide- und Rapsbestände, Mais, wenn die Bearbeitung im nassen Boden erfolgt.
Weniger betroffen: Früh, noch unter guten Bedingungen bestellte Herbstaussaaten und Sommerungen, wenn die tiefe Bodenbearbeitung im Herbst noch unter günstigen Bedingungen erfolgte.

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Grunddüngung – Phosphor- und Kalidüngung in Stichworten

Auch in diesem Jahr war ein deutlicher Unterschied zwischen gut und schlecht versorgten Böden zu sehen. Bestände auf gut versorgten Böden haben die Trockenheit im Mai und Juni deutlich besser eingesteckt und konnten den Anschlußregen Ende Juni ohne nennenswerte Ertragsminderung ausnutzen. Deshalb darf die Grunddüngung nicht vernachlässigt werden, auch wenn es teuer ist.
P-Düngung in Stichworten
Bei P-Gehalten unter 3,5 mg P bzw. 8 mg P2O5 je 100 g Boden ist mit deutlichen Ertragseinbußen zu rechnen. In diesem Fall ist eine Düngung in Höhe des Nettoentzuges zu jeder Kultur + 30 kg P2O5 zu Raps bzw. + 20 kg/ha P2O5 zur Sommerung in einer 5-feldrigen Fruchtfolge angebracht (10 kg/ha Zuschlag pro Jahr)
Bei P-Gehalten unter 5 mg P bzw. 12 mg P2O5 je 100 g Boden sollte mindestens die P-Abfuhr (Netto-Entzug) ersetzt werden, um ein weiteres Absinken der Bodenversorgung zu verhindern.

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Roggen-Aussaat 2023 und Ertragssicherung im Herbst

Sortenwahl
Die Einstufung der Roggensorten erfolge nach der BSL 2023 und Züchterangaben, ergänzt durch LSV– Ergebnisse und eigene Beobachtungen. Auf die Züchterbezeichnung vor dem Sortennamen verzichten wir bei Platzmangel.
Die Einstufung des Sortentyps erfolgte auf der Basis des Ertragsaufbaus. Die Variabilität im Ertragsaufbau ist bei den aktuellen Hybridroggensorten gering, so dass wir die Roggensorten in 2 Gruppen einstufen konnten:
KD – KZÄ – Typen (z.B. KWS Tayo, SU Karlsson) können mit mittlerer Ährenzahl (meist 400 bis 450 Ähren je m²) über eine hohe Kornzahl je Ähre abhängig von der Befruchtung eine hohe Korndichte (zwischen 23.000 und 30.000 Körner je m²) produzieren. Das TKG liegt dann bei normaler Ausreife zwischen 36 und 45 g.
BD – (TKG -) Typen (z.B. KWS Eterno, SU Performer) benötigen für hohe Erträge höhere Ährenzahlen zwischen 450 und 550 (bis 600) Ähren je m².
Aussaatstärke differenzieren

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Raps – Herbstdüngung

Wo Ausfallgetreide beginnt aufzuhellen bzw. zu vergilben, ist davon auszugehen, dass kaum mehr mineralisierter Stickstoff in der Krume zur Verfügung steht.
nach Gerste vor/zur Rapsaussaat:
max. 30 kg/ha N als DAP/NPK vor Saat einarbeiten, nicht in Roten Gebieten*
oder 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) als Gülle mit Nitrifikationshemmer
nach Weizen, Roggen, Triticale vor/zur Rapsaussaat:
max. 30 kg/ha N als DAP/NPK vor Saat einarbeiten, nicht in Roten Gebieten*
30 kg/ha N als HST + Urease-Hemmer bis 30.09.
oder 30 kg/ha NH4-N (60 kg/ha N gesamt) als Gülle mit Nitrifikationshemmer
*Außer Nmin < 45 kg/ha Hinweis keine Nitratdünger zu Raps, auch zu spätem Raps Ammonium-Düngerbevorzugen (Förderung des Wurzelwachstums) 10 bis 15 kg/ha S im Herbst (Kornkali, Kieserit, Gülle) Schwefelgehalt in der Gülle =10 % des N-Gesamtgehaltes Wurde das Stroh abgefahren, ist der N-Bedarf im Herbst um 40 bis 50 kg/ha N geringer.

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Kalium auf schweren Böden vor der (Raps-) Aussaat ausbringen

Die Einschränkungen der N-Düngung, insbesondere in „Roten Gebieten“, erfordert, dass wir die Wirkung des Stickstoffs aus dem Boden und aus der N-Düngung, auch der Gülle, optimieren. NH4 aus der organischen Substanz des Bodens, in der Gülle oder in Mineraldüngern (auch KAS enthält 50 % NH4) wird, wenn es nicht zügig nitrifiziert wird, in trockenen, bindigen Böden an die Austauscher fixiert und steht erst wieder nach der Durchfeuchtung des Bodens zur Verfügung. Diese Trockenfixierung lässt sich durch Kalkung und/oder K-Zufuhr verringern. Je besser die Austauscher mit basisch wirkenden Kationen (Ca++, Mg++, K, Na+) gesättigt sind, umso sicherer ist die NH4–Wirkung. Auffallend rötlich gefärbte Blätter der Getreidestoppeln sind ein Hinweis auf eine im Verhältnis zum N-Gehalt zu geringe Kalium-Versorgung als Folge der Trocken-Fixierung von Kalium durch die Austauscher in sorptionsstarken, bindigen Böden. In diesem Fall ist auch die Aufnahme von Ammonium herabgesetzt, während Nitrat-Stickstoff noch zur Verfügung steht. Die eingeschränkte K-Verfügbarkeit kann

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