Grünes Info
Beitragsfilter
Fulda – Vortragsveranstaltung am 18. November – Einladung und Programm
Schädlinge gefährden den Ackerbau - Ist der Kipppunkt erreicht?
Körnermais und Sojabohnen – Alternativen gesucht
Trockenheit und vor allem die Hitze zur Blüte haben auch dem Körnermais und den Sojabohnen stark zugesetzt, mit der Folge, dass keine Kolben angesetzt wurden bzw. im Kolben bzw. in den Hülsen keine Körner ausgebildet wurden...
Notfallzulassung Fundatis – Bodenherbizid gegen Ungräser in Weizen und Gerste
Die FMC hat eine Notfallzulassung für Fundatis (200 g/l Bixlozone + 125 g/l Beflubutamid) erhalten. Mit dem Bixlozone wird die Lücke durch den Wegfall des Flufenacet nicht geschlossen, aber wenigstens ein zusätzlicher...
Anbau von Winterackerbohne und Wintererbse
Anbau von Winterackerbohnen Winterackerbohnen nutzen die Winterfeuchte, blühen deutlich früher und reifen um 3 Wochen früher ab als die Sommerform. Deshalb leiden sie weniger unter der frühen Hitze im Juni. Bei ausreichenden Niederschlägen ab Mitte Mai und geringer...
Roggen – Saatstärke
Winterweizen – Saatstärke
Getreide – Getreidelaufkäfer in diesem Herbst zu erwarten
Getreidelaufkäfer (Zabrus tenebrioides) sind im Gegensatz zu den fleischfressenden Nützlingsarten „Vegetarier“, die sich auf den Verzehr von grünem Getreide spezialisiert haben. Getreidelaufkäfer sind in diesem Herbst auf Lößböden...
Raps und Getreide – Vektorenbekämpfung
Mit der Mais- und Rübenernte wird den Blattläusen die Nahrungsgrundlage entzogen. Geflügelte Tiere wandern deshalb infolge des erzwungenen Wirtswechsels in benachbarte Raps- und Getreidebestände ein. Raps ist derzeit sehr unterschiedlich entwickelt. Im Norden...
Raps – Kürzung und Phoma-Bekämpfung
Die Rapsbestände präsentieren sich in diesem Jahr je nach Aussaatdatum, Niederschlagsmenge und Schädlingsdruck sehr unterschiedlich. Im Norden stand zur Saat ausreichend Bodenfeuchte zur Verfügung. Die Bestände liefen zügig und gleichmäßig auf, der Erdflohdruck blieb...
Winterkulturen – Einwinterung
Der seit 1990 spürbare Anstieg der Temperatur hat zu einem verfrühten Vegetationsbeginn, vor allem aber zu einem...
Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst (Fortsetzung aus Info 19/2026)
Bodenherbizide gegen Gräser im Getreide Bis Herbst 2026 dürfen Flufenacet-haltige Herbizide noch aufgebraucht werden. Das Cinmethylin (im Luxinum) hat eine Notfallzulassung im Winterweizen erhalten. Andere Alternativen zur...
Wintergerste – Saatstärke
Triticale – Sortenübersicht 2026
Roggen – Sortenübersicht 2026
Wintergetreide – Herbizidanwendung im Herbst
Addition von Wirkstoffen Werden Wirkstoffe mit unterschiedlicher Wirkungsweise zusammen oder in Spritzfolge ausgebracht, wird die Wirkung des 2. Wirkstoffes nicht zur Wirkung des 1. addiert, sondern bezieht sich auf die Wirkung der verbliebenen Unkräuter: Beispiel:...
Wintergetreide – Übersicht Herbizide zur Herbstanwendung
Winterweizen – Ertragsaufbau
Einteilung der Weizensorten aufgrund der Ertragsbildung Frühschossende (Kurztags-) Typen beginnen ab dem 13-Stunden-Tag zu schossen, dadurch wird die Bestockung im...
Notfallzulassung Luximo gegen Ackerfuchsschwanz im Winterweizen
Der Wirkstoff Cinmethylin (enthalten in Luxinum) hat zur Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz in Winterweizen eine Notfallzulassung vom 01.09. bis 29.12.2026 für 400.000 ha erhalten. Im Rahmen der Notfallzulassung ist eine...
Wintergerste – Rückblick auf die Ernte 2026
Rückblick auf die Wintergerstenernte im Norden
Die Wintergerstenerträge fielen in den nördlichen Anbauregionen insgesamt durchschnittlich aus. Der Erntebeginn wurde früh durch die große Hitzewelle Mitte Juni eingeleitet. Die Körner reiften innerhalb kurzer Zeit vollständig ab, während das Stroh in vielen Beständen noch deutlich grün blieb. Reife Ähren standen auf noch nicht vollständig abgereiftem und entsprechend zähem Stroh.
Die Wintergerste litt aufgrund der frühen Reife weniger unter der Junihitze. Die Mehrzahl der Sorten hatten die Umlagerung der Assimilate in das Korn zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen. Die hohen Temperaturen begrenzten deshalb die Kornfüllung weniger stark als in den Weizenbeständen, die sich noch in der Phase der Endospermbildung (Kornbildung) befanden.
Problematischer als die Hitze war in weiten Teilen Brandenburgs und Mecklenburgs die Entwicklung der Bestände nach dem trockenen Frühjahr. Die hohen Niederschlagsmengen im weiteren Saisonverlauf führten dazu, dass Wintergerstenbestände ins Lager gingen.
In der Frühjahrstrockenheit, auch aus Angst vor Frösten, wurden Wachstumsregler vielfach zurückhaltend oder gar nicht eingesetzt.
Raps – Einsatz von Graminiziden
Ausfallgetreide und Unkrautsamen sind infolge der Trockenheit verbreitet kaum aufgelaufen. Mit dem verstärkten Keimen ist nach den Niederschlägen in den nächsten Tagen zu rechnen.
Um zu vermeiden, dass der frisch gesäte Raps im Ausfallgetreide unterdrückt wird, ist es angeraten, dieses spätestens im 3- bis 4-Blattstadium mit Graminiziden herauszuspritzen. Für die Wirkung der FOP-Mittel sind wenigstens 60 %, besser 70 % relative Luftfeuchte nötig. Bei geringerer Luftfeuchte können sie die Wachsschicht und Kutikula schlecht durchdringen. Die Formulierung der Mittel erleichtern das Eindringen.
Inzwischen ist eine Unzahl von Nachbauprodukten auf dem Markt, deren Formulierung vielfach zu wünschen übrig lässt. Aus diesem Grund beschränken wir unsere Empfehlungen auf Standard-Produkte, über die uns keine nachteiligen Erfahrungen vorliegen.
Raps – Insektizide gegen Rapserdfloh
In der Ernte krabbelten massenhaft Erdflöhe auf den Rapshängern herum. Kreuzblütler (wie Gartenkresse) im Garten werden durch den Rapserdfloh zusammengefressen. Mit einem hohen Erdflohdruck ist zu rechnen. Die kühlere Witterung lässt den Zuflug trächtiger Mutter-Erdflöhe ab Ende August bis in die ersten Septembertage erwarten.
Auch auf den verstärkter Zuflug von Kohlmotten oder Rübsenblattwespen ist zu achten. Diese werden mit der Spritzfolge gegen den Erdfloh miterfasst.
Winterweizen – Sortenübersicht 2026
Tabelle
Winterweizen – Kurzbeschreibung neuer Sorten
A-Sorten
KWS Lonnie (KWS)
A-Weizen mit durchschnittlichen Ertragsleistungen
gutes Hektolitergewicht mit moderaten Rohproteingehalten
mittlere Fallzahl mit begrenzter Fallzahlstabilität
Kompensationstyp
mittleres Schoss- & Reifeverhalten
durchschnittliche Winterhärte
mittlere Pflanzenlänge & Lageranfälligkeit
geringe Anfälligkeit für Halmbasisverbräunungen
gute bis sehr gute Blattgesundheit (Mehltau, Blattseptoria, Gelb- & Braunrost)
weniger anfällig für Ährenfusarium
gute Eignung als Stoppelweizen oder nach Maisvorfrucht
SU Horizon (Saaten-Union)
in den LSV eine der ertragsstärksten Sorten, als A-Sorte eingetragen
gute Backeigenschaften, aber mit sehr geringem Proteingehalt (BSL-Note 1), deshalb schlecht als A-Weizen zu vermarkten
hohe Fallzahl mit geringer Auswuchsneigung
früh schossender, frühreifer Kompensationstyp
durchschnittliche Winterhärte
gute Standfestigkeit
blattgesund, geringe Anfälligkeit für Mehltau, Blattseptoria, Gelb- & Braunrost
für Spätsaat geeignet
Raps – Unkrautbekämpfung
Anwendung von Clomazone
Die Wettervorhersage für die kommenden 14 Tage rückt die Anwendung von Clomazone gegen Raukenarten in den Bereich des Möglichen, da zum einen Niederschläge als Voraussetzung für die Anwendung von Bodenherbiziden angekündigt werden, zum anderen die Tageshöchsttemperaturen nicht über 25 °C klettern sollen. Somit ist die Anwendung von Clomazone in den Abendstunden möglich und es müssen nur noch die Abstände zu den außerlandwirtschaftlichen Nachbarflächen, sowie die speziell Clomazone-haltige Produkte betreffende Anwendungsbestimmungen beachtet werden.
Abbildung
Zuckerrübe – Cercospora weiterhin kontrollieren
In vielen Regionen Deutschlands setzt die Trockenheit weiterhin den Zuckerrüben mit der Folge von schlafenden Rüben und Blattverlusten zu. Das heiße, aber trockene Wetter bot keine Voraussetzungen für die Ausbreitung von Cercospora, sodass sich der Blattapparat der Rüben aktuell weitgehend gesund präsentiert, auch wenn bisher kaum Fungizide eingesetzt wurden.
Dennoch ist es notwendig, die Bestände weiterhin zu kontrollieren, da wechselhaftes Wetter Ende August und im September mit warmen Temperaturen, wie auch 2018 der Fall, noch zu einer starken Ausbreitung von Cercospora führen kann.
Regen kann nach den Blattverlusten durch Hitze und Trockenheit zu einer Neubildung von Blättern führen, die dann nicht gegen Cercospora geschützt sind. Da wir auf den Ertragszuwachs im Spätsommer und Herbst in diesem Jahr angewiesen sind, muss folglich vor allem, wenn spät gerodet wird, intensiv auf Cercospora und andere Krankheiten geachtet werden.
Sollten günstig Befallsbedingungen vorherrschen, muss in Lagen mit Starkbefall und hohem Resistenzrisiko
