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Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Zuckerrüben 2024 – Ein Jahr zwischen Frustration und Freudensprüngen

Mit welchem Landwirt Sie über das Rübenjahr 2024 sprechen, das Fazit fällt sehr unterschiedlich aus. Noch nie waren die Ertragsunterschiede größer als in diesem Jahr. Die Bandbreite der Erträge reicht von katastrophalen 20t/ha bis zu noch nie da gewesenen 130 t/ha. Selbst bei Landwirten innerhalb einer Gemarkung können die Ertragsunterschiede 40 t/ha betragen. Doch wie kam es dazu und was können wir aus diesem höchst interessanten Jahr für den Rübenanbau lernen? Dazu muss man den Entwicklungsverlauf noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. Bodenstruktur Unterschiede fallen bereits bei der Bodenbearbeitung und der Etablierung der Zwischenfrüchte im Sommer 2023 ins Auge. Wem es trotz der verbreitet nassen Bedingungen gelungen war, mit Hilfe der Bodenbearbeitung eine gute Bodenstruktur zu schaffen und diese durch einen homogenen Zwischenfrucht-Bestand zu stabilisieren, hatte einen entscheidenden Vorteil. Denn im Winter und Frühjahr konnte sich die Struktur aufgrund des vielen Regens nicht mehr verbessern. Der milde Winter mit

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Zuckerrüben – Sortenempfehlungen für 2025

Das Jahr 2024 stellte eindrücklich unter Beweis, welche Rolle die Sortenwahl im Zuckerrübenanbau spielt. Die Unterschiede in der Cercosporatoleranz waren in vielen Regionen beeindruckend. Aber auch in Sachen SBR/Stolbur konnten wir einige neue Erkenntnisse gewinnen. Konventionelle Sorten Standardsorten Auf Standorten ohne Nematoden-, Rhizoctonia- oder SBR-Befall können die aktuell ertragsstärksten Sorten angebaut werden. Sorten mit hohen Zuckererträgen haben meist auch eine gute Cercosporatoleranz, was zum einen ein Resultat des höheren Cercosporadrucks der letzten Jahre ist, zum anderen läuft die intensive Fungizidvariante seit diesem Jahrnicht mehr in die Sortenleistungsprüfung des IFZ mit ein. Sorten, die unter diesen Bedingungen sehr hohe Zuckererträge liefern, sind Ludovica, BTS 2030 und Annedora. Aber auch Jellera und St Rotterdam kommen auf ein gutes Niveau (siehe Tabelle 151). Ist das Ertragspotential z.B. durch späte Trockenheit, Spätsaat oder Frührodung begrenzt, muss der Fokus auf dem Zuckergehalt der Rüben liegen, um dennoch zufriedenstellende Erträge zu erzielen. Unter diesen Bedingungen sind

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Schwefeldüngung – Ohne Schwefel wirkt auch Stickstoff schlecht

Die DüV wirkt sich einschneidend auf den Ackerbau aus. Um Ertrags- und Qualitätsminderungen in Grenzen zuhalten, müssen wir die Stickstoffwirkung optimieren. Dazu ist eine ausreichende Versorgung mit anderen Nährstoffen Voraussetzung, die für die Eiweißbildung und das Wachstum der Pflanzen notwendig sind: Die Hauptelemente Phosphor und Schwefel, als Eiweißbestandteile, aber auch Kalium, das für die Bereitstellung der Kohlenhydrate notwendig ist, ohne die kein Protein gebildet werden kann. Die Spurenelemente Molybdän und Kupfer sind als Bestandteil von Enzymen Voraussetzung für die Umwandlung von Nitrat in Ammonium und Amide, damit daraus Aminosäuren gebildet werden, oder Zink, ohne das Proteine nicht synthetisiert werden können. TA-Luft schuf eine neue Welt Die TA-Luft hatte 1984 einschneidende, direkte und indirekte Auswirkungen auf die Landwirtschaft, da mit dieser Verordnung der Eintrag an Schwefel auf ein Minimum verringert wurde. Schwefelmangel spielte auch in vorindustriellen Zeiträumen kaum eine Rolle, weil über den Hausbrand oder Brandrodung genug Schwefel in die Luft

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Silomais 2024 – Nach schlechtem Start doch meist noch gute Erträge

Trotz ungünstiger Startbedingungen lagen die Silomaiserträge bundesweit doch noch auf hohem Niveau, wenn die Bestände nicht unter Staunässe zu leiden hatten. 2024 wurde die Aussaat zum Geduldsspiel Die nassen Voraussetzungen im Frühjahr 2024 weckten schon Erinnerungen an die zurückliegende Maissaison 2023. In beiden Jahren erstreckte sich die Aussaat über ein sehr breites Zeitfenster von Anfang April in Süddeutschland bis Anfang Juni (!) im Nordwesten, was zu unterschiedlichen Entwicklungs- und Reifeszenarien führte. Aufgrund der schwierigen Bedingungen war es auch gerade in diesem Jahr entscheidend, einen zügigen, gleichmäßigen Feldaufgang mit sicherer Jugendentwicklung bis zum 4- bis 6-Blatt-Stadium zu realisieren. Vorwiegend waren in diesem Jahr frühere Saattermine bis Anfang Mai von Vorteil, vorausgesetzt eine Aussaat war überhaupt möglich. Die Spätsaaten ab Mitte Mai litten stärker unter dem nasskalten Juni. Frühgesäte Bestände bekamen bis dahin in ihrer Jugendentwicklung schon mehr Sonne und Wärme ab. Was zeichnet ein gutes Saatbett aus? Sichere, gleichmäßige Feldaufgänge setzen

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Körnermais 2024 – Hohe Temperatursummen treffen auf gute Wasserversorgung

Die diesjährige Ernte wird vielen Körnermaisbetrieben in positiver Erinnerung bleiben. Nicht selten wurde über Rekorderträge aus unterschiedlichsten Körnermaisregionen berichtet. Die frühen Saattermine ab Anfang April in Süddeutschland bis Anfang Mai im Nordwesten Deutschlands waren den späten Saatterminen im Ertrag und TS-Gehalt überlegen. Die früh gesäten Bestände liefen zügig auf und hatten zu Beginn ihrer Entwicklung ausreichend Wärme und Sonneneinstrahlung für eine sichere Bestandesetablierung. Besonders späte Genetik (FAO > 260) profitierte von der guten Belichtung in der frühen Jugendentwicklung bis zur Anlage der Fahne im 4- bis spätestens 6-Blatt-Stadium. Die hohe Einstrahlung wirkte sich nicht nur positiv auf die generativen Ertragsanlagen (Kolben und Fahne) aus, sondern war auch verantwortlich für einen optimalen Blüh- und Kornfüllungsverlauf. Spät gesäte Bestände litten dagegen nicht selten unter der langen Auflaufphase und den kühlen Bedingungen in der frühen Jugend im Juni. Der sehr warme Juli und August glich den Entwicklungsrückstand später gesäter Maisbestände wieder aus. Dennoch

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Phosphor-Bedarf sicherstellen

Wärme und Trockenheit ab Mitte Oktober haben den bereits bestellten Beständen zu einem guten Start verholfen, solange man nur den Spross betrachtet. Die Wurzeln dieser Bestände schauen dagegen eher mickrig aus. Das dürfte auch bei den in diesem Zeitraum bestellten Beständen der Fall sein, wenn die nass-kalten Bedingungen anhalten. Sollten dann noch winterliche Bedingungen herrschen, geraten die Pflanzen in ein Dilemma: Keine Wurzel, kein Wachstum; kein Wachstum, keine Wurzel. Das kann sich im Frühjahr lange hinziehen, vor allem in der Wintergerste. Momentan heben sich trotz ausreichender P-Versorgung im Boden in unseren Versuchen bereits die mit DAP gedüngten Parzellen gegenüber den nicht gedüngten Parzellen ab. Aus den Schlagkarteiauswertungen und aus der Literatur ist abzuleiten, dass eine Ertragswirkung der zur Aussaat gegebenen P-Düngung auch bei guter Versorgung zu erwarten ist, wenn schlechte Bodenstruktur (= geringe Durchwurzelbarkeit) und Nässe (= O2-Mangel) die P-Aufnahme behindern. Trockenheit und niedrige Temperaturen setzen die P-Aufnahme um gut

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Wintergerste – Mehltau als Eintrittspforte für Typhula

Seit Anfang November ist verstärkt Mehltau in der Wintergerste zu beobachten. Milde Temperaturen in Kombination mit hohen Luftfeuchten begünstigten die Infektionen. Insbesondere in den früh gedrillten, dichten Wintergerstenbeständen breitete sich der Mehltau explosionsartig aus. Diese Bestände präsentieren sich bereits von weitem durch hellere bzw. gelblicher statt sattgrüner Farbe. Bei näherem Hinsehen erkennt man schnell die weißen Pusteln auf den Blättern. Regenfälle unterbrachen verbreitet in der letzten Septemberdekade die Aussaat der Wintergerste. Die erst Anfang Oktober gedrillten Bestände weisen vereinzelt Mehltau- oder auch Zwergrost-Symptome auf. Sobald die Temperaturen anhaltend unter 15 °C sinken, wird sich der Mehltau nicht weiterentwickeln. Bleibt es dagegen mild und sind noch Tage mit 15 bis 18 °C angesagt, bleibt der Mehltau aktiv. In der Regel können kräftige Wintergersten den Mehltaubefall im Herbst ohne Ertragseinbußen aushalten, da im Frühjahr neue, gesunde Blätter gebildet werden können. Auf Typhula-Standorten bilden die abgestorbenen Mehltau-Läsionen auf den Blattscheiden eine Eintrittspforte für

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Nässe im Herbst bei der Düngerplanung für das Frühjahr berücksichtigen

Im Nordwesten (westlich der A7, nördlich der A4) sind die Böden verbreitet übersättigt mit Wasser. Jeder Millimeter mehr wird zu einer Verschlechterung der Ausgangslage im Frühjahr beitragen. Dort ist mit niedrigen Nmin-Werten im Frühjahr zu rechnen. Im Nordosten mit Ausnahme der Küstenstandorte und Vorgebirgslagen warten die Böden noch auf Regen. Die Bördestandorte können auch noch 60 bis 100 mm Regen bis zur Sättigung aufnehmen. Die Nmin-Werte werden sich auf den besseren Böden im normalen Bereich bewegen, auf den sandigen Böden niedriger sein, wenn es in der Folgezeit mehr als 60 mm regnen sollte. Im Süden sind die Böden mit Wasser nahezu gesättigt, in einigen Gebieten auch schon übernass. Dies zeigt sich an den Aufhellungen der Gerste in den doppelt bearbeiteten Teilbereichen. Weiterer Regen wird auch dort zu einer verstärkten Nitrat-Verlagerung führen. Niedrige Nmin-Werte in der Krume, das bedeutet auf Sandböden weniger als 10 kg/ha Nmin, auf Lehmbödenunter 20 kg/ha in

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Wintergetreide – Einsatz von Bodenherbiziden vor Winter

Sofern befahrbar, bieten feuchte Böden gute Voraussetzungen für die Applikation von Bodenherbiziden im gerade aufgelaufenen Wintergetreide. Allerdings schränken Nachtfröste den kulturverträglichen Herbizideinsatz ein: Die Boden-Wirkstoffe Flufenacet und Chlortoluron (falls zugelassen) können im frühen Nachauflauf auch bei vorausgegangenem und/oder angekündigtem leichten Frost (bis – 4 °C) eingesetzt werden*). Carotinoid-Synthese-Hemmer Diflufenican (z.B. Brodal, Diflanil, Carmina, Herold, Trinity), Beflubutamid (Beflex), Picolinafen (z.B. Pontos, Quirinus) können bei leichtem Nachtfrost bis – 2 °C noch gespritzt werden. Auf die Zumischung von Prosulfocarb zur Unterstützung der Gräser-Wirkung des FFA sollte man bei niedrigen Temperaturen auf jeden Fall verzichten. Auch das Flumioxazin-haltige Sumimax darf nur bei frostfreier Folgewitterung gespritzt werden. ALS-Hemmer mit Mefenpyr als Safener (Atlantis) sollen nicht gespritzt werden, wenn mit Nachtfrösten zu rechnen ist. Dagegen können ACCase-Hemmer mit Cloquintocet als Safener (Axial, Traxos) auch vor Nachtfrösten bis – 5 °C ausgebracht werden. Dadurch steigt sogar die Wirkungssicherheit gegen Ackerfuchsschwanz (Nikolaus-Spritzung). Ebenfalls wirkungssicher und kulturverträglich ist

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Raps – Ackerfuchsschwanz, Trespen und Weidelgräser konsequent bekämpfen

Auf Standorten mit Ackerfuchsschwanz-, Trespen- oder Weidelgras-Problemen kann im Raps auf Propyzamid-haltige Produkte zurückgriffen werden. Der Wirkstoff Propyzamid im Kerb Flo oder Milestone greift, wie das Pendimethalin, in die Zellbildung empfindlicher Pflanzen ein. Als Microtubuli-Hemmer wird es in der HRAC Gruppe 3 (früher HRAC Gruppe K) eingereiht. Damit hat Kerb Flo eine völlig andere Wirkungsweise als die im Getreide gebräuchlichen ACCase-Hemmer, ALS-Hemmer oder Harnstoffderivate und trägt somit zur Verringerung des Resistenzrisikos der Ungräser bei. Besonders aufgrund des drohenden Flufenacet-Wegfalls kommt dem Propyzamid eine noch größere Bedeutung im Resistenzmanagement zu. Wirkungsweise Der Wirkstoff verteilt sich bis 2 cm tief im Boden und wird vorwiegend über die Wurzel aufgenommen. Feuchtkühle Witterung erlaubt die Wirkstoffaufnahme bei gleichzeitig verlangsamtem Wirkstoffabbau. Aus diesem Grund sollte die Anwendung erst bei anhaltenden Bodentemperaturen unter 7 °Celsius erfolgen. Eine frühe Spritzung bei höheren Temperaturen kann zu Wirkungsminderungen führen, aber auch eine zu späte Spritzung im Frühjahr, wenn die

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Herbizid-Resistenzen

Herbizid-Resistenzen sind nicht mehr nur auf einzelne Regionen begrenzt. Durch den überbetrieblichen und inzwischen auch überregionalen Einsatz der Erntetechnik werden resistente Unkräuter immer mehr verbreitet. Bislang muss mit folgenden Resistenzen von Unkräutern gerechnet werden: Ackerfuchsschwanz reagiert bei uns auf den meisten Standorten nicht mehr auf auf FOP-Mittel, aber meist noch auf DIM-Mittel. Wo FOP-Mittel noch wirken, wirkt auch das Broadway im Frühjahr. Das FFA wirkt auf den meisten Standorten noch sicher. Die Wirkung des FFA wird durch die Zumischung von Boxer oder Aclonifen bzw. auch das Picolinafen unterstützt. Im Raps wirken sicher Metazachlor (nur auf keimenden AFU), Kerb (Milestone) und DIM-Mittel. Windhalm wird verbreitet durch ALS-Hemmer nicht mehr bekämpft. Am sichersten wirken über den Boden Beflubutamid + FFA, Flumioxazin + FFA. Im Nachauflauf haben DEN-Mittel Axial (Traxos) im Getreide noch eine gute Wirkung, im Raps reicht meist schon Metazachlor/Dimethachlor, FOP, Kerb (Milestone). Auch bei Trespen wurde vereinzelt ALS-Resistenz nachgewiesen, unterschiedliche

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Auswirkungen der Nässe auf das Frühjahr 2025

Wassergesättigte Böden im Westen, Norden und Süden Westlich der früheren innerdeutschen Grenze, in Schleswig-Holstein und im westlichen Mecklenburg sowie südlich des Mains sind die Böden derzeit verbreitet das zweite Jahr nacheinander mit Wasser gesättigt. Durch eine ähnliche Situation im Jahre 1981/82 wurden die Böden durch die Rübenroder stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Nachwirkungen waren noch bis 1996/97 zu spüren. Ab Ende Dezember 1996 drang der Frost selbst in Westdeutschland über 1 m tief in den nassen Boden ein und beseitigte die Strukturschäden. Die Körnermais- und Zuckerrübenernte wird in diesen Gebieten noch zu einer Herausforderung. Ob danach überall Getreide gesät werden kann, ist mit einem Fragezeichen versehen. Wie wirkt sich Nässe auf den Boden aus? Wasser allein ist nichts Schlimmes. Ausreichend Bodenfeuchte ist notwendig, damit die Biologie im Boden funktioniert und Pflanzen wachsen können. Feuchtigkeit verhindert Staubbildung und Winderosion. Feuchte ist auch notwendig, damit sich die feinsten Bodenpartikel ausrichten und zu

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Verzwergungsvirosen – Ausfallgetreide auch in Zwischenfrüchten kontrollieren

Durch die Ernte von Silomais und den ersten Zuckerrüben wurden Blattläuse aufgescheucht und sind jetzt verstärkt auch in den frisch aufgelaufenen Pflanzenbeständen bzw. im Ausfallgetreide zu finden. Trotz der Nässe springen auch Zikaden herum. Latenter bis deutlich erkennbarer Befall mit Verzwergungsvirosen trat im Frühjahr verbreitet auf. Kontrollieren Sie deshalb Ausfallgetreide und Zwischenfrüchte mit Rauhafereinsaat bzw. Getreidedurchwuchs auf Blattläuse und Stoppelfelder sowie neu bestellte Felder auf umherspringende Zikaden. Anzeichen für Verzwergungsvirosen: Einzelpflanzen, die von der Spitze her vergilben oder sich rot verfärben, später gestaucht wirken und oft übermäßig stark bestocken. Das Herzblatt kommt kaum heraus. Die Blätter fühlen sich zwischen den Fingern prall wie ein Gummibaumblatt (= turgeszent) an. Infolge des Virusbefalls sind der Wassertransport und die Wasserabgabe gestört. Dadurch staut sich das Wasser in den Blättern. Das Virus-Risiko mit dem Weizenverzwergungsvirus ist höher östlich der Linie Schwerin – Erfurt – Würzburg und zieht sich über Hohenlohe rüber in das Rhein-Main-Gebiet.

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Winterweizen – CTU-Sortenverträglichkeit

Der Wirkstoff Chlortoluron wird aufgrund der Kerbel- und Kornblumenwirkung und der Unterstützung der Wirkung von FFA gegen Ackerfuchsschwanz und Weidelgräser wieder häufiger eingesetzt. Dabei ist zu beachten, dass nicht alle Weizensorten diesen Wirkstoff gleich gut vertragen. Von Wintergerste, -roggen und Triticale sind keine Einschränkungen bekannt. Nach Angaben des Herstellers (Nufarm) vertragen die nachstehend aufgeführten Sorten den Wirkstoff CTU schlechter bis nicht gut:
Tabelle

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Mais – Neue Sorten

Silomais: LG 31.215 (S 200/K 210) Einfachhybride, frühe Doppelnutzungssorte, Zulassung BSA 2024 zügige Jugendentwicklung für Grenzstandorte sowie Höhenlagen blatt- und stängelgesund mittellange, standfeste Pflanze mit gleichmäßigem, tiefen Kolbensitz gute GTM-Erträge bei hohem Stärkegehalt und guter Verdaulichkeit DKC 3144 (S 200) Hartmaisähnliche Neuzüchtung sehr gute Jugendentwicklung frühe Blüte für Grenzlagen bei guter Umweltstabilität (Trockenheit und Nässe) sehr gesunde, standfeste Sorte große Restpflanze mit länglichen Kolben sehr hohe GTM –, Stärke- und Biogaserträgen P83224 (S 240) Reiner Zahnmais aus Silomaiszuchtprogramm ansprechende Jugendentwicklung mittlere Blüte im 240er Bereich gutes Staygreen-Verhalten, vor allem auf besseren Böden massiger Typ mit sehr hohen GTM Erträgen mittlerer Stärkegehalt sowie mittlere Verdaulichkeit KWS Lupollino (S 250) massiger Zwischentyp standfest bei mittlerer Kolbenhöhe gute Blatt- und Stängelgesundheit ausgeprägtes Staygreen Silomais mit Druschoption sehr hohe GTM bei durchschnittlichen Energieerträgen und Verdaulichkeit P82703 (ca. S 250) großrahmiger Massentyp hoher Kolbensitz, trotzdem standfest sehr hohe GTM- und Biogaserträge gute Restpflanzenverdaulichkeit sehr gutes

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Raps – Einsatz von Wachstumsreglern im Herbst

Die Rapsbestände wachsen in diesem Jahr stark auseinander. Die ersten Bestände wurden aus Angst vor dem Erdfloh bereits um den 15. August gesät. Diese Pflanzen erreichen bereits das 8-Blattstadium und müssen dringend gestaucht werden, wenn das nicht schon erfolgt ist. Einige Sorten wie Ambassador beginnen bereits im Überlappungsbereich den Stängel zu bilden. Der letzte Raps wurde erst zu Beginn der vergangenen Woche um den 9. September gesät. Dieser lief recht zügig auf und ist aktuell im 2-Blattstadium. Es gibt auch Rapsbestände, die in der Trockenheit Ende August ganz unterschiedlich aufgelaufen sind. Die am weitesten entwickelten Rapspflanzen haben inzwischen sechs Blätter und müssen dringend gekürzt werden, während die zuletzt aufgelaufenen Pflanzen inzwischen zwei Laubblätter bildeten. Die Rapspflanzen treiben sich gegenseitig hoch, wenn sich die Blätter berühren. Deshalb neigen enger stehende Pflanzen in dichten Beständen stärker zum vorzeitigen Schossen. Hat der Raps gegen Ende des Langtages (20.09.) bereits sechs und mehr Blätter

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Wintergetreide – Beizung

Der Anteil von Saatgutproben mit Flugbrand in Gerste und Weizen, auch von Steinbrand im Weizen, nahm in den letzten Jahren beständig zu. Damit wurde der Eindruck auf den Feldern bestätigt. Betroffen sind nicht nur Bio-Betriebe. Die Beizung insbesondere gegen Brande ist eine effektive, vor allem punktgenaue Pflanzenschutzmaßnahme. Unterbleibt die Beizung, ist eine spätere Bekämpfung von Branden mit Fungiziden nicht mehr möglich. Zudem werden durch die Beizung auch eine Reihe von anderen saatgut- oder bodenbürtigen Krankheiten eingedämmt, wenn nicht sogar unterbunden, wie Schneeschimmel, Fusarien-Arten, Septoria-Arten, Drechslera-Arten oder Rhynchosporium. Beizwirkstoffe kontaminieren nur das Saatgut und werden bestenfalls in den daraus erwachsenden Pflanzenteilen bzw. im Beizhof um das Samenkorn verbreitet, während sich der Spritznebel in der Umgebung der Zielobjekte verteilt.
Tabelle

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